Tetanus-Gefahr bei Gartenarbeit
Auch im Rüsselsheimer Wochenblatt vom verg. Wochenende gelesen:
“Hobbygärtner aufgepasst
….
40 Millionen Deutsche verbringen ihre Freizeit im Grünen, 200000 von ihnen verletzen sich jedes Jahr bei der Gartenarbeit, so der Industrieverband Garten e.V. (IVG). Weitaus mehr ziehen sich beim Hantieren mit Spaten und Gartenschere Schürf- und Schnittwunden zu. “Diese Verletzungen werden meist gar nicht beachtet, können aber dennoch gefährlich werden”, so Dr. Pfaffer. “Denn wer nicht gegen Tetanus geimpft ist, kann sich mit dieser bakteriellen Infektionskrankheit infizieren.” Vor allem in der Erde, auf Holzsplittern, Dornen oder auf rostigen Gegenständen können die Tetanussporen überleben. Die Bakterien dringen in den Körper ein, gelangen über die Nerven zum zentralen Nervensystem und produzieren ein Gift, das schmerzvolle Muskelkrämpfe verursacht und bis zum Ersticken führen kann, erläutet die DAK-Ärztin.”
Gem. dem Artikel übernehmen die Krankenkassen die Kosten für die Schutzimpfung gegen Tetanus.
Rasch nachgeschaut: Uff, ich muss erst nächstes Jahr wieder zum Auffrischen. Habe das Risiko im Zusammenhang mit Gartenarbeit bisher gar nicht so erkannt. (Und bin eine Impf-Schlamperin. Gelobe Besserung!)
Update: Impfung Tetanus und Zecken für Gärtner
Zeckenbiss
eingewurzelt unter: Garten allgemein
Vor einem Jahr
Unkraut-Wolfsmilch, Dracaena surculosa / Dracaena godseffiana, Holunder-Ernte, Echtes Johanniskraut, Luzerne, Ilex als richtiger Baum


11 Kommentare bisher
KommentierenMan geht in der Tat immer viel zu leichtsinnig mit seiner Gesundheit um. Ich sollte mich auch soooooo dringend wieder mal gegen Tetanus impfen lassen… Ich meine, wer denkt schon an krank werden, wenn er Sonntags Morgens mit den Samtpfoten im Bett kuschelt und rauft. Da bekommt man schonmal einige Kratzer. Oder wenn das, von der fürsorglichen Katze heimgebrachte, lebende Mäuslein unterm Sofa verschwindet. Da denkt man nicht an Tetanus, da denkt man, Mist, wie fang ich die jetzt? Und meistens fängt man sie, indem sich Mausezähnchen im Daumen verankern….
Genausowenig denkt man daran, wenn man sich an den Rosen piekst. Man denkt höchstens Autsch!
Gleich morgen geh ich und laß mich impfen.Gleich morgen! Ganz bestimmt….
Oh das ist interessant. Da müsste man wirklich wieder einmal das Bewusstsein dafür schärfen, denn wer denkt schon an so etwas!? Danke für den Hinweis.
Wieviel der 40 Millionen in der Natur aktiven Menschen erkranken denn in unseren Breiten an Tetanus? Seit ein paar Jahren gibt es keine Meldepflicht mehr, wenn man nachliest erfährt man immerhin, dass es im Jahre 2001 nur acht gemeldete Fälle gab. Noch funktioniert das dann wohl offensichtlich mit der Durchimpfung der Deutschen von Geburt an. Gefährlich wird´s erst für uns ältere Gärtnernde , die ihren Impfschutz nicht mehr erneuern,im Abstand von zehn jahren sollte das geschehen…und wie schnell sind zehn Jahre vergangen?
Drum lasst uns impfen gehn, drum lasst uns impfen gehn, drum lasst uns impf— drum lasst uns impfen gehn!
Alle 10 Jahre ein Piekserchen ist ja auch für Spritzenphobiker verkraftbar, denk ich.
Ich weiß ehrlich gesagt nichtmal wo ich meinen Impfpass habe oder ob er überhaupt noch existiert. Die letzte Impfung gegen Tetanus bekam ich vor zwei Jahren im Krankenhaus, als ich mir böse in den Finger geschnitten hatte, aber ob das als Auffrischung gereicht hat? Keine Ahnung… Die letzte Impfung als solche, an die ich mich Erinnere war vor vielen, vielen Jahren in der Grundschulzeit.
Dann solltest Du Dich da m.E. besser mal drum kümmern, Josephus. Soweit ich weiß, werden Leute ohne Unterlagen und Nachweise wie Nicht-Geimpfte behandelt, d.h. alles neu macht der Mai. Dabei kann man Dir dann auch gleich entsprechende Unterlagen ausstellen und ab dann kannst auch Du Besserung geloben und brav zu Deinen Impfterminen gehen. ;-)
Hatte auch mal eine Tetanus-Impfung im Zusammenhang mit Krankenhaus/Notaufnahme. Die, sagte man mir, würde für 10 Jahre reichen. Aber besser nochmal erkundigen…
Ich müsste eigentlich auch wieder zur Impfung. Ich habe mich nur jahrelang von der Panikmache der Impfgegner beeindrucken lassen. Sehe ich heute aber anders.
Viele Grüße
Wenn ich zur jährlichen Gesundheitskontrolle gehe
und die Frist der Impfung abgelaufen ist, dann
machen mich die Schwestern darauf aufmerksam.
Die Notwendigkeit wurde uns schon in der Schule
aufgezeigt.
Oftmals geht man zu leichtfertig mit seiner Gesundheit um.
Hallo Keisha !
Warum morgen zum impfen gehen ?
Geh doch heute !
Hallo zusammen,
ich recherchiere gerade alle Impfungen, da ich vor der Entscheidung stehe, ob und mit was ich meine kleine Tochter impfen lasse. Da bin ich doch echt verblüfft, wie sehr hier zur Tetanus-Impfung aufgerufen wird bzw. wie unkritisch mit diesem Thema umgegangen wird. Denn die Tetanus-Impfung ist nicht nur ein kleiner “Piks” wie oben geschrieben wurde, sondern kann allerhand Reaktionen – allergischer Reaktionen – etc. auslösen. Da ich keine Ärztin bin, empfehle ich allen sich unbedingt kritisch mit dem Thema Impfungen auseinanderzusetzen. u.a. bei http://www.impfkritik.de
Hallo Carla,
natürlich sollte man sich nicht unkritisch zu Impfungen verhalten, und ich habe mit meinem Arzt über die Gefahren und Nebeneffekte aller Impfungen gesprochen, so auch über die Zeckenschutz-Impfung. Muss jeder für sich selbst abwägen, was er eher in Kauf nimmt: Eine allergische Reaktion die halt bei einem von soundsoviel Menschen vielleicht auftritt, oder das:
“Gegen die ausgebrochene Erkrankung gibt es keine echte kausale Behandlung. Weil sich die Tetanustoxine über die Nervenscheiden ausbreiten, sind sogar hohe Serumgaben (fremde Antikörper, passive Immunisierung) über die Blutbahn umstritten. Ein gründliches Ausschneiden der Wunde, unter Umständen eine Amputation, sorgt dafür, dass der Tetanuserreger sich nicht weiter vermehrt, da man eine weitere Toxinproduktion in der Wunde unterbinden muss.
Eine symptomatische, an den Krankheitszeichen orientierte Behandlung kann in milden Fällen die durch akustische und optische Reize auslösbaren Krämpfe vermeiden, indem der Kranke in einem abgedunkelten und schallgeschützten Raum untergebracht wird und starke Beruhigungsmittel erhält. In allen schweren Fällen aber wird eine medikamentöse Muskelerschlaffung (Muskelrelaxation) zusammen mit maschineller Beatmung erforderlich.” (Quelle: Wikipedia Tetanus)
Außerdem ist abzuwägen, inwiefern jemand gefährdet ist. Ich für mich, die ich täglich Stunden im Garten arbeite, habe sicher ein anderes Risiko als jemand, der vielleicht viel drinnen ist. ( Und das hier ist ein Garten-Tagebuch erwachsener Gärtner)
Was mir mein Arzt erzählt hat: Es gibt Länder, in denen eine Impfung nicht freiwillig wie bei uns ist. In Österreich z.B. ist die Meningitis-Info verbindlich vorgeschrieben. Auch wenn man weiß, dass (weiß nicht mehr genau, wie die Statistik dazu war) einer von 10000 Menschen dadurch ernstlich Schaden nimmt, ist die Anzahl der Toten durch Meningitis im Land damit auf nahezu 0 zurückgegangen. Schade, wenn man grad der Einzelne ist, aber im Grunde kann ich den Pflicht-Impfungs-Gedanken absolut nachvollziehen.
Auch wenn ich mich bewusst nicht gegen Schweinegrippe habe impfen lassen, finde ich also, man sollte die Kirche in Sachen Impfung ganz allgemein im Dorf lassen….
Hallo Carla, auch ich habe mich kritisch mit den Impfungen beschäftigt, als meine Kinder klein waren, halte aber die Tetanusimpfung für sehr wichtig, weil eine Infektion auch durch eine kleine Wunde entstehen kann. Und bei bereits geimpften Erwachsenen, die eigentlich nur eine Auffrischung brauchen, ist die Gefahr einer allergischen Reaktion eher gering, denke ich.
Gegen was man seine Kinder impfen lässt muss jeder selbst entscheiden, denn jeder muss mit den Folgen, die aus dieser Entscheidung entstehen können, leben.
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