Usambaraveilchen – Saintpaulia ionantha
So nett geschrieben: Das BR-Kalenderblatt zum “Geburtstag” des Usambaraveilchens und zu seinem Entdecker Baron Walter von Saint Paul-Illaire, der es in Tansania fand und mitbrachte (wenn das auch schon ein ganzes Weilchen her ist)! (leider nicht mehr aktiv, Link entfernt!) Leider konnte ich kein vernünftiges Foto vom Fundort, dem Usambara-Gebirge, im Internet finden. Das hätte mich interessiert.
Ich habe eins – oder vielmehr zwei – geschenkt bekommen von einer lieben Freundin vor einiger Zeit. Selbstvermehrt. Die Ergebnisse ihrer Bemühungen seht Ihr auf dem Foto.
Sie hat einen ganz besonderen Bezug zu ihrem langjährigen Usambaraveilchen und ich zu ihr. Deswegen mag ich geschenkte und weitergereichte Pflanzen so gerne. Sie stehen für mich in engem Bezug zur Person und werden, wenn auch noch so gewöhnlich, etwas Besonderes durch den Schenker. Mit jedem Gießen, Düngen, Umtopfen, Pflegen sind sie mit Gedanken an jemand verbunden.
Den Mann mit dem schönen Namen würde es bestimmt freuen, dass sein Fund bis heute so begehrt ist. Leider wurde er, wie mein historisches Zimmerpflanzenbuch (Christian Grunert, Zimmerblumen, Deutscher Bauernverlag 1958, S. 346) besagt, nur 50 Jahre alt (1860-1910) und trug - hier gelesen – den beeindruckenden vollständigen Namen
Baron Adalbert Emil Walter Redcliffe Le Tanneux von Saint Paul-Illaire.
Usambaraveilchen vermehren:
Ganz erstaunlich, was dieses “antiquierte” Gewächs so kann. Vermehren kann man das Usambaraveilchen nämlich über Blattstecklinge mit einem nicht zu kurzen Stiel, die man einfach bis zum Blattansatz in Blumenerde steckt und mäßig feucht hält. Nach einiger Zeit treiben die neu entstandenen Pflanzen mit jungen grünen Blättchen aus.
Usambaraveilchen-Pflege:
Da Usambaraveilchen relativ wärmebedürftig sind, sollten sie nicht unter 15 Grad gehalten werden. Regelmäßig gießen und düngen, aber nicht klatschnass halten. Bloß nicht über die Blätter gießen. Erfahrungsgemäß sehen die dann recht schnell sehr übel aus. Standort: halbschattig.
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10 Kommentare bisher
Kommentierender kommentar war gut, danke
ich züchte mir jetzt schon seit 3 jahren selber meine usambaraveilchen und sie werden jedes jahr schöner ! es ist einfach unglaublich was aus so einem einzelnen blatt werden kann! allerding hier ein tipp: immer nur 1 blatt als steckling nehmen, da sonst später wenn man 2 oder 3 genommen hat sich die die einzelnen pflanzen gegenseitig wegdrücken und es dan nicht mehr schön aussieht.wenn man dagegen nur ein blatt nimmt wird die pflanze schön und gleichmäßig :)
Lg anne
Macht doch einfach Spaß, so selbst gezogene Usambaraveilche, Anne. Danke für Deine Begeisterung und den Tipp mit dem Einzelblatt. Hab bisher auch immer nur eins genommen oder bald in einzelne Töpfe gepflanzt. Sicher ist es für Vermehrungs-Willige ein lesenswerter Tipp. :-)
Mir ist dieses Jahr etwas aufgefallen. Habe hier bei mir im Büro zwei unterschiedliche Usamabaraveilchen. Eins “normal” weinrot gefäbrt und eins lila/weiss gestreift. Das in lila blüht ohne Unterlass seit Mai. Das weinrote hat Anfang August mit einer eher zaghaften Blüte begonnen und ist seit gestern ausgegblüht. Halten einige Sorten wirklich soviel länger in der Blüte, als andere? Fand ich irgendwie erstaunlich, da ich beide gleich behandele. Gibt nur den Unterschied, das weinrote steht in Erde, das lilafarbene in Seramis.
Kann ich leider nix zu sagen. Hatte nie mehr als eins. Mach doch eine Versuchsreihe draus. Wenn Weinrot in Seramis nächstes Jahr genauso wild blüht, haben wir alle was gelernt. :-)
Wenn es einen Ableger bildet (das tun sie bei mir dauernd), dann wäre es durchaus einen Versuch wert. :o) Im Moment muss ich nicht unbedingt noch ein Veilchen haben. Habe im Büro 2 und zu Hause 3.
Ich weis nicht wieso, aber die Dinger halten bei mir ewig und vermehren sich munter, dass ich dauernd Ableger unters Volk bringen muss. Ich kann ja nix wegwerfen, was irgendwie lebt.
Es müsst ja kein Ableger sein, Maren. Topf doch einfach in Seramis um? ;-)
Gute Idee! Mal sehen, ob ich noch Seramis hier habe. :o)
Mein Usambaraveilchen (in Seramis) hier auf der Arbeit blüht ja schon seit Monaten mehr oder weniger am Stück durch. Seit ein paar Tagen hängen die Blätter irgendwie schlapp herunter, die Blüten sind aber nach wie vor knackig. Gegossen habe ich eigentlich nicht anders als sonst. Sie könnten höchstens durch die Sonne letztes Wochenende über ein wenig mehr Licht als sonst erhalten haben. Aber lässt das die Blätter so hängen? Außerdem regnet es jetzt schon wieder seit drei Tagen am Stück.
Hat jemand eine Idee, was das sein könnte?
*hochschubs*
Weis denn niemand Rat? Ich habe alle meine Bücher gewälzt, aber zu dem Schlappblattproblem leider nichts gefunden.
Habe das Veilchen nun von der Fensterbank weg und geschützt hinter die Bürovorhanglamellendinger gestellt. So kriegt es zwar noch Licht, ist aber aus der knalligen Nachmittagssonne raus. Es blüht nach wie vor munter, nur die Blätter hängen runter wie Sauerkraut. :o(
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