Epiphyllum-Früchte, und weiter?
Vor ein paar Tagen habe ich im Gartencenter eine große Epiphyllum hängen gesehen, die leider meinen Geldbeutel absolut überstieg. Aber ich hatte mit Staunen gesehen, daß die ganze Pflanze voller kleiner Früchte hing, die etwa Johannisbeergroß waren, und aussahen wie rote Stachelbeeren. Also bin ich zu einem Verkäufer hin, hab allen Mut zusammen genommen, und habe gefragt, ob ich mir ein paar Beeren abmachen darf. Nach eingehender Begutachtung der Blattkaktee wurde genickt, und ich habe vorsichtig 3 Beeren abgezupft. Sie gingen eigentlich ganz leicht ab und waren auch schon nicht mehr wirklich prall. Weich und reif fühlten sie sich an.
Wie verfahre ich denn nun damit? Hat mir da jemand eine Idee? Soll ich die Früchte liegen lassen, bis sie getrocknet sind, und dann die Samen, wenn welche drin sein sollten, aussäen? Oder soll ich die Früchte öffnen, und die Samen herausoperieren, dann trocknen lassen und säen? Fragen über Fragen ;-)
Was mich allerdings am meisten daran juckt…. die Früchtchen sehen vom ersten Blick her vertraut aus, und mich würds ja brennend interessieren, ob sie essbar sind, und wie sie schmecken ;-)
eingewurzelt unter: Zimmerpflanzen
Vor einem Jahr
Ingrids Wunderblumen, Baum-Beratung gewünscht, Dahlie Bahama Red im Dahlienverzeichnis der DDFGG, Garten-Angebote KW 39



22 Kommentare bisher
KommentierenDa mir niemand Rat wußte, hab ich das jetzt ganz einfach selbst in die Hand genommen und hab die Früchte mit Nagelschere und Pinzette aufgemacht. Was ich als mittelschwere Operation befürchtete, war letztendlich supereinfach: Das Fruchtmark mitsamt den Kernen ließ sich ganz einfach aus der Frucht herausdrücken. Pro Frucht schätze ich 50 – 60 Kernchen. Das mal 3…. na, da wird doch wohl EINE von keimen ;-)
Im Moment trocknet das ganze auf einem Tellerchen vor sich hin. Und dann seh ich mal weiter ^^
Hallo, das sieht aus wie die fruechte vom lepismium monacantha, aber dazu muesste ich wissen ob die mutterplfanze stacheln hatte. Es gibt verschiedene sorten ripsalis oder epiphyllum die solche samenkapseln produzieren. Wichtig ist jedoch fruchtfleisch abwaschen und dann pflanzen.
LG Ute
Hm, ich würd jetzt keinen Eid drauf schwören, aber an Stacheln erinnere ich mich überhaupt nicht! Das war ne ganz normale, “typische” Blattkaktee mit grünen, flachen “Blättern”, in einem Hängetopf. Wenn ich mal wieder hinkomme, guck ich mal nach dem Namen. Aber wie ich im Moment an einer Rhipsalis erleben darf, sind die lat. Bezeichnungen von Dehner eher dürftig und oftmals leider falsch. Die gehen den Weg des geringsten Widerstandes, wenn sie nicht 100% wissen, wie was wirklich heißt.
Hallo Keisha!
Hab mir grade Deine Kommentare angesehen – wirklich interessant! Das mit den “Früchtchen” hätte ich auch so gemacht! Aber für mich wäre sehr spannend zu erfahren, was draus geworden ist!!!
Oder ist diese Seite abgeschlossen und man kann nicht mehr drüber diskutieren? …Oder muss man woanders einsteigen…?? Leider weiß ich noch nicht, wie das so läuft im Forum…nicht böse sein, bin aber lernfähig…hihihi!
Liebe Grüße
Lisa
Hallo Lisa, was draus geworden ist, ist schnell erzählt ^^ NICHTS!
Ein einziges Pflänzchen keimte, verschwand aber nach 2 Tagen spurlos.
Einen Versuch wars wert. Seh ich das nächste Mal so einen Epiphyllum, geh ich den Weg des geringsten Widerstandes: Mir bricht ganz aus Versehen ein Blatt ab und fällt noch aus Versehener in meine Tasche.
Hallo Keisha!
Ist ja schade, das mit Deinen “Früchtchen”! Hab auch schon einige Male in den Gartenmärkten und Baumärkten mit Pflanzenabteilung gefragt, ob ich so ein am Boden liegendes, mit Schmutz bedecktes Pflanzenteilchen haben könnte, das wurde aber jedesmal strikt und mit “feindseligem” Blick abgelehnt – wollte ja nur dieses amputierte “Kinderchen” retten. Seitdem springt mir doch glatt manchmal so ein Stückchen Pflanzerl in den Einkaufskorb! Sind ja eh schon von den Pflanzen abgetrennt gewesen!!! Die wandern sonst in den Biomüll! AUA!!!
Jetzt warte ich nur noch, bis meine Tochter kommt, dann könnt Ihr Fotos meiner Pflänzchen sehen, ich kann das nämlich noch nicht alleine!
Lg
Lisa
Hallo Ihr Lieben, bin eben auf Eure interessanten Beiträge gestoßen. Ich habe auch solche Blattkakteen, die ähnliche Früchte gebildet haben und mir konnte bisher noch niemand sagen, ob diese eßbar sind oder als Samen verwendet werden können, wobei man diese Blattkakteen besser als Steckling vermehrt. Im letzten Jahr waren schon einmal solche Früchte an dem Kaktus und die habe ich auch mal aufgeschnitten und mußte sehen was drin war. Keine Samenkörner, dafür ein kräftiges violettrotes Fruchtfleisch. Bild geht leider nicht einzufügen.
grüße steffi
ich habe 2 Blattkateen,1xhellrosa mit etwa 2-3cm ovalen Früchten und 1x dunkelrosa mit kirschgroßen Früchten.Geöffnet duften sie lecker,ich habe mich nur nicht getraut, sie zu kosten.Fruchtfleisch ist grünlich mit schwarzen Körnchen.Kann man die Früchte essen?
Hi,
du schreibst du hast in einen Blumencenter ein Blattkaktus gesehen???
Ich suche schon lange nach so einer Pflanze bei uns Ostsee gibts sowas nicht.
Verätst du mir welches Gartencenter sowas hat???
LG Nicole
Hallo Nicole,
das war im Gartencenter Dehner. Ich weiß nicht, in wie weit die in Deutschland eigentlich verbreitet sind, und ob es die “im hohen Norden” auch gibt. Ich weiß, daß es sie in Süddeutschland und auf jeden Fall in Österreich gibt.
Im Moment haben sie auch gar keine mehr.
HI,
ach so habe mal geschaut hier oben ist der nächste in Kiel viel zu weit weg.
Trotzdem vielen Dank für die Info
Nicole, wenn Du keine Quelle in der Nähe hast, schau Dich online mal um. Auf einschlägigen Marktplätzen gibts unermesslich viele Epis!
Hi Gärtnerin,
naklar hab ich schon gesucht aber noch nicht das richtige gefunden! Über einen Link wär ich sehr dankbar.
Suche keine Stecklinge, kleine Jungpflanzen wie sie bei Ebay angeboten werden.
Wieso denn keine Stecklinge und Jungpflanzen? Die wurzeln problemlos und wachsen relativ schnell. Genau diesen einschlägigen Ort hatte ich gemeint. :-)
Hallo, habe Eure Beiträge mit großem Interesse gelesen. Habe auch so eine Rote Epiphyllum-Hybride. Diese trägt auch dieses Jahr wieder Früchte. (ca 5 cm groß und mit Stacheln) Mich würde interessieren, ob man die essen kann. Habe recht viele dieser Früchte an der Pflanze. Habe auch mal eine aufgeschnitten und es ist rotes Fruchtfleisch mit schwarzen Kernen drin. Es richt auch ganz lecker. Wer weiß da mehr? Fotos dazu auf dem nachfolgenden link:
http://fotocenter.aol.de/ap/viewHoo.do?type=photoAlbum&size=LS&logoUrl=http%3A%2F%2Ffotocenter.aol.de&aimName=nancyb1277&aolAlbumId=esv4e%2B9w77k8ZH6eh9cjQvKLfFYQk9xPukzcJ5Uv8Ae%2FjFCnkV3ciA%3D%3D&noLogo=true&bgcolor=000000
meine NAchbarin hat auch eine wunderschöne Blattkaktee mit großen weiß/gelben Blüten. Über Winter hatte diese viele etwa pflaumengroße lila Früchte angesetzt ähnlich denen auf den Fotos von Nancy. wir waren uns auch nicht sicher, ob diese genießbar sind. Ich war dann mutig, weil ich mir sagte, was so gut riecht, kann nicht giftig, bzw. ungenießbar sein. Der Geschamck erinnerte mich an Multivitaminesaft und giftig war sie wohl auch nicht. Mir wurde nicht übel und ich lebe noch.
Mutig, mutig, Gabi. Zum Glück lebst Du noch. Scheint ja zu schmecken. Ich werde mich trauen zu probieren, wenn ich mal wieder welche habe. Die Epis haben alle geblüht, aber dieses Jahr ohne Fruchtansatz.
Also, mir ist Anfang Oktober eine solche Frucht bei Dehner in die Hände geraten (die Mutterpflanze hängt immer noch da).
Erst ließ ich sie zu Hause noch “reifen”, weil ich auch dachte, man müsste die Samen trocknen lassen, aber aus irgendeinem Grund war sie dann “geplatzt” und ich sah sie mir genauer an. Die Fruchtkapsel enthielt neben dem Fruchtfleisch 36 fast mikroskopisch kleine Samen. Die entfernte ich mit einer Pinzette und ließ sie auf einem Stück saugfähigen Küchenpapier erst trocknen, bis ich dann zwei Tage später bemerkte, daß sie fürchterlich stark klebten (von einer Art Schutzhülle um die Samen herum) und diese Schicht sehr schnell austrocknete.
So machte ich das Ganze noch einmal richtig naß, ließ die Schicht wieder aufweichen, verteilte die Samen dann gleichmäßig auf dem Papier (ungefähr 10cm x 10 cm) und beschloß, eine Keimung einzuleiten. Dazu hielt ich die Unterlage feucht und sorgte auch für hohe Luftfeuchtigkeit drum herum – bedeckt waren die Samen nicht direkt. Sie standen auf dem Computer-Monitor und hatten daher eine Bodentemperatur von ca. 26°C. Bereits nach zwei Tagen zeigten sich (unter der Lupe) sehr kleine weiße Keimlinge. Um etwas Nahrung und Halt beizusteuern, bedeckte ich sie nun mit einer ca. 1 mm dicken Schicht aus Sand, gesiebtem Torf und Vermuculite.
Ich hielt sie also möglichst warm – nachts war der Monitor ausgeschaltet (= etwas kühler) – und setzte sie tagsüber soviel Licht aus, wie möglich. Abends stellte ich sie immer unter eine Lampe, um aus den kurzen Herbsttagen längere zu machen. Nach ca. 10 Tagen bildeten sich die ersten drei sichtbaren kleinen grünen Spitzen. Die wurden dann mit etwas mehr Sand und feiner Pflanzerde angehäufelt.
Dann änderte sich für etwa zwei Wochen fast nichts, außer kaum sichtbarem Wachstum. Eigentlich war ich etwas enttäuscht, daß aus den 36 Samen nur drei aufgewachsen waren. Aber die Geduld zahlte sich aus: Nun haben sich neben den bereits ca. 4 mm großen Pflänzchen weitere 12 1mm große Nachkommen gezeigt, denen wohl erst der Nährschub durch die angehäufelte Erde die notwendige Kraft zum Wachsen gegeben hatte. Das “Pflanzpapier” mit den Pflänzchen habe ich vor vier Tagen auf eine dicke Lage Kaktuserde, gemischt mit feiner Pflanzerde, in einen durchsichtigen und abdeckbaren (zur Feuchtigkeitserhaltung) Plastikbehälter transferiert, wo es auch jetzt noch allabendlich das Zusatzlicht (und damit auch Wärme) bekommt. Wenn ich schlafe, mache ich noch den Deckel drauf.
Mal sehen – vielleicht hole ich mir doch noch die Mutterpflanze, die hat noch reichlich Früchte dran. :-)
Hallo!
Das ist ja eine tolle Beschreibung!!! Danke!
Hast Du vielleicht auch Fotos gemacht? Das wär dann genial!!!
Ich hab`s ja auch wieder mal probiert, aber ohne Lampe und die Samen sind nichts geworden – schade!
Wünsche Dir viel Freude mit den Pflanzenbabies!
LG Lisa
Ich habe kürzlich eine Blattkaktee gekauft, laut Schildchen eine “Rhipsalis red coral”. Sie hing schon Monate im Laden und die Blüten ware… wer hätts gedacht, korallenrot. Im Laden noch bekam sie Früchte über Früchte, der Größe nach wie die roten oben im Bild, aber die reifen Beeren sind – nanu? – weiß. Hab schon Samen geerntet und inzwischen ausgesät. Bin mal gespannt. Sie hat noch ne handvoll reife Früchte hängen gehabt, die zum Teil ins Aquarium fielen und den Flossenträgern geschmeckt haben. Eben habe ich selber mal eine probiert. Sie schmecken wie die rote Pitahaya zuckersüß aber eigentlich nach nix.
Bin gespannt, ob sie dieses Jahr bei mir dann auch blüht… werd sie bei Gelegenheit in einem Beitrag mal genauer zeigen und hoffen, daß sie ein Kundiger genauer bestimmt. Ich mag nämlich fast nicht glauben, daß das wirklich ne Rhips ist, obwohl ich weiß, daß es Rhipsalis mit solchen flachen “Blättern” gibt. Leider weiß ich inzwischen aber zu gut, wie sehr man sich auf Dehneretiketten verlassen kann ;-)
Ich bin im Besitz von vielen riesengross rotbluehenden Epiphyllum Kakteen. Jedes Jahr erfreuen uns die Pflanzen mit ihrer Bluetenpracht. Die Fruecht werden im darauffolgenden Sommer reif – sind fast so gross wie Zwetschken und schmecken wirklich fein und suess. Vor Jahren bereits haben sich meine Mutter und ich freiwillig als Versuchskaninchen geopfert, schliesslich kann, was gut riecht und auch von Tieren wie Voegeln verspeisst wird nicht giftig sein. Seitdem essen wir die Fruechte jedes Jahr – auf Vanilleeis (das kenne ich von Malaka, Malaysia, wo es herrliche Vanillesundaees mit Dragonfruit gibt). Also nur Mut – die Fruechte laengs durchschneiden und mit der Zunge die Schnittstelle probieren (bei ausgereiften, sprich weichen Fruechten), ist der Geschmack angenehm und suess, dann wuerd ich sie essen.
Sehr cool, Martin! Werde ich so in zwei Jahren mal probieren. Hab die angesetzten Früchte dieses Jahr frühzeitig entfernt, weil die sonst immer im Winterquartier gemoddert haben.
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