Kermesbeere
Per Mail erhielt ich von K.E. diese Fotos zur Pflanzenbestimmung. Vielen Dank dafür! Zufällig weiß ich, was das für eine Pflanze ist, weil ein Freund eine solche Pflanze in seinem Hof stehen hat. Dort ist sie knapp zwei Meter hoch. Es ist eine Kermesbeere.
Es gibt verschiedene Kermesbeere-Arten, von denen die Asiatische Kermesbeere (Phytolacca esculenta) aber diejenige ist, die als häufig in Europa verwildert beschrieben wird. Daraus schließe ich vorsichtig, dass es sich genau um die auch auf den Fotos handelt, wobei ich ja kein Profi bin.
Die Kermesbeere ist wieder eine dieser Neophyten, die bei uns eigentlich nichts zu suchen haben. Sie steht wie viele andere Neophyten auch auf der Rote Liste, die beim Online-Auftritt des Bundesamt für Naturschutz eingesehen werden kann. In der Schweiz steht sie auf der Schwarzen Liste.
Die Kermesbeere hat wahrlich dekorative Blütenstände und macht optisch was her.
Was ich noch dazu weiß:
Sie hat oder hatte mal (?) Bedeutung als Färbepflanze. Die Kermesbeere ist giftig. Sie versamt sich leicht und wird soweit ich weiß mithilfe von Vögeln verbreitet. Sie wächst mehrjährig, zumindest bei uns im milden Rhein-Main-Klima.
noch eine Kermesbeere-Pflanzenbestimmung
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10 Kommentare bisher
KommentierenHallo,die Beeren wurden früher von Winzern
verwendet um Weine farblich aufzupeppen.
Heute,wegen des nunmehr bekannten Giftgehalts
nicht mehr.
In der Homöopathie,Verwendung zum zum Abstillen.
Gruß Kai
Hallo Ihr Mehrwissenden, mindestens 4 Gartenfreunde sowie meine Person sind nun endlich aus der Ahnungslosigkeit geholt worden, was ganz klein kam, immer größer, ausladender, aber auch dekorativer- und schon im Geiste für sämtliche Herbstkränze, Sträuße ect. verwendet wurde. Ein bißchen vorsichtig sind wir nun, aber dafür kann man jetzt namensmäßig mitreden. Vielen Dank!
Aha, Du auch Kermesbeere-Besitzerin, Gartenbine. Freut mich, dazu beigetragen zu haben, dass man jetzt mitreden kann. Für Herbstkränze würde ich sie auch verwenden. Andere Sachen, wie z.B. Efeu, verschiedene Beeren & Co sind ja auch giftig, also why not, solange man die Kränze später nicht isst. ;-)
Auch ich gehöre seit 3 Jahren zu den Besitzerinnen dieser stattlichen und höchst dekorativen Pflanze.
Anfangs war sie mir nicht ganz geheuer, weil ich nicht wusste, wie sie überhaupt in meinen Garten gelangt war.
2007 begegnete mir zufällig im “Waiblinger Apothekergarten” erstmals ihr deutscher Name.
Aber aufgepasst, dieses Gewächs hat den Drang, sich überall im Garten auszubreiten.
Ich reiße sie daher beherzt heraus und lasse immer nur 2-3 Planzen stehen.
Hat sich bei mir im Garten auch angesiedelt. Wußte nicht was und woher. Im Hamburg “Botanischen Garten” neben dem Tropenhaus fand ich sie zufällig. Habe fotografiert und beim Bot.Garten angefragt. Bekam den Namen Kermesbeere,Phytolacca esculente bzw aciusa genannt. Jetzt im dritten Jahr hat sie Ausmasse angenommen. 150 cm h, 120 cm ausladend. Sehr hübsch und exotisch anzusehen. Werde sie wohl entfernen. Enkel soll nicht davon naschen.Und Schwiegermutter hab ich nicht mehr. Gruß, Bari
Der Hinweis auf die Schwiegermutter hat mir besonders gefallen, Baranski. :-))))
Kann mir bitte jemand mitteilen wie der Vogel heißt, der die Kermesbeere mit Vorliebe verspeist. Ich beobachte ihn schon seit drei Jahren. Er tritt das Jahr über nicht in Erscheinung sondern kommt erst wenn die Kermesbeeren reif sind. Er ist grau-braun und so groß wie etwa ein Spatz. Am markantesten sind die Laute, die er kurz vor dem Anflug auf den K.-Beerenstrauch, im Strauch und noch kurz nach dem Abflug von sich gibt. Hört sich an als schlüge man zwei Metall- oder Glaskugeln aneinander. Eine Drossel, wie hier schon behauptet ist es sicher nicht. Vielen Dank schon im voraus
Auch ich habe seit 2 Jahren diese Pflanze im Garten und weiss nicht, wie diese hierher kam. Sie steht zwischen den Rhododendron. Ich war bei 8 Gärtner und Gartengestalter in meiner Gegend, aber keiner kannte diese Pflanze, ich finde, ein Armutszeugnis fuer diese Leute.
Erstaunlich, so viel Unkenntnis, zumal die Kermesbeere mittlerweile echt weit verbreitet ist. Gut, dass Du hierher gefunden hast. :-)
In der Enzyklpädie der essbaren Wildpflanzen wird diePhytolacca esculenta als essbar beschrieben. Junge Triebe – Blätter und die Früchte roh bzw. zu Säften verarbeitet. Absolut kein Hinweis auf Gift.
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