Gärtnerin · 08. Mai 2007, 22:56

Bodenbearbeitung wieder möglich

Wunderbar! Der Regen – nachts als Wolkenbruch, nachmittags als schöner sanfter Dauerregen, hat so langsam den Boden im Garten wieder tiefgründig durchtränkt. Seit Wochen warte ich auf diesen Moment, um die Sommerblumen-Nachzucht mit möglichst günstigen Startbedingungen im Garten loszulassen. Abends habe ich im Regen mein bisheriges Gründünger-Beet (Blaue Lupinen) vor der im Herbst gepflanzten Ligusterhecke gelockert. War auch höchste Zeit, denn die Blauen Lupinen hatten bereits Samenstände angesetzt und sollten sich an der Stelle nicht erneut aussäen. Soll ein Sommerblumen-Beet werden dieses Jahr. Die Blaue-Lupinen-Samenhülsen sind größer als die von Stauden-Lupinen, sehen aus wie dicke Markerbsen-Schoten (hätte ich nicht vermutet, bei den zierlichen Blütchen), stehen aber mehr als dass sie hängen:

blaue lupine samenstände

Ich habe erst die Lupinen-Samen von den Pflanzen gesammelt (kann man sicher nochmal brauchen, falls sie vollständig ausreifen) und die Pflanzenreste dann leicht in den Boden eingearbeitet. Die Blauen Lupinen waren ganz nett, haben aber nicht die erhoffte Menge an Blattmasse gebracht. Für meine Bodenverhältnisse nicht so optimal wie Bienenfreund (Phacelia), meine ich. Vielleicht hätte ich sie beim Start auch mehr düngen sollen, aber das wollte ich nicht. War ja schon relativ spät bei der Aussaat. (->mehr Erfahrungen mit Gründüngung)

Gesetzt sind außerdem jede Menge junge Wunderblumen (Mirabilis jalapa), hoffentlich in allen Farben, die üblichen weißen Schmuckkörbchen (Cosmos bipinnatus) und die Mittagsblumen (Dorotheanthus). Ehrlich gesagt war das Letztere schrecklich. Zartgliedrige, brüchige Pflanzenkinder, die sich mittlerweile schon in die Kurve neigten…

Halb zog ich sie, halb legten sie sich hin. Und viele sind dabei abgebrochen. Echt totaler Bröckelkram. Mal sehen, was daraus noch wird.
:-(

mittagsblumen junge pflanzen

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2 Kommentare bisher

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Daniela, 19. Juni 2015, 19:58

Hallo Gärtnerin!
Ich treibe mich hier seit ca. 2 Wochen rum und habe schon allerhand nützliches, interessantes und witziges gelesen! Freue mich sehr diesen Blog entdeckt zu haben!
Genau bei diesem Thema „blaue Lupine“ bin ich dazu gestoßen, weil ich herausfinden wollte, wie lange die zum keimen und wachsen brauchen. Inzwischen habe ich meine Erfahrung mit der blauen Lupine gemacht und bin vom Wachstum etwas enttäuscht. Es dauert einfach zu lang um eine größere Fläche zu begrünen. Ich war leider gezwungen die Fläche von über 10qm wieder vom Unkraut zu befreien, da es einfach schneller ist 😩 Obwohl die Fläche völlig unkrautfrei war beim Zeitpunkt der Aussaat. Die Lupine sind jetzt nach ca. 4 Wochen nur 20cm hoch und sehr spärlich gewachsen, obwohl ich mit Samen nicht geheizt habe.
Ich habe mich jetzt entscheiden Bienenfreund dazwischen zu sähen, in der Hoffnung, dass es schneller wächst. Ich möchte doch so gerne den Bienen und Hummeln was Gutes tun und mit der großen Fläche können wir dieses Jahr noch nichts anfangen, weil unser Garten noch viel mehr Arbeit zu bieten hat, da er letztes Jahr noch völlig verwildert war.

Ich danke vielmals für diese tolle Seite und die Arbeit die Ihr hier rein steckt!!! Habe viel Freude hier!

LG Daniela

Gärtnerin, 22. Juni 2015, 09:11

Danke sehr, Daniela, das ist ja tolles Lob! Bienenfreund dazwischen ist eine gute Option, die keimen auch ziemlich rasch.

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