Küchenschelle/Kuhschelle in weiß
Frisch eingekauft ist diese weiße “Gewöhnliche Küchenschelle” bzw. Kuhschelle (Pulsatilla vulgaris). Das Laub der vergleichsweise niedrigen Stauden ist so dermaßen flauschig und kommt besonders gegen die Sonne super-bizarr. Pflanzen mit flauschiger bzw. graufilziger Behaarung sind üblicherweise gegen Sonnen und Trockenheit so ausgerüstet.
Die Kuhschelle heißt laut Wikipedia deswegen “Küchenschelle”, weil die großen Blütenglocken an die Kuhschellen bzw. “Kühchen”-Schelle erinnern. :-))) Pulsatilla soll demgemäß von lat. “pulsare (schlagen, läuten)” kommen. Das ist doch mal eine naheliegende botanische Benamsung!
Ich mag die Kuhschelle eigentlich sehr gern, gestehe aber, dass ich bisher keine hatte, weil ich diese übliche Blütenfarbe in dunklem Aubergine-Lila nicht besonders gut in meine Farben-Kollektion integrierbar finde. Diese weiße Kuhschelle mit den dollen gelben Staubgefäßen dagegen musste in den Einkaufswagen springen. ;-)
Die Kuhschelle bildet übrigens später auch sehr dekorative Fruchtstände mit langen “Borsten” dran, weswegen man abgeblühte Blüten nicht abschneiden sollte. Gem. Wikipedia heißen die Früchte “Federschweifflieger”, die sich durch Luftbewegungen verbreiten, durch Tiere verschleppt werden oder sich gar selbsttätig (!) fortbewegen!
Kuhschelle-Besonderheiten:
Ebenfalls aus der Wikipedia: Die Kuhschelle ist als Wildpflanze in vielen deutschen Bundesländern und nach der Roten Liste gefährdeter Arten vom Aussterben bedroht.
Insofern tut man dem Bestand mutmaßlich wirklich was Gutes, wenn man Kuhschelle im Garten verwendet, sollte aber selbstverständlich keine Kuhschelle-Pflanzen aus der Natur entnehmen. Dekorativ sind sie ja sowieso mit ihren Blüten im Frühling. Sie ist eine Wildstaude, die an eher trockene Standorte angepasst ist, weswegen sie häufig in Steingarten-Situationen verwendet wird.
Kuhschelle-Vermehrung:
Kuhschelle lässt sich leicht durch Samen vermehren (auch Selbst-Aussaat), ist aber ein Kaltkeimer. Bei mir gelang es durch Samen, die über Winter in einem Töpfchen draußen standen und dann im Frühjahr keimten.
Die Kuhschelle mag Verpflanzen nicht sonderlich (Vermehrung durch Teilung ist bei mir demzufolge schon mal schief gegangen). Wenn, dann möglichst weiträumig und tief ausgraben, damit man sie nicht verliert!
Update: Küchenschelle-Samenstand
andere Stauden
eingewurzelt unter: Stauden
Vor einem Jahr
Elefantenfuß (Beaucarnea recurvata) , Funkie vermehren durch Teilung, Dahlien eintopfen, Zistrosen-Samen aus Madrid





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