Gärtnerin · 28. März 2008, 19:12

Damen-Astschere Gardena Classic 460 B

Meine alte Astschere im Garten ist sowas von in die Jahre gekommen. Ich habe sie furchtbar gequält, besonders zum Schluss, als sie ziemlich schief und krumm und stumpf war. Sie mich übrigens auch. Je nach Betrachtungswinkel könnte man sagen, dass das das ultimative Gerät für das Training der Brustmuskulatur war. Oder auch, dass ich wegen des expander-mäßigen Kraftaufwandes beim Zusammendrücken der Astschere-Schneideflächen und des Riesen-Gewichts der Astschere jedesmal nach Benutzung einige Tage deftigen Muskelkater hatte. :-))))

Am Ende habe ich sie deswegen bei bodennahen Schnitten mit der einen Hälfte auf den Boden gelegt und quasi von oben mit der anderen Hälfte gequetscht. Geht echt gar nicht. Sollte man nicht machen. Ist nicht gut. Nicht für die Pflanzen. Nicht für den Gärtner. Auch nicht für die Schere… Schärfen hätte sich bei dem Labber-Gerät nicht mehr gelohnt und irgendwie konnte ich sie auch nicht mehr leiden.

Heute habe ich mir eine neue Astschere zugelegt. Neue Gartensaison, neues Schneide-Glück! Oberstes Kriterium: Endlich ein Leichtgewicht. Zweites Kriterium: Möglichst kurz. Wer will sich schon wie an einem Fitnessgerät fühlen, wenn er im Garten mit ganzer zur Verfügung stehender Spannweite (Albatros-Technik *fg*) Pflanzen schneidet! Zwischen den ganzen gewohnt dicken Brocken (Noname und Marken-Astscheren gemütlich gesichtet) im Baumarkt-Sortiment fiel mir eine ganz kurze Schere ins Auge, die beides verhieß: Gardena Classic 460 B (8769 für frisches Holz bis 30 mm). Ich nenne sie mal Damen-Astschere. ;-)

astschere gardena 460B

Und ich liebe sie! Sowas von! Die Neue ist natürlich schön scharf, schneidet wunderbar leicht, ist gerade mal schlappe 47 cm lang (ca. 1/3 kürzer als die alte) und leicht genug für bequemes Arbeiten. Mit rund 20 Euro sogar vergleichsweise moderat im Preis.

Danke Gardena! Mitgedacht! Die Zeiten, als der Herr die Sträucher schnitt und die Dame die Blümchen pflegte, sind nämlich echt schon lange vorbei.

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3 Kommentare bisher

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Heike, 28. März 2008, 20:56

Hi,

auch ich habe so ein unhandliches Monstrum, daß noch nicht mal verschlossen werden kann. Ewig muß man beide Hebel zusammen drücken, sonst geht sie von alleine auf. :(
Allerdings braucht man den langen Hebelarm. Je länger der ist, um so weniger Kraft muß man anwenden.
Da tritt das Hebelgesetz ein.

Fazit: Du bekommst mit Deiner neuen kürzeren “Damenschere” erst recht starke Muckis. ;)

lg – Heike, die heute auch mit der Astschere werkeln mußte

Carsta, 29. März 2008, 12:48

Hallo Gärtnerin,
das hast Du gut gekauft. Ich benutze selbige Astschere schon seit drei Jahren und bin sehr zufrieden mit ihr. Zwar haben sich die Gummiteile, wo beide Holme aufeinander treffen schon verabschiedet, aber man kann sie immer noch gut benutzen. Sehr treffend auch mal wieder Deine Bemerkung zur Aufteilung der Gartenarbeit unter den Geschlechtern. Ist bei uns auch so, aber es macht mir ebend auch mehr Spaß als Ihm. Heute habe ich mir vorgenommen den Kompost umzuschichten, aber leider regnet es jetzt gerade. Liebe Grüße
von einer treuen Mitleserin.

Gärtnerin, 30. März 2008, 10:06

Heike, zum Brauchen des langen Hebelarms kann ich nur sagen, dass es da “Überlänge” gibt, die zwar aus Sicht der Astschere vielleicht ne tolle Hebelwirkung entwickeln könnte, was aber nichts nutzt, wenn man anatomisch nicht in der Lage ist, da optimal Kraft drauf zu bringen. Den Muckis sehe ich natürlich weiterhin mit Freude entgegen. :-)

Danke für die Verstärkung, liebe treue Carsta! Vielleicht sollte man mal ein Ladies-Astscheren-Massaker-Happening zelebrieren. *fg*

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