Apfelbaum-Pflanzzeit/Apfel-Ernte/Schnitt
Oktober / November ist Pflanzzeit für den Apfelbaum und andere Obstgehölze. Die gibt es in Baumschulen, bei Versandgärtnereien, bei Baumärkten etc. zu kaufen. Und natürlich ist auch Erntezeit für die dicken runden Äpfel.
Da der Apfelbaum (Malus domestica), abgesehen von den diversen Sorteneigenschaften, Besonderheiten bei der Befruchtung und unterschiedlicher Krankheitsanfälligkeit auch von höchst unterschiedlichem Wuchs (Riesen-Apfelbaum, mittlere, kleine Apfelbaum-Spindeln für Kübelhaltung auf Balkon, hängt von der Wüchsigkeit der Unterlage ab. Der Apfelbaum ist veredelt.) sein kann, sollte man sich m.E. besser bei der Auswahl beraten lassen, damit nichts schief geht. Schließlich soll das gute Stück ja möglichst jahrzehntelang halten und leckere Äpfel abwerfen. Und die sind extrem lecker und gesund, wenn sie ganz frisch vom Baum kommen. Oder wie ein geläufiges Wort besagt:”An Apple a Day keeps the Doctor away!”
Apfelbaum-Service:
Apfelbaum pflanzen:
Der Apfelbaum wird wie andere Obstgehölze auch wurzelnackt oder als Containerpflanzen angeboten. Besonders bei wurzelnackten Apfelbaum-Pflanzen wie auch bei jedem anderen Obstbau sollte man darauf achten, dass sie bis zur Pflanzung nicht austrocknen. Notfalls übergangsweise in feuchte Erde einschlagen oder in einen großen Pott Wasser stellen. Das tut ihnen vor der Pflanzung sowieso gut. Bei Containerpflanzen ist man mit der Pflanzzeit weniger eingeschränkt. Bei anschließender guter Pflege kann man sie setzen wann immer man will.
Pflanzloch für den Apfelbaum geräumig ausheben und Untergrund gut auflockern. Wer Wühlmausprobleme hat, sollte ein feines Drahtgitter unten ins Pflanzloch, das man dann beim Eingraben um den Apfelbaum hochzieht und um den Stamm herum festdrückt. Die Wurzeln wurzelnackter Pflanzen werden vor dem Pflanzen um ein Drittel zurückgeschnitten. Gute Starthilfe für den Apfelbaum leistet man mit reichlich Kompost, den man beim Schließen des Pflanzlochs einarbeitet. Einen Stützpfahl kann man gleich beim Einpflanzen einschlagen. Das ist weniger mühsam als hinterher. Die Veredelungsstelle des Apfelbaums muss OBERHALB des Erdreichs liegen, damit die auf der Unterlage veredelte Sorte nicht Wurzeln ausbildet (“sich nicht freimacht”). Dann alles gut angießen und in der nächsten Zeit nicht verdörren lassen.
Auf den m.E. beste und informativste Link zum Thema Apfelbaum im deutschsprachigen Web, Apfelbaum-Info beim bio-gaertner.de, kann ich aus mir unbegreiflichen Gründen leider nicht direkt linken. Bitte selbst raussuchen. Reichhaltige sachkundige Information nicht nur zu Sorten, Veredelung, Pflanzung, Genuss und Gesundheitswert von Äpfeln (sogar Krebsvorbeugung!), Ernte und Lagerung und so weiter….
Apfel-Ernte:
Je nach Sorte im Spätsommer bis ungefähr Oktober. Pflückreif sind Äpfel, wenn sich die Stiele bei Drehung leicht vom Apfelbaum lösen und die Kerne braun sind.
Apfelbaum-Schnitt:
Pflanzschnitt, Kronenaufbau, weitere Schnittmaßnahmen sind hier gut beschrieben.
Buchtipps zu Apfelbaum, Obst-Gehölzschnitt & Co.:
Apfelbaum-Information/Fun:
alles über Apfelbaum
Eine putzige Erläuterung, wo der Apfel herkommt, findet sich beim Gymnasium Ulricianum Aurich.
Ausführliches Pflanzenportrait Apfelbaum mit Kulturgeschichte
Online Spiel Apple Attack: Den Apfel vor herannahenden Schädlingen beschützen.
Nochn Obstbaum, den ich toll finde: Feigenbaum
eingewurzelt unter: Obst im Garten
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49 Kommentare bisher
Kommentierenhallo
Marianne, 07. März 2007, 19:58ich würde gern mehr über die Laubverfärbung am Apfelbaum wissen. Also am Baum, am Zweig und am Blatt! Bitte schreibt etwas darüber,das ist wichtig!
Ich komm an einem andren Tag wieder hier auf diese homepage.Hoffentlich könnt ihr mir weiter helfen könnt. Byebye
Hallo Marianne,
die Laubverfärbung? Im Herbst? Ist jetzt gerade schlecht, ich hab keine Bilder auf Halde. Vielleicht jemand anders? Stelle sie gerne hier ein, wenn jemand was hat.
Warum ist es denn wichtig?
Gärtnerin, 08. März 2007, 07:49Hallo!
Lisa, 11. März 2008, 18:00Hat schon jemand von Euch einen Apfelbaum mit Absenkern vermehrt? Geht das überhaupt???
Wir haben einige seeeehr alte Apfelbäume, deren Sorte wir nirgendwo bekommen, wir wollen aber zeitig genug für Nachkommen sorgen. Die Sache mit dem Veredeln ist natürlich die gewohnte Methode, da kam mir diese Idee…. oder funktioniert eventuell sogar die Stecklingsmethode??? Wenn nicht, warum nicht???
Soll ich`s probieren, oder wird`s sowieso nichts??
LG Lisa
Klar funktioniert das. Ob es sinnvoll ist, vermag wohl eher ein Experte zu beurteilen. Da die verwendet Unterlage beim Veredeln die späteren Wuchseigenschaften des Apfelbaums (Riese, Topfmickerling, mittelkräftig wachsend etc.) bestimmt, würde ich den Apfelbaum notfalls von einem örtlichen Obstbaum-Experten veredeln lassen.
Gärtnerin, 11. März 2008, 22:19hallo!
ich habe aus einem “pink lady” apfel einen schon spriesenden kern angezogen und das kleine bäumchen ist nun etwa 3-5 cm gross und wächst stetig weiter *froi*
nun habe ich in der aufzucht davon keinerlei erfahrung und wende mich deswegen an euch. wenn ich das bäumchen (ich halte die erde immer feucht) bricht ein wenig ein wenn ich es in die sonne stelle und “erholt” sich sobald ich ihn wieder rein hole bzw wenns zu kalt wird um das fenster auf zu lassen *g*
verträgt er keine direkte sonne? was kann ich für sein “baby”zeit machen damit er gross und stark wird? dünger?
danke für hilfe.
althea, 18. April 2008, 23:19gruss und schöne abend noch
Doch, ganz bestimmt. Aber an die Lichtverhältnisse draußen muss man Pflanzen langsam gewöhnen. An milden Tagen erstmal in den Schatten/Halbschatten stellen und dann nach ein paar Tagen langsam gen Sonne. Möglichst nicht dauernd rein und raus. Das ist nur Stress für die Pflanze.
Gärtnerin, 20. April 2008, 12:54dankeschön, ich werd mich drann halten und hoffen das er irgendwann mal äpfel treibt.
gruss
althea, 22. April 2008, 11:14Ich habe eine Frage:
tobicairn, 29. Juni 2008, 15:10Kann ein einzelner Apfelbaum Früchte tragen, oder wird ein Bestäuber in der Nähe benötigt?
Bei einem Angebot Gartenkatalog las ich einen entsprechenden Hinweis.
29.06.08
Hallo Tobicairn, Apfelbäume haben üblicherweise zwittrige Blüten. Das bedeutet, dass männliche und weibliche Pollen in einer Blüte, und also auch an einem Baum zu finden sind, und Du deswegen normalerweise keinen zweiten Apfelbaum brauchst. Ob es auch Sorten gibt, die da evtl. anders sind… kann ich mir nicht vorstellen. Aber wer weiß.
Gärtnerin, 30. Juni 2008, 12:21Zur Zeit runtergefallene Äpfel (überwiegend wurmstichig)
Ilse Schultz, 17. August 2008, 11:26kann man diese auf den Kompost geben oder sind in den Äpfeln noch würmer die ich dadurch vermehre,also quasi eine Brutstätte schaffe?
mfG Ilse
Jein. Die Apfelwickler-Larven verlassen das Fallobst recht bald wieder und überwintern im Stamm oder im Boden (unter dem Baum oder im Kompost, je nachdem, wie schnell Du bist, würde ich meinen). Insekten vermehren sich aber nicht wie Unkrautsamen im Kompost. :-)
Was mit Äpfeln und Kompost aber nervig sein kann – ich hatte im alten Garten unterm Apfelbaum jede Menge Wurm-Fallobst auf den Kompost getan – ist, dass Mäuse das ganz besonders toll fanden. Nicht so schön, wenn man eine Mäuse-Großstadt im Kompost hat. ;-)
Mehr Infos zum Thema und zur Bekämpfung findest Du, wenn Du gezielt nach dem Begriff “Apfelwickler” suchst.
Gärtnerin, 19. August 2008, 13:39Kann man einen Apfelbaum aus Apfel großziehen?
Wir sind in eine Wohnung mit riesigem Garten und angeblich über 100jährigem Baumbestand gezogen, in dem unter anderem Apfelbäume, Zwetschgen, Kirschen und Birnen standen. Nun ist die Birne nach dem letzten Winter schon Geschichte und auch die Apfelbäume werfen bei windigen Tagen größere Äste ab (um nicht zu sagen Teile des Baumes).
Da wir das Haus (noch) nicht gekauft haben und uns mit Investitionen zurückhalten wollen, aber viel Platz haben, wollte ich eigentlich einfach Äpfel von den Bäumen einpflanzen und mal schauen, ob es was wird.
Ehrlich gesagt geht es auch weniger um den Ertrag an Äpfeln sondern mehr um mehr Bäume im Garten :-)
Nun bin ich aber blutiger Laie und habe da mal ein paar ganz einfache Fragen:
1: Sollte man den ganzen Apfel einfach in die Erde stecken irgendwo und der Natur seinen Lauf lassen?
2. Oder sollte ich die Kerne rauspulen und erstmal im Haus in einem Topf anzüchten?
3. Wann sind die Kerne überhaupt am besten geeignet? Wenn sie ganz reif sind?
4. Kann man das um diese Jahreszeit überhaupt noch machen?
Über ein paar Tipps würde ich mich sehr freuen.
Ronald, 20. August 2008, 19:42Hallo Roland, scheint, dass die Bäume überaltert sind. Ich habe noch keine Apfelbäume aus Kernen gezogen, aber die Natur hat sich mit der Verpackung der Samen sicher was gedacht. Theoretisch sind die meisten Äpfel im Moment noch nicht reif, die Samen also vermutlich auch noch nicht ausgereift. Erst danach könnte man, wenn man Keimerfolg haben wollen würde. Alles theoretisch aber. Ich würde das aber nicht machen, weil Apfelbäume in der Regel veredelt sind. Bis Du so nen Apfel-Samen großgezogen hast, so dass er auch nur als Bäumchen durchgeht, vergehen Jahre, und hinterher hast Du vielleicht ein Mickerding. Will meinen, dass die Wuchs-Eigenschaften ja dann gar nicht klar wären, und man nicht weiß obs jemals ein richtiger Baum wird.
Apfelbaum
= 1. Unterlage auf die veredelt wird, und die bestimmt, obs ein kleiner, mittlerer oder großer Baum wird, die also das Wachstum bestimmt
+ 2. die aufgepfropfte Apfelsorte, die dann die Früchte trägt.
Kauf Dir lieber nen neuen Baum oder such Dir einen Gärtner, der Dir die alte Sorte (Also ein Ästchen von 2. ) auf ne neue Unterlage aufpfropft. Kostet beides nicht die Welt!
Gärtnerin, 21. August 2008, 18:48Hallo.
Daniel, 09. September 2008, 21:09Also ich habe die Kerne eines gekauften Apfels gepflanzt und die Sprießen auch schon. Aber ich würde die gerne Veredeln, aber ich weiß nicht, wo ich die alte Apfelsorte herbekommen soll. Geht das veredeln nicht auch irgendwie anders?
Habe 1969 ein Grundstück mit – unter anderem – 10 Apfelbäumen gekauft, nach dem Hausbau sind Pflaume ,Kirsche ,Birne wegen überalterung weg.
Reinhard, 10. September 2008, 12:25Apfelbäume sind nach und nach verschwunden.
Habe noch einen alten Apfelbaum, der aber stark Schädlingsbefallen ist ( Monilia ).
Nach meiner Meinung kann der Laie keinen Apfelbaum aus Kernen ziehen, wird ein Wildling.
Alle Ertragsapfelbäume sind veredelt , das heißt gepropft. Im Gespräch mit Apfelbauern im Alten Land – südlich der Elbe – höre ich immer , Apfelanbau ist eine Generationensache ( 3.oder 4.
oder noch mehr ) Besser in einer rennomierten Baumschule einen mindestens 5 jährigen Apfelbaum kaufen. Ausführlich beraten lassen. Sorte ??
3 Stück – 1 x Augustapfel ganz früh, APFELKUCHEN!
Verzehrapfel – Erntezeit Oktober – und einen späten – Lagerapfel.
Bei allem kommt es auf Dein jetziges Alter an, die Kinder haben erst richtig was davon.
Alles eigene Erfahrungen. Auch aus dem Bekanntenkreis. Ich habe im April 2003 einen
Korbiniansapfel 3 jährig gekauft – gepflanzt – und hoffe vergebens auf Ertrag.
Gutes Gelingen mit dem Vorhaben , Daniel wünscht Dir Reinhard
Hallo zusammen!
Michaela, 16. September 2008, 10:49Ich habe eine vielleicht etwas ungewöhnliche Frage: Kann man einen Apfelbaum so schneiden, dass er keine bzw. nur sehr wenige Früchte trägt?
Das Problem ist folgendes:
Ich habe vor 5 Jahren ein Grundstück gekauft, auf dem sehr viele 50jährige oder noch ältere Apfelbäume stehen. Einen Großteil der Bäume habe ich sofort umgeschnitten. Es stehen nun noch 4 Bäume, die ich unbedingt erhalten möchte, da sie sowohl heißbegehrten Schatten spenden als auch Sichtschutz zur Straßenseite meines Grundstücks sind.
Die Bäume sind noch nie in irgendeiner Form geschnitten worden – sind also so gewachsen, wie die Natur das wollte. (Grundstück stand Ewigkeiten leer bevor ich es übernommen habe).
Nun habe ich mit diesen Bäumen das Problem, dass sie Äpfel ohne Ende produzieren. Hunderte, wenn nicht tausende kleiner, furchtbar schmeckender Äpfel. Ich pendle seit vielen Wochen zwischen meinem Garten und dem Grünschnittsammelplatz hin und her und entsorge Autoladungen von Äpfeln, da niemand in meinem Bekanntenkreis Verwendung für Äpfel hat. Selbst ein nahegelegener Reitstall weiß schon nicht mehr wohin mit dem Zeugs.
Ich muss Euch sagen, ich kann schon keine Äpfel mehr sehen. Hat vielleicht irgendjemand einen Rat für mich, wie ich diese Bäume beschneiden kann, damit ich im nächsten Jahr nicht wieder von Äpfeln “überschwemmt” werde? Ich möchte die Bäume wenn es irgendwie geht erhalten. Sie sind derzeit ca. 10 Meter hoch, mit lauter steil nach oben wachsenden Ästen. Blätter sind derzeit so gut wie keine sichtbar, da auf jedem Ast eine ganze Traube an Äpfeln hängt. Eine Neupflanzung möchte ich wenn möglich vermeiden, da es doch viele Jahre dauern wird bis der neugepflanzte Baum so viel Schatten spendet wie der alte.
Hat jemand vielleicht einen guten Rat oder Tipp für mich?
Vielen Dank im Voraus.
Michaela
Reinhard für Michaela, das problem hatte ich auch mit einem alten Boskop-Apfelbaum. Was hab ich da rausgeschnitten! Aber Obstbaum – speziell Apfel – beschneiden ist nur mit fachmännischer Hilfe erfolgreich.Habe schon mit Apfelbauern im Alten Land ( südwestlich Hamburg ) gesprochen. die sagen Apfel kann jederzeit beschnitten werden. Ich empfehle Fachliteratur besorgen,es gibt Gartenbauverbände, in Schrebergärten am Aushang nachschauen, die haben immer mal Beratungstage.
Reinhard, 16. September 2008, 11:20An die nächstgelegene Universität wenden.
Fragen – fragen- fragen. Irgenwann kommt eine
brauchbare Antwort.
Wichtig ist auch erstmal : was für ein Apfel ist es überhaupt. Herbst-Winterschnitt ist der Beginn, weil man ja ohne Laub besser sieht wo geschnitten werden muss. Grundsätzlich : alles was senkrecht hoch schießt, sind sogenannte
Wasserschosse, nehmen dem Baum wertvollen Saft weg. Tragen nur Blätter.Abschließend : bei Radikalverjüngung unbedingt fachmännischen Rat einholen.Eventuell auch mal ein paar Mark( neu )€
für einen Profi ausgeben. So, mehr weiß ich auch nicht, alles andere wäre jetzt bla bla.
Wünsche Dir viel Erfolg. Berichte mal.
Auch über Deinen Standort,ein Apfel in Flensburg
verhält sich anders als ein Apfelbaum am Bodensee.
Tschüss
vom Klabautermann
Lieber Reinhard!
Michaela, 16. September 2008, 14:53Vielen Dank für Deine rasche und ausgiebige Antwort. Wenn ich’s mir recht überlege, dann werde ich wohl um einen Fachmann nicht herumkommen. Denn es ist für mich als Apfelbaum-Laien so gut wie nicht möglich ausfindig zu machen um welche Apfelsorten es sich handelt. Eines ist klar: Es sind 4 Bäume mit 3 verschiedenen Sorten.
Danke für den Tipp mit dem Ausschneiden der senkrecht nach oben wachsenden Äste. Damit ist klar, dass nahezu 90% des Baumes weg muss!
Ich denke, dass ich mich selbst da nicht drübertrauen werde. Werde in den nächsten Tagen Kontakt mit einem Gärtner aufnehmen, damit er sich die Bäume mal ansieht und mir sagt, wann der beste Zeitpunkt zum Schneiden ist bzw. vielleicht kann ich ihm ja beim Schnitt über die Schulter schauen um in Zukunft die Bäume selbst pflegen zu können.
Zum Thema Standort: Die Bäume stehen ca. 20km südlich von Wien. Leider sind sie in der Vergangenheit nie gepflegt worden, denn an sich handelt es sich um sehr schöne Bäume und ich möchte sie wirklich nicht umschneiden. Auch auf die Gefahr hin, dass ich jedes Jahr Tonnen an Äpfeln entsorgen muss…
Nichtsdestotrotz müssen die Bäume geschnitten werden, denn ich denke, dass sie ungepflegt früher oder später Opfer einer Krankheit oder eines Parasiten werden, was ich auf alle Fälle vermeiden möchte.
Nochmals vielen Dank für die Tipps! Ich werde wieder berichten, wie es mit diesen Bäumen weitergegangen ist…
Gruß, Michaela
wieviele äpfel trägt denn ein apfelbaum und wie groß ist sein umfang im durchschnitt?
Vielen dank schon mal
LG heidi
heidi, 29. September 2008, 10:42Zwischen 0 und 582,589 Äpfel und zwischen 20 cm und 6 Meter, würde ich sagen. Tut mir leid, Heidi, dass meine Antwort nicht so ganz ernst ausfällt, aber Apfelbäume gibts in unglaublich vielen Wuchsstärken, je nach Veredelungsunterlage. ;-)
Gärtnerin, 29. September 2008, 10:56Hallo,
Resi, 13. Oktober 2008, 08:27ich habe im September einen Apfelbaum geschenkt bekommen und leider noch nicht den passenden Platz dafür (Garten wird noch fertig gestellt, aber erst im Frühjahr). Meine Frage ist nun, ob der Baum im Plastikumtopf mit Erde bleiben kann, so dass ich ihn einpflanze, wenn der Garten “einsatzbereit” ist oder ob er mir dann eingeht. Eigentlich ist ja jetzt Pflanzzeit, da bin ich mir nicht sicher, ob die Dülmener Rose das länger mitmacht.
Herlichen Dank schon vorab und
viele Grüße von
Resi
Hallo, Resi!
Ich habe auch schon einmal einen Apfelbaum im Topf über den Winter gebracht. Je größer der Topf ist, desto besser. Am Besten gräbst Du den Baum inkl. Topf irgendwo in die Erde ein und deckst ihn noch ein bißchen mit Laub oder Gras (vielleicht vom Nachbarn?) zu, damit er nicht so leicht erfrieren kann.
Liebe Grüße, Sus
Sus, 13. Oktober 2008, 09:25Ich sehe das wie Sus. Wenn der Topf halt hutzelklein ist, riskierst Du ohne Eingraben, dass er darin vielleicht vertrocknet über Winter, aber ansonsten bringt nen Apfelbaum so schnell nix um. Notfalls kannst Du ihn auch einfach ausm Topf nehmen, eine kleine Kuhle für den Wurzelballen irgendwo graben, den Baum seitwärts reinlegen, und bissi Erde drauf.Das nennt man “Einschlagen”. So ist der Ballen unter der Erde, und kann nicht frieren, und bis der Baum richtig los- bzw. anwächst, ist dann eh nächstes Jahr.
Gärtnerin, 13. Oktober 2008, 11:34Hi
Felicia, 18. Oktober 2008, 15:25ich wollte gerne mal wissen ob man ein Apfelbaum auch mit dem inneren Kernen vom Apfel pflanzen kann?
Liebe Grüße von Felicia
Hallo!
Mein Mann wünscht sich für unseren zukünftigen Garten (Haus wird im April fertig) einen schönen knorrigen Apfelbaum.
Frage: welche Sorte hat einen schönen knorrigen Stamm?
Und macht es Sinn ihm jetzt zu Weihnachten schonmal einen Gutschein zu schenken, um den Baum dann im Frühjahr gleich einzupflanzen?
Oder sollte ich mit dem Gutschein doch bis Juni (sein Geburtstag) warten, weil Herbst die bessere Pflanzzeit ist?
Ich danke für Eure Antworten!
Kati, 04. Dezember 2008, 20:54Grüße aus Bremen, Kati
Ich denke – laienhaft – dass die großen alle einen knorrigen Stamm kriegen, wenn sie alt werden. Was aber dauern kann. Wenn ich Du wäre, würde ich mich fachkundig in einer Baumschule beraten lassen, und eine schöne alte Apfelsorte wählen, die dann auch wirklich gut schmeckt. Ist ja eine Anschaffung quasi für´s Leben. In der Baumschule würde ich dann auch mal nachfragen, ob die im Frühjahr pflanzen würden. Tolles Geschenk auf alle Fälle!
Gärtnerin, 05. Dezember 2008, 14:33Hallo.
Ich habe einen alten Apfelbaum, der mittlerweile schon hohl ist. Ich will ihn durch einen neuen ersetzen, habe aber gehört, dass von einer Pflanzung an der selben Stelle abzuraten ist. Wie weit muß ich von der Pflanzstelle des alten, gefällten Baums wegbleiben.
Oliver Rose, 16. Dezember 2008, 10:01Grüße, Oliver aus Karlsruhe
Hallo,
Reni, 05. April 2009, 16:32wenn es im Sommer mal eine Woche nicht regnet, benötigt dann mein 5 Jahre alter Apfelbaum eine künstliche Bewässerung?
Grüße von Reni 04.04.09
Nicht, wenn er eingewachsen ist, Reni. Bäume haben tiefe Wurzeln.
Gärtnerin, 07. April 2009, 08:25Hallo
Ursi Ackermann, 15. Mai 2009, 22:54Ich habe folgende Anfrage: Mein kleiner Apfelbaum (ca. 1.20 m hoch) Sorte unbekannt, hat sehr viele Blüten, gibt es aus jeder dieser Blüten einen Apfel???, Da dies viel zu schwer für das Bäumchen ist frage ich Sie ob man die Blüten herausschneiden darf, bzw. soll. Besten Dank und Gruss von Ursi
Hallo Ursi,
nein, schneide keine Blüten heraus und erfreue dich an der reichlichen Blütenpracht und laß der Natur ihren Lauf :-)
Es wird nicht jede Blüte befruchtet werden und von den befruchteten Blüten kommen auch nur verhätlnismäßig wenige zur Reife.
Auch durch z.B. heftige Gewitter, wird noch ein ganzer Teil der dann noch unreifen Äpfelchen abfallen.
Falls, das was dann an reifenden Früchten übrig bleibt, noch immer zu schwer für das Bäumchen sein sollte, so kannst Du es dann stützen.
Liebe Grüße
jey-Key, 16. Mai 2009, 09:51jK
Stimme Jey-Key zu. Wenn es gar zu viele Früchte sind, evtl. aber doch ein paar entfernen, damit die restlichen ordentlich groß werden.
Gärtnerin, 18. Mai 2009, 20:46Hallo Ursi,
stimme beiden “Vorrednern” zu. I.d.R. achtet ein 1,20 m Bäumchen aber noch von allein darauf, wieviel Früchte es schafft.
Bei den übrigen wird irgendwann die Versorgung eingestellt, dann kannst Du sie auch abnehmen (fallen fast von allein ab).
Hier meine Erfahrungswerte meines Balkonapfelbaums, der mittlerweile ca 1.70 m hoch ist.
1.Jahr Kauf im Frühjahr nach Wohnungserwerb und unbedingtem Apfelbaum-haben-wollen
Höhe ca. 1 m; hat im 1. Jahr schon geblüht, 5 Blütenansätze und sogar 1 Superapfel, obwohl alle gesagt haben, im ersten Jahr wird das nix und mein Hauptbestreben auch seinem Ein- und Überleben galt.
2. Jahr ca 1,30m groß (unter Berücksichtigung fachmännischen Rüchschnitts), Blüten hab ich nicht mehr gezählt, 17 Äpfelchen sind ziemlich weit gekommen, letztendlich waren 4 schön groß und lecker. Der Wetteinsatz meines Experten stand für das 2. Jahr übrigens bei einer ausreichenden Kraft für 3 Äpfeln.
Auch in diesem Jahr unzählige Blüten, die Apfelansätze zähle ich diesmal auch nicht, aber der Wetteinsatz liegt heuer bei 7 Äpfeln bis zur Ernte. Mal sehen.
Ich überleg bloß immer, ob ich den Lauf der Sonne simulieren soll, indem ich den Baum auf dem Balkon drehe. (Die hinteren Früchtchen sehen mämlich immer etwas mickriger aus. Können allerdings auch später bestäubt worden sein.)
Gibt es hier Ratschläge?
Großstadtpflanze, 21. Mai 2009, 15:41Viel Grüße an die Fachwelt. ;)
Das ist doch mal ein Säulenapfel-Ernte-ERfahrungsbericht. Sehr interessant, Großstadtpflanze!
Gärtnerin, 22. Mai 2009, 08:29Hallo nein, ist kein Säulenbaum, ist ein echter, ein kleiner Großer. Der wächst tatsächlich in alle Richtungen, daher auch die Frage, ob man den drehen kann / soll.
Großstadtpflanze, 01. Juni 2009, 16:38Ich denke nicht, Großstadtpflanze. Wenn er im Garten eingepflanzt wäre, würde ihn ja auch keiner drehen. Verwirr ihn nicht. ;-)
Gärtnerin, 03. Juni 2009, 10:53Ich weiß, aber da umkreist ihn die Sonne ;-)
Nee aber Du hast schon recht, ich lass das mit dem Drehe, müssen die hinteren Äpfelchen sehen, wie sie ihren Sonnenanteil verwerten.
Glaube allerding, dass er schon ein bißchen verwirrt ist (ohne Drehen). Der hat Blüten nachgeschickt, trotz benachbarter Äpfel.Sehr merkwürdig, wenn auch noch nicht ganz so krass wie der Herbst-Apfel-Blüten-Bericht.
Großstadtpflanze, 08. Juni 2009, 17:39Och, die werden schon, Großstadtpflanze. Schätze, wie bei den Tomaten, die prima unter beschattenden Blättern reifen, tun das auch Äpfel. Nicht mit Bräunen beim Menschen verwechseln. :-)
Gärtnerin, 09. Juni 2009, 10:26Hallo Gärtnerin :-), wir haben von Pink Lady Samen ein kleines Bäumchen gezogen es ist nun 6 Monate alt und 95cm gross.
Lanzhen Steuri, 10. Oktober 2009, 10:37Wir möchten es nun draussen im Freien überwintern.
Was müssen wir beachten um später ein gesunder Baum zu bekommen ? Wann können das erste Mal Äpfel geerntet werden? Sollen wir den Baum verzweien, wenn ja auf was ? Was ist der Platzbedarf, kann auf beliebige Grösse geschnitten werden ?
Hallo,
Norbert, 15. November 2009, 12:53Kann man einen neuen Apfelbaum an die gleiche Stelle des alten Apfelbaums setzen?
Was ist dabei zu beachten?
Hallo Norbert,
Großstadtpflanze, 17. April 2010, 12:25Sorry, die Antwort ist reichlich spät oder zu früh für diesjährige Pflanzung.
Soweit ich weiß, werden immer zwei Wege empfohlen:
Entweder einige Meter entfernt zu pflanzen / nicht an der selben Stelle oder aber den Erdraum sehr großzügig auszutauschen. Ich gehe davon aus, dass hat mit möglichen Schädlingen und Krankheiten zu tun, die dem alten Baum schon zu schaffen gemacht hatten, die im Boden verblieben sind. Weiterhin hat der alte Baum den Boden “apfelspezifisch ausgelaugt”, so dass für einen neuen Nährstoffe etc. fehlen. Weitere Gründe, kenn ich nicht.
Teil 2
Was musst Du sonst noch beachten? (Dazu gab es schon weiter oben Kommentare, sind auch nach ein paar Jahren noch gültig)
Sorte: nach Geschmack natürlich ;) und ob Selbstbefruchtender oder aber falls nicht ein anderer in der Nähe steht
generelle bodenbeschaffenheit – muss guter Mutterboden sein,ggf. düngen. Wenn zu nass, dann Drainageschicht
ggf. einige Kalkbrocken hinzufügen
Pflanzloch muss entsprechend groß sein
ich würde Stützpfahl zuerst ins Pflanzloch packen, da Du dann nicht Gefahr läufst, die Wurzeln zu beschädigen, dann Wurzelballen lockern, kranke Wurzeln entfernen, unter den Wurzeln guter Mutterboden, Baum rein, um die Wurzeln herum den Boden schrittweise aufbringen und immer wieder festdrücken, bis das Bäumchen gut eingepackt ist. gut angießen. Hier auch noch mal der Hinweis: Die Veredlungsstelle muss über dem Boden liegen.
Ps: Ich kenne auch Leute, die außerhalb der empfohlenen Pflanzzeit Apfelbäume gepflanzt haben, weil sie nicht mehr warten wollten. Alle Bäume leben noch (seit mindestens 5 Jahren in deren Garten), sind gut angewachsen; Blätter, Blüte, Ernte wie man es erwartet hätte. Als Hobby-Gärtner kann ich aber nicht sagen, ob sie einfach nur Glück hatten oder was das Entscheidende an der Spätherbst-/Winterpflanzungs-Empfehlung ist.
Großstadtpflanze, 17. April 2010, 12:40Hallo,
Winfried, 19. April 2010, 21:36ich habe gestern einen Apfelbaum geschenkt bekommen (Golden Delicious). Dazu 2 Fragen:
1) Was nützt mir die empfohlene Pflanzzeit, ich kann den Ballen doch nicht bis Herbst uneingepflanzt lassen, oder?
2) Was ist in Bezug auf die Pflanzung/ Wurzelbildung zu beachten, wenn der Baum im eigenen Garten eingepflanzt werden soll: Nähe zum Haus, Risiko für Rohre und Leitungen?
Hallo, ich habe 2009 einen kleinen Apfelbaum gepflanzt (jetzt ca 1,70m hoch) der gerade kräftig und wunderschön blüht… ich vermute allerdings, daß er wie im letzten Jahr, noch keine Früchte tragen wird. Nun hat mir eine Bekannte erzählt, ich müsse die Äste mit Steinsäcken o.ä. beschweren, damit sie waagerechter wachsen, dann würden sie auch Früchte tragen. Ist das so? Ich habe die Angst, die Zweige könnten brechen oder es wäre noch zu früh für derartige Aktionen… derzeit wachsen die Äste etwa im 45°Winkel nach oben.
maren, 06. Mai 2010, 16:27Kann mir da jmd raten? Herzlichen Dank, maren
Hallo Maren !
Klaus, 06. Mai 2010, 18:05Nicht so kompliziert machen. Stein mit Strick
auf den Boden, Strick um den Ast,aber nicht drosseln und dann ein Stück anziehen.
Den Ast etwa 2cm nach unten ziehen und das alle 14 Tage wiederholen bis er die Waagerechte erreicht hat. Jedesmal festbinden.
Bei diesem Sch.-Wetter habe ich nichts anderes zu tun als Fragen zu beantworten.
Vielleicht hilft es dir.
Man kann die Ästchen ggf. auch mit eingekerbten Hölzern (sog. Spreizhölzer) abspreizen. Kommt auf die Dicke der entsprechenden Äste an und ist nicht so auffällig.
Betula, 06. Mai 2010, 18:20@ Klaus: Mit dem Wetter gebe ich dir recht. Bin heute schon einige Male nass geworden, da ich eine Schirmhasserin bin und meinen Regenhut regelmäßig vergesse. Aber die Natur braucht den Regen.
Hallo Betula !
Klaus, 06. Mai 2010, 20:31Mit Hut und Schirm geht es mir genauso.
Danke das du meine Gedanken präzisiert hast.
Ich hatte für heute einen Deal mit Petrus. Wenn sich Regen und Nebel zurückziehen, dann tue ich
es auch und es wird ein schöner Tag.
Leider habe nur ich mich daran gehalten.
schöner Tag. Nur ich habe mich daran gehalten.
danke ihr Zwei, ich werd auch die Schlechtwetterfront abwarten und mich dann mal mit meinem Bäumchen kurzschliessen, welche Variante ihm lieber ist ;)
maren, 07. Mai 2010, 08:39Ich habe ende August einen Apfelbaum gepflanzt.
Appletree, 24. August 2010, 17:12Dazu habe ich einen Kern aus einem Apfel genommen und ihn in ca. 5cm Tiefe vergraben. Danach habe ich ihn gegossen. Wächst er jetzt trotzdem oder wird er nichts, weil ich ihn im August gepflanzt habe?
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