Lotus/Lotos – indischer, amerikanischer, chinesischer
Die Lotus-Pflanzen im Palmengarten haben mich ebenfalls begeistert. Dort war neben der gigantisch großen Lotus-Fläche in einem Becken draußen, die dieses mit anderen Seerosen teilt, auch ein kleines Lotus-Schaubecken in einer Schauhalle zu sehen. Mit der botanischen Seite komme ich nicht richtig klar.
Wo im Palmengarten nach meiner Erinnerung von chinesischem Lotus die Rede war, finde ich im Zander und in Wikipedia die Info, dass es eigentlich nur zwei Lotus-Arten – Gattung Nelumbo gibt, nämlich den Amerikanischen Lotus Nelumbo lutea /Nelumbo pentapetala) und den Indischen Lotos (Nelumbo nucifera). Ich tippe also mal auf indischen Lotos in diesem Fall.
Leider hatte der Lotos bei unserem Besuch keine einzige Blüte geöffnet, dafür hat er aber wenigstens eine mehr als faustgroße Knospe gezeigt.
Und was mir den allergrößten Aha-Effekt bescherte: Die Samenstände kennt man doch. Und wie! Die schauderlichen Dinge, die man allzeit in Allerheiligen- und Grabgestecken findet, diese dicken Samenkapseln mit Löchern oben, in denen Samen rasseln: Ja tatsächlich! Das sind die Samenstände des Lotos.
Noch nicht ganz so trocken wie man sie in Trockengestecken sieht, sieht das so aus:
Zum Glück bin ich da nicht drangekommen. Sonst wäre ich vielleicht zum Samen-Dieb geworden.
Auf alle Fälle eine faszinierende Pflanze. Die großen runden Tellerblätter würde ich, wär ich denn ein Grashüpfer, gern mal erkunden. ;-)
Der Lotoseffekt
Wie Wikipedia erläutert, ist der Lotos in Asien als Sinnbild der Reinheit bekannt, weil seine Blätter derart Wasser- und schmutzabweisend sind, dass alles an ihm abperlt. Auch die Materialwissenschaft beschäftigt sich mit diesem Vorbild bei der Entwicklung schmutzabweisender und selbstreinigender Oberflächen, dem sog. Lotoseffekt.
Außerdem wird der Lotos, wie wir im Palmengarten lesen konnten, in Asien in vielen Pflanzenteilen verwendet: Die Rhizome werden als Gemüse gegessen, andere Teile in der Heilkunde verwendet. Ich weiß es nicht mehr so genau. :-(
Obwohl ich kein Gartenteich-Fan bin, wäre die Lotuspflanze sicher meine liebste Wasserpflanze, wenn ich einen hätte. Na ja, immerhin kann ich den Lotussitz. ;-)
Lotus soll übrigens nicht winterhart sein. Ob der dann zum Überwintern nach drinnen geschleppt wird oder jedes Jahr frisch gepflanzt? Säen kann man ihn anscheinend. Wer kann mir denn dazu was verraten?
Lotos-Foto-Update:
Meinigkeiten-Sabine hatte beim Besuch des Palmengartens mehr Glück und hat mir diese tollen Bilder der Lotosblüten verehrt:
Der Lotuseffekt, durch die Hand des Töchterchens gezeigt:
Danke, Sabine! Wundervoll!
eingewurzelt unter: Garten allgemein
Vor einem Jahr
Milchstern statt Galtonia, Salvia patens











6 Kommentare bisher
KommentierenGern geschehen! Diese Samenstände erinnern mich sehr an Duschköpfe. Und in diesem intensiven gelb sehen die total witzig aus ;)
Tolle Bilder!!!! Kompliment an die Fotografin.
Animiert zum Live-Anschauen … im nächsten Jahr. Wann blüht der Lotus eigentlich?
Hatte ich vergessen zu ergänzen: Die Fotos waren wohl vom 19.8. laut Sabines Mail.
Fast wärst du zu einer “BIO-Piratin” geworden…
(ich kann das nachvollziehen, besonders beim Palmengarten).
Meine Frage: Kann man die Lotuspflanze in einem rel. kleinen Gartenteich (ungefähr 3 Quadratmeter Wasserfläche)anpflanzen und ist sie winterhart?
Entscheidend für die Überwinterung ist nicht die Wasserfläche, sondern die Tiefe. Sie sollte mindestens 60 cm betragen. Ein Restrisiko besteht immer. Am sichersten ist es das Rhizom mitsamt des Pflanzkübels frostfrei zu überwintern.
Sollte ich Glück mit der Anzucht haben, dann wähle ich die Variante außerhalb des Teiches.
Die Wassertiefe des Teiches sollte mindestens 30 cm betragen dazu noch die Höhe des Pflanzkübels.
Lotos ist die bekannte Seerose und Lotus ist eine
andere Blume. Die Japaner machen diese Unterscheidung. Nicht das jemand denkt ich wäre
deshalb extra nach Japan gefahren. So durchgeknallt bin ich nun doch nicht.
Im Gegensatz zu meinem Beitrag vom Februar habe
ich mich nun doch für das Rhizom entschieden.
Gärtnerin du hast fast richtig getippt. Es ist
wie bei Nashi/Kumoi.
Ich entschied mich für die amerikanische Nachzüchtung, da sie winterhart sein soll und eine schönere Blüte hat, gefüllt.
Ich möchte jedoch nur eigene Bilder ins Netz stellen.
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