Gärtnerin · 24. April 2007, 17:02

Milben-Invasion

Conny hat da ein unangenehmes Ding: kleine rote Milben an der Hauswand zuhauf….

“…bin total frustriert. Unser Hof ist übersäht mit roten Spinnmilben, d. h. sie haben sich auf dem Efeu an der Hauswand etabliert und sind nun überall (auch im Hausflur, da sie zum Fenster reinkommen) unterwegs. Gestern traf ich eine in meiner Küche an der Schrankwand. Sie war recht zügig zu Fuß, hätt´ ich nicht gedacht. Ich finde sie auf meinen selbstgezogenen Sämlingen in der Wohnung, denn beim Abhärten am Fenster werden sie von den Biestern befallen. Ich suche nun immer genau und erledige sie sofort. Hab´ mit Neemöl angefangen, bin jedoch nicht so sicher in der Dosierung, es ist Neemöl mit einem Anteil Teebaumöl. Bisher angesetzt mit 1ml Öl und 1 Liter Wasser, das haben die Pflanzen gut vertragen und einen Schimmel in der Erde meiner Christrose konnte ich damit eindämmen. Das befallende Efeu ist alt und gibt vielen Vögeln Unterschlupf und Nahrung. Wahrscheinlich wird es dieses Jahr noch entfernt durch die Hausverwaltung, wegen Bodenreparatur. Bis dahin tobt diese Milbeninvasion. Wäre es bis dahin sinnvoll Neemsamen einzusetzen? Hoffe es mir leisten zu können, kommt drauf an wie oft und wieviel benötigt wird (es sind 2 Hauswände bewachsen). Muss ich meine Pflanzkörbe (z.T. aus Schilf und ähnliche Naturmaterialien) und Töpfe wegwerfen wegen den Milben? Hat es überhaupt noch Sinn Pflanzen (in Töpfen) rauszustellen?

Zum Foto: Das Efeu vom Bild ist nicht ganz so schlimm betroffen wie das Efeu von der Südwand.
Hoffentlich ist die Situation nicht hoffnungslos.”

milben an der hauswand

Kann jemand da weiterhelfen und die Antworten zum Thema Neemsamen und Wegwerfen von Naturmaterial-Pflanzkörben u.Ä. geben? Ich leider nicht, weil ich mich damit nicht auskenne. Das einzige, was mir einfällt, ist eine leider völlig un-ökologische, aber wirksame Methode zur Bekämpfung. Ob man das will oder muss, muss halt jeder nach Einstellung selbst entscheiden.

In der Brieftaubenhaltung u.a. werden Sprüh-Präparate zur Ungezieferbekämpfung angewendet, die Zecken, Milben, Spinnen bzw. eben u.a. speziell alle Spinnentiere gleichermaßen killen. Das ist ein Fraßinsektizid aus der Sprühdose, d.h. die Spinnentiere fühlen sich dadurch angelockt, suchen behandelte Mauerflächen o.Ä. auf, fressen es und sterben. Das Mittel hat Langzeitwirkung bis zu 6 Wochen. Handelsnamen “Zeck-Ex” oder “Ardap”. Falls Du so was anwendest, am besten nur draußen, sonst hast Du vorübergehend alle Spinnen der Region in der Wohnung. Spreche aus Erfahrung, weil ich meinen Meeri-Käfig gelegentlich damit behandle. :-)

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8 Kommentare bisher

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Conny aus Berlin, 25. April 2007, 19:25

Liebe Gärtnerin, meinen herzlichen Dank für Deine schnelle Reaktion! Werde mal googln wegen dem Fraßinsektizid, suche eine Lösung ohne Vögel und Nützlinge zu schädigen.

Gärtnerin, 25. April 2007, 22:30

Ok. Sag doch dann mal Bscheid, wie Du Dich entschieden bzw. was unternommen hast und wies gewirkt hat.

Gabi Jäger, 25. Mai 2008, 15:32

Hallo Conny,

auch ich habe diese kleinen roten Tierchen, sie sind kaum sichtbar. Sie sind
überall rund ums Haus: Auf der Terasse, im Garten, an der Hauswand, an den Pflanzen. Sie kommen nur hervor, wenns warm ist.
Wenn Du ein Gegenmittel gefunden hast, kannst Du mir bitte den Namen nennen.

Friedel Ruppert, 31. Mai 2009, 14:07

Leute, ich hab’ diese kleinen, blutroten Spinnentierchen auch zu Myriaden an Hauswänden und im Garten. Sind die eigentlich schädlich?
Und kann mal jemand sagen, wie die eigentlich heißen?

Gärtnerin, 03. Juni 2009, 10:28

Weder für Mensch noch Pflanze, soweit ich weiß. :-)

Katharina.S, 02. Juli 2010, 12:26

Grüß Euch,

habt ihr denn schon das auf Kokosölbasis und für Tiere unschädliche Mittel aus der Zoohandlung probiert? Gibt es in der Hundeabteilung, ist zur Milbenbehandlung im Hundekorb.

Oder aber Nelkenöl in heißem Wasser mischen und damit die befallenen Stellen einsprühen. Stinkt zwar brutal, hilft aber (bei mir) gegen die meisten unerwünschten Tierchen.

Ameisen kann man mit Zimtpulver vertreiben da dieses antibakteriell und fungizid wirkt. Vielleicht ist das ja auch was gegen die Spinnmilben?

Falls es wen interessiert:

Weißer Weihrauch (Pflanze) vor dem Schlafzimmer (auf Fensterbrett, im Garten gepflanzt) vertreibt Mücken.

Gallseife auf der Balkonbrüstung (eingerieben und Stückchen verteilt) vertreibt Tauben.

Wünsche gutes Gelingen beim Vertreiben von unliebsamen Besuchern ;-)

Gregor, 14. Juli 2010, 11:33

Sehr interessant, gerade die Laurinsäure entfacht eine positive Wirkung. Wir haben auch schon getestet, und sehr gute Ergebnisse beim Pferd aber auch bei Hund und Mensch erzielt.

Ich selbst bin auch begeistert vom Kokosöl beim massieren. Ist einfach super ergiebig und hat einen wohlriechenden Duft, grad jetzt im Sommer einfach nur toll.

ines, 10. Mai 2011, 20:16

Die Frage ist ob es sich hier um die gemeine Spinnenmilbe handelt, welche von Pflanzensäften lebt und schädlich ist oder ob es sich um die rote Samtmilbe handelt, welche soweit ich weiß eher als nützlich zu betrachten ist da sie sich von pilzen und Insekteneiern ernährt. Sie nistet sich zwar im Winter in Mauer/Holzspalten, Körben oä. ein und kommen im Frühling invasionsartig raus, tuen den Pflanzen und gefäßen aber gar nix. Also warum spritzen?

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