Gärtnerin · 02. September 2006, 22:08

Marcs Drachenbaum

Marc hat nun Fotos von seinem Drachenbaum mit Problemen geschickt. Worum es bei Marcs Drachenbaum ging.

Insgesamt sieht die Pflanze kränklich, aber noch recht manierlich und unbedingt rettungswürdig aus.

marcs

Probleme bereitet vor allem der vordere Stamm, der von unten her abzusterben scheint. Ich könnte mir vorstellen, dass der sich am unteren Ende besonders weich anfühlt.

Oben in den Austrieben ist noch Leben drin, so dass man diese grünen Teile beim Entfernen des Stamms als Stecklinge retten könnte, wenn man wollte.

marcs drachenbaum 3

Die Blattflecken oben finde ich jetzt nicht dramatisch und würde die mal vernachlässigen. Wenns optisch allzu sehr stört, einfach schräg abschneiden, dabei aber innerhalb des braunen Gewebes bleiben, damit nichts nachtrocknet.

marcs

Ich bin nach diesen Bildern ziemlich sicher, dass da im Wurzelbereich was Unschönes Fauliges vor sich geht, zumal sich die Blätter traurig nach unten einrollen und offensichtlich von den Wurzeln nur noch unzureichend versorgt werden. Fäulnis und Verderben! Deswegen sieht die Pflanze auch so struppig aus. Jetzt kann ich auch mit der Schilderung „knittrig“ was anfangen. :-)

Gerade auch weil der kleinere Stamm von unten her zuschaden gekommen ist, schließe ich mich Sus an und würde ich folgendes machen (ohne Gewähr):

1. Pflanze komplett austopfen (schätze mal, das Wasser im Behälter riecht nicht gut, aber da muss man durch)

2. Den braunen Stamm mitsamt Wurzeln vollständig entfernen (dürfte bei Hydrokultur kein Problem sein), ggf. von oben aus dem gesunden Bereich Stecklinge machen -> ins Wasserglas stellen, später vielleicht als zwar kleineren, aber immerhin Ersatz für den alten Stamm vorpflanzen.

3. Die Wurzeln der beiden anderen Stämme akriebisch auf Schadstellen, Verfärbungen, matschige Stellen untersuchen und alles gewissenhaft heraus schneiden, was irgendwie krank aussieht. (Nachtrag: Falls überhaupt nix Gescheites an Wurzeln mehr dran ist oder die restlichen Stämme von unten faulen, schneide oberhalb des Wurzelbereichs ab und stell das ganze Ding ins Wasser!)

4. In Erde topfen und eine Weile sehr wenig gießen, ziemlich trocken halten, keine Brühe im Übertopf stehen lassen, immer erst wieder gießen, wenn sich die Topfoberfläche trocken anfühlt, damit sich dort neue Wurzeln bilden können (Bei zu nassem Stand funktioniert bei keiner Pflanze Wurzelbildung. Das widerspricht zwar der Wasserglas-Bewurzelungsmethode, ist aber für Pflanzen in Erde so).

5. Frühestens dann wieder düngen, wenn sich nach der Umtopfaktion neue gesunde Blätter herausschieben (Weg vom Hydro-Dünger, auf normalen Dünger umsteigen, für Faulis und Reisende: auf Düngestäbchen oder Langzeit-Düngekegel o. ß.)

Sei nicht enttäuscht, wenn das mit der Hydrokultur nicht geklappt hat, Marc. Auch in Erde brauchst Du den Drachi nicht dauernd gießen! Bevor er Dir das so übel nimmt, dass Du es siehst, kannste locker 10-14 Tage verschwinden. :-)

Es wäre super, wenn Du mal berichtest, wie es weitergeht und obs geklappt hat. Damit wissen wir hier dann ja auch mehr, ob wir auf dem richtigen Dampfer sind. ;-)

Service:

Dracaena- alle Infos
Drachenbaum-Probleme, weitere
Drachenbaum-Pflegetipps

Bilder von meinen Drachenbäume nach Sorten findet Ihr hier:

Dracaena reflexa „Song of Jamaika“
Dracaena deremensis „Kanzi“
Dracaena deremensis „Lemon Lime“
Dracaena deremensis „Lemon Surprise“
Dracaena deremensis „Malaika“
Lucky Bamboo
Dracaena fragrans „Massangeana“
Dracaena compacta purpurea
Dracaena marginata „Bicolor“
Dracaena surculosa / Dracaena godseffiana

eingewurzelt unter: Schadbilder,Zimmerpflanzen

Alle anzeigen mit Stichwort:

Vor einem Jahr
Rezept für Johanniskrautöl, Buchsbaum schneiden für faule Gärtner, Schnäppchen gesichtet, Neues Projekt: Blumentreppe



Kommentar hinterlassen

Deine Mailadresse wird nicht angezeigt.

zur Gartenblog-Startseite