Marion · 08. Januar 2007, 10:42

Löwenzahnsirup

löwenzahnblüte 2

Na gut !!! Hier also das Rezept vom Löwenzahnsirup.
Ich stelle Euch meine Zutaten vor :

1. Löwenzahnblüten

zutaten 1

2. Große geräumige Gläser

zutaten 2

3. Zucker in größeren Mengen

zutaten 3

Die Löwenzahnblüten bitte bei voller Sonne und höchstem Sonnenstand pflücken und bitte nicht am Straßenrand (Schadstoffbelastung) ! Anschließend werden sie in dicken Schichten in die Gläser geschichtet.

schichten 1

Ich verdichte sie ein wenig indem ich mit der Faust daraufdrücke. Dann decke ich sie mit einer Zuckerschicht komplett ab ! Die Zuckerschicht erscheint auf den Fotos stärker als sie ist , weil sie an der Rändern des Glases etwas runtersackt !

schichten 2

So werden die Schichten übereinandergeschichtet, bis das Glas voll ist. Schraubdeckel zu – fertig .

2 gläser fertig

Dann kommen die Gläser für drei bis vier Wochen an ein Südfenster. Die Schichten vermischen sich nun und sacken kräftig zusammen . Der Sud nimmt eine grünbraune Farbe an . Wenn die Zeit um ist fülle ich den durchgezogenen Sud in einen Edelstahltopf und koche das Ganze kräftig auf . Dann wird die Chose durch ein Sieb gestrichen und ich fülle sie dann in gereinigte alte Ketchupflaschen mit Twist off-Deckel nochmals zukochen und fertig !
Für Tees lässt sich der zum Verbrauch bestimmte Sirup auch supergut in einer Sojasoßenflasche aufbewahren , da kann man so schön dosieren !
Tja evil evil evil ….????

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26 Kommentare bisher

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Gärtnerin, 08. Januar 2007, 14:11

Sehr schön sieht das aus und ist bestimmt auch lecker. Das werde ich auf alle Fälle mal in Kleinst-Dosen probieren, sofern mir Herr Knäcke ein paar Blüten übrig lässt. Wird das richtige Matsche oder eher Karamell? Du sprichst von Sud, aber da ist doch kaum Flüssigkeit drin…

kulinaria katastrophalia, 08. Januar 2007, 16:29

Sieht gut aus! Kommt dann noch Wasser mit rein?

Marion, 08. Januar 2007, 16:36

Hallo ,nein bleibt ohne zutun von Wasser ! Sud sagte ich nur deshalb , weil Ihr sicher nicht glaubt wie flüssig das Ganze werden kann. Der Zucker zieht das alles aus den Pflanzen heraus ! Ist ganz schön klebrig die Verarbeitung :o))

Gärtnerin, 08. Januar 2007, 17:21

Nö, hätt ich mir nicht so vorgestellt. Auf jeden Fall sehen die Gläser wunder-wunderschön aus. Schade, dass das nicht so bleibt. :-)

Goldkind, 08. Januar 2007, 18:40

Mein erster Gedanke beim durchschauen der Bilder war auch: "Schön, nette Deko Idee" Aber essen bzw. trinken oder wie auch immer kann ich mir noch nicht so recht vorstellen. Wielange sehen die Gläser denn so nett aus?

Marion, 08. Januar 2007, 23:48

Ich sagte es ja schon , nach drei bis vier Wochen hat man grünbraunen Matsch im Glas der dann entsprechend weiter behandelt wird! Es geht hier auch nicht um optischen Genuss sondern um ein altes Heilmittel unserer Vorfahren. ßbrigens sollen die Blütenstängel gegessen den Blutzuckerspiegel senken ! ( 10 pro Tag )Ohne mich allerdings … :o))

Marion, 08. Januar 2007, 23:50

Ach so : Ich wage es kaum noch zu sagen …Ich habe es auch mit Maiwipferl gemacht … bei Erkältungen sehr angezeigt .

Gärtnerin, 09. Januar 2007, 17:49

Jetzt musste ich doch glatt mal recherchieren, was Maiwipferl sind. Für alle ähnlich-Dümmlichen wie ich: Junge Fichten-Triebspitzen! ;-)

tim, 10. Januar 2007, 21:58

Das ist ja eine witzige Idee. Wahnsinn, auf was du alles kommst!

Marion, 11. Januar 2007, 16:06

Hallo tim ,ich komm da nicht selber drauf, aber ich bin neugierig und interessiere mich auch für Heilpflanzen und deren Anwendung! Dafür gibt es gute Bücher, die solche Rezepte empfehlen.Ich habe vor Jahren eine chronische Bronchitis, die nicht mehr weggehen wollte mit eigengesammelten Heilpflanzen nach einem Teerezept aus solchen Büchern geheilt und seitdem bin ich interessiert … Grüße! Marion

Trackback kulinaria katastrophalia, 19. März 2007, 23:32

Diesmal in der Dämmerung dem Löwenzahn in riesiger Ausformung mit klitzekleinen Tomatenwürfelchen zugetan, wurde auch noch Natur-Langkornreis mit angebratenen Zwiebel-Minz-Stückchen gefrönt und als Beilage gabs mal wieder gemehlten Rotbarsch…

Löwenzahn ist ja immer wieder eine tolle Leckerei, die in unterschiedlichsten Variationen FeinschmeckerInnenzungen zu den unwiderstehlichsten Begeisterungsstürmen veranlasst, auf dass auch die ungnädige Umwelt ihren Teil zu dessen sich so zu veraus…

Biene, 16. April 2007, 18:21

Ist ja gigantisch, was man so alles machen kann.
Ich gehe jetzt gleich los und pflücke mir Löwenzahnblüten. Wachsen ja hier in meiner Gegend schon, obwohl erst Mitte April?!?! Oder soll ich es doch lieber mit “Maiwipferl” ….im April???
Grüße von Biene

Uta, 16. April 2007, 18:51

Wenn ihr hinterher Durst kriegt, trinkt Birkenblätter-Tee. Eine Handvoll frische Blätter überbrühen, kurz stehen lassen, etwas Zucker dazu, umrühren, abgießen. Bin gestern damit bewirtet worden. Schmeckt auch kalt.

Maik, 27. April 2007, 16:14

Gute Idee (wird soeben nachgebaut :-) ). Aber eine Frage: werden die Blüten wirklich mit dem Grün verarbeitet? In allen anderen Rezepten wurde immer ausdrücklich empfohlen, nur die gelben Blütenblätter zu nehmen. Gruß

Marion, 27. April 2007, 22:31

Ich habe immer die Stengel ganz kurz am Kopf entfernt. Der Rest bleibt dran ! Gruß Marion

Lisa, 06. Mai 2008, 21:30

Hallo! Diese leckeren Sachen mach ich auch immer. Aber ich suche schon lange ein Rezept für Löwenzahnsirup, den man nicht erst mit Zucker stehen lässt, sondern gleich zu einem dicklichen Sirup verkocht und in kleine Gläser füllt.
Kennt jemand von Euch ein solches Rezept????
Bitte, bitte weitergeben!!!
LG Lisa

Angelika, 06. Mai 2008, 22:25

Hallo Ihr!
Das Rezept werde ich auch mal ausprobieren. Sieht sehr schön in den Gläsern aus. Aber erstmal in Kleinstmengen – muß erstmal pipifreie Stellen finden! Lach
LG Angelika

Beate Zoeller, 12. Mai 2008, 14:23

Hallo Lisa, ich habe ein Rezept für gekochten Löwenzahnsirup:
350 g frisch gepflückte Löwenzahnblüten
2 kg Rohrzucker (ich habe nur 1,5 kg genommen)
2 Bio-Zitronen
Die grünen Anteile von den Blüten entfernen.
Die Zitronen in Viertel schneiden und mit den Blüten und 1 l Wasser ca. 30 Min. kochen.
Dann den Sud durch ein feines Sieb oder Tuch
pressen. In die aufgefangene Flüssigkeit den Rohrzucker einrühren und die Mischung eine Stunde
langsam köcheln lassen. Während des Kochens die Masse möglichst wenig umrühren, damit sie nicht überschäumt. Der Honig ist fertig, wenn er geliert. Sofort in saubere Gläser mit Schraubverschluss füllen.
Als Brotaufstrich oder Beigabe zu Desserts ist der
Löwenzahn-Honig ein Genuss!
LG Beate

Lisa, 12. Mai 2008, 17:54

Vielen lieben Dank, Beate!!! Ich glaube, jetzt habe ich endlich das Rezept bekommen, das ich schon lange suche! So hat es, glaube ich, auch meine Schwiegermutter gemacht…kann sie leider nicht mehr fragen!
Bitte Beate sag mir noch, wie Du den LZ-Honig aufbewahrst, kühl und dunkel?, oder sogar im Kühlschrank? und wie lange hält er denn???
Ein herzliches DANKESCHÖN und Lg Lisa

Keisha, 15. Mai 2008, 11:32

Hallo Beate,

muß es unbedingt Rohrzucker sein? Ich hab heute gekauft, und 4 Euro für anderthalb Kilo Zucker ist… nunja… viel.
Ich kenne mich mit dieser ganzen Einkocherei allgemein nicht aus, daher weiß ich nicht, ob das nicht auch anders ginge.

(Nu hab ich den Zucker da und die Zitronen, und draußen ist Schittwetter… war ja klar…)

Ramona, 15. Juni 2008, 12:01

Hallo,
wie ist das mit dem aufkochen?
Habe jetzt alles in ein Sieb geschüttet, bin mir aber nicht sicher ob ich nun die Blüten mit aufkoche oder nicht schließlich ist ja auch noch eine Menge Sirup zwischen den Blüten, welcher sicher durch das aufkochen besser von den Blüten zu trennen ist.

Gärtnerin, 15. Juni 2008, 13:15

Hallo Ramona, geh mal rüber bei Sus fragen. Unter dem Rezept. Falls sie heute hier nicht vorbeikommt, merkt sie es dort vielleicht eher, dass Du was wissen willst.

frau treben, 05. Mai 2009, 14:39

ihr lieben – hier das ultimative rezept:
2 gehaeufte doppelhaende loewenzahnblueten in
1 l wasser langsam zum sieden bringen, aufwallen,
vom herd nehmen und ueber nacht stehenlassen.
dann durch ein sieb geben, abtropfen lassen und die blueten auspressen. langsam 1kg rohrzucker unterruehren sowie 1/2 zitrone (unbehandelt) mit schale in scheibchen geschnitten dazugeben. mehr zitrone macht saeuerlich. ohne deckel auf die herdplatte gestellt. um alle vitamine zu erhalten, wird nur ganz niedrig eingestellt, so verdunstet die fluessigkeit, ohne zu kochen. man laesst die masse 1-2 mal erkalten, um die richtige substanz des sirups feststellen zu koennen. er darf nicht zu dick werden, da er nach laengerer aufbewahrung kristallisieren wuerde, aber auch nicht zu duenn; er wuerde nach einiger zeit zu saeuern beginnen. muß richtig dickfluessig werden. schmeckt auf das butterbrot gestrichen ganz herrlich.
viele grueße, frau treben

Utee, 08. Mai 2009, 11:34

Hallo Marion,
danke für dein tolles, bebildertes Rezept. wir haben mit unseren Pfadfindern gleich 2 10-Liter Eimer eingeschichtet. Nun steht das Ganze 4 Wochen und ich wollte dich fragen, was du unter zukochen verstehst. Wenn ich die Flaschen mit Twist-of-Deckel verschlossen habe, wie lange soll ich sie noch “zu kochen”.
Ich danke dir schon jetzt mit einem herzlich Gut Pfad für deine Antwort,
Gruß Utee

Gärtnerin, 08. Mai 2009, 12:28

Hallo Utee, ich hoffe sehr, dass Marion sich hier meldet, aber kann sein, dass sie das nicht tut. Sie war schon sehr lange nicht mehr hier. :-(

Micha Unger, 25. April 2012, 13:02

Ich hab gerade das Rezept für gekochten Löwenzahnsirup von Beate Zoeller nachgekocht.
Es riecht köstlich! Bin auf den Geschmack gespannt…
Für Ingwerfans: grob geraspelten Ingwer mit an die Sud/Zuckermischung geben!
Aber noch ein Tipp:
es empfiehlt sich bei der Verarbeitung der Blüten , Blätter und Knospen (wo ich gerade dabei war hab ich gleich noch junge Blätter für einen Salat und Knospen zum sauer einlegen als “Falsche Kapern” gesammelt) auf jeden Fall Küchenhandschuhe zu tragen, denn der Pflanzensaft färbt schwarz und die Pollen intensiv gelbbraun.
Meine Hände sehen jetzt aus wie bei einem Kettenraucher…
Auch ein altes am besten dunkles T-Shirt ist angebracht, sonst hat man da auch Flecken.

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