Ginster: Elfenbeinginster, Edelginster, Besenginster
Der vor einigen Wochen gekaufte Ginster, genauer Elfenbeinginster (Cytisus x praecox “Zeelandia”) blüht jetzt. Wunderschön!!! Ich habe mir schon lange einen Ginster bzw. Geißklee für meinen trockenen, nährstoffarmen Hang im Garten gewünscht. Da aber so viele Ginster gelb blühen (wollte ich nicht in der Rosa-blau-weiß-Beet-Sphäre), hab ich immer darauf gewartet, dass mir mal ein rosafarbener Ginster in einem Geschäft unter die Finger kommt. Siehe da, mit Cytisus “Zeelandia” hats geklappt. ;-)
So sollte das laut Pflanzenschild aussehen:
Beim Kauf: Ginster sehen immer wie frisch geschnittene Besen im Topf aus. *g*
Die Blütenfarbe rosa mit creme kommt ganz gut hin. Ich mag die typischen Schmetterlingsblüten auf filigranen Zweigen sehr. Außerdem ergeben sie in der Vase eine tolle Ergänzung für Blumensträuße.
Ich finde ihn sehr hübsch. Hier sieht man auch schon, dass sie die ersten Ginster-Ruten zu Boden neigen. Normalerweise wächst er ja nicht so aufrecht, sondern mit überhängenden Zweigen.
Nachdem die Blütenfarbe stimmt, kann er dann bei Gelegenheit in den Hang gepflanzt werden und den Topf wieder für eine andere Pflanze freimachen. ;-)
Elfenbeinginster ist was Gekreuztes (deswegen “x” praecox). Gemäß Zander sind die Eltern zwei aus Europa stammende Geißklee´se: Cytisus multiflorus/Vielblütiger Geißklee und Cytisus purgans/Abführender Geißklee.*g*
Jetzt bin ich natürlich noch gespannt, wie der zweite (Not-)Ginster namens Cytisus scoparius “Boskoop Ruby” farblich blüht. Laut Schild sollte es etwas zwischen karminrot und pink werden. Viele Blüten werden aber wohl nicht dran sein, da er im Laden einigermaßen gelitten hatte. Der ist kein Elfenbein-, sondern ein Besenginster, und soll in der gelben Naturform ebenfalls in Europa beheimatet sein. Die Zuchtformen vom Besenginster nennt man dann Edelginster. Immer wieder faszinierend, diese ganzen Verbalien zu studieren.
Der Elfenbeinginster soll etwas kleiner bleiben als der Edelginster, der Höhen und Breiten von 2 Meter erreichen können soll.
Update: Edelginster Boskoop Ruby-Blüten
Ginster-Blüte im zweite Jahr
Ginster-Pflege, Standort, Vermehren
Grundsätzlich sind Ginster Pflanzen für eher magere Standorte / Sand / Schutt/ Kies in sonniger Lage. Deswegen binn ich gespannt, wie sie sich in meinem trockenen Hang entwickeln. Sie haben aber auch ein paar “Tücken”. Durch den bogig überhängenden Wuchs und gelegentlich Wuchern können sie relativ große Grundflächen einnehmen. Am Boden aufliegende Triebe können Wurzeln bilden und so – positiv – zu neuen Pflanzen mit Wurzeln führen – negativ – zum Lästling werden, da die Ausbreitung in die Breite bei der Eigenschaft, ein Pfahlwurzler zu sein, bei der Eindämmung Mühe machen kann. Im alten Garten hatte ich so einen gelben Wucherkünstler, dessen Eindämmung mir nicht immer eine Freude war. Deswegen werde ich gut auf die beiden Ginster aufpassen müssen. Ginster(-Jungpflanzen) verpflanzen sollte man wegen der Pfahlwurzel immer möglichst mit möglichst tief und großräumig ausgegrabenem Wurzelwerk. Außerdem vermehren sie sich durch Samen, die sie durch die Gegend schleudern können. Ginster-Selbstaussaat hatte ich im alten Garten nicht, Stecklinge sind seltener immer angegangen. Mal sehen, wie sich das hier verhält. Anyway, ich finde sie grazil, schön und grün, also wird das probiert!
Ginster schneiden
Um ihn einigermaßen in Form und in Schach zu halten und irgendwann nicht nur auf Altes, Umgekipptes und Niederliegendes zu gucken, muss man Ginster regelmäßig schneiden. Früher habe ich mir über den Zeitpunkt null Gedanken gemacht und das Wucher-Gebüsch hat alles verziehen. Mähen mit der Heckenschere und gelegentlich Auslichten alter dicker Triebe war angesagt. Jetzt mal geguckt, wie man es “richtig” macht. Im Internet gibts verschiedene Angaben zum Thema wann Ginster schneiden. Manche schneiden nach der Blüte, andere im Herbst/Oktober. Meine beiden sind ja noch sehr klein, so dass da erstmal wenig geschnitten werden wird. Vielleicht im Herbst. Mal gucken, wie sie sich dann ausgewachsen haben.
;-)
Ginster vermehren
Erfahrungsgemäß sehr einfach durch (oft unbemerkte) Auflieger oder Absenker, die Wurzeln bilden. Vom Prinzip her also so ähnlich wie wenn sich Brombeeren vermehren. Man könnte aber auch Zweigspitzen mutwillig ein Stückchen in den Boden stecken, damit das passiert. Selbstaussaat habe ich wie gesagt bisher nicht beobachtet. Schließlich bleibt noch die Vermehrung durch Stecklinge. Das daaaaauuuuuuert aber. Sicheres Zeichen für die Bewurzelung ist dann wie immer, wenn der Steckling zu wachsen beginnt.
andere Sträucher und Bäume
eingewurzelt unter: Gehölze
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