Kartoffel-Rechtsstreit um “Linda”
Wie das mit der Zulassung und wirtschaftlichen Rechten an einer Pflanzensorte und der Vermarktung ist, kann man sich beim Rechtsstreit um die Kartoffelsorte “Linda” näher angucken. Mit Ende des 30-jährigen Sortenschutzes wollte die Pflanzenzuchtfirma die Sorte vom Markt nehmen, drei Bauern haben die Kartoffeln ohne Genehmigung angebaut und deren Ernte wurde beschlagnahmt. Immerhin gibts nun Aufschub bis 2007.
via Hugos House of Weblog Horror
Schade, schade, schade, dass es diese dämliche Zulassungsgedöns gibt. Zum einen verstehe ich, dass ein Verfahren gewährleisten soll, dass der Züchter einer Sorte auch die Erlöse aus dieser bekommt. Zum anderen ist es einfach bedenklich und schade, dass akzeptierte, gute Sorten auf diese Weise einfach gestrichen werden können, nur weil ein bestimmtes Datum abgelaufen ist.
Es ist ja jetzt schon so, dass Obst, Gemüse, Saatgut auf gängigen Massenmarkt-Wegen nur noch in einigen wenige Standard-Sorten zu kaufen ist. Dass es auch Nischenanbieter wie beispielsweise Dreschflegel gibt, die sich für die Erhaltung der Sortenvielfalt im Nutzgarten einsetzen, dürfte den wenigsten bekannt sein. Standard-Privatgärtners kaufen ihre Samen im Supermarkt, oder nicht?
eingewurzelt unter: Ärgernis,Gemüsegarten
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