Wildkräuter zum essen

04. Juni 2007 von Gärtnerin

Es gibt praktisches “Unkraut”! Abgesehen davon, dass man bestimmte Wildkräuter an dieser oder jener Stelle im Garten / Beet nicht haben mag und sich bückt, um die Pflanzen zu entfernen, kann man manche aufessen und damit “ärgerlich” wild wachsende Wildkräuter einer sinnvollen Verwendung – nämlich dem Genuss – zuführen. Der Unkraut-Frust dürfte damit auch gedämpft werden. :-)

Nachdem Marions Löwenzahnsirup und Sus´Löwenzahngelee großen Anklang gefunden haben, wurde angeregt, ein Wildkräuter-Garten-Koch-Event auszurichten. Astrid hat mich daher gebeten, ein wenig über Wildkräuter im Zusammenhang mit dem Garten / Gärtnern zu schreiben, um das Garten-Koch-Event wieder entsprechend gartentechnisch zu untermalen. ;-)

Nun, mal sehen. Wildkräuter-Essen für Unerfahrene ist natürlich nicht ganz das Richtige, denn wer daneben greift, könnte evtl. giftige Pflanzen erwischen. Und das wollen wir ja nicht! Also schreibe ich einfach mal bekanntere und beliebte Wildkräuter zusammen, die in der Küche Verwendung finden und bei denen die Gefahr relativ gering erscheint. Damit Ihr also Material für Eure Rezepte im Garten findet und potenzielle Gärtner-Leser wissen, was sie auf diesem Weg lecker loswerden können, kommt hier meine Wildkräuter-Vorschlagsliste:

Da wäre zum einen der Bärlauch, dessen Saison gerade allmählich zuende geht. Über Bärlauch im Garten und Wald ernten - insbesondere auch über die Unterscheidung vom giftigen Maiglöckchen – habe ich letztes Jahr im Zusammenhang mit dem Garten-Koch-Event Bärlauch( Hier die Bärlauch-Rezeptsammlung) einen eigenen Beitrag geschrieben.

Dann wäre da der allseits beliebte Löwenzahn bzw. die Kuhblume. Jedes Kind kennt sie, die Blüten sind hübsch dekorativ und essbar ebenso wie die Blätter, die z.B. in Salat Verwendung finden können.

Oder wie wäre es damit, den ungeliebten Brennessel-Saum unter dem Gesträuch einfach zu verspeisen? Ein paar Pflanzen sollte man aber nicht wegessen, damit die Schmetterlinge noch Brutplätze im Garten finden!

Gänseblümchen sind auch extrem lecker und schön anzusehen. Wer eine Verbreitung durch Aussamen verhindern möchte, esse sie auf!

Und die feingliedrige Vogelmiere schmeckt auch nicht nur den Vögeln!

Schafgarbe ist abgesehen von ihrer Eigenschaft als essbares Unkraut auch als Heilpflanze bekannt.

Giersch ist als besonders hartnäckiges und kaum zu bändigendes Garten-Unkraut bekannt, das unterirdische Ausläufer noch und noch treibt. Weniger bekannt ist, dass man ihn einfach aufessen kann und dies dazu beiträgt, die Pflanze in ihrer Vermehrungs-Wut zu schwächen.

Schließlich: Die Erntezeit des Sauerampfer im Mai/Juni wird von meiner Familie jährlich sehnsüchtig erwartet. Sind die säuerlichen Blätter doch bei uns traditionell Ausgangspunkt für das beliebte Sauerampfer-Süppchen. Gesegnet ist, wer Sauerampfer als Unkraut begrüßen kann, denn er hat was zu kochen! :-)

Sodele, das sind jetzt die wesentlichen Anregungen zum Thema Wildkräuter, die mir auf Anhieb einfallen. Selbstverständlich gibts viel mehr, wie die Kamille, das Mutterkraut etc., aber ich hoffe, mit der Liste oben das erstmal Naheliegende erwischt zu haben. Wer keinen Garten hat: Sauerampfer und Bärlauch kann man u.U. kaufen. Oder einfach mal in die Natur (nicht grad an der Straße sammeln) begeben. Wär doch auch nicht schlecht, oder? Möget Ihr Köche inspiriert sein, etwas Leckeres daraus zu machen, und damit die Gärtner inspirieren!

zum Garten-Koch-Event Wildkräuter: banner

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