Gärtnerin · 18. April 2008, 18:30

Berberitzen / Zwerg-Feuerdorn Teton

Eigentlich ist Feuerdorn (Pyracantha coccinea), den ich als meterhohes, sparriges Gestrüpp kenne, nicht so mein Hecken-Ding der Wahl. Ich hatte aber ein Garten-Problem zu lösen, bei dem ich letztlich doch bei ihm gelandet bin. Die alte Thuja-Hecke zum Nachbargarten ist unten lückig und vom Boden hochwärts etwa 40 cm durchlässig. Da das

1. unschön aussieht,
2. die Stelle am Hang direkt davor zu den schattigsten und trockensten im Garten gehört,
3. ich mir da eine immergrüne, aber niedrig zu haltende Vor-Bepflanzung wünschte,
4. im Nachbargarten neuerdings ein Hund lebt, der – noch (wird in Kürze geändert) – unten durch kann,

waren die Anforderungen wie folgt:

– niedrig bleibend oder zu halten
– schnittverträglich/formbar
– immergrün
– möglichst Dornen wegen Garten zusätzlich hundesicher machen

Es gibt nicht viele Spezialisten-Pflanzen, die das alles können. Die Auswahl beschränkte sich da gedanklich erstmal auf Berberitzen (Berberis…), die ja für hundesichere Hecken als erste Wahl unter den Heckenpflanzen gelten. Die gibts in verschiedenen Sorten, u.a. in grün, als Blutberberitze rotlaubig oder auch als Zwerg-Berberitze, aber deren Stacheln sind eher nicht erwähnenswert.

Berberitze-Beispiel-Bilder:

berberitzen berberis 2

Berberitze-Dornen sind echt ungemütlich:

berberitze berberis

Nur mag ich Berberitzen nicht besonders, blühen sie mehr oder weniger gelb und hatte die Baumschule nicht wirklich schöne Sorten. Sofern man bei Berberitze von schön sprechen kann.

Als Alternative wurde mir Feuerdorn, genauer eine recht neue Zwerg-Feuerdorn-Sorte namens „Teton“ angeboten, die langsam wachsen und bis 150 m hoch werden soll, also auch für niedrige freiwachsende oder Schnitthecken geeignet. Wusste bisher nicht, dass es darunter auch Zwerge gibt, denn Feuerdorn kenne ich als ziemlich üppig wachsend. Erstens mag ich die Farbe des Feuerdorn-Laubs, zweitens blüht er eher weiß und drittens mögen die Vögel den in diesem Fall roten Beerenschmuck im Herbst und Winter. Also hab ich tatsächlich Zwerg-Feuerdorn gekauft und gepflanzt.

zwerg-feuerdorn teton pyracantha coccinea

Müssen natürlich erstmal ordentlich gegossen werden, aber nachdem sie eingewachsen sind, sind Feuerdorn-Pflanzen wie die Cotoneaster-Verwandtschaft auch relativ trockenheitsverträglich. Das qualifiziert natürlich zusätzlich für den Standort am Heckenfuß, wo sie ja mit den Thuja-Wurzeln um Wasser konkurrieren. Mittelfristig möchte ich die vier Pflanzen zusammenhängend zu einem Formschnitt-Flecken, etwas dreieckig, max. 60 -70 cm hoch, schneiden, der das bisherige Loch füllt und dann auch im Winter gut aussieht. Das Ganze muss auch relativ flach bleiben, da man ja zum Heckenschnitt immer wieder an die Thuja muss. Vorerst sind die vier 40-Zentimeter-Pflanzen aber erstmal noch zu putzig. Ach ja, Pyracantha Teton soll auch Feuerbrand- und Schorf-resistent sein. Auch nicht von Nachteil. ;-)

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3 Kommentare bisher

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Keisha, 18. April 2008, 18:59

Bei mir vorm Haus stand bis vor kurzem die andere Verwandtschaft, der Sanddorn. Er ist leider den Hauswarten zum Opfer gefallen neulich.
Ich mochte die orangenen Beeren gerne ansehen, und sie sollen ja auch supergesund sein. Wahre Vitamin C Bomben.
Sind die Beeren vom Feuerdorn denn auch genießbar?

Gärtnerin, 18. April 2008, 19:14

Leider nicht, Keisha. Zumindest soweit ich weiß, ist das nur lecker für Vögel.

Katharina, 18. April 2008, 20:54

Ich glaube, früher wurde auch mal Marmelade draus gemacht. Aber eigentlich sollen sie nicht besonders lecker sein und auch Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Meine Kanaris mochten sie jedenfalls auch nicht.
Dafür kann man Berberitzenfrüchte essen! Getrocknet und kandiert gern auf Mittelaltermärkten zu bekommen und ganz lecker.

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