Gärtnerin · 18. April 2006, 14:17

Christrose aus Samen vermehren

christrose blüte weiss

Ups, meine Christrose (Helleborus) hat gerade angefangen zu blühen, da ist anderswo schon Samenzeit. An dieser Schwesterpflanze meiner rosa Christrose in einem anderen Garten haben sich schon Samenstände ausgebildet. Sie sehen in der Mitte der Blütenblütter wie kleine Röhrenzapfen aus und werden immer dicker, bis sie schließlich aufgehen und die Samen freigeben.

christrose samenstand

Will man Christrose an einen anderen Ort säen als direkt unter die Altpflanze, dann muss man jetzt aufpassen, dass man die Samen einsammelt, bevor sie runterfallen.

christrose samen

Service:

Christrose – Vermehrung durch Teilung:

Sehr einfach. Einfach ausgraben, Wurzelstock mit dem Spaten zerteilen, Teilstücke wieder einpflanzen. Christrosen brauchen lange, bis sie vergreisen. Man kann sie ungeteilt jahrelang am gleichen Ort stehen lassen und sie werden immer schöner.

Christrose – Vermehrung durch Aussaat:

Einfach an die entsprechende Stelle oder in ein Töpfchen säen und vergessen. Da Christrosen Kaltkeimer sind, d.h. vor der Keimung einen Kältereiz brauchen, um die Keimruhe zu brechen, wird sich vor dem nächsten Winter nichts an den Samen tun. Im Frühjahr keimen dann die jungen Pflänzchen.

Nach meiner Erfahrung klappt die Samenvermehrung am besten in eher schwerem, lehmigem Boden. In einem früheren Garten mit solcher Erde haben sich die Christrosen fast überall sebständig angesiedelt. Seit ich diesen Sandboden-Garten habe, kann ich mich über zufällig aufgefundene Sämlinge nicht mehr freuen.

Junge Christrosen, die sich selbst ausgesät haben, frisch getopft für den nächsten Gang zur Pflanzenbörse:

christrosen Helleborus aus samen

Christrosen-Selbstaussaat im gleichen Jahr

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über Schwarzfleckenkrankheit an Christrose
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17 Kommentare bisher

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Volkmar Korch, 03. November 2007, 17:58

Ich habe auch Samen der Christrose bekommen, weiß nur nicht genau wie aussähen. also am besten vorm Winter auf eine Fläche breitwerfen, (müssen abgedeckt sein oder nicht?) und auf den Frühling warten. Habe ich das so richtig verstanden?
Danke für eine Antwort

Gärtnerin, 04. November 2007, 14:25

Einfach säen bzw. hinwerfen. Die Christrosen sind ja winterhart und lassen ihre Samen natürlicherweise auch einfach fallen.

Irmer, Rita, 19. Dezember 2007, 20:57

Bekommt man den Samen auch als “Samentütchen”, wenn ja, braucht man dazu Anzuchtserde, oder(ich möchte die Pflanze für den Friedhof)direkt an Ort und Stelle aussähen?
Danke für eine Antwort im vorraus!

Gärtnerin, 20. Dezember 2007, 15:01

Gute Frage, Rita. Weiß ich leider nicht. Möchte aber zu bedenken geben, dass Christrosen aus Samen Jahre brauchen, bis sie blühen. Für Grabgestaltung u.U. daher nicht so ideal… Direktsaat an Ort und Stelle kann man auf alle Fälle machen.

Irmer, Rita, 24. Dezember 2007, 09:00

Hallo Gärtnerin, vielen Dank für deine Antwort,werde mir dann lieber eine Pflanze kaufen.
Wünsche dir schöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Grüßle Rita

peter bock, 24. April 2008, 00:25

Liebe Gaertnerin!
Ich habe diese Seite aufgeschlagen,um mich über die Vermehrung durch Samen zu informieren.Bloß bei
meinen Pflanzen sehe ich keine Samenkörner,sondern nach der Blüte, in der Mitte Fruchtstände wie kleine Pepperonie! Oder fällt da irgendwann der Samen raus? Herzliche Grüsse Peter!

Gärtnerin, 26. April 2008, 23:26

Abwarten, Peter, die öffnen sich dann und dann siehts so aus wie auf den Fotos oben.

karin, 25. Januar 2009, 11:02

Wie lange brauchen denn die selbstausgesäten Pflanzen bis sie dann mal blühen. Meine sind jetzt 7-8 Jahre alt und ich habe erst eine Blüte gesehen, obwohl ich mindestens 12 Pflanzen aus einer fleißig blühenden Mutter gezogen habe.

Gärtnerin, 25. Januar 2009, 12:01

Schon Jahre, Karin, genau kann ich´s nicht mal sagen, weil das erste Christrosenbeet, das ich hatte, eingewachsen und altersmäßig wild durchmischt war. Meine jetzt dreijährigen im Garten haben noch nicht geblüht. Kommt aber m.E. auch auf die Verhältnisse am Standort an.

karin, 25. Januar 2009, 15:48

Danke für die schnelle Antwort. Ich glaube, ich muss mehr Geduld haben. Im Moment habe ich einen Patienten, ich kaufte mir eine Pflanze zu Weihnachten und habe sie auch vor meinen Hauseingang gestellt. Leider war der Frost so heftig, dass sie mir im schlechten Zustand erschien, deswegen habe ich sie nun in den Hausgang gestellt. Ich sah mir die Wurzeln an, die mir schon recht verfault aussahen. Wie kann ich sie nun noch retten?

Helga, 25. Januar 2009, 20:42

Frost dürfte einer Christrose nicht viel ausmachen. Sie ist absolut winterhart. Allerdings sollte man sie nach Möglichkeit nicht oft umtopfen. Besser ist es sowieso, wenn sie im Beet ausgepflanzt jahrelang am selben Ort stehen bleibt. Christrosen brauchen in der Tat schwere Böden. Wir haben hier “Zuckersand”. Mit dem kommen sie nicht gut zurecht.

Gärtnerin, 26. Januar 2009, 10:39

Klingt danach, als ob sie zu nass stand, Karin. Ich würde auf alle Fälle weniger gießen und/oder für Wasserabzug sorgen.

karin, 26. Januar 2009, 13:49

Hallo liebe Gärtnerin, danke für Deinen guten Ratschlag, da habe ich auch sofort Abhilfe ge
schaffen. Nun will ich sehen, ob`s was bringt.

Gärtnerin, 26. Januar 2009, 16:57

Viel Erfolg!

Valentina Heinz, 19. September 2010, 18:36

Bin ganz froh Ihre Seite gefunden zu haben.Seit kurzen erfreue ich mich an der Christrose, und hatte eifrig die Samen gesammelt. Möchte Ihren Rat folgen und diese Pflanze so vermehren. Dankeschön.
Valentina Heinz, 19. September 2010

Gärtnerin, 21. September 2010, 12:32

Gerne, Valentina, und viel Erfolg bei der Christrosen-Vermehrung.

Thomas, 18. Dezember 2010, 20:33

Christrosenvermehrung geht ganz einfach.
Einfach Lehmboden mit gut verrottetem Kompost anreichern,eine Pflanze kaufen und einpflanzen.Sie streut nach der Blüte den Samen aus.Zum Herbst sind die jungen Pflänzchen dann bereit zum Umpflanzen.Oft blühen sie schon mit 2-3 Jahren.Frost ist kein Problem,bloß trockenfrieren dürfen sie nicht.Darum pflanze ich einige in Töpfe zum Überwintern
Thomas

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