Gärtnerin · 20. September 2007, 17:58

Altweibersommer, Spinnennetz, Kreuzspinne, Beute

Überall im Garten rennt man in Spinnenfäden, die einfach so im Wind schweben. Altweibersommer pur! Und genau das, was ich an dieser Jahreszeit am wenigsten mag: Dauernd Spinnenflusen im Gesicht.

Außerdem drei schöne große Radnetze (Die sieht man wenigstens in der Regel vor dem direkten Kontakt und weiß dann auch wo sie sind). Nur in einem Spinnennetz saß, wie sich das gehört, eine schöne dicke Kreuzspinne. Nehme ich an. Habe sie nur von unten gesehen, von der anderen Seite komme ich nicht dran.

kreuzspinne von unten

Ich frag mich immer, was die Kreuzspinne bis September so unternimmt. Macht sie da Familienausflüge? Die typischen Spinnennetze sieht man ja eigentlich überwiegend erst zu dieser Jahreszeit.

Das zweite Spinnennetz, derzeit unbesetzt, zeigt das heutige Abendessen der Bewohnerin: Biene, ordentlich verpackt:

biene verpackt im spinnennetz

Das dritte war ganz leer. Ich geh die Tage nochmal auf die Pirsch.

eingewurzelt unter: Tiere im Garten

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Vor einem Jahr
Ein paar Blumenbilder, Zierkürbis-Man



4 Kommentare bisher

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Keisha, 20. September 2007, 21:21

Ich kann dir ganz genau sagen, was sie bis September macht: Sie sitzt hinter meinem Küchenschrank. Sie ist 2003 mit uns in diese Wohnung gezogen. Sie hat am Fensterrahmen brav gewartet, bis die Leute vom Möbelhaus die Küche aufgebaut hatten, und zog dann noch am gleichen Abend hinterm Küchenschrank ein. Und wißt ihr was? Dort lebt sie heute noch! Wir sind ein einträgliches Geschäft eingegangen. Sie fängt alles Getier ab, das durchs Kippfenster herein fleucht, und dafür darf sie da wohnen bleiben, hat einen vogelsicheren Standort und ein bequemes, warmes Winterquartier. Mein Mann lacht immer, wenn er mich in der Küche rummurmeln hört: Na Spinni, was meinst du? Fehlt noch Salz?

Die Spinnfäden im Altweibersommer stören mich auch etwas. Allerdings muß man auch sehen, daß jeder dieser Fäden ein kleines Spinnenkind sicher hinaus in die Welt geleitet und so etwas wie eine Sicherheitsleine ist. So werden sie nicht unkontrolliert vom Wind davon getragen, und können, falls kein dummer, trampelhafter Zweibeiner den Faden zerreißt, wieder zum Startpunkt zurückkrabbeln, um sich erneut in eine bessere Richtung wehen zu lassen.
Die Netze dürften das ganze Jahr über da sein. Man sieht sie nur ab jetzt viel besser, wenn sich Tau an ihnen niederschlägt, und durch den niedrigeren Stand der Sonne, die nun besser reflektiert wird.

Bernd Schwarting, 23. September 2007, 20:15

Hallo,
warum bleiben Spinnen nicht im eigenen Netz
Hängen?
MfG
B.Schwarting

Keisha, 23. September 2007, 20:40

Lieber Bernd,

das rührt daher, daß Spinnen verschiedenerlei Fäden produzieren und zudem auch noch ein sehr gutes Gedächtnis haben ;-) Sie produzieren also Klebefäden und “Lauffäden” und wissen in ihrem Netz immer ganz genau, wohin sie treten dürfen, und wohin nicht. Die Fäden, mit denen Netze verankert werden, sind dicker und robuster, um nicht gleich zu reißen. Klebefäden hingegen dürfen, ja sollen sogar reißen, damit die Beute sich verwickelt und nicht wieder entkommt.

Niklas, 23. Januar 2008, 15:49

iCH BIN EIN FÄN VON SPINNEN

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