Wilde Möhre
Die Wilde Möhre (Daucus carota), wilde Verwandte der Karotten, blüht bei uns vorm Haus im Magerrasen. Mit ihren flachen weißen Doldenblüten sieht sie der Schafgarbe in gewisser Weise gar nicht unähnlich, ist aber viel größer als diese – ungefähr 1,2 Meter hoch.
Ganz besonders hervorstechend sind die körbchenartig eingerollten hellgrünen Fruchtstände der Wilden Möhre.
Die Rübenwurzel der wilde Möhre ist genauso essbar wie die unserer Möhren. Allerdings ist sie nicht orange.
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9 Kommentare bisher
KommentierenTatsächlich ist die Urform dessen, was wir heute Karotte/Möhre nennen nicht orange gewesen, sondern schwarz bis schwarz-orange. Es gibt inzwischen Rückzüchtungen, hab letztens bei EDEKA welche gesehen.
Ich vermute (bestimmt kann man das googeln, bin aber nu zu faul dazu), daß man die Möhre “europäisiert” hat und orange sieht eben einfach frischer und gesünder aus als gammeliges Schwarz. Lustigerweise ist (wenn ich mich recht erinnere) der Karotin-Gehalt und auch Vitamine in der Urform viel höher als in der heutigen Verkaufskarotte.
- Weil hier auch die Schafgarbe erwähnt wurde, die kann man inzwischen sogar in rosé und gelb im Gartenhandel für den Garten kaufen.
Hallo, Gärtnerin,
ich habe eben gelesen, dass die Wurzel der wilden Möhre eben deshalb nicht orange ist, weil ihr Karotin-Gehalt geringer ist als der der Gartenkarotte. Karotin ist doch verbunden mit diesem orangenen Farbstoff, denke ich… (z.b. bekommen Hunde tatsächlich einen Rotstich ins Fell, wenn man ihnen häufig Karotten zu essen gibt)…
LG, Serena
Sorry, Keisha, nicht Gärtnerin… :-)
Hallo Serena,
die oben gezeigte Wilde Möhre ist allerdings aber auch nicht DIE Urform, von der ich sprach ;-) Wie schon gesagt, ich müßte da jetzt genauer danach suchen. Kann auch gut sein, daß ich mich irre.
Und ja, Karotin ist ein ziemlich strenger, äußerst hartnäckiger Farbstoff, der zB die Fanta zu Fanta färbt, oder kleine Babys zu hässlich orange gesichtigen Kindern, wenn Mami meint, zuviel Karottenbrei reinzudrücken. Also wird er auch Hundefell mit der Zeit etwas tönen.
Ok, ich hab grad mal kurz nach “schwarze Karotte” gegoogelt und bin auf dieses gestoßen: auf die
BetaSweet-Karotte. Eine Rückzüchtung, die in diesem Artikel als “violett” beschrieben wird, und 40% mehr Beta-Carotin enthält als herkömmliche Karotten. Sie enthält zudem einen Farbstoff, der auch in blauen Trauben und Auberginen enthalten ist. Daher rührt die violette Farbe.
Ich hatte also Recht mit dem Karotingehalt, habe diese Info jedoch in den falschen Kontext gebracht, bzw falsch verstanden. Sorry.
Wers nochmal genau nachlesen mag, der schaue mal hier: http://www.betasweet.de/Aktuelles#Gabot
Dies ist KEINE Werbung, eigentlich ist mir diese Karotte völlig hoch wie breit ;-)
Und noch eine Berichtigung *seufz* Es gibt zwei Formen der Wilden Möhre und vermutlich sind beide in Kreuzung die Urform. Ich sollte meine angestaubte Warenkunde in Ordnung bringen, ich habe vor 13 Jahren gelernt, die Urform stammt aus Asien und wurde dann über Südamerika nach Europa gebracht… hrmpf.
Wilde Möhre!! Egal, was drin ist. Eine kostbare Bereicherung meines Schimpf-Wortschatzes. Danke!
“Du…. wilde Möhre!”? Das erschließt sich mir noch nicht auf Anhieb. *fg*
Pff… Eine rothaarige, lockige, dünne Disko-Mieze oder sowas? … Sorry. Es war 22:26 als ich, geschwächt von den hochwissenschaftlichen Fachdiskusionen, diese Vision hatte.
Aber so ganz aus der Luft kams nicht. Birnenpo, Apfelpo, Zitronengesicht…. taube Nuss! Sind doch recht anschauliche Kombinationen. Vielleicht bin ich auch einfach geprägt von “Zwiebelchen”, einem meiner absoluten Lieblings-Kinderbücher. Da sind alle Leute Obst bzw. Gemüse: Ritter Tomate, Graf Kirschlein, Böhnchen, Herr Erbse, Herr Porree, Fürst (?) Mandarine… Ist vielleicht nicht überall in Deutschland so bekannt wie z.B. die Bücher von Kästner, Ende.
Ritter Runkel aus dem Mosaik-Comics-Heften, machte seinem Namen auch alle Ehre…, ein dummschlauer, einigermaßen gutmütiger Kerl mit nicht viel drin in der Rübe, wenn ich mich recht erinnere.
Bücher sind zwar nicht unbedingt ein Thema für einen Garten-Blog. Aber schließlich wird im Garten auch gelesen und leider gibt es eine Ost-West-Kinderbuch-Grenze. Ich machte z.B. erst als Erwachsene Bekanntschaft mit Jim Knopf. Umgedreht sind viele “Ost”-Kinderbuch-Klassiker im Westen unbekannt. Also, wenn es hier Eltern bzw. Omas+Opas gibt – ich leg Euch “Zwiebelchen” (von Gianni Rodari)zum Vorlesen ans Herz!
Stellst Du bitte mal Zwiebelchen vor, wenn Du magst? Das klingt doch echt gärtnerisch relevant! Und hört sich total niedlich an. Und immerhin gibts hier eine Kategorie Gartenbücher. ;-)
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