Heckenkirsche-Hecke-in-Form-Schneiden für faule Gärtner
Wie kürzlich erwähnt, musste meine Einfassungshecke rund um die Terrasse dringlichst geschnitten werden. Weia, ist die in den letzten Wochen gewachsen!
Da ich für einem “immergrünen” Balkongärtner auch noch beauftragt war, eine solche niedrige Hecke im Topf heranzuziehen, die demnächst einen Balkonrand von innen zieren soll, habe ich erstmal die schönsten Stecklinge geschnitten und dreireihig in vier 60cm-Blumenkästen gesteckt. Einreihig würde natürlich auch gehen, aber so geht das Ganze erheblich schneller und die Kleinhecke wird schnell dicht:
Warum heißt der Artikel “für faule Gärtner”? Weil ich immer zu faul bin, irgendwelche Schnüre zu spannen, aber trotzdem eine gerade geschnittene Hecke will. Hier mein Rezept “Heckenschnitt für Faule”. ;-)
1. Hecken-Innenseite schneiden:
Gestartet bin ich mit dem Schneiden der Innenseite der Hecke. Das mache ich einfach, indem ich von oben nach unten schneide, und zwar immer an der Steinkante entlang. Schere senkrecht gerade halten und auf die Steinkante zielen reicht. Nachdem man ein paar eventuell noch vorhandene Zipfelchen abgeschnitten hat, sieht das dann so aus: Innenkante der Hecke ist fertig:
2. Hecken-Oberkante gerade schneiden:
Um einen geraden oberen Abschluß hinzukriegen, nehme ich einen Gegenstand, beispielsweise einen Blumentopf, in gewünschter Heckenhöhe und stelle ihn dicht daneben. Mittels einer “Verlängerung”, z.B. Wasserwaage, Dachlattenstück o.ß. (in diesem Fall war gerade eine noch verpackte Hakenleiste für den Gartenschuppen zur Hand) und lege das Teil so auf den Blumenkasten, dass es im rechten Winkel über die Hecke ragt. Vorher muss man natürlich eine kleine Schneise schneiden, damit das Ding auch passend auf der Hecke aufliegt. So sieht das am Anfang aus:
Der Topf mitsamt der rechteckigen Verlängerung wird dann an der gesamten Hecke entlang immer weitergeführt und dabei geschnitten. Besonders gut klappt es mit einer Rasenkantenschere, die dicht am unteren Rand des Gegenstands entlang geführt wird. Aber natürlich ist es letztlich völlig egal, ob man das mit einer Nagelschere oder Elektro-Heckenschere macht, wenn man die Orientierungslinien beachtet.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen, finde ich:
3. Hecken-Rückseite schneiden
Nachdem die Oberseite fertig ist, mache ich als letztes noch die der Terrasse abgewendete Beetseite fertig. Dazu schneide ich – wiederum faul – einfach wieder senkrecht nach Augenmaß runter. Damit die Hecke gleichmäßig breit wird, lege ich oben etwas quer drauf, das genau der angestrebten Heckenbreite entspricht (in diesem Fall ein Plastikteil von einer Gehrungssäge). So kann man sich an jeder Stelle orientieren, wie tief man reinschneiden muss.
Fertig! Und ganz ohne Schnüre-Spannen…
Service:
Kann sicher auch in groben Zügen als Orientierungs-Anleitung für das ungefähre Geradeschneiden andere Hecken nützlich sein. Buchs würde ich auf jeden Fall nicht so brutal und bis ins Kahle schneiden, weil er aus dem alten Holz nicht mehr oder spärlich austreibt. Wenn bei Heckenkirsche mal was daneben geht, ist es nicht schlimm, das wächst sich blitzartig aus. Für den Fall, dass eine Hecke nicht mehr schön ist bzw. von unten kahl geworden, kann man diese Pflanze auch brutal runterschneiden (=”auf den Stock setzen“).
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eingewurzelt unter: Gehölze,immergrün im Garten
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1 Kommentar bisher
KommentierenSieht natürlich schön aus. Aber das regelmäßige Nachschneiden wenn Sie mal groß ist. Das ist schon anstrengend.
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