Gundelrebe – Glechoma hederacea bekämpfen
Bernhard fragt nach Pflanzenbestimmung für dieses Unkraut bzw. Wildkraut. Lieben Dank für die Fotos!
Ich halte das für eine Gundelrebe (Glechoma hederacea) . Wie schon bei meiner dieses Jahr gekauften Schmuck-Gundelrebe (mittlerweile 1,80 lang)vermerkt, ist Gundelrebe-Wuchern im Garten und vor allem im Rasen echt kein Zuckerschlecken bzw. die Pest in Tüten. Die flach aufliegenden Ausläufer wachsen echt heftig und zügig voran.
Als Bekämpfung gegen wildgewordene Gundelrebe kenne ich persönlich nur stundenlange Handarbeit im Schneidersitz, am besten bei einem Bierchen und Musik gemeinsam als konzertierte Aktion (evtl. Grillmeister von der Gartenarbeit freistellen). Das war damals nötig, um ein Nager-Gehege davon freizumachen, denn für Tiere soll die Pflanze giftig sein. Da die Gundelrebe-Triebe an fast jedem Blattknoten oberirdisch Wurzeln schlagen, ist es wichtig, die langen Dinger wirklich komplett rauszukriegen. Am besten geht das bei mir mit einem Unkrauthaken (flache Seite), mit dem man die festgewurzelten Stellen raushebeln kann.
Sorgfältige Arbeit vorausgesetzt und regelmäßiges Aufpassen/Nacharbeiten sollte nach größerem Befall dauerhaft zum Erfolg verhelfen. Oder an halbschattigen Stellen einfach als Bodendecker wachsen lassen und sich an den blauen Blüten erfreuen. Geht auch. Stärker als Rasen ist ungebremste Gundelrebe allemal, bedeckt den Boden ziemlich dicht und ist grün. Mit chemischer Bekämpfung hab ich keine Erfahrung, aber da bin ich auch kein Fan von. Evtl. weiß ein Fachberater für Mittelchen im Geschäft noch was anderes. Oder ein/e Mitleser/in?
Weitere Meinungen?
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eingewurzelt unter: Unkraut im garten
Vor einem Jahr
Cosmea, Duftpflanzen im Garten, Fittonie - Fittonia verschaffeltii, Gunnera - Mammutblatt




5 Kommentare bisher
KommentierenOh, aber warum muss denn ausgerechnet die Gundelrebe, auch Gundermann genannt, derart massiv bekämpft werden? Auf unserem Grundstück ist mir diese Pflanze absolut willkommen, schließlich hat sie mir als Heilpflanze schon mehrfach gut geholfen. Zum Beispiel im Fall einer Entzündung im Oberkiefer: Anstatt ein (verordnetes) Antibiotikum zu nehmen, habe ich öfters am Tag mit einem Sud aus Gundelrebe intensiv gespült und bereits nach 2 Tagen waren die Beschwerden weg! Dazu hat meine Frau frisch gesammelte Gundelrebe (Blätter und Blüten oder nur Blätter, wenn gerade keine Blüten da sind) in kaltem Wasser angesetzt und dann ca 20 Minuten leicht köcheln lassen. Wer die Pflanzenbestandteile nicht mag, kann danach den Sud durch ein Sieb gießen. Sobald diese Abkochung auf eine erträgliche Temperatur abgekühlt ist, kann man sie zum Spülen verwenden. Wenn etwas verschluckt wird, ist das eher nützlich als schädlich, denn der Gundermann kann auch innerlich angewendet werden. Er wirkt ganz allgemein anregend auf den Stoffwechsel und insbesondere unterstützend auf die Leber uns den Verdauungstrakt. Daher trinke ich absichtlich ein paar Schlückchen, wenn ich den Sud anwende. Aber auch äußerlich tut diese Pflane gute Dienste: schlecht heilende Wunden bessern sich erstaunlich schnell, wenn sie mir dem Aufguss gespült werden oder ein damit getränkter Verbandmull aufgelegt wird (häufig erneuern, organische Substanzen verändern sich schnell). Auch dies kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Im übrigen finde ich, dass ein Garten jeden Reiz verliert, wenn gar kein natürliches Wachstum gestattet wird und nur steriles “Einheitsgrün” brig bleibt. Der Garten muss ja nicht total überwuchert werden, aber ein bisschen selbst entstandene Flora macht das Ganze nicht nur kuschliger, sondern auch vielfältiger und bringt wie in diesem Fall auch noch einen zusätzlichen Nutzen durch die Heilkräfte mancher einheimischer Wildkräter mit!
Super, diesem Beitrag ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen, obwohl…. wehe, wenn Gundelrebe losgelassen. Aber es gibt wirklich schlimmere “Unkräuter”. Wenn man am Ball bleibt, Gundelrebe als störend empfindet, muss man halt regelmäßig jäten.Ohne regelmäßige Pflege eines Gartens geht´s halt nicht. Dabei ist Gundermann wesentlich besser zu beherrschen als beispielsweise Zaunwinden.
Dass sie auch heilende Wirkung hat, habe ich noch gar nicht ausprobiert. Danke für den Tipp, Draussen-Blogger. Bei mir kommt sie immer in den Kräuterquark, weil sie eine leicht pfeffrige Note hat, allein deswegen wird sie in meinem Garten geduldet….momentan gibt´s allerdings eine überwucherte “Schlamperecke” damit.
Coole Tipps, Draussen-Blogger! Supi!
Ich liebe Bodendecker, speziell schnellwachsende, nachdem unser Vermierter aus dem Garten letzten Herbst das reinste Trümmerfeld gemacht hat.Außerdem haben mir die blauen Blütchen gefallen. Deshalb habe ich mir ein paar Pfänzchen ausgestochen und eingesetzt. Und nun das! Ich muss da in gewisser Weise gärtnerin schon Recht geben: das Zeug schießt ins Kraut wie nix Gutes. 3 Tage nicht aufgepasst und meine sämtlichen Schwingel strotzen nur so vor Gundermannblättchen. Man muss also echt am Ball bleiben. Trotzdem werd ich ihnen, wenn auch gebremstes, Wachstum weiterhin zugestehen.
Bei uns entert das Zeug gerade die Ziegenweide und verdrängt alles andere..
Gift geht da natürlich nicht.
Muss wohl umbrechen und neu einsähen..
In gerinen Mengen ist das Zeug ja OK, aber in Massen nicht.
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