Gärtnerin · 05. März 2007, 10:42

Universaldünger mit Guano

… wie Beton.
Oder meinetwegen extrem grober Sand.
Mini-Kies?

universaldünger sieht aus wie

Seltsam…

Kacken Seevögel eigentlich Beton?
Sieht fast so aus!

Mehr über Guano und auch ein Bild in der Wikipedia.

Ein Schippchen für „New Dawn“, ein Schippchen für Kirschlorbi, ein Schippchen für Zierkirschi, …..

Universaldünger kriegen bei mir nur in geringen Mengen und nur die Gehölze und nur weil noch ein Rest da war. Hab vor einiger Zeit die schmerzvolle Erfahrung gemacht, dass man z.B. Stauden im Topf damit ganz schnell hinrichten kann. Sind einfach verbrannt oder was weiß ich.

Ich stehe mehr auf Hornspäne, die ihre Nährstoffe über längere Zeiträume gleichmäßig abgeben und nicht so auf diese Wusch-Dünger, die man irgendwo drangibt und die SOFORT wie bekloppt wirken. Nee, Blaukorn kommt mir schon gar nicht ins Haus! Es gibt da so Spezialisten in meiner Familie, die mich regelmäßig befragen, was ihre Pflanzen haben könnten.
Blaukorn! ;-)
Ich bin der höchst subjektiven Meinung, dass Pflanzen damit zu WUSCH und zu weichlich wachsen und deswegen krankheitsanfälliger werden und daher schwer vorurteilsbelastet.

Extrem wenig gekaufte Düngemittel in meinem Bestand zur Zeit:

Hornspäne für fast alles und jedes reichlich,
Flüssigdünger günstigster Art für fast alles Getopftes drinnen und draußen, ein paar wenige Spezialdünger. Nachgesehenerweise genau zwei im Moment:
Hortensiendünger, den sich die Hortis aber z.B. mit Rhododendron und Azaleen teilen, und Eisendünger für den Fall, dass jemand Eisenmangel-Erscheinungen zeigt.

Wie haltet Ihr es mit dem (gekauften) Düngen?
Bin mal neugierig…

andere Dünger-Beiträge
Düngen mit Kaffeesatz
Arganiq-Dünger-Test

eingewurzelt unter: Garten allgemein

Alle anzeigen mit Stichwort:

Vor einem Jahr
Lidl-Angebote ab 9.3.



14 Kommentare bisher

Kommentieren
Sus, 05. März 2007, 14:05

Mein Garten ist ja noch nicht so alt, deshalb habe ich auch noch nie nach-gedüngt. Beim erstmaligen Pflanzen habe ich den Sand aus den Pflanzlöchern entfernt, Erde vom Kompostwerk rein und diese gut mit Hornspänen und ein wenig mit einem Zeug, was sich „Wurzel-Power“ nannte, versetzt. Die Rosen haben noch etwas Rosendünger mitbekommen. Das war’s. Ich nehme mal an, daß ich hauptsächlich auch bei Hornspänen bleiben werde.

Ach ja, dieses Frühjahr ist Rasendüngen angesagt. Hab mir gerade ein Paket besorgt. Den Dünger werden wir aber relativ sparsam verteilen: jeden Tag Mähen wäre mir zu mühsam ;-)

Sus, 05. März 2007, 14:06

Äh, Zitronenbaum-Dünger hab ich auch noch. Den bekommen aber auch die Orchideen. Denen gefällt’s.

Gärtnerin, 06. März 2007, 13:10

Danke Sus. Wenn das außer Dir noch jemand interessiert hätte, hätte ich fast schon wieder ein „Zeig mir“-Event draus gemacht. ;-)

Marion Eckardt-Grefermann, 06. März 2007, 20:16

ich oute mich als Pferdemistverbraucher , da auch erzeuger und in jeder abgelagerten Stufe vorhanden ! Ich lege extra für den Garten eine Pferdemistkompostmiete an . Die wird einmal im Jahr umgesetzt und im Jahr darauf verbraucht ! Wirkt gut !

Sus, 07. März 2007, 09:02

Sag mal, hast Du eine Ahnung, was Hornspäne eigentlich kosten dürfen? Ich habe bisher nie so drauf geachtet. Eben im Supermarkt kam ich an einem 2kg-Beutel für 2,99 vorbei. Sollte ich zugreifen?

Liebe Grüße, Sus

Suse, 07. März 2007, 13:14

Momentan gibt es bei uns:

– Orchideendünger (1 x die Woche ins Wasser und die Orchideen baden nacheinander je 1/2 Stunde im Topf darin)
– Tomatendünger (für Tomaten, Chili und Paprika)
– Rosendünger (1 x beim Pflanzen untergemischt, dann noch ca. 2 während des Sommers, letzte Düngung spätestens August)
– Kompost aus dem Kompostwerk für den Gemüsegarten
– Beerendünger (eine etwas ältere Schachtel im Keller)
– Rasendünger (u.a. für die Herbstdüngung der Krokusse im Rasen)

Für mein Empfinden recht viel Chemie. Nach Hornspänen werde ich mich mal umschauen, danke für den Tip!

Liebe Grüße
Suse

Stefan, 07. März 2007, 14:38

Verwende gar keinen Eisendünger, sondern einen Spurennährstoffdünger mit allen Komponenten wie Eisen, Magnesium, Bor etc.

Gerade bei Topfpflanzen ist es nicht immer einfach, einen Spurennährstoffmangel exakt zu diagnostizieren. In diesem Fall gebe ich lieber ein Breitseite, allerdings meist „nur“ als Blattdüngung.

Neben der schnelleren Wirkung verhindert man so Überdosierungen im Erdreich, die sich wie schon im Eintrag beschrieben ebenso negativ auswirken können.

Gärtnerin, 07. März 2007, 14:44

Hi Sus,
für genau solche Fragen, die ich mir öfter selber stelle, blogge ich die Garten-Angebote. Angebotspreise letztes Jahr waren 2,5 kg für 2,29 Euro. :-)

Danke für den Rapport, Suse und natürlich Danke für den Tipp Stefan.

niXda, 20. März 2007, 02:19

In meiner langjährigen Beschäftigung mit dem Pflanzenreich habe ich schon vieles erlebt was mit düngen oder Düngemitteln zu tun hat. Hochkonzentrierte Düngemittel sind eher schädlich als nützlich, besonders im Freiland. Es schädigt die Bodenfauna und -flora, die den Boden umbauenden Lebewesen, Bakterien, Pilze, Würmer usw., werden durch künstlich hergestellte Düngemittel nur vertrieben oder gar getötet. Man kennt das „Phänomen“ von den Monokulturfeldern die ständig mit solchen Mitteln behandelt werden: sie laugen aus, wie man so schön sagt. Lauge im wahrsten Sinne des Wortes, ich glaube kaum das jemand seinen Garten mit Seife düngen würde, so ziemlich genau das ist es allerdings. Man kann also besser das Geschirrspülwasser zum Düngen nehmen vor allem wenn man eine biologisch abbaubare Seife verwendet, die ist jedenfalls Bodenverträglicher!
Pflanzen leben in erster Linie von Licht und Wasser, das Substrat in dem sie Wurzeln genügt ihnen in der Regel, jedenfalls wenn es belebt ist. Bei der Topfkultur ist es genauso. Bis auf starke Nährstoffzehrer dünge ich meine Pflanzen überhaupt nicht. Gerade bei den tropischen Pflanzen, welche hierzulande im Zimmer gehalten werden, handelt es sich oft um nährstoffanspruchslose Gewächse. Ansonsten sieht man bei der Topfkultur auch sehr schön das die Wurzeln das Substrat fressen und damit meist genügend versorgt sind. Ausnahme: Hydrokultur.
Und sehr richtig Gärtnerin, Stauden im Topf kann man damit sehr schnell hinrichten und es ist auch kein falsches Urteil wenn Du sagst das Pflanzen dadurch zu WUSCH wachsen und krankheitsanfälliger werden! Denn genau: sie verweichlichen. Genau wie Menschen oder Tiere mit denen man es zu gut meint. Gut gemeint und gut sind eben zwei Paar Schuh.
Unser Biolehrer sagte mal, das stark genährte Pflanzen zwar mächtig ins Kraut schiessen aber weniger Blüten und Früchte bilden als mittelmäßig genährte. Der ganze Kunstdüngerkram scheint also mehr die Chemieindustrie zu nähren, als den Pflanzen und ihren Freunden lieb ist.
Weniger ist in diesem Fall mehr.

Gärtnerin, 20. März 2007, 17:45

Danke für die Beipflichtung. ;-)

Stefan, 21. März 2007, 09:20

Anmerkung: das Phänomen der erhöhten Krankheitsanfälligkeit und Vergeilung beruht auf einseitiger und zu hoher Düngung mit Stickstoff.

niXda, 21. März 2007, 13:23

Ja, das ist auch die große Gefahr bei Konzentratdüngemitteln: ein bißchen zu viel und aus die…(na ja von Mäusen kann man ja nicht sprechen :-)).

Hinterhofglück, 19. März 2009, 18:29

Ich empfehle
– Kaffee f Rosen und Blumen
– Pferdemist, aber idealerweise 1 J abgehangen
– Bananenschale f Rosen
– Knoblauch gegen Krankheiten
– Kompost von der Schwiegermutter :-) oder von der Gemeinde (kann man in Berlin bei der städtischen Müllentsorgung kaufen, sehr günstig)

Dominique, 31. Januar 2014, 12:28

Ich benutze nur oganischen Dünger, der auf Horn- und Knochmehl basiert und fermentiert ist, was u.a. die Verfügbarkeit der Nährstoffe verbessert, der für alles geeignet ist… und da der in meinem Garten wahre Wunder bewirkt, benutze ich als Eisendünger den Rosendünger der gleichen Machart…

Kommentar hinterlassen

Deine Mailadresse wird nicht angezeigt.

zur Gartenblog-Startseite