Kakteen im Farb-Rausch
Das Stachelzeug treibt’s immer bunter. (Jedenfalls bis gestern, da die Welt noch nicht im Dauerregen unterging) Hier kommen noch ein paar Kakteenblüten vom Balkon meiner Nachbarin. Grell Pink:
Quietschgelb mit rotem Pips innen (ein Notocactus, die angeblich am weitesten verbreitete Kakteenart, die schon klein ungepfropft ziemlich zuverlässig blüht und die es auch in Varietäten mit roten, gekrümmten o. a. Stacheln gibt, so dass sie sich – für mich – überhaupt nicht ähnlich sehen):
Nochmal die Blüte vom Kaktus oben etwas genauer:
Die folgende Blüte an wieder einem anderen Kaktus zeigt nicht nur Abstufungen von Pink, sondern ist wirklich Rot-Pink:
Nur einer übt sich derzeit farblich in vornehmer Zurückhaltung, dieser:
In einem alten, gebraucht gekauften Kakteenbuch steckte übrigens ein Zeitungsartikel aus dem Jahr 1973 mit der Überschrift: “Kakteen für den Anfänger”. Das wären folgende:
- die Gattung Rebutia, Lobivia bzw. Mediolobivia (Zwergkakteen in versch. Arten)
- Mammilaria (Warzenkakteen), sehr blühfreudig, reizende Kränze um den Scheitel, kleiner Körper, daher in vielen Arten leicht unterzubringen.
- Echinopsis (stark gerippte Kugelkaktee) , große Trichterblüten
- Säulenkakteen (z.B. Cereus bzw. Haageocereus) blühen nur im Alter, die schafft man eigentlich nur an, wenn man Freude an Stacheln hat.
Als Ergänzung vielleicht noch das Gegenteil: Bizarres, Seltenes, schwer zu Pflegendes aus diesem Buch, von mir nach Fotos frei Schnauze ausgesucht. Die teilweise wirklich spektakulär aussehenden Pflanzen könnten ev. das I-Tüpfelchen einer gepflegten Kakteensammlung sein bzw. geeignete Geschenke für versierte Liebhaber von Sukkulenten bzw. Kakteen.
- Gibbaeum schwantesii (Sieht entfernt aus wie Shrek)
-Ceropegia fusca (Leuchterblume)
- Commiphora (Myrrhenbaum, Weihrauch)
- Cynanchum (Schwalbenwurzel). Sieht aus wie tot. Bis es blüht. Dann erinnert es, jedenfalls auf dem Foto, an die Zaubernuss.
- Dorstenia foetida (Kostbarkeit mit terrassenförmigen Blütenständen, die eine einzige Blüte vortäuschen. Danach lange blattlos und extrem häßlich)
- Echidnopsis cereiformis (Schlangenstapelie). Sieht wirklich aus wie Schlange.
- Focea crispa (fette rübenförmige Sprossknolle mit wirren trockenen Sprossen, an denen unverhofft grüne Blättchen auftauchen)
- Haworthia reinwardtii (tolle Perlhuhn-Optik)
- Huernia confusa (Aasblume. bizarre, attraktive rote Blute, stinkend, als Pflanze eigentlich unkompliziert)
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eingewurzelt unter: Zimmerpflanzen
Vor einem Jahr
Malve mit und ohne Besuch, Lavendelernte und Dekoration, Lampionblume-Blüte, Standort, etc., Heckenschnitt wann?, Spiraea japonica, Ofengebackene Kartoffeln








7 Kommentare bisher
KommentierenSo schöner Beitrag mal wieder, Uta!
Wir haben übrigens eine Dorstenien-Liebhaberin unter den Mitlesern, die darüber was schreiben will, nämlich die Conny. :-)
Ich hab sogar schon Bilder von ihren Pflanzen gesehen und bin die ganze Zeit schon neugierig, was über diese Pflanzen kommt….
Oh man, wenn ich das so sehe könnte ich glatt noch Kakteen-Liebhaberin werden. Ich hab nur überhaupt keinen Platz dafür (Gott sei Dank). Aber ich finde es immer wieder schön, wenn Kakteen blühen!
Wunderschön! Wie heißt denn der Kaktus auf dem ersten Bild? Vielen Dank.
Hallo, ich habe jetzt nichts zum Christusdorn im Blog gefunden (ich hoffe, ich habe nichts übersehen), aber ich hoffe, da er ja auch blüht, kann mir jeman helfen…
Im letzten Jahr bekam ich von einer Kollegin einen Christusdorn geschenkt, als winzige
Pflanze in einem dieser 99 Cent Töpfchen aus der Minikakteenabteilung Marke Baumarkt. Der
Winzling ist mittlerweile ordentlich gewachsen und blüht dauernd, da man mir sagte, man müsste
in ordentlich gießen, damit die Blüte hält. Tut er, nur spricht dies gegen sämtliche Pflegeanleitungen, die mir bisher in die Finger gefallen sind und ein Kaktus mit dauerhafter
Nässe, das kann doch nicht gut sein… Deshalb meine Frage, ihn sparsam – eben wie einen Kaktus
gießen – oder ihn weiter Seepferdchen machen lassen und so die Blüte erhalten, aber damit gegen die Anleitungen verstoßen. Ich bin mir etwas unsicher, da die Blüten natürlich schön sind, aber ich auch das Gefühl habe, der
Kaktus wächst dadurch vielleicht auch schneller. Bei uns im Büro steht er überall herum und wird von den Kollegen regelrecht ersäuft, damit die Blüten bleiben. Ich möchte aber gerne länger was von der Pflanze haben. Auch wenn sie dann nicht blüht. Kann mir jemand etwas dazu raten? Umtopfen muss ich auch bald wieder und ich habe überlegt, ihn aus dem Seramis rauszunehmen, wo ich ihn damals mal eben auf die Schnelle eingetopft hatte. Besten Dank.
Hallo Maren,
der Christusdorn ist keine Kaktee sondern eine Euphorbie. Botanisch Euphorbia millii.
Wenn er dauernd blüht, kannst du ja nicht allzuviel falsch machen, nicht wahr? :-) Und daß er schnell wächst… hmja… es gibt Christusdörner (ha! Tolle Mehrzahl, Steffi, nicht wahr?), die werden mehrere Meter hoch. Die wachsen schon mal ein Stückchen pro Jahr. Wenn du das Gefühl hast, du gießt zu viel, dann reduziere doch mal ein paar Wochen lang und schau, wie die Pflanze reagiert. Aber generell brauchen Euphorbien schon etwas mehr Wasser als Kakteen, besonders so stark beblätterte wie die E. millii.
In Büros empfiehlt es sich vielleicht, eine Art Gießordnung einzuführen, bzw einen zu bestimmen, der fürs Gießen zuständig ist. Wenn alle Wasser reinschütten, weil jeder denkt, die anderen tun nichts, dann sind die Dingelchen bald hin.
Zum Seramis… Geschmackssache, aber es scheint ihm nicht zu schaden. Eher könnte er Probleme kriegen, wenn er nun auf Erde umerzogen werden soll.
Achtung: Auch hier, wie bei allen Euphorbien, gilt: Die austretende Milch ist giftig!
Der Kaktus auf Bild 1 dürfte ein Lobivia sein
Hallo Keisha,
vielen Dank für Deine Antwort. Ich durchs Googeln verunsichert, weil da überall stand, eher wenig gießen und ich dachte, wenn ich das stärkere Gießen beibehalte, schadet das auf Dauer vielleicht der Pflanze. Andererseits sieht die Pflanze gut aus, grün, schön puschelig und dicht belaubt und eben dauerhaft blühend, so lange ich immer reichlich gieße (sprich 2 x die Woche einen ordentlichen Schluck). Höre ich mit dem stärkeren Gießen auf, so vergeht auch die Blühte, das habe ich schon probiert. Ich dachte nur, ich würde der Pflanze vielleicht dauerhaft damit schaden.
Klar, Seramis ist nicht für alles das non plus ultra, aber ich hatte beim letzten Umtopfen gerade nichts anderes zur Hand und fürs Büro scheint es nicht schlecht zu sein, zumal es manchmal ziemlich schlimm ist, wenn ich Urlaub habe. Ich suche mir zwar immer jemanden, der meine Blumen gießt, aber der eine gießt zu wenig, der andere wieder zuviel, da bin ich froh ums Granulat.
Was die anderen Pflanzen hier im Büro angeht, da kümmert sich jeder um seine. Mir war nur aufgefallen, dass alle diese Sorte eben sehr stark gießen und ich fand, es wäre etwas viel.
Ich werde einfach mal beim 2 x Gießen die Woche bleiben und demnächst ein größeres Töpfchen ranschleppen und sicherheitshalber beim Seramis bleiben. Hast Recht, eine Umstellung auf Erde wäre wohl ein ziemlicher Schock.
Noch einmal vielen Dank für die Info, nun werde ich erst mal googeln, was genau Euphorbien sind. :o)
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