Gärtnerin · 20. Mai 2007, 10:33

Quecken bekämpfen – Tipps

Es gibt ein Unkraut übelster Art: Quecken (Gewöhnliche Quecke, Elymus repens), bzw. Quecken-Gras, eine Unterart der Haargerste.

Andere Unkräuter gehen bei mir gern als Wildpflanzen durch, Quecken sind aber DAS fiese Unkraut schlechthin. Sie wachsen unter allen Bodenverhältnissen hervorragend und bilden massenhaft unterirdische Ausläufer (weiße Wurzeln wie Schnüre), denen man, wenn sie sich etabliert haben, kaum mehr Herr wird:

Quecken-Wurzeln:

Quecken-Wurzeln bekämpfen

Außerdem vermehren, blühen und versamen sich Quecken im Garten reichlich.

So kam diese Quecken-Pflanze in den Topf meiner Korkenzieherweide und gedieh prächtig über den milden Winter. Die Wurzeln waren untrennbar. Ich habe einen Steckling der Weide geschnitten und die Pflanze samt Quecken entfernt. :-(

Quecke-Tipps

Quecken bekämpfen

Was hab ich nicht alles übers Thema Quecken bekämpfen gelesen:

Man solle den Boden ein oder mehrere Jahre mit Folie oder Karton abdecken, um die Quecke zu ersticken. Quecken halten aber aus und kommen meterweit entfernt wieder aus dem Gartenboden.

Umgraben solle helfen. Das führt eher zu einer Katastrophe, weil man die Quecken-Ausläufer in kleine Stückchen teilt, die sich dann umso schneller wieder vermehren.

Die einzigen gangbaren Wege, die ich bisher zur Quecken-Bekämpfung (gleiches gilt für den Giersch, den man essen kann) gefunden habe (mehr Tipps und Erfahrungen willkommen), sind:

1. Vorsichtig mit der Handschaufel den langen Wurzeln nachgraben und sie vollständig entfernen. Vorsichtig, weil die dünnen Quecken-Wurzeln sonst abreißen und man nicht alles rauskriegt. Das ist viel Arbeit, gewährleistet aber, dass sie sich anschließend nicht mehr oder weniger aus dem Boden regenerieren können. Jedes im Boden verbliebene Quecken-Stückchen ist in der Lage, neue Ausläufer und neue Pflanzen hervorzubringen.

2. Verbliebene Quecken-Reste an unzugänglichen Stellen (in den Bodendeckerrosen, in der Einfassungshecke etc.)vorsichtig mit Roundup und einem haarfeinen Pinsel unverdünnt bepinseln. Vorsicht ist King, denn Roundup tötet auch alle anderen Pflanzen, wenn es an ihre Blätter kommt. :-( Es ist ein systemisch wirkendes Mittel, das über die Blätter aufgenommen wird, und es kommt bei mir nur auf die Quecken.

Quecken in der Hecke

Quecken-Problem Wurzeln im Beet entfernen

3. Gründlichkeit! Da der Quecken-Befall bei mir im dicht bepflanzten Hang vor sich geht, muss ich permanent hinterher sein. Der milde Winter hat ein Übriges getan, dass sich die Quecken sehr wohl fühlen dort.

Wenn also noch wer Tipps hat, her damit!

Anderes Garten-Unkraut:

Ambrosia artemisiifolia
Giersch
Schachtelhalm
Garten-Wolfsmilch

eingewurzelt unter: Unkraut im garten

Alle anzeigen mit Stichwort:

Vor einem Jahr
Schöne Gartenschlauch-Aufroll-Lösung, Pinzieren/Entspitzen-Anleitung, Tomaten ausgeizen, ausbrechen Bildanleitung, Erste Weigelienblüte, Ich bin im Orkan, Die Überraschungs-Akelei,, Kräftige Calla



69 Kommentare bisher

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Gartenfreundin, 21. Mai 2007, 10:55

Oh ja die lieben Quecken…, die gemeinen.., ganze Beete sind verseucht und warten auf den nächsten Regenguß um völlig auseinandergenommen zu werden(Queckenstränge herausziehen ist eine geradezu meditative Tätigkeit mit hohem Beglückungsgrad)…
Andererseits halten die Quecken die Sandhänge fest, wo diese noch nicht anderweitig bepflanzt sind.

Helfen sollen Kartoffeln – d.h. man bebaut verquecktes Gelände zunächst mit Kartoffeln, ehe man dort richtig bepflanzt im darauffolgenden Jahr. Natürlich muß man vorher schon einmal die Grabegabelmethode anwenden, die auch nach meiner Erfahrung in lockeren Sandböden ganz gut machbar ist.
Vertrieben wird Quecke auch von Efeu…aber natürlich mag man nicht überall Efeu….für etwas abgelegenere Gartenecken ist das aber ganz nützlich, es gibt ja sehr schöne Efeusorten…
Viel schlimmer als die Quecke ist in meinem garten ein Gras, das ich „Wilder Hafer“ nennne, aber nicht weiß, ob es wirklich wilder Hafer ist.
Dieses Gras ist jetzt schon am Verblühen und wird sich dann sofort aussamen um erneut aufzulaufen…d.h. man muß eigentlich bis jetzt geschafft haben, alle Pflanzen herauszuziehen…(was verhältnismäßig leicht geht)…aber da das Gras sich so ungeheuer versamt, gibt es immer irgendwo einen Ecke, wo es doch stehenbleibt…

Gärtnerin, 21. Mai 2007, 12:22

Danke Gartenfreundin, das sind doch schonmal ein paar mehr Queckentipps, wenn auch z.B. die Kartoffel-Methode nicht für mich gangbar (dicht bepflanzter Hang). Aber vielleicht hilfts ja dem einen oder anderen mit Quecken-Problem, der freie Flächen.

Dein bester Tipp für mich ist, es als meditative Tätigkeit zu begreifen. Erinnert mich doch glatt an Retos Ansatz. Gelassen in meiner Mitte werde ich mich dem Problem immer wieder nähern. Das spart Frust. :-)

Wilden Hafer habe ich auch. Finde ich aber nicht so lästig, weil er sich wirklich leicht entfernen lässt.

Gartenfreundin, 21. Mai 2007, 15:03

Ich habe ein ziemlich großes Gelände und der wilde Hafer und ich sind in einem jährlichen Wettstreit, wer schneller ist – in den Beeten….
Zum Quecken herausziehen nehme ich in eng bepflanzten Bereichen so ein besonderes schmales Häcklein zum Auflockern – eine Handhacke, die nur einen Finger hat, damit kommt man gut überall dazwischen, auch zwischen Rosenwurzeln, wo man ja sonst schlecht herankommt.

Gärtnerin, 21. Mai 2007, 15:17

Danke Dir. Ich hab sowas Ähnliches, nämlich meinen Fugenkratzer, den ich dann quasi andersrum verwende. Vielleicht rüste ich aber gartengeräte-technisch nach, wenn ich mal so ein Teil sehe…

Gartenfreund Helmut, 11. September 2007, 22:55

Habe den Sch…. urplötzlich im ganzen Zierrasen! Wer hilft mir?

markus, 12. November 2007, 17:33

leider hat bei uns immer nur die Grabgabel geholfen. Möglichst tief die Rhizome entfernen, sobald man einen grünen Teil der Quecke sieht sofort mit der Gabel die Wurzel des Übels aufspüren. In Kulturflächen sind Mulchfolien sinnvoll.

Gärtnerin, 12. November 2007, 23:14

Ehrlich Markus? Grabegabel kann ich eigentlich nicht so empfehlen weil da immer viele Rhizome abreißen. Aber ist vielleicht auch eine Frage der Technik. ;-)

markus, 16. November 2007, 10:12

ja die Grabgabel ist mein bester Tipp, denn wie erwähnt ist das Zerteilen der Rhizome ein großes Problem und mit einer schmalen Grabgabel wird dies fast verhindert, (so gut es halt geht) ein händisches „ausglauben“ der Rhizome ist sowieso notwendig. Aber vielleicht ist es einfach auch schwer eine deratige Tätigkeit auf diese Art zu erklären.
liebe Grüße

Gärtnerin, 17. November 2007, 15:35

Kommt wahrscheinlich auf den Boden an. Wenn der stark verdichtet ist, wozu meiner neigt, reißt mehr als dass was heil bleibt. Bei lockerem Boden kann man wahrscheinlich meterlange Schnüre hochholen.

lollorosso, 06. Januar 2008, 01:21

Ich finde die Quecke eigentlich eines der sympathischeren Unkräuter. Beim Hinterhergraben hat man gewisse Erfolgserlebnisse, z.B. lange „Schnürln“ aus dem Boden zu ziehen, und anschließend ist immerhin der Boden gelockert. *g* Ganz nett ist auch, wenn die Wurzeln denken, sie könnten sich unter den Platten verstecken. Einfach die Platte gelüpft, und die weißen Teile rausgezogen. Das macht Spaß. ;-)

Viel schlimmer finde ich das kriechende Gänsefingerkraut (Potentilla reptans) – Du drehst Dich um, und es hat seine Langfinger schon wieder ausgestreckt. Und dann die „Butterblume“ – einfach fies, krallt sich in den Boden, daß nichts hilft außer roher Gewalt.

Was macht Ihr denn gegen die „Butterblume“?

Gärtnerin, 07. Januar 2008, 10:36

Beileid Lollorosso, Beileid! Ich hatte im alten Garten schweren lehmigen feuchten Boden mit Butterblume flächendeckend. Da half nur der Spaten. Gemütlich Stück für Stück hochgehebelt und rausgepuhlt… :-(

Lollorosso, 16. März 2008, 23:09

Danke fürs Mitgefühl, Gärtnerin. Ich kann es brauchen. Ich heute festgestellt, daß der Hahnenfuß – zuvor nur hie und da – nun ÜBERALL ist. Und er krallt sich aufs Übelste fest – z.B. im Himbeerbeet, und wenn ich da herumfuhrwerke mit roher Gewalt, werden die jungen Austriebe der Himbeeren leiden. Ich würde ja gerne mit der Grabegabel drangehen, aber die Himbeeren sitzen zu dicht.

Im Vergleich dazu war es ein Vergnügen, einen halben qm Gierschbestand mit Löwenzahn unter einer New Dawn rauszupulen.

Ich habe bisher kein Gift benutzt, sondern siebe geduldig Kubikmeter um Kubikmeter queckengierschgänsefingerkrautverwurzelte Erde durch, aber ich glaube, die schöne Butterblume wird mit der chemischen Keule erschlagen. Brutalstmöglich. ;-P

Reinhard Zoller, 17. März 2008, 16:50

Als letzten Ausweg habe ich SCOTTS Unkrautvernichter mit Rasendünger namens:
SIERRAFORM angewandt. Aber minimalste Dosierung. 1 x im Jahr geht. Baut sich ab – sagt der Hersteller
Gruß Reinhard

Corinna, 17. März 2008, 21:28

Unter Sträuchern hilft auch Mulchen mit Rasenschnitt oder Baumrinde zum Eindämmen der Quecke. Man wird sie damit zwar nicht ganz los, schwächt sie aber. Wenn man dann noch regelmäßig nachgräbt, bekommt man das Problem ganz gut unter Kontrolle. (Wenn sich das Material zersetzt, wird der Boden zudem lockerer, was wiederum das Ausgraben erleichtert.)

@Lollorosso
Hahnenfuß habe ich auch viel auf meinem schweren lehmigen Boden. Wenn man Sand und Kompost untermischt, lockert sich der Boden, sodass man die Planzen wesentlich leichter herausziehen kann (außerdem fühlen sie sich auf verdichtetem Boden viel wohler).

Mein „Hassunkraut“ ist übrigens der Schachtelhalm, von dem ich schiebkarrenweise Wurzeln ausgegraben habe.

Gärtnerin, 18. März 2008, 09:11

Ach ja… Schachtelhalm…. Kam bei mir nach dem Fräsen bei Übernahme des Gartens auch an drei, vier Stellen ans Tageslicht. Zum Glück hat ers nicht ganz so leicht im trockenen, sonnigen Sand, aber kommt trotzdem immer wieder. Da Schachtelhalm metertief wurzelt und man da so ganz nie dran kommt, ist das ein Teufelszeug. Mein Beileid. Falls Du ein entsprechend fieses Schachtelhalm-Foto beisteuern könntest, würde ich mich darüber sehr freuen. Bei mir sinds glücklicherweise immer nur einzelne Triebe, die das Licht der Welt erblicken.

Sus, 18. März 2008, 10:46

Och, ganz einfach: du mußt ihn nur mal wachsen lassen, dann kannst Du ihn auch photographieren. ;-)

Aua, bitte nicht hauen! :-)

Gärtnerin, 18. März 2008, 13:34

*dusch* *klopp*
Ich hab ihn schon fotofiert, aber mehr als ein Ästchen stark darf er niemals werden. Das ist mir das Foto nicht wert!!! Dreckszeug, das! Notfalls nehm ich den einen Ast.

Katharina, 24. März 2008, 00:37

Schachtelhalm macht sich aber ganz gut in Harntees… falls es wer wissen will ;-) Ich versuch ihn allerdings trotzdem auch seit Jahren auszurotten.

Gärtnerin, 24. März 2008, 11:06

Nicht schlecht, Katharina, werde bei evtl. Bedarf ain Deine Worte denken . ;-)

Keisha, 29. April 2008, 12:22

Ich habe heute einen einzigen, wirklich guten Aspekt in der Quecke entdeckt: Sie ist das einzige Grünzeug, das mein Welli nicht innerhalb von 10 Sekunden in tausend Fetzen reißt und ausspuckt… Er ist inzwischen seit gut 15 Minuten mit einem einzigen Halm (und 2 Blättern) beschäftigt. Er fasert grade die Blätter in dutzende, hauchfeine Streifen auf *gg*

Zum Thema Schachtelhalm sei übrigens gesagt, daß es ein Archetyp ist, der schon zu Zeiten frühester Saurier auf Erden wuchs. Was so hartnäckig nicht aussterben will, bleibt sicher auch genauso hartnäckig im Garten *gg*

Gärtnerin, 29. April 2008, 13:10

Ups. Beschäftigungstherapie. ;-)

diana, 29. April 2008, 16:05

Zum Thema Schachtelhalm fällt mir nur positives ein,da er nicht nur im Harntee auftaugt. Aber ich habe was ganz anderes: Über 3/4 des Jahres esse ich tägl.Giersch.Habe in der Zeit kein Problem mit Rheuma.Aber im Winter–kein Giersch= Rheuma!!Kann dieses Wildkraut getrocknet werden und event.als Tee getrunken werden?

Andi, 17. Juni 2008, 16:45

Dina, du hast recht. Girsch ist wirklich sehr gesund und kann natürlich auch als Tee getrunken werden – ich nehme ihn als wohlschmeckenden Petersilienersatz.
Klar erfreut es mich nicht, wenn er fast alles zuwuchert – auch Quecken habe ich jede Menge – allerdings sind die doch viel harmloser als Girsch, weil sie andere Pflanzen eher durchlassen und nicht verdunkeln.
Ärgern und Vernichten, bringt jedoch auch wie bei den Schnecken schlechtes Karma, schade um die Zeit und Hauptsache grün denk ich mir da dann….ich finde da verholzende Cotoneaster, Koniferen und Wilden Wein , Kirschloorber und sonst. Gartencenter-Unkraut vieel schlimmer – sind nicht mal heimisch und auch fürchterlich hässlich und nervig.
Schachtelhalm macht doch auch fast keine Probleme – andere Pflanzen wachsen gut nebenher, er verdrängt meiner Langzeitbeobachtung so gut wie nichts, vermute sogar, er bereichert den Boden durch Wurzelausscheidungen.
Übrigens lässt sich aus dem Schachtelhalm eine wunderbare Spritzbrühe (Tee) gegen Pilzkrankheiten an Kulturpflanzen herstellen – Silizium mögen die Pilze wohl nicht.
Himbeeren sind auch super-robust und selber wie Unkraut – sie kommen mit der Zeit an den entlegensten Stellen durch Wurzelausläufer und sind wie Hopfen dann kaum mehr auszurotten.
Also: nicht ärgern, sonder arrangieren……
und Queckengras kann man doch gut abmähen. Die Wurzeln machen eigentlich keine Probleme als Konkurrenz, wenn man sich an der Ästhetik nicht stört.
Zu aufgeräumte Gärten sehen ohnehin nicht schön aus, und zeigen oft auch den Charakter seines Gärtners an.

Gardi, 05. August 2008, 18:44

Hallo, habe in einem Rasen die Quecke und habe es schon mit Rundup versucht – eingesprüht – und dann neu angesät, aber vergeblich kommt wieder – ist wie die Pest. Habe wohl einen Fehler bemacht und mit dem Vertikutierer nachgearbeitet. Somit wohl die ganze Arbeit umsonst gewesen. Wo gibt es da einen sicheren Tip…., außer die Erde ganz abtragen und neue gesiebte Erde verwenden und das ganze neu ansähen.

monika Schleidt, 07. August 2008, 20:17

Ich kämpfe seit Jahren in meinem Staudengarten mit der Quecke. Ausgraben ist da völlig hoffnungslos.
Ein Freund meiner „Jugendlichen“ ist Gärtner, hat eine eigene Gärtnerei und war unlängst hier. Der kann ein Mittel beziehen, das wir Hobbygärtner nicht kriegen, das NUR gegen einkeimblättrige Pflanzen wirkt. Auf die Lilien und dergleichen muss man halt dann aufpassen, aber die Gräser sind nach zwei, dreimaligen Spritzen weg.

Such dir einen Gärtner, das Mittel, das ich hab, heißt Fusilade (Österreich), es gibt sicher andere. Der Gärtner sollte das hinkriegen, kann auch nicht die Welt kosten. Und dann ist, wenigstens eine zeitlang, Ruhe.

Gruß, Monika

Alexander, 02. September 2008, 09:56

Die einzige wirkliche Lösung ist nur ein Boden austausch.Alle anderen stärkeren Mittel verbessern nicht gerade die Bodenqualität,erst recht nicht wenn dort später ein Rasen entstehen soll.
Gruß,A.Jacobs Garten-Landschaftsbau

UtasRanch, 02. September 2008, 18:00

Auch ich kenne Eure Sorgen – bin seit 2 Jahren Besitzerin einer „Ranch“. Nur Unkraut – Giersch – Quecken – Schachtelhalm, da ich vorher keine Ahnung hatte nahm ich es leicht. Das Schlimmste in diesem Garten aber war der „Götterbaum“ aus jeden Stück Holz 100 neue Bäume – in einem Jahr bis zu 2,50 Meter hoch. Ich habe schon in diesem Jahr mind. einige hundert ausgerissen (Wurzelausläufer) – also kann ich nur warnen „Vorsicht!!!!“ – Gegen schachtelhalm soll auch „Kalk“ helfen – Giersch brenne ich oft ab und achte besonders darauf das er nicht Blüht. Sonst immer tiefe Sperkanten (habe alte Welldachpappe am Zaun 40cm tief) zum Außenbereich damit die Wurzeln nicht wieder zu uns reinkommen können und alles Durchgesiebt.
Haltet durch – gemeinsam werden wir weiterkämpfen

Manfred, 20. März 2009, 21:22

Quecken-Vernichtung
Hühner!Die packen’s!Jedenfalls hat ein Bekannter damit wohl Erfolg gehabt.Gegen scharfe Kratzzehen, unerbittlichen Schäbeln und Kotbomben ist selbst Queckenkraut nicht überlebensfähig. Ab April 2009 gehen wir selber auch in die Offensive mit zunächst 5 vitalen Hühnern. Wir werden sehen…Wir sind sehr sehr optimistisch!
Manfred H. 20.03.2009

Gärtnerin, 21. März 2009, 11:02

Interessanter Ansatz. Im Reihenhausgarten mit niedrigem Zäunchen und Nachbarn aber für mich keine rechte Alternative. Berichte doch dann mal über den Fortgang der Offensive. ;-)

Annamirl, 21. März 2009, 13:06

Ihr Lieben! Ihr sorgt Euch um Q u e c k e n ?
Sie ist eine alte Heilpflanze: Pferde, Kühe,Hunde und Katzen fressen sie, weil sie Haarballen im Magen und Darm bindet. Sie ist d a s Heilmittel bei Nierenleiden.
Macht Euch selbst Tee daraus, der reinigt.
Und freut Euch, dass wir auf einer Welt leben dürfen, auf der es so viel Schönes gibt.

Simone, 24. März 2009, 10:30

habe auch große Probleme mit der Quecke, man probiert ja vieles aus, aber es hilft alles nicht viel. will dieses Jahr mal mit Lupinen dagegen angehen. Versuch macht klug! habe noch ein anderes Problem: ausufernder Flieder!!! Der Vorbesitzer meines Gartens hat dort nur gehackt und so sind immer neue Schößlinge entstanden, schlimm, wie Unkraut!!!

Belinda, 28. März 2009, 14:22

Den wuchernden Sommerflieder habe ich mit einem schönen grossen Feuer ausgebrannt. Seither habe ich Ruhe und das Gras ist schnell darübergewachsen, nachdem ich die grösseren verkohlten Teile herausgebrochen hatte.
Mit der Quecke werde ich es wohl halten wie Andi. Scheint mir die einfachste Methode zu sein: Innere Einstellung ändern und die Schönheit der Natur mit anderen Augen sehen. Ade ewiger Queckenkampf! Tschüss Schnürgras-Gequäle! :0)

Wolfgang, 04. April 2009, 21:56

Gegen die Quecke mulche ich den ganzen Garten mit groben Grasschnit.Die verbleibenden Queckenwurzeln wachsen dann zwischen der Erde und der Mulchschicht.Dort lassen sie sich leicht ausziehen.

Michael, 04. August 2009, 16:02

Hallo alle zusammen.
Ich habe seit Mai einen Schrebergarten. Dort wurde seit letztem Oktober nichts mehr gemacht und ich habe ihn übernommen. Somit konnte sich die Quecke ausbreiten und wohlfühlen wie Gott in Frankreich. Habe auch schon alles ausprobiert bis auf die chemische Keule. Meine besten Erfahrungen bisher habe ich mit folgender Taktik. Das Beet von der Größe 2×3 Meter (ich habe 6 Stück davon) mit der Schaufel ca. 60 cm tief ausgraben (hab ich einfach auf das Queckenüberfüllte Nebenbeet geschaufelt). Den Innenrand des Beetes mit einer festen Plastikfolie verkleiden. Die Erde in das Loch zurückgesiebt. Dazu habe ich mir eine große Plastikkiste genommen in die ich Löcher gebohrt habe. Die Löcher sollten nicht größer als 2,5 mm sein. Die Siebfläche sollte 30×30 cm nicht unterschreiten. War zwar etwas Akkord für meinen Akkuschrauber, aber es hat sich gelohnt. Die Kiste habe ich dann an meinen Schwenkgrill gehängt und konnte somit ermüdungsfrei sieben. Alle großen Steine, Glasscherben, zerbrochenes Plastig von früheren Pflanzschalen etc. konnte ich somit aus meinem Beet entfernen. Worauf es mir hauptsächlich ankam waren die Wurzeln der Quecke. Wunderbar konnte ich zu 99,99% alle Wurzel aus diesem Beet verbannen. Was nach 2 Wochen wieder langsam kam waren die 0,01% die doch durch das Sieb geschlüpft sind. Diese Triebe habe ich einfach mit der kleinen Handschaufel entfernt. Die Plastikfolie am Rand verhindert, das die Queckenwurzeln von der Seite sich wieder einschleichen. Diese Methode ist vielleicht nicht für Jedermann gedacht weil es ja unterschiedliche Böden gibt. Meiner ist recht sandig, für einen lehmigen Boden ist das natürlich nichts.
Ich hoffe, ich konnte einen guten Tip geben. Bei mir hat es jedenfalls funktioniert.

Angelika, 22. März 2010, 19:23

uns wurde die quecke mit gartenerde „frei haus geliefert“letzten sommer haben wir begonnen umzustechen ca.200qm harren der gartengabel,stellenweise waren nur 2qm pro tag zu schaffen,denn es hieß schön schmale stücke 10-15cm vorsichtig abzustechen,die ich dann nur etwas hochheble,dann runter in die Hocke/Knie und die wurzelstränge fein säuberlich rauslösen…
dieses jahr werden wir die chemiekeule einsetzen um etwas schneller voranzukommen
manchmal habe ich den eindruck aliens im garten zu haben,solche wurzelkabelstränge gibt es stellenweise,darüber war nur mehr ein queckehochflorteppich auf dem man ohne boden/erdkontakt gehen konnte,zarte echte grastriebe konnten garkein sonnenlicht mehr erreichen ein apltraum….
aber gegen alles ist ein kraut gewachsen!!!!!!!!!

Klaus, 22. März 2010, 20:01

Vor 2 Jahren habe ich mir von Beckmann ein Sieb
zugelegt. Es ist mit rotierenden (handbetriebenen)
Stiften bestückt, in einem halbrunden Sieb.
Damit bin ich sehr zufrieden und bekomme die
Wurzeln der Quecken zu fast 100% heraus.
200qm möchte ich damit jedoch auch nicht
bearbeiten. Sehr gut bewährt hat sich das Sieben
der Erde aus Pflanzlöchern da man sehr gut Humus
und Dünger untermischen kann. Auch das Unter-
mischen von Nadelholzspänen zur Abwehr von
Wühlmäusen geht sehr gut und lockert zugleich den
Boden auf. Warum setzt du nicht einfach die Aliens
zur Unkrautbekämpfung ein. Wenn du wie Michael
lockeren Boden hast, dann würde sich die
Investition sicher lohnen. Meine Beete sind alle
frei von Quecken und der Kompost ist gut
gemischt.

Michael / Rellingen, 19. Juni 2010, 07:44

Quecke, quecke – ich habe seit einem Monat einen Schrebergarten. lasse mich von der QUECKE nicht ärgern. Wo es geht grabe ich die Wurzeln aus. Nächstes Jahr wird der Rest des Gartens mit Kartofeln bestellt. da wo dieses Jahr Kartoffeln sind – steht dann Gemüse. Ich kann dann zwar mit Kartoffeln handeln aber egal. Die Quecke mag diese Erdäpfel nicht. Weiterhin viel Erfolg gegen dieses fiese Unkraut – das der teufel erfunden haben muß.

ilona, 20. Juli 2010, 20:41

Quecken sind echt eklig,aber hat jemand mal versucht den armdicken Pfahlwurzeln und Seitenausläufer des hopens Herr zu werden?
Für Rat wäre ich dankbar.

Betula, 20. Juli 2010, 23:41

Äääh, was ist hopens? Bei der Google-Suche krieg ich alles, vom T-Shirt bis zum Sternbild, aber keine Pflanze….

Uta, 21. Juli 2010, 00:34

des Hopfens? Hat der Pfahlwurzeln?

Enki, 17. Januar 2011, 11:21

Och, bei uns mögen die Quecken sogar Kartoffeln, wenn eine Kartoffel im Weg liegt, wächst die Quecke einfach hindurch …
Wir buddeln übrigens von Hand mit dem Löwenzahnausstecher den Wurzeln hinterher.

[…] bin ich allerdings wohl nicht alleine. Im Gaertner-Blog gibt es einen etwas aelteren Artikel ueber Probleme mit Quecken. Wenn ich mir da so die Kommentare […]

Stephanie, 04. April 2011, 19:27

In zwei Gemüsebeeten (vor 2 Jahren aus dem Rasen, äh nein, kein Rasen, sondern eher der Wiese oder wie auch immer man das Grün in unserem Garten nennen mag, gewonnen) wuchert die Quecke auch sehr stark (schwerer, teils verdichteter Lehmboden). Kartoffeln haben bereits ein bißchen geholfen, Senf als Zwischenfrucht scheint auch nicht verkehrt gewesen zu sein.

Dieses Jahr kommt auf eines der beiden Beete nun die Steckrübe. Daß diese die Quecke ebenfalls vertreiben soll, habe ich unlängst in zwei verschiedenen älteren Gartenbüchern gelesen. Außerdem liebe ich z.B. Steckrübeneintopf und bin außerdem neugierig auf ein Gemüse, das bisher noch nicht in meinem Garten war.

Ich hoffe, daß die Steckrübe dann dort in der Mischkultur Erbse und Rosenkohl mag. Über die (Miß)Erfolge bzgl. Quecke werde ich berichten.

An anderen Stellen im Garten (sprich im „Rasen“) ist mir die Quecke relativ egal. Dort wuchern auch andere Wildkräuter wie Giersch, Gundermann, Löwenzahn und wohl noch gefühlte 100 andere. Außer unter den Obstbäumen wird das alles regelmäßig gemäht, und dann ist das für mich eh alles Grün wie Rasen ;-)

Im Sommer grabe ich öfter mal ein Büschel Quecke für unsere beiden Katzen als Katzengrasersatz aus. Beide lieben es.

Stephanie, 10. April 2011, 19:06

Noch ein kleiner Nachtrag: In einem relativ schattigen Gartenbereich ist die Quecke neben dem Kompost gewuchert. Dort habe ich vor 3 Jahren zwei handelsüblich Waldmeister ausgepflanzt. Zwischenzeitlich haben die beiden Meister des Waldes ein großes dickes Polster gebildet, und die Quecke ist verschwunden. Sieg!!! ;-))) Dazu noch ein herrlicher Duft gratis.

Harrass, 18. November 2011, 18:03

Aus der Landwirtschaft wurde mir gegen Quecke das chem. Mittel „Nata“ oder so ähnlich empfohlen. Früher wurde es viel von den Kartoffelbauern erfolgreich eingesetzt. Bei Google fand ich zu Nata leider keinen Eintrag. Wer weiß mehr dazu und wo könnte man es kaufen?

Wildwuchsfreund Queckenhasser, 03. Mai 2012, 18:22

Ich mag sogenanntes Unkraut.

Giersch kann man essen, außerdem vermehrt er sich zwar bisweilen echt heftig, aber eigentlich non-destruktiv: er wächst, deckt nicht schattig dicht ab und verdrängt auch im Wurzelbereich nicht wirklich. Ihn allerdings aus dem Boden herauszusieben, hat etwas Sisyphusoides, weil halt der kleinste Fetzen einer Wurzel im schön aufgelockerten Boden … ;-)

Auch mit den in meinem Garten trotz des harten Winters 2011 auf 2012 noch immer lebendigen Stechpalmen, die hier weder heimisch sind noch von mir angepflanzt wurden, nichtsdestotrotz aber inzwischen „reiche Frucht“ (Nachwuchs) bringen und besonders gern unter dem Spalierobst aus dem Boden erwachsen (wo man ihre tiefen Wurzeln auch nicht so leicht entfernen kann, ohne den nahen Bäumchen zu schaden), kann ich mich abfinden; immerhin kann man die Blätter für die Tee-Zubereitung brauchen, womit ich schätzungsweise ein bis zwei Prozent des Wuchses sinnvoll nutzen kann. Denn auch die sind zwar hart, kratzig, blühen wirklich nur für den direkten Betrachter erkennbar und auch nicht wahnsinnig beeindruckend, aber erstens wachsen sie nicht schnell, zweitens ist es Holz und kann dem Cheminee zugeführt oder gehäckselt dem gemähten Gras untergemischt werden (Häckselholz verhindert pappige Grasmatsche im Kompost!) und drittens vermehren sie sich nicht über Rhizom-Ausschlag.

Auch kann ich meiner Nachbarn Daseinszweck, im heißen Sommer den RASEN jede Woche bodeneben zu mähen, ihn zwei bis dreimal im Jahr (nach zwei bis drei trockenen Wochen!) aufs Derbste zu vertikutieren und dann, weil nun fast alle RASEN-Wurzeln offen und wasserlos an der Sonne verbrennen, mittels Spezial-Dünger in Spezial-Düngemengengroßeinheit und viel Gießtrinkwasser den (englischen) KurzRASEN wiederherzustellen: bei mir blühen jedes Jahr mehr Schönheiten in mehr und mehr Farben in der Wiese. Zwar wird dadurch das Mähen – irgendwann muss es halt doch sein – etwas schwierig, weil zwischen Primeln, erfreulichen Anhäufungen kleiner blauer Hyazinthen, allerlei Wiesenblühern zwischen bodennah und Kniehöhe der Rasenmäher nicht mehr durchpasst, aber dafür lebt meine Wiese. Die Pfefferminze hat sich inzwischen aus dem Beet, indem sie angepflanzt wurde, unter der hölzernen Wand durchgewurzelt und so duftet der gemähte Rasen inzwischen immer wieder mal ganz besonders. Auch etliche Tulpen glauben nicht, dass der Boden im Zierbeet besser ist als der Wiesenboden: wenn da Primeln wachsen dürfen, dann auch Tulpen!

Und so gäbe es noch viel, was ich gerne toleriere.

Womit ich aber echt Mühe habe: Quecken. Wickeln sich um Rosen herum und wollen alles ersticken, wachsen in Wurzeln anderer Gewächse hinein und wollen sie zerstören; Außer Walnussbaum und Eibe, die sich beide heftig chemisch gegen fremde Pflanzen wehren, wird gekillt, bis die Quecke gekillt wird.

Klar: Gift. Wirkt auch. Ist mühsam, weil die Dinger halt unendlich auswurzeln und das Gift nur den einen Ableger erwischt und den zwei Zentimeter daneben nicht. 1000 Hälmchen anstreichen?

Und ich bin nicht daran interessiert, den ganzen Hang (Steine, Bäume, Stäucher, Blumen, Trockenpflanzen vorn, Feucht-Freunde hinter der Eibe im Schatten ect.) großflächig zu besprühen-vernichten, bloß, damit die Sch…-Quecken endlich verschwinden. Außderdem kommen die sicher als erste wieder, wenn der Giftanteil im Boden unter ein für sie – nicht für das, was man gerne sieht – erträgliches Maß gesunken ist.

Ausgraben: ging im Rosenbeet, weil zwischen den Rosen viel Platz war (Primeln wurden umgesiedelt). Aber im Hang ist es viel zu dicht, da ist Graben sehr mühsam.

Kennt nicht irgendwer einen biologischen Erreger, der sich außschließlich von Quecken ernährt? Oder wenigstens eine Chemikalie, die nur diese Art von Gras besiegt, aber keine Bäume und keine Knollen- oder Zwiebelpflanzen? Also: Rhizombildende darf es killen, den Rest bitte nicht?

Grüße und eine Frage sendet
ein Wildwuchsfreund

lukas, 07. Mai 2012, 20:15

Ich weiß net was viele gegen die Quecken haben, ich persönlich hätte in meinem Schachtelhalm verseuchten garten lieber mehr quecken als den verfluchten schachtelhalm.

[…] schreibt hier und der Gaertner-blog hier. Der Gartenbaer faehrt sogar schweres Geschuetz […]

erich wilhelm greb, 08. August 2013, 14:42

habe die quecke mit der gartenkralle gelockert, und dann mit den händen ausgepuhlt. ist sehr effizient, aber die knochen tun einem anschliessend höllisch weh.

Thomas, 08. August 2013, 15:54

@Lukas
Ich mag Quecken auch persönlich lieber als den nervigen Schachtelhalm …

max, 25. November 2013, 22:00

Schade, dass sie „roundup“ benutzen und empfehlen und mit biodynamischer Gärtnerei nichts am Hut haben!

Pferd, 11. Mai 2014, 01:17

@Annamirl
Ich weiß ja nicht recht, ich unterstütze zwar deine Anischt, das positive der Quecken zu sehen und zu nützen, aber die Sache mit den Pferden hat mich gewundert. Unsere Pferdeweiden sind mittlerweile voll mit Quecken, und die Pferde riechen an diesen Stellen, wo nur noch Quecke wächst, nur rein. Und wenden sich ab. Obwohl alles andere schon abgefressen ist. Die hungern eher als, dass sie Quecke fressen. (Natürlich müssen sie nicht hungern, die kriegen massenhaft Heu dazu). Wir haben auch noch keine Bekämpfungserfolge…

J. Berger, 15. September 2014, 16:49

hallo,
es gab vor 2-3 Jahren ein Mittel (von Bayer o. BASF), das man auf die Blätter aufpinzelte und nach ca. 2 Wochen wurde das Laub der Quecke welk. Dieses Mittel wirkte bis auf die Wurzeln.
So hatte ich meinen Garten „sauber“ bekommen und das folgende Jahr ohne neue Anwendung auch. In diesem Jahr treten jetzt vereinzelt Ausläufer vom Nachbargrundstück her, welches offenes Gelände ist, wieder vereinzelt auf. Leider ist dieses Mittel nicht mehr im Handel erhältlich.
MfG.
JoBe

ideensegler, 25. Oktober 2014, 13:33

Zufällig kam ich auf den Gärtnerblog der bisher
immer wieder Erstaunliche infor und Tipps bereithielt.
ABER gerade dachte ich ich lese nicht richtig
sie lassen tatsächlich einen Artikel zu in dem Roundup eingesetzt wird (davon abgesehen, das dieses Mittel in privaten Gärten verboten ist),
sollten sie sich bitte informieren wie schädigend es für die Umwelt (incl. scheinbar nur an sich selbst denkende Menschen-noch nicht einmal an die Nachkommen).Es ist unglaublich traurig im Jahr 2014 ! Gifte für den Garten zu propagieren. Hoffentlich wird nicht auch noch in einem anderen Beitrag Schneckenkorn gepriesen der die letzten paar Igel (die wirklichen Schneckenvernichter)jämmerlich zu Grunde gehen lässt. Traurig das ein Gärtnerblog wohl die wahre Natur! der künstlichen hintenanstellt.Einfach enttäuschend was sich hinter mancher Seite verbirgt.

Sabine maria, 15. Dezember 2014, 14:04

Ja, gegen Quecke hilft mit Sicherheit die Kartoffelmethode oder auch viele Hunde. Und ich glaube auch, dass man viele Hühner braucht- jedenfalls nach meinen Erfahrungen. Wie ist es mit Gänsen? Fressen die Quecke?

Betula, 16. Dezember 2014, 16:53

Das mit den Hühnern gegen Quecken ist halt so ne Sache: die machen, wie auch die Hunde, alles platt. Mit Gänsen kenn ich mich nicht so aus, bezweifle aber, dass die zwischen Quecken, Gras und Blumen unterscheiden können ;-)

Eckhard, 27. April 2015, 16:56

Ich habe jetzt in Brandenburg eine Pferdeweide in Kultur genommen, auf der fast nur noch Quecken übrig geblieben sind. Pferdebeweidung fördert sie, wenn die anderen Gräser durch die Pferde sehr kurz gehalten werden und sie sich ausbreiten kann. Bei Hühnern ist das nicht viel anders, weil die auch andere Pflanzen ausscharren, die Quecke aber bleibt, wenn man nicht so viele Hühner hat, dass alles blank gescharrt wird.
In Staudenbeeten ist es extrem schwer sie zu bekämpfen. Im freien Beet überhaupt nicht. Zuerst mechanisch schwächen durch tiefes Umgraben und dann grubbern oder rechen. Wenn die Qeckennester dann geschwächt sind und nur noch einzelne Stolonen austreiben, dann bietet sich Alexandriner- oder Perserklee an. Die wachsen so schnell, dass man sie in einem Frühjahr/Sommer drei- bis viermal mähen kann. Da kommt keine Quecke mit und sie verhungert durch Lichtmangel.

Fragender, 26. Mai 2015, 11:12

Guten Tag Zusammen

Könnt ihr mir erklären, weshalb Quecken überhaupt ein Problem sind? Ich habe keinerlei Ahnung vom Gartenbau. Verhindern sie das Wachstum anderer Pflanzen oder ist es ein ästhetisches Problem etc ?

Gärtnerin, 27. Mai 2015, 08:21

Sie über-/unter-/durchwachsen einfach alles. In Staudenbeeten, Bodendeckern und Sträuchern lässt sich schlecht mähen.

Hubertus, 06. März 2016, 18:23

Hallo zusammen

Fragt bei Taubenzüchtern nach- Taubenmist ist sehr Stickstoffreich, wenn er im zeitigen Frühjahr (ab Februar)damit der Stickstoff langsam in den Boden sickert.
Hilft auch gegen Klee,Löwenzahn u.andere

haselmausdd, 07. März 2016, 14:44

Ich habe auch dieses Problem mit den verschiedensten „unverwüstlichen“ Gartenunkräutern – Giersch und Quecke! In diesem Jahr werde ich es wohl in Angriff nehmen und alle Pflanzen so nacheinander ausgraben, Erde sieben und dann die Pflanzen wieder einbuddeln. Dürft eine Weile dauern bei ca. 25m²! Das Mistzeug kommt überall hoch – zwischen Rosen, Polstern und Stauden ist dem kaum Herr zu werden! Die Vorschläge sind alle recht gut, aber es ist vieles auch nicht zu ermöglichen (Hühner, Tauben oder Roundup etc.) und sicher nicht zu ändern, dass alles durchgeackert werden muss.
Wie tief wurzeln eigentlich Quecke und Giersch? Hab ich wenigstens die Freude nur 30 cm tief graben zu müssen oder wurzeln die noch tiefer? LG

Daniela, 07. März 2016, 20:38

Hallo haselmausdd!
Da hast Du Dir ja was vorgenommen, puh!

Also ich hab mit Giersch immer Glück gehabt, dass der ziemlich oberflächlich gewurzelt hat. Wie sich das in richtig großen Flächen verhält weiß ich leider nicht. Ich konnte ihn schnell vernichten ;-)

Die Quecke ist so ne Sache…. ich habe Stellen im Garten gehabt, da waren die Wurzeln nur oberflächlich und schnell zu entfernen. Aber in richtig verfilzten Flächen kriegt man das Zeig nur spatentief raus.

haselmausdd, 08. März 2016, 15:23

Mir graut ja auch schon richtig davor! Aus diesem Grund bin ich ja auch froh über die Tipps, welche hier aufgeführt wurden, auch wenn nur wenige so richtig passend sind! Giersch habe ich schon im vergangenen Jahr an einer Ecke in Angriff genommen, aber das M..zeug wächst flächig unter einer Thuja und strotzt den Wurzeln mit enormem Lebenswillen! Ja und die Quecken sind im ganzen Beet verteilt, schön so zwischen Kissenastern u Bergenien; Blaugras und Juckapalmen!!! Möchte am liebsten alles rausschmeißen und von vorn neu bepflanzen! Aber das würde mein GG nicht mitmachen und so hoffe ich natürlich, dass er mit hilft. Na ja, lassen wir noch den richtigen Frühling kommen und los geht’s! Wird schon werden …

TerrapretaPermakultur, 19. März 2016, 15:50

Noch bin ich guten Mutes, was die paar Quecken angeht. 2012 entpuppten sich 500 qm Grasfläche als überaus queckenlastig.
Die Grasnarbe wurde von der Baufirma auf Miete gesetzt. Ich habe auf dem Grundstück immer wieder mit der Biograbegabel hantiert und wegen der Disteln v.a. die Randbereiche mit mehrfachen Kartonlagen abgedeckt und Erde darüber geschüttet.
Im ersten Jahr vollflächig Gründüngung mit Senf. Im 2. Jahr Phaselia, Platterbese, Inkarnatklee, Sonnenblumen und alles was sonst noch anging.
Im 3. Jahr säte sich alles wieder selbst aus und ich ergänzte durch Weißklee und Luzerne (letzteres mit Vorsicht, da sehr tiefe Wurzeln).
Was an Quecken hier und da noch durchkommt, ziehe ich nach sehr starken Regenfällen in Zeitlupe heraus.
Den Kompost habe ich gesiebt und die trockenen Wurzelreste entsorgt.
Hahnenfuß hatte ich viel im vorherigen Garten.
Er unterdrückte das andere Unkraut und hinterließ nach dem Ausgraben (vor der Blüte!) einen wunderbar feinkrümeligen Boden.
Unschlüssig bin ich hinsichtlich der ausgegrabenen Grasreste. Es tut mir immer leid den anhaftenden Boden mit zu entsorgen. Manchmal spüle ich es mit Wasser raus, bin aber nicht sicher, ob ich dadurch nicht Wurzelreste verteile.
Das Herstellen von Pflanzenjauche – wie bei Brennesseln – werde ich mal probieren.

Danny, 23. April 2016, 12:42

Unser Garten war vor unserer Pacht 3 Jahre lang unbewirtschaftet und die Quecke hat sich komplett verteilt. Alles auszugraben war mir zu viel Stress. Aber überall wo ich den Aldi Sport und Spielrasen ausgesäht habe kommt die Quecke nicht mehr. Nicht weil ich so oft mähe, denn das tue ich teilweise Monate nicht. Der Sport und Spielrasen ist nur so extrem robust, dass sie dort nicht besteht. Als ich das beim durchschauen bemerkte, hab ich um meinen Kirschbaum auch sofort diesen Rasen ausgesäht. Alle Beete mit Zierpflanzen sehen mit Rasen zwischen den Pflanzen besser aus, als mit Quecke. Und der hält zusätzlich die Feuchtigkeit.

In diesem Sinne, viel Erfolg beim Suchen der besten Lösung und Danke für diesen Blog. Tschau.

haselmausdd, 25. April 2016, 14:02

Also mein 25m² Queckenentfernprojekt hab ich nun in Angriff genommen und sage und schreibe ca. 3m² geschafft!!! Eine Schweinearbeit – Pflanzen aushebeln, Wurzeln nach Quecken- und Gierschwurzeln absuchen, Erde durchsuchen, nächstes Stück, …
Roundup – der Gedanke daran rückt immer näher und wenn ich das Beet sehe erst recht!!! Werde mich mal mit dem Gedanken an Folie beschäftigen, um dem Wachstum Einhalt zu bieten. Dann die Pflanzen einbuddeln und mit Mulch abdecken. Könnte das gehen? Habt Ihr evtl. noch andere Ideen ehe ich zu Roundup greif?

Susanne B, 27. April 2016, 07:08

Ich habe gerade einen witzigen Tipp bei „service: Garten“ (HR) gesehen: Meerschweinchen sollen ganz wild auf Gierschwurzeln sein, eifrig danach buddeln und sie einfach wegmampfen.

Vielleicht ist das ja eine Marktlücke: „Rent a (guinea) pig“?

Liebe Grüße,
Susanne B

Gärtnerin, 27. April 2016, 10:44

Meerschweinchen sind aber an sich eher schlechte Buddler. Nette Idee jedenfalls. :-)

Andreas, 29. Juni 2016, 21:45

Also ich habe gelesen, dass Buchweizen und Tagetes Minuta die Quecke unterdrücken sollte – müsste es mal ausprobieren

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