Des Drachen Herz in meiner Hand – Die Pitahaya!
Got one!
Seit einigen Wochen bin ich auf der Jagd nach ihr: der Pitahaya oder Dragon Fruit. Es gibt sie in 3 Varianten, 2 in Rot und eine in Gelb. Sie stammen von unterschiedlichen Pflanzen, die aber artverwandt sind, und sehen auch unterschiedlich aus. Die Gelbe bekomme ich leider grade nirgends. Sollte sich das ändern, update ich.
Warum ich das blogge? Die olle Frucht da ist doch sowas von off-topic?? Weit gefehlt!
Die Pitahaya ist eine Kaktusfrucht! Und zwar wächst sie an Hylocereus triangularis, bzw auch an anderen Hylocereus-Arten. Hylocereus triangularis sieht ein wenig aus wie Selenicereus (Die Königin der Nacht!), ist aber dreieckig im Querschnitt, die KdN dagegen vierkantig. Allerdings gibt es die eine oder andere Hylocereus-Art, die auch vierkantig ist.
Das Jagdfieber hat Distel bei mir entfacht, denn sie schickte mir ein Bild zur Bestimmung und ich bestimmte spontan: Selenicereus! Dann sagte sie: Der Kern kommt aber aus einer Frucht. Tja, da war ich baff. Wir kamen im Laufe der Korrespondenz dann auf die Pitahaya.
Nun endlich habe ich des Drachen Herz in meiner Hand und sein Samen möge hoffentlich aufgehen :-) Ich bin gespannt und werd euch auf dem Laufenden halten!
Die Wikipedia nennt andere Hylocereus als Abstammung der Pitahaya, aber auf sämtlichen “Exotische Früchte-Seiten” und in Kakteenforen etc wird Hylocereus triangularis genannt.
Update, der Vollständigkeit halber:
Als Lieferant der purpurroten Pitahaya mit weißem Fruchtfleisch, wie bei meiner (hjam, sie war lelelecker!) wird Hylocereus undatus sehr häufig genannt. Interessant ist vielleicht auch die Info, daß die Gelbe Pitahaya anscheinend von einem Selenicereus kommt, und zwar Selenicereus megalanthus, also einem Artverwandten der Königin der Nacht! Und in Mittelamerika werden die Füchte der KdN und anderer Cereusarten im Übrigen ebenfalls als Pitahaya bezeichnet!
Weiter interessant fand ich, daß Hylocereus undatus anscheinend über 20 Jahre braucht, um überhaupt Früchte zu tragen, da er eine Mindestgröße erreichen muß und ziemlich langsam wächst.
Wie Selenicereus bildet auch der Pitahaya-Kaktus Haftwurzeln aus, mit denen er an Bäumen oder Mauern emporklettert. Bislang dachte ich, das sind eher Luftwurzeln oder ähnliches.
Ilona, bereite dich schon drauf vor, daß deine 12 Babys irgendwann ein Klettergerüst zum “spielen” brauchen ;-)
Ich habe gut 50 Kerne entnommen, was wirklich easy war. Einfach Frucht halbieren und mit einem Messerchen an der Oberfläche schaben. Man muß nichtmal tief gehen, die Kernchen lösen sich ganz leicht. Auf die Weise hat man auch nur sehr wenig Fruchtfleisch abbekommen. Die Kerne trocknen jetzt an einem warmen Platz in Zewa. Ich werde mich an die typische Kakteenaussat halten: Aussaaterde mit etwas Sand bedecken, Kerne auflegen, leicht andrücken und gut feucht halten. Kakteensamen sind Lichtkeimer und brauchen keine Bedeckung!
Hylocereus bildet dann 2 Keimblätter aus. Sobald das getan ist, muß man anfangen, sie “kakteengerecht” zu halten, das heißt, Substrat trocknen lassen etc und nur noch wenig gießen, um die Kakteenbildung anzuregen. Sonst bleiben sie wohl in den Keimblättern stecken und warten auf Trockenheit. Sie vertragen volle Sonne und sogar mäßig Regen. Sie wollen aber windgeschützt stehen und verständlicherweise keinen Dauerregen abkriegen ;-) Ich freu freu freu mich!
Update 27.2.
Aussaat von ca. 20 – 30 Kernchen am 26. 2. in einer Rotho-Box. Und ich hab immer noch jede Menge Kernchen *g*
Zur Gelben Pitahaya (Pitahaya Teil 2)
Ilonas Pitahaya-Pflanzen
Pitahaya-Update
Pitahaya Update 2
eingewurzelt unter: Zimmerpflanzen
Vor einem Jahr
Das Anti-Person-Gehölz




11 Kommentare bisher
KommentierenHey, Du machst Dich wohl über mich lustig?! NA WARTE! ;-)
Interessantes Experiment, ich bin gespannt. Bisher musste ich die einfach immer hemmungslos essen. :-(
Hey. Das Experiment habe ich schon gestartet! Hat prima funktioniert! Bei mir stehen ca. 12 kleine Kakteen rum von denen schon einige Seitetriebe bekommen. Mich hatte es damals genauso gepackt wie Dich. Also viel Erfolg!
Wenn ihr Lust habt, schicke ich Euch ein paar Bilder von meinen.
Ganz bestimmt werden Bilder gern genommen, Keisha, oder? Ich bin jetzt dann aber mal so ziemlich wieder weg bis übermorgen. Wer noch in meinem Postkasten warten muss: Sorry. Für den Rest der Woche gelobe ich Besserung.
Ich würde es NIE wagen, liebe Gärtnerin! ;-)
Also laut Wikipedia sei die Anzucht ganz einfach. Und Distel hat mir ja gezeigt, daß es geht. Ilona sagt es auch. Kann also nur klappen :-) Wie hast du die Kerne vorher präpariert, Ilona? Und wie hast du die Kerne gepflanzt?
Bilder davon würde ich gerne sehen :-) Meine Mail findest du oben unter den Autoren.
Textupdate
@Keisha:
ich habe die Kerne eigentlich gar nicht präpariert. Nur aus der Frucht gepult und dann das Fruchtfleisch zwischen zwei Küchentüchern vorsichtig “abgerubbelt”. Dann zu Hauf in Erde verteilt. selbst wenn sie eng aufeinander wachsen kann man sie nachher total super pikieren. Ich hab die Kerne leicht mit Erde bedeckt. Also wirklich völlig unspektakulär.
Fotos kommen heute Abend. Die Pflänzchen sind einfach echt zu süß!
Stimmt, an Pitahaya ist gar nix spektakulär. Wenn man bedenkt, wie schwer es bei mir war, die olle Frucht zu kreigen… *g* Kerne entnehmen und vorbereiten ist dagegen total easy. Meine Kerne waren gestern Abend noch trocken und ich hab sie aus dem Zewa geknibbelt. Sie pappen ja etwas an. Nun hab ich ein Untersetzerchen voll trockener, loser Kernchen ^^ Heut nachmittag kümmere ich mich um die Aussaat. Die Kerne sind so groß, daß man sie ja gut gleich einzeln streuen kann.
Die Lithopssämereien neulich waren ja schon fast staubartig.
Hey, wir wollen die Bilder auch sehen! ;-)
Noch’n Update ^^
4.3.
Die ersten keimen!!!
Ich habe seit einem Jahr auch drei Pitahayas im Topf. Erstaunlicherweise ist eine kleine komplett vierkantig, während die größte vom Keimblatt ausgehend einen dreikantigen und einen vierkantigen Trieb ausgebildet hat.
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