Dresdner Welterbe: UNESCO vs. Dresden
Frisch gelesen: Gem. Spiegel Online bleibt die UNESCO in Sachen Brückenbau in Dresden hart: Bei Brücke Welterbe-Verlust! Ich finde das natürlich gut und richtig so. Hatte ja schon dieses eine oder jenes oder selles (Ich glaube, das ist gehesselt.) Mal ungefragt meinen Senf dazugegeben.
Dem Isengard-Chronisten, der übrigens abseits der bedrückenden Baustellenfotos aus dem Elbtal neuerdings schöne freitägliche Rundgänge durch die Garten-Blogosphäre bloggt und ulkige Titel für Gartenblogger vergibt, wird das wohl auch gefallen. (Sagma Auenländer, pingst Du Technorati nicht? Hab Deinen Beitrag gar nicht gesehen.)
eingewurzelt unter: Ärgernis
Vor einem Jahr
Pflanzen-/Garten-Angebote diese Woche, Auf einen Blick - Garten-Wettbewerb, Gelber Marienkäfer, Schneckenkorn-Streuen, Gedenkemein vs. Kaukasisches Vergissmeinnicht, Glücksklee-Zwiebeln


13 Kommentare bisher
KommentierenIch kann nur hoffen, das die Verantwortlichen jetzt aufwachen!!! gruß Heike
Hmmm, eigentlich müßte Technorati von blogger.com automatisch gepingt werden. Das ist nicht wie bei WordPress, wo man bei den Einstellungen “http://rpc.technorati.com/rpc/ping” hinzufügen kann/muß. So wie ich die Hilfe-Seiten bei blogger und Technorati verstanden habe, muß ich nur in den Einstellungen bei “Ihren Blog zu unseren Listen hinzufügen?” “Ja” wählen. Das habe ich getan. Falls es irgendjemanden gibt, der mir sagen kann, ob sonst noch was zu tun wäre, dann bitte raus mit der Sprache! Vorsichtshalber habe ich den Blog bei Technorati auch nochmal “geclaimt”. Ich will ja schließlich nicht, daß Du was verpaßt ;-)
Also nix geändert? Ich hab Dich in der Vergangenheit schon pingen sehen, aber nicht in letzter Zeit…
Nö, ich hab nichts geändert. Keine Ahnung, woran es liegt.
Trotz dieses eindeutigen und über alle Ticker verbreiteten Statements der UNESCO glaubt der Freistaat Sachsen nach Angaben von Regierungssprecher Peter Zimmermann weiter an den Titelerhalt trotz Brücke. Hallo? Wie blind, taub und borniert muß man eigentlich sein, um sich noch immer der Erkenntnis zu verschließen, daß der Titel im Sommer weg sein wird, wenn nicht endlich ernsthaft über einen Tunnel gesprochen wird? Fakten schaffen und ohne jeglichen dahingehenden Fingerzeig der UNESCO hoffen, daß diese sich mit der Brücke nach ihrer Fertigstellung schon noch anfreunden wird, ändert hieran nichts. Aber wahrscheinlich ist der Titel im Rathaus und in der Staatskanzlei eh schon abgeschrieben. Milbradt hatte ihn ja bereits vor einiger Zeit eindeutig für “verzichtbar” erklärt.
Jetzt seh ich Dich (Gartenblogrundgang). Ziemliche Zeitverzögerung, aber immerhin. ;-)
Sehr bedauerlich, der neue Artikel. Scheint, als ob man auf jeden Fall versucht, die Grenzen so weit wie möglich auszutesten. So ein Verhalten kennt man sonst von Kindern im Trotzalter. Ich glaube nicht, dass man damit in der Öffentlichkeit punkten kann.
Naja, das mit der Öffentlichkeit ist so eine Sache. Hier in DD kann man damit bei vielen schon punkten. Man kann es den Leuten, die für die Brücke sind, eigentlich auch nicht übel nehmen, denn sie wurden von Anfang an über die Alternativen im Unklaren gelassen. Seit Jahren hieß es immer nur: entweder Brücke oder gar keine Elbquerung. Außerdem hat man den Streit hier schon so satt (geht im Grunde schon seit DDR-Zeiten so), daß man jetzt endlich ein Ergebnis sehen will und argwöhnt, daß die ganze Tunnel-Initiative nur losgetreten wurde, um letztlich doch noch jegliche Elbquerung zu verhindern. Gewissermaßen kann ich das nachvollziehen. Wer allerdings jetzt schreit, ein Baustopp und der Bau eines Tunnels wären Verschwendung von Volksvermögen, der sollte sich besser an die eigene oder an die Nasen der Stadt- und Freistaatoberen fassen, denn wäre gleich ein Tunnel geplant worden, hätte es sicher weniger kostspielige Klagen und Planänderungen gegeben. Und hätte man beim Beginn der Bauarbeiten wenigstens erstmal nur mit Teilen des Projekts losgelegt, die sowohl für einen Volltunnel, als auch für die Brückenvariante nutzbar sind, statt gleich Teile des Brückenfundaments in die Erde zu treiben, müßten diese natürlich beim Bau eines Tunnels nicht wieder mit viel Geld und Aufwand beseitigt werden. Aber wie gesagt, das war ohne Zweifel Absicht. Die Brücke soll mit aller Macht durchgeboxt werden. Da schreckt man auch nicht davor zurück, die UNESCO als undemokratische Behörde darzustellen und ihr ständig den schwarzen Peter zuzuschieben – so wie nach der Präsentation des leicht geänderten Brückendesigns, als es hieß, jetzt könne die UNESCO eigentlich nur noch zustimmen. Richtig ist, daß es einen Bürgerentscheid zugunsten der Brücke gab und dieses grund-demokratische Votum zu berücksichtigen ist. Ein Tunnel würde aber Bürgerwillen und Erhaltung der Landschaft sowie des Welterbetitels vereinen. Daß man sich da in der Politik noch dagegen sperren kann, ist wohl wirklich nur mit einer gewissen Kindergartenmentalität zu erklären. Ab in die Ecke und schämt Euch, Ihr Rotznasen!
Zwar viel zu spät, aber mittlerweile zieht das Ding ja endlich überregionale Kreise. Ich denke, in diesem Zusammenhang wäre Überdenken der Freistaatlichen Haltung dringend erforderlich. Der Unterschied zwischen Regionalgezerre und internationaler Peinlichkeit ist doch schon beträchtlich. Schätze, früher oder später wird “weiter oben” jemand eingreifen, um den maximal möglichen Imageschaden zu begrenzen.
Dein Wort in Gottes Ohr!
Eine grundsätzliche Frage muß man sich aber schon mal stellen: Wird die überregionale Öffentlichkeit (abgesehen von Welterbe-Enthusiasten, Umweltschützern und ein paar “ausgewanderten” Dresdnern) es wirklich gutheißen, weitere (Steuer-) Gelder zur Rettung des Weltkulturerbestatus einer einzelnen Stadt und einer Landschaft, die die meisten gar nicht kennen, in den Elbwiesen zu versenken oder gibt es dann wieder viel Tumult um die Verschwendungssucht der Ossis, den Soli usw.? Ich sage ja nicht, daß ich es nicht nachvollziehen könnte, aber wenn es so käme, hätte der Tunnel keine Chance. Welche Signale empfängt man diesbezüglich denn in Hessen?
Ich bin mir nicht sicher, ob ich Deinen längsten Satz richtig verstanden habe. Sehr komplex verschachtelt. :-)
Ich antworte deswegen “verteilt”. Schätze, die meisten Wessis wären froh, wenn die Last des Soli bald mal von ihnen genommen wäre. Es geht ja gelegentlich der *böse* Spruch um, dass man den Ossi, den man bezahlt hat, nun auch endlich mal haben will. ;-)
Was die Elbwiesen betrifft, habe ich persönlich meine Meinung ja schon kundgetan. “Wert” kann nicht nur monetär bemessen werden, auch wenn das heutzutage ein verbreitetes Procedere ist. Demzufolge bin ich für eine Erhaltung, auch wenns was kostet und gegen Verschwendung von Steuergeldern im Zusammenhang mit Zerstörung der und politischem Geplänkel um die Elbauen. Meine letzte Information war außerdem, dass eine Tunnel-Lösung nicht sooo viel teurer wäre?! Kannst Du dazu nochmal Infos streuen?
Sorry für den Schachtelsatz. Ich gehöre eben einer Berufsgruppe an, der das sozusagen krankhaft angeboren ist.
Was die Mehrkosten des Tunnels angeht, so wird es die schon geben; das läßt sich nicht leugnen. Ein paar Planungen müssen schließlich geändert, bereits erfolgte bauliche Maßnahmen rückgängig gemacht und Baufirmen entschädigt werden. Richtig ist, daß die Tunnelbefürworter sagen, der Bau des Tunnels an sich wäre nicht teurer als die Brücke (wenn man ihn gleich gebaut hätte sozusagen). Genauere Zahlen streue ich später, wenn ich mir das selbst nochmal reingezogen habe.
Ohne hier eine Soli-Diskussion lostreten zu wollen, empfehle ich zur Milderung der Schmerzen und weil es bisher noch viel zu wenige getan haben einen Besuch im Osten. Da kann man dann ganz konkret sehen, was erreicht wurde – und bekommt damit auch seinen Ossi. Es ist nämlich nicht alles nur in dunklen Kanälen versickert. Übrigens steht der Soli auch auf meiner Gehaltsabrechnung (Das nur am Rande, weil ich das unbestimmte Gefühl habe, die Bayern, Hessen, Baden-Württemberger, Bremer, Hamburger, Rheinland-Pfälzer, Niedersachsen, Saarländer, Schleswig-Holsteiner und Nordrhein-Westfalener glauben, sie würden den Soli alleine zahlen. Entschuldige die lange Aufzählung, aber ich wollte nicht das doofe “W”-Wort verwenden).
Zu den Absätzen 1, 2 und 3:
*fg* Isklar….
Gutgut.
Der Empfehlung möchte ich mich – als online und in Hessen von Sachsen Umgebene und Dresden-Fan -uneingeschränkt anschließen!
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