Flächenkompostierung / Mulchen
Da mein Garten zu klein für einen eigenen Kompost ist, setze ich neben der Gründüngung seit zwei Jahren auf Flächenkompostierung und Mulchen. Das heißt, dass bei mir eigentlich ständig alles außer Wurzelunkräutern, samentragenden Unkräutern, kranken Pflanzenteilen und dicken Ästen geschnippelt in dünnen Schichten auf die Beete fliegt – auf Freiflächen flächig, im Staudenbeet zwischen den Pflanzen.
Das kann man übrigens auch mit Herbstlaub machen (ggf. etwas Erde überstreuen, damit nichts wegfliegt, oder mit Gartenkralle o.Ä. leicht einarbeiten). Die Natur macht auch nichts anderes: Die Pflanzen lassen die alten Teile unter sich fallen und diese verrotten und geben ihre Nährstoffe wieder für sie her. Wenn man sich so einen richtig schönen Laubwaldboden ansieht, sieht man, was dieser Kreislauf dem Boden Gutes tut.
Hier: Daturablätter
Das hat mehrere Vorteile:
Die organischen Stoffe aus dem Schnittgut (einen Häcksler nenne ich nicht mein eigen, nur eine Schere) kommen dem Boden zugute und machen ihn mit der Zeit humoser.
Das Schnittgut fungiert auf dem Boden als Mulchschicht (Wobei es meist nicht lange liegt, denn die Bodenlebewesen ziehen sichs rein), beschattet ihn und schützt vor dem Verbacken durch Regen.
Was ich aus dem Garten raustragen und wegwerfen muss, minimiert sich. Vor allem trage ich möglichst wenig Nährstoffe raus, die ich vorher gekauft und eingebracht habe. Durch “Wiederverwendung” der in den Pflanzenteilen enthaltenen Nährstoffe brauche ich weniger Düngemittel einzusetzen. Leider habe ich noch immer nicht genug Schnittgut, um alles dauerhaft zu bedecken.
und einen Nachteil:
Schnecken fühlen sich darunter wohl. Aber der Gewinn für meinen Boden ist m.E. größer und so ist eben die Natur!
Wer sich für das Thema interessiert, schaue sich im Internet unter dem Begriff “Permakultur” um. Hierbei geht es darum, ökologische Lebensräume so zu unterstützen, dass sie dauerhaft als System funktionieren können.
Kompost anlegen -Tipps
Surftipp: permakultur.de
Dort gabs auch mal den Artikel “Natur als Vorbild – Der Mulchgarten”von Daniel Fischer, der aber jetzt nicht mehr da ist.
mehr über Mulchen
Begriffe kurz erklärt: Mulch, Bodengare, Heißrotte
mehr Bodenverbesserung
eingewurzelt unter: Garten-Boden
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2 Kommentare bisher
KommentierenMeine Eltern mulchen schon seit Jahren den Grasabschnitt in den Beeten und unter den Pflanzen. Ich würde das auch am liebsten machen, aber meine Partnerin ist leider da vollkommen dagegen, da sie lieber ein komplett braunes Beet hat. So kommt dann der Rasenschnitt wieder auf den viel zu vollen – offenen – Komposthaufen.
Ich habe mich früher immer nur gefragt: Ist der Gartenmulch wirklich schon “verwest” oder doch nur “verflogen”? Denn gerade der Rasenschnitt ist doch recht leicht von Wind und Wetter fortwehbar, oder?
Ich habe dieses Jahr mit Flächenkompostierung begonnen, unter den Sträuchern mulche ich schon lange. Nein, da fliegt kaum was weg, wenn Rasenschnitt einmal nass wird, fliegt der nicht mehr. Es sind wirklich die Regenwürmer und sonstige Mikroorganismen in und am Boden, die hier sehr fleißig werden. Es verwest nicht, es wird nur verarbeitet – zu gutem Humus.
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