Was Schnecken im Winter machen…
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4 Kommentare bisher
Kommentierenkann mir jemand sagen wie man schnecken über den winter nachzüchten kann?
Gute Frage. Erst mal, Gehäuseschnecken? Oder Nacktschnecken? Und wofür werden die gebraucht? Könnte man eventuell auf Wasserschnecken ausweichen? Die vermehren sich nämlich so easy, daß so mancher Aquarianer daran verzweifelt.
Prinzipiell bei Landschnecken würde ich erst einmal sagen: Ein Glas- oder Plastikbecken mit mindestens 40 – 60 cm Länge. Gutes Substrat, Gartenerde oder Torf, zum Gelege graben. Gaze, oder Reste vom Fensterfliegengitter (weil kleinmaschig) zum Abdecken, weil man will die ja nicht überall herumkriechen haben. Gute Beleuchtung, keine 08/15 Neonröhre, die läßt etwaige Bepflanzung verkümmern und fördert Schmieralgenwuchs, den die Schnecken sicherlich verschmäen. Keine zu geringe Luftfeuchtigkeit, Schnecken mögens generell feucht. Also ab und zu mal mit der Sprühflasche befeuchten. Und natürlich Wärme, denn man will ja “Sommer” simulieren. Die erreicht man eventuell durch Heizungsnähe, oder einen Terrarienheizer. Die Wärme der Neonröhre wird nicht ausreichen.
Um Wärme und Feuchtigkeit innen zu halten, sollte man das Becken zum Großteil zusätzlich mit Plexiglas bedecken, aber bitte nicht vollständig, Luftaustausch muß gewährleistet sein, sonst wird man das Becken bald im gesamten Haus riechen.
Die Erde muß ab und zu ausgetauscht werden, weil Schnecken nicht nur fressen, sondern auch mal “müssen”. Das fault und stinkt sonst. Zuletzt natürlich gutes Futter, damit sie denken: Hier bleib ich, hier vermehr ich mich. Frische Salatblätter (dürfen auch ruhig mal 3 Tage drin liegen bleiben), Gurke. Und vielleicht jetzt noch schnell Brombeer- und Erdbeerblätter sammeln und mit etwas Wasser einfrieren.
Wasserschnecken: Viel simpler!
Man braucht ein kleines Becken aus Plastik oder Glas, 15 – 20 Liter Fassungsvermögen reichen aus. Etwas Kies, muß aber nicht (außer bei Turmdeckelschnecken, die graben sich gerne ein, da ist Kies Pflicht!). Ein paar Kieselsteine oder so, um mehr Oberfläche für Algen zu bieten. Ein kleiner Filter sollte sein, oder aber, man wechselt alle paar Tage etwas Wasser. Wasserwechsel hat den Nachteil, daß man den Algen ständig wieder die Nahrungsgrundlage entzieht, nämlich Nitrate, und Phosphate, die durch die Ausscheidungen von Tieren und Filterbakterien entstehen. Beleuchtung: Tageslicht. Wassertemperatur: 15 – 28 Grad werden von fast allen Wasserschnecken vertragen, also reichts, im Warmen Zimmer zu stehen, vielleicht auf dem Fensterbrett oder so.
Blasenschnecken und Posthornschnecken sind die üblichsten Wasserschnecken, die zur Seuche werden können. Man kann sie durch eine gekaufte Wasserpflanze schnell einschleppen. Um an die Schnecken zu kommen, einfach mal im Bekanntenkreis einen Aquarianer fragen, oder im Zoohandel. Die kriegt man zu 99,9% mit Freuden geschenkt, weil sie ohne Wasserbehandlung mit Metallen kaum zu bändigen sind. Fütterung ist auch einfach, sie weiden die Algen an Scheiben und Steinen ab, verschmähen aber auch ein Saaltblatt oder Gurkenrest ab und an nicht. Aja, ein paar Krümel rohe Eierschale sollte man ab und zu verfüttern, damit die Gehäuse nicht zu weich werden.
Turmdeckelschnecke: Diese bedarf wie gesagt etwas Kies (bitte kein Sand, der dringt unter die Schalen und verletzt die Schnecken zT tödlich. Bei mir überlebte in den Becken mit Sandboden keine einzige dieser Schnecken). Turmdeckelschnecken fressen unter anderem auch Aas, das heißt man sollte hin und wieder vielleicht ein kleines Stücken vom rohen Fischstäbchen opfern, natürlich ohne Panade ;-) Ein kleines Stückchen vom rohen Rindergulasch ginge auch, aber das sieht im Wasser nach 2 Stunden seeeeeehr unappetitlich aus :-/ Turmdeckelschnecken kann man auch mit billigem Fischfutter füttern. Sie nehmen alles an, das irgendwie zu Boden sinkt. Flockenfutter, Futtertabletten, Granulate.
Sie heißen übrigens Turmdeckelschnecken, weil sie zum einen Turmschnecken sind, und zum anderen einen hartschaligen Deckel am Fuß mit sich tragen, mit dem sie das Haus blitzschnell verschließen, sobald sich ein Freßfeind nähert. Sie ist daher als Futterschnecke für viele Schneckenfressende Aquarienfische nur bedingt geeignet. Bei mir werden sie nur vom Kugelfisch geknackt, weil der eine Art Gebiß hat.
Wenn man einigen Tieren Zeit läßt, bis sie ausgewachsen sind (egal ob Turmdeckel-, Blasen- oder Posthornschnecke), dann schaffen sie in der Regel eine Größe von 2 (blasenschn.) bis 3,5 cm (Turmd.) Die Posthorn liegt je nach Art irgendwo dazwischen.
So, das war jetzt viel und ausführlich. Hoffe, daß ich helfen konnte.
Wem meine Tips zu übertrieben scheinen, der sollte mal im Internet nachlesen, was mache Aquarianer für ein Brimborium treiben, um ihre Tiere so artgerecht wie nötig zu halten. Welsbesitzer scheinen da besonders freakig zu sein ^^
wist ihr was schnecken im winter machen und sind sie schädlich???
dieser text ist sehr lang aber bringt sehr viel.
Ich habe viel gelernt.Ich hoffe viele andere finden diese seite!!!
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