Gärtnerin · 23. April 2006, 11:29

Rote Johannisbeeren, Rückschnitt

Die rote Johannisbeere (Ribes rubrum) blüht. Da ich sie aus einem vor zwei Jahren gefundenen Sämling großgezogen habe, wird sie wohl dieses Jahr zum ersten Mal so richtig tragen. Letztes Jahr betrug die Ernte eine Dessertschüsselchenfüllung. Möge sie mir dieses Jahr viele rote Beeren bescheren! ;-)

johannisbeerblüte

Johannisbeeren Pflanzen:

Beerenobststräucher nicht zu dicht setzen. Beim Pflanzen sind sie so zart, dass man sich leicht verkalkuliert. 1,5 bis 2 Meter ist richtiger, denkt man an die später groß gewordenen Büsche. Pflanzschnitt nicht vergessen, denn das Wurzelwerk steht anfangs u.U. in keinem Verhältnis zu den Trieben. 4-5 Äste sollten für den Anfang genügen!

Johannisbeeren mögen zum guten Gedeihen jede Menge Kompost. Meine bekommen außerdem jeden Frühling ein Händchen voll Hornspäne auf den Boden gestreut. Johannisbeeren wurzeln ziemlich flach unter der Erdoberfläche. Sie haben gern eine Mulchschicht, die dafür sorgt, dass die Feuchtigkeit nicht zu schnell aus dem Boden entweicht.

Johannisbeeren zurückschneiden – Rückschnitt:

Rote Johannisbeeren blühen am zweijährigen und dreijährigen Holz, weswegen man regelmäßig ältere, knorrige Äste und auch sehr schwache Zweige direkt über dem Boden zurückschneiden muss, um sie ständig zu verjüngen. So wird gewährleistet, dass der Aufbau immer schön locker ist, so dass viel Licht an die einzelnen Zweige kommt, die ja süße Beeren tragen sollen. Jede Pflanze sollte maximal 8-10 Triebe behalten. Gleiches gilt auch für Stachelbeersträucher.

Johannisbeer-Erntezeit

Erntezeit ist Ende Juni-Anfang Juli.

Johannisbeeren-Hochstämmchen:

Wenn man ein paar Jahre geduldig ist, kann man Beerenobststräucher mit der Zeit selbst zu Hochstämmchen erziehen. So brauchen sie weniger Bodenfläche und die Ernte kann bequem in Augenhöhe erfolgen. Bietet sich an, wenn man eine Pflanze mit einem besonders starken, geraden Mitteltrieb erwischt. Dann regelmäßig alle aus dem Boden und dem künftigen „Stamm“ nachwachsenden Seitentriebe regelmäßig entfernt. Ist der Stamm in der passenden Höhe angekommen, kann man mit dem Kronenaufbau anfangen.

Viel Bodenbearbeitung rundherum mögen sie nicht. Wenn man da etwas wachsen lassen will, um den Boden tiefgründig zu lockern, bspw. Gründüngung: Ich habe gute Erfahrungen mit der Einsaat von Bienenfreund/Phacelia gemacht.

Johannisbeeren-Vermehrung – Sämlinge:

Da braucht man ein bischen Geduld, aber wenn man einen Sämling findet und aufziehen mag, kann man in 2-3 Jahren mit Früchten rechnen.

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eingewurzelt unter: Obst im Garten



5 Kommentare bisher

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Julia, 29. April 2007, 17:21

Hallo,

ich habe ein richtig widerliches Problem und ich hoffe, jemand hier kann mir weiterhelfen. Auf einem kleinen Johannisbeerstrauch von mir (rote Beeren, glaube ich) sitzen kleine (5-7 mm lang) wanzenartige Viecher, und unter ihnen is weißes klebriges Zeug, dass Fäden (wie Spinnweben) zieht wenn man sie abnimmt. Es ist weder wollartig noch ein Schaum, und es ist nicht über den Viechern sondern nur unter ihnen. Die Tiere selbst sind ganz oval, wie Wanzen, mit einem ganz glatten Rücken und keinem erkennbaren Kopf.

Was sind das für Viecher und wie werde ich sie los?

Gärtnerin, 29. April 2007, 18:09

Sagt mir erstmal nichts. Was für ne Farbe haben die, bzw. könnt man ein Foto per Mail bekommen?

niXda, 30. April 2007, 15:19

Hört sich nach Schildläusen an!

niXda, 01. Mai 2007, 11:27

…oder es könnte sich auch um die Puppe einer Insektenart handeln! Mit Foto könnte man´s genauer sagen.

Julia, 25. Mai 2007, 14:20

Danke für die Antworten! Sorry, ich bin vermutlich der letzte Mensch in Deutschland ohne Digitalkamera.

Ich hab die Mistviecher mit Wattestäbchen, getränkt in Alkohol, abgewischt. Ich nehme an dass es sich um Blutwanzen oder sonst eine Wanzenart gehandelt hat (45 min googeln).

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