Gärtnerin · 03. Mai 2006, 23:56

Liguster-Hecke im Topf

Weil die Seite zum Nachbarn zwar lose mit Bäumen und Sträuchern (Blutpflaume, Hibiskus, irgendein hässlicher höherer Baum, Weigelie) bewachsen, aber nicht blickdicht ist, habe ich mich letztes Jahr dafür entschieden, diese mittelfristig durch eine Ligusterhecke (Ligustrum vulgare, wintergrün) zu ersetzen.

Dies speziell weil ich nicht alles rundherum voller Kirschlorbeer und Pfaffenhütchen haben möchte, weil man Liguster – für kleine Gärten wichtig – vergleichsweise schmal schneiden kann und weil er für die Tierwelt – Vögel, Insekten etc. einiges zu bieten hat. Da um mich herum recht „leblose“ aufgeräumte Gärten liegen scheint mir das eine sinnvolle Entscheidung.

Meinem Motto „Garten selbstgemacht!“ gemäß wollte ich die Heckenpflanzen dafür natürlich selbst ziehen. Liguster gibts aber auch schon allerbilligst zu kaufen, so dass sich dieser Schritt für weniger spleenige Leute sicher nicht unbedingt „lohnt“.

In Ermangelung einer geeigneten Mutterpflanze zur Stecklingsgewinnung bin ich ein bischen spazierengegangen…. Selbstredend fragt man den Besitzer aber vorher, ob man sich ein paar Stecklinge schneiden darf. Ablehnen wird das vor dem Schnitt wohl kaum jemand, denn das muss bei Formschnitthecken ja sowieso regelmäßig ab.

Ich habe also 20 Triebspitzen-Stecklinge erbeutet und erst zusammen in einen Topf gesteckt, später in einzelne Töpfe vereinzelt. Dieses Jahr habe ich sie größer getopft, weil die kleinen Blumentöpfe schon durchwurzelt waren und ich die Dinger im Topf schon ziemlich groß ziehen will, bevor sie an ihren endgültigen Standort kommen. Damit bleiben sie in meinem kleinen Garten mobil, bis sie für baldigen Sichtschutz groß genug sind. Wäre ja auch blöd, die Bäume/Sträucher jetzt schon alle zu entfernen und das Ganze bis zum Hochwachsen einer Ligusterhecke noch ungeschützter zu machen. ;-)

So sieht das jetzt aus. Sie sind noch winzig, aber das wird sich sicherlich im Lauf diesen Jahres dramatisch ändern.
ligusterhecke jungpflanzen ligustrum vulgare

Zum gleichmäßigen dichten Aufbau soll man Liguster gerade in den ersten Jahren regelmäßig entspitzen. Damit werde ich anfangen, sobald die frischen Triebe etwas länger geworden sind. Dicht, dicht, dicht sollen sie werden!

Liguster-Service:

alles über Liguster

andere Liguster:
Ligustrum ovalifolium/Japanischer Liguster

andere Heckenpflanzen oder immergrüne Pflanzen im Garten

Buchsbaum
Kirschlorbeer

eingewurzelt unter: Gehölze



4 Kommentare bisher

Kommentieren
Andre, 09. Juli 2007, 18:35

Hallo

Wie hast du das den genau gemacht???
einfach die abgeschnitte Liguster stöcke in Erde geflanzt???

melde dich

Gärtnerin, 09. Juli 2007, 21:51

Stecklinge in Erde in einen Topf gesteckt. Hier ist die Beschreibung vom Liguster-Ziehen damals.

ElRayo, 26. April 2008, 20:48

Ich möchte auch in den nächsten Tagen unsere schon austreibenden Ligusterpflanzen in die Erde bringen.

NUR: Nach 22 cm komme ich nicht mehr durch diese fette Lehmschicht hindurch und das auf 10-14 m mit dem Pickel auszugraben, möchte ich wirklich nur, wenn es gar nicht anders geht.

Kann ich auf den Lehm eine Torfmullschicht bringen, darauf die Pflanzerde und da hinein die einzelnen Pflanzen, 3-4 auf den Meter ?
Oder fault mir das weg ?

Was sagen denn die Experten ?

Gärtnerin, 26. April 2008, 23:59

Hi ElRayo, also wenn die Lehmschicht so dicht ist, dass das Wasser in dem Beet länger steht, solltest Du über den Einbau einer Drainage ernsthaft nachdenken oder auf Sumpfpflanzen umsteigen. Ansonsten wenns einigermaßen abläuft würde ich das auch so machen wie vorgeschlagen, dabei allerdings auf Torf verzichten. Torf im Garten ist nicht umweltfreundlich, weil die Torfgewinnung Moore kaputtmacht. Ansonsten würde ich Dir dringend empfehlen, Dich mit dem Thema Bodenverbesserung zu beschäftigen. Das ist aber ein Langfrist-Projekt.

Kommentar hinterlassen

Deine Mailadresse wird nicht angezeigt.

zur Gartenblog-Startseite