Gärtnerin · 17. Dezember 2007, 12:47

Gießwasser entkalken

Neulich hat mir die Miri mal den Tipp verraten, dass sie – in einer Region, in der das Wasser sehr kalkhaltig ist – ihr Gießwasser entkalkt vor dem Blumen-Gießen.

“ein Beweisfoto von einem Kaffeefilter, durch den ich bloß knappe zwei (!) Liter abgekochtes Wasser gegossen habe. So nach dem Trocknen sieht man erst mal, wie viel Kalk da drin ist das ist echt eklig hier bei uns. Soll hier einer der Bereiche mit etwa dem härtesten Wasser Deutschlands sein. “

Ich – ebenfalls durch kalkhaltiges Wasser geplagt – hab gar nicht so genauer drüber nachgedacht. Wie sie bin ich kein Freund von Brita-Wasserfilter-Gedöns und so….

Aber wenn ich mir den Kaffeefilter von Miri mal so ansehe, scheint das doch echt schon mal was zu bringen.

giesswasser entkalken

Grauslig, welche Kalkrückstände sich da ablagern. Das kenne ich sonst nur aus meinen Wasserverdunster-Gefäßen auf der Heizung. :-(

Kaffeefilter sind jetzt im Anschlag fürs nächste Mal! Schlanke Gießwasser-Aufbereitung, hihi. Danke für den Tipp, Miri!

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17 Kommentare bisher

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Sisah, 18. Dezember 2007, 12:01

Wenn sich Calcium und Magnesium mit dem im Wasser gelösten Kohlendioxid (Kohlensäure) verbinden, entstehen Bikarbonate. Wenn man Waser kocht, werden diese wieder zerstört (CO² entweicht) und fallen als Ablagerungen aus, das nennt man dann Kalk.Was ist daran eklig? Als Trinkwasser sogar sehr gesund. Okay, manche Pflanzen mögen kein kalkhaltiges Wasser, aber die gieße ich halt mit abgekochtem Wasser,meinetwegen auch gefiltert, halte ich aber für überflüssig, da die Kalkpartikel eh schwerer sind, sich am Boden absetzen und dann beim vorsichtigen Gießen zurückbleiben.

Fabian, 18. Dezember 2007, 12:12

Danke für den Tipp mit dem Kaffee Filter! Da ich früher immer mit Regenwasser meine Pflanzen gegossen hatte, stellte sich die Frage wegen dem Kalk nie. Da ich aber leider diese Möglichkeit nicht mehr habe suche ich nach Alternativen und die Kaffefilter Variante werde ich gleich mal ausprobieren.

Sabine, 18. Dezember 2007, 18:31

Also, ich habe da noch ein Verständnisproblem. Irgend jemand hat mir erklärt im Zusammenhang mit meiner Waschmaschine erklärt, dass Kalk sich erst bei über 80° bildet (von daher wären Entkalker wie Calgonit in Waschmaschinen nur bei Waschgängen über 70° interessant) …
Gibt es überhaupt Kalk in kaltem Wasser? Wenn ja dann allerhöchstens minimal, oder?
Von daher, wieso Gießwasser abkochen?

Uta, 19. Dezember 2007, 01:07

Also, ich hab ja auch in Chemie öfter gefehlt. Aber ich würde doch sagen, dass Kalk sich nicht “bildet”. Entweder isser drin. Oder nicht. Oder?

Keisha, 19. Dezember 2007, 10:08

Hallo Sabine, da hat dir aber einer einen netten *piep* erzählt. Wenn Kalk sich erst ab 80°C bilden würde, warum muß ich dann alle 2 Wochen den Wassernapf meiner Katzen entkalken? Da kommt NUR kaltes Wasser rein. Oder stell mal ein Glas Wasser ein paar Tage auf und laß das Wasser bei Zimmertemperatur verdunsten. Und dann guck dir mal die Kalkränder an.
Von minimal kann jedenfalls bei uns auf der Alb keine Rede sein. Und Miri kennt solche “kalten” Kalkflecken sicherlich auch zur Genüge.

Luftgucker, 19. Dezember 2007, 12:01

Danke für den Tipp mit dem Kaffeefilter.
Die Erde und der Pflanzenstiel sind
nämlich bei meinen Pflanzen schon
ganz weiß!
Ich werde es gleich mal ausprobieren.

Gärtnerin, 20. Dezember 2007, 14:54

Und ich auch, Keisha. Dusche entkalken, ohje…

Distel, 18. Februar 2008, 17:18

Also, Sabine, natürlich ist der Kalk im Wasser auch unter 80°C schon vorhanden. Noch ist es aber Kalziumhydrogencarbonat, und das ist recht gut löslich, so dass du ihn erst mal nicht siehst. Wenn du das Wasser erhitzt wird das Kalziumhydrogencarbonat zu schwerlöslichem Kalziumcarbonat. Und das, weil schwerlöslich setzt sich eben ab und bildet Kalkränder… oder Tropfsteine^^
Denn auch wenn du das Wasser nicht erhitzt, sondern nur verdampfen oder abtropfen lässt, bildet sich das Kalziumcarbonat, also die Kalkränder, nur passiert es dann langsamer, da du keine Energie durchs Erhitzen zuführst.
Fazit: Kalk ist auch in kaltem Wasser schon drin, nur in seiner löslichen Form. Und ich würde meine Waschmaschine auch dann entkalken, wenn ich immer nur bei 60°C wasche^^
Ich hoffe, ich habe einige Klarheiten beseitigen können*g*
LG, Distel

Mathias, 05. Juli 2008, 17:50

Hallo,

mal ne dumme Frage: ich habe so einige Zimmerpflanzen und auch einige auf dem Balkon – leider aber kein Regenwasser zur Verfügung. – Ich gieße derzeit 20 l alle paar Tage, und kann, selbst wenn ich wollte, kein Wasser mittels Wasserkocher und Wasserfilter entkalken… Gibt es da eine Möglichkeit?

VG
Mathias

karl müller, 06. Juli 2008, 10:28

Habe an hortensien mehltau was soll ich tun.Wer kann mir tipps geben.mfg
Karl

Gärtnerin, 06. Juli 2008, 21:29

Ich wüsste leider sonst nichts, Mathias. Viele Pflanzen sind nicht besonders kalkempfindlich, deswegen halten sich bei mir die Schwierigkeiten damit in Grenzen. Und wer wirklich unter Kalk hinfällig wird, ist eben nichts für mich.

Duffi, 05. Juni 2009, 13:28

Also meine Pflanzen ansich stört der kall nicht, aber meine blumentöpfe. da bröckelt außen nach nur 3 (!) wochen schon megamäßig der kalk ab :( die töpfe lassen das wasser durch und der kalk kommt nach außen, sieht hässlich aus, da wir keine übertöpfe haben, sondern nur untersetzer und schöne blumentöpfe.
schade, dass es keine möglichkeit gibt viel wasser zu entkalken auf einmal. so braucht man ja immer ewig. so viel wasser erst aufzukochen und dann noch durch nen kaffeefilter zu jagen, was ja auch nicht grad schnell geht … :-/
werde es trotzdem mal ausprobieren.
wird wasser eigentlich wieder kalkig, wenn man es dann längere zeit stehen lässt? oder ist es möglich, dass ich immer wenn ich “langeweile” habe wasser entkalke und dann in einem sammelgefäß einige tage/wochen stehen lasse!?
vielen dank für eure hilfe,
glg aus dem allgäu

Maren, 06. Juni 2009, 09:57

Probier doch mal einen ganz normalen Wasserfilter, von Britta oder so. Die gibt es doch auch in unterschiedlichen Größen und es geht recht fix, finde ich zumindest. Wir nutzen unseren Wasserfilter recht vielfältig: für Tee, für Blumen, fürs Terrarium.

Kaminholz, 24. November 2009, 20:00

Hallo,
Danke für den Tip! Normalerweise gieße ich mit Regenwasser, aber wenn ich mal eine Durststrecke habe hilft mir der Kaffeefilter. :)

Keisha, 24. November 2009, 20:31

Ich hab dazu mal einen anderen Beitrag hier geschrieben, Kaminholz. Vielleicht mal lesen und dann noch einmal über den Kaffeefilter nachdenken.
Der Link zum Beitrag:
http://gaertnerblog.de/blog/2009/wasserchemie-oder-lohnt-wasser-abkochen-wirklich/

larissa, 16. Juli 2011, 20:31

Hallo an alle interessierten..kann vielleicht noch zu dem thema etwas beitragen..ich benutze stilles wasser vom discounter( 1,5 l 0,19euro) für wasserkocher und kaffeemaschine und auch zum einsprühen ( morgens und abends, alle palmen u.ä.) sowie das kondenstrocknerwasser für flüssigendünger oder wenn ich spritzen muß, weil sich diese substanzen in weichem wasser besser verteilen, wie mir von einer gaertnerin erklärt wurde. Zum normalen beigiessen nehme ich leitungswasser und das funktioniert bislang prima.

Nicole, 14. November 2011, 17:17

Hallo, hat jemand schonmal einen Magnetstab ausprobiert zwecks magnetisiertes Wasser um Blumen/Pflanzen zu gießen? Die Magnete zersprengen die Kalkmoleküle und das Wasser wird weicher.. wir benutzen es als Trinkwasser da es nach der Magnetisierung bekömmlicher ist und den Stoffwechsel besser anregt. Wir vertreiben diese Stäbe auch allerdings habe ich noch keine Erfahrung in Bezug auf Pflanzen gemacht (habe keine!!!)Wäre toll wenn jemand eine Erfahrung hätte!

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