Herbst-Schalen-Pflanzen
Is ja wieder so weit: Das Herbst-Pflanzen-Sortiment für Schalen und Balkonkasten-Deko sorgt bei mir regelmäßig für Depressionen, weil es zu dieser Jahreszeit einfach nicht mehr viel gibt, das blüht und schön aussieht, finde ich. Sowie einige unerträgliche Pflanzen, davon aber viele. Was mich außerdem nervt, sind die vielen vergänglichen, zum Tode verurteilten Kurzzeit-Pflanzen, die verwendet werden. Kaufen-wegwerfen-kaufen-wegwerfen… Mag ich nicht! Was im Moment in den Geschäften steht, und was ich dazu denke:
Erika, Calluna & Co / Heidekraut-Varianten
Die Heidekraut-Gedöns-Kollektion ist für mich reinster Friedhofs-Grabschmuck der Saison, der dann spätestens im Winter vor sich hin vertrocknet und ein braunes, schäbiges Bild abgibt, wenn er im Topf zu trocken steht. Geht gar nicht irgendwie. Magichnich! Die einzigen Heide-Pflanze, die meine Gnade finde, sind Gaultheria procumbens wegen des Beerenschmucks und die staudig wachsende Schneeheide (Erica carnea), ….
die im Spätwinter/Frühling sehr schön blühen kann. Da sie aber besonders für die dekorativ gewünschte Übergangszeit jetzt nicht besonders dekorativ ist, käme ich nie auf die Idee, so was in eine Herbstschale zu pflanzen.
nicht winterharte Chrysanthemen, Topf-Chrysanthemen, Kugel-Chrysanthemen
Die üppig blühenden, großen, zumeist leider nicht winterharten Chrysanthemen, vor allem die Bauernchrysanthemen/Kugelchrysanthemen, sind zwar kurzzeitig hübsch, zusammen mit Kürbis-Dekoration zum Beispiel, aber kommen mir nicht in die Tüte, weil sie eben reine Saisonpflanzen sind.
mehr: Chrysanthemen-Pflanzen-Info
Erstens verzeihen sie kurzzeitig schlechtere Pflege kaum, und quittieren prompt mit absterbenden Blütenknospen, so dass kaum noch was zu retten ist, und zweitens sind sie naturgemäß relativ schnell tot. Ich finde es grauslig, wenn so schöne große Pflanzen dann gen Ende Oktober oder spätestens beim ersten Frost gesamthaft absterben. Nein, das mag ich auch nicht, und drinnen über den Winter habe ich noch keine von ihnen gebracht. Auch friedhöflich! Trotzdem braucht man ja was Blühendes, deswegen sind sie wohl so beliebt und im Vergleich zur Größe billig (3-4 Euro bestenfalls).
Meine zwei Long-Life-Lieblingsalternativen für gemischte Bepflanzungen, weil ich sterbende Pflanzen nicht mag, und es auch ökonomisch vernünftiger finde:
winterharte Chrysanthemen
Werde jetzt auch zahlreich angeboten, die Blüten sind denen der Saison-Chrysanthemen ganz ähnlich. Meistens sind es kleinere Pflanzen als die großen Chrysanthemen, die dafür aber jahrelang leben und immer wieder erfreuen können. Winterharte Chrysanthemen, dieses Jahr habe ich mir eine weiß-blühende Pflanze gegönnt, ….
sind stets mit “winterhart beschriftet”, denn sonst könnte man sie kaum von den anderen unterscheiden. Sie werden offensichtlich vor dem Verkauf mit Stauchungsmittel behandelt und erscheinen deswegen auch sehr gedrungen und kurz, so dass man sie prima in Schalen pflanzen kann. Die winterharten Chrysanthemen sterben oberirdisch über Winter dann zwar auch ab, aber sie treiben im Frühjahr – weniger gedrungen, also als etwas höher werdende Stauden – wieder aus. Damit haben sie eine 2. Chance und können, in den Garten gepflanzt, im nächsten Herbst die Blumenbeete bereichern. Im Topf sehen sie dann nämlich nicht mehr so ganz gut aus, weil der unnatürlich kurze Wuchs halt wegfällt. Jedenfalls erschließt sich mit in diesem Zusammenhang manchmal kaum, wieso (letzte Woche beobachtet) ein sterblicher Saison-Chrysanthemen-Eintrieber z.B. für 99 Cent als Super-Angebot vor dem Laden steht, während die winterharten Stauden-Pflanzen für 59 Cent im Inneren des Geschäfts stehen. Weil ich Längerlebenden halt immer einen höheren Wert einräume als den vergänglichen Pflanzen.
Kleine Herbstastern, Aster novi-belgii
Die niedrigen Herbstastern (Aster novi-belgii), meistens in weiß oder blau im Moment, werden zur Zeit auch blühend verkauft.
Auch sie haben Strahlenblüten, die für mich als Alternative zu sterblichen Chrysanthemen durchgehen, können mit anderen Pflanzen im Topf kombiniert werden, und die Astern können ebenfalls nach ihrer Zeit als Schalendeko im Blumenbeet weiterleben, und den Herbstgarten in den kommenden Jahren bereichern. Auch diese Astern sind meistens gestaucht, damit sie gedrungener erscheinen. In den Folgejahren werden sie etwas höher (geschätzt bis 35-40 cm), bilden aber ganz schöne, dichte Staudenhorste, die dann ab September auch prächtig blühen. Ich mag sie auch sowieso lieber als hohe Herbstastern, weil diese wuchern können, und an den langen Trieben untenrum meistens kahl, bräunlich und beknackt aussehen. Vermehrung durch Teilung ist einfach, so dass man lange und viel davon haben kann.
Klein-Koniferen
Zum klassischen Herbstbepflanzung-Dreiklange oder Mehrklang gehören meistens Erika, Chrysanthemen, unbedingt ein kleines Koniferen-Bäumchen für das immergrüne, vertikale Element an der Komposition. Ich mag Koniferen und Thuja-Hecken nicht besonders, außer im Adventskranz. Nichtsdestotrotz finde ich es schade, wie viele kleine Bäumchen regelmäßig im Frühjahr nach tapferem winterlichem zierendem Ausharren (sofern sie nicht mangels Gießen vertrocknet sind) den Tod in der Mülltonne finden. Nämlich sobald die nächste Saisonbepflanzung folgt. Wenn man also so was als winterlichen Grünling verwendet, warum dann nicht im Frühjahr das kleine Bäumchen in einen größeren Topf pflanzen, und weiter als Kübelpflanzen-Deko verwenden? Dauerhaft kann man die jedenfalls nicht so klein halten, dass sie im Balkonkasten bleiben können. Gelegentlich oben und unten (Wurzelrückschnitt zart, aber regelmäßig) geschnitten, können sie doch eine ganze Reihe Jahre irgendwo schön grün dazwischenstehen.
Efeu
Nächste vielverwendet Pflanze sind diverse Efeu´se. Die sind wegen des hängenden Wuchses ganz wichtig, und natürlich auch, weil sie ebenfalls immergrün sind. Zier-Efeu´se mit bunten Blättern/Zimmerefeu´se sind meistens bedingt winterhart, können also nicht so dramatisch viel Kälte ab, und gehen bei harten Wintern ggf. ein. Die Erfahrung habe ich mit einigen weiß-panaschierten Efeus gemacht. Deswegen ist es am sichersten, Sti-no-Efeupflanzen zu nehmen, das übliche grüne Gestrüpp halt.
Solche Pflanzen kann man dann im nächsten Jahr in den Garten setzen, wo er als Bodendecker oder Baum-Erkletterer ausharrt. Wer Angst vor der entfesselten Kraft wachsenden Efeus hat, kann z.B. ne Blumenampel oder Schale auf einer Mauer damit füllen. Ein immergrüner, pflegeleichter Wasserfall ist toll, finde ich, und wenn man die Triebe zurückschneidet, wenn sie zu lang werden, hat man immer eine Ampelpflanze in Wunschlänge, die auch winterhart ist, und deswegen draußen bleiben kann.
Ziergräser
Schöner als die Koniferen-Kombi finde ich persönlich eine Kombi von Blühpflanzen, Immergrünen und so weiter, aber als zentrales Element eines der vielen schönen Ziergräser. Ziergräser haben im Herbst Hochkonjunktur. Leider sind sie zur Zeit auch sündhaft-unmäßig teuer. Wenn also, dann bin ich für antizyklisches Einkaufen. Im Moment sehe ich das einfach nicht ein.
Blauschwingel, Lampenputzergras, Miscanthus, Zebragras, Carex, Kalmus & Co. machen jetzt und bis lange im Winter, bepudert mit Frost, mächtig was her (Pampasgras ist i.d.R. zu groß für Schalenkombi), und wachsen in der Regel ebenso dauerhaft-staudig wie die Blütenstauden im Garten, so dass man auch viele Jahre von ihnen was hat. Nicht alle Gräser sind aber für alle Standorte geeignet. Beispielsweise viele Seggen (Carex), die mir so gefallen, sind typische Feuchtwiesen-/Teichrand-Pflanzen. Sie mögen nicht unbedingt volle Sonne, und vor allem keinen trockenen Boden, so dass ich sie mir immer verkneifen muss, weil ich das nicht bieten kann. Zebragras und Chinaschilf sind Wuchergräser, die man kaum dauerhaft im Topf halten kann, ohne sie dauernd zu teilen, genauso wie den Bambus.
Gaultheria & Co.
Eine der schöneren, auch ausdauernden Pflanzen der letzten Jahre für gemischte Herbstschalen ist die Gaultheria procumbens / Scheinbeere, die ganz nette rote Beeren trägt.
Außerdem gibts weitere Klein-Beerensträuchlein, die sich für so was eignen. Am häufigsten wird wohl schätzungsweise noch die Torfmyrte (Pernettya mucronata) verkauft. Die gibts mindestens mit rosa Beeren und weißen Beeren, soweit ich weiß. Ich habe mich dieses Jahr für rosa entschieden:
Enzian
Weil im Herbst attraktiv blühend und teuer verkauft, kann man natürlich auch die blau blühenden Enziane dazwischenhauen, die theoretisch ebenfalls Stauden sind.
Genau das werde ich auch machen, weil ich zur Zeit für meinen Enzian keine andere Chance sehe. Mal sehen, wie er es dann aushält. ;-)
graue Strukturpflanzen
Auch noch zum Erika-Geschwader gehören solche Strukturpflanzen mit grauem Laub, wie z.B. das Silber-Greiskraut (Senecio cineraria) …
und – zur Zeit absolut häufig – die Stacheldrahtpflanze (Calocephalus brownii):
Beide sind halt wichtige Pflanzen wegen des Blattschmucks, den sie liefern, und bei Nicht-Vertrocknen-Lassen auch winterhart. Beide blühen im folgenden Sommer gelb. Diese Senecio mag ich nicht besonders, Stacheldrahtpflanze habe ich wegen der dem Namen gerecht werdenden Blattstruktur dieses Jahr mal gekauft.
Skimmie (Skimmia “Rubella”)
Kleine Pflanzen der Skimmia “Rubella” werden zur Zeit auch heftig verkauft. Sie sind wirklich absolut wunderbare Sträucher, die bei guter Pflege jahrelang im Topf oder ausgepflanzt im Garten stehen können, und die über Winter mächtig was hermachen.
Für Kombi-Pflanzungen im Topf eignen sie sich aber nur vorübergehend, weil die Sträucher schnell zu groß werden, und zu viel Wurzelraum brauchen, um mit anderen im Topf zu teilen. Separat gepflanzt und neben die halbschattige Haustür gestellt, hat mir so eine immergrüne Skimmie aber schon jahrelang ganz viel Freude gemacht.
Herbstzauber-Stauden
Es gibt ein Spezial-Stauden-Sortiment und dem Namen “Herbstzauber” im Handel, das für Herbstbepflanzungen speziell ausgewählt wurde, und also speziell dekorative Pflanzen für diese Jahreszeit enthält. Darunter sind viele Blattschmuck-Pflanzen wie das Gold-Pfennigkraut, den Günsel, den Kiwi-Knöterich, verschiedene Gräser-Arten (Carex, Kalmus…), verschiedene blühende Sedum-Arten, Purpurglöckchen, Bergenien etc. enthält.
Die Marketing-Idee finde ich relativ klasse, weil sie dem Konsumenten, der sich nicht mit Stauden auskennt, einfach ein Menü vorlegt, welche ausdauernden und winterharten Stauden zu dieser Jahreszeit was aussehen, also einfach die Auswahl und Komposition grundlegend erleichtert. Alles zusammen sehen und kombinieren wie man lustig ist. Ich denke, das funktioniert recht gut, denn mittlerweile wird dieses Sortiment quasi als Standardsortiment der Herbstsaison in vielen Geschäften angeboten. Natürlich haben die Pflanzen dafür auch ihren Preis und natürlich könnte man dieselben Stauden theoretisch zu einer anderen Jahreszeit auch (eventuell günstiger) einzeln kaufen. Jedenfalls sind die auch ganz gut für Schalenbepflanzungen und Kombinationen verwendbar, die später in den Garten wandern können, wenn die Frühlingsbepflanzung ansteht. Ein bisschen aufpassen sollte man mit den Standort-Wünschen der einzelnen Stauden. Es ist richtig, dass Bergenie und Günsel und Purpurglöckchen dekoratives, meistens immergrünes Laub haben, aber noch lange nicht alle in diesem Sortiment mögen den gleichen Standort. Günsel und Purpurglöckchen zum Beispiel stehen nicht gut in trockener Sonne, und Bergenien sind dagegen relativ anspruchslos. Also sollte man auch bei diesen Pflanzen ein bisschen drauf achten, wo die gemischte Schale bzw. wo die Stauden später hinkommen, damit die Pflanzen nicht darben und sich jahrelang gut entwickeln können.
Zierkohl
Ich mag ihn halt einfach, den bunten Zierkohl als Bestandteil der Saison-Topf-Kombi. Deswegen habe ich auch dieses Jahr wieder einen gekauft.
Winterhart, unproblematisch, essbar… Zierkohl-Entwickung vom Herbst bis zur Blüte ist auf dem Gärtnerblog dokumentiert.
Das sind jedenfalls so die Pflanzen, die ich im Moment gesehen habe. Ich werde das Arrangement wohl heute mal einpflanzen, denn bisher stehen die Gekauften noch in den kleinen Töpfen rum. Die unvermeidlichen Zierkürbisse zur Deko gehören natürlich irgendwie auch noch dazu, wenn man sie mag.
Was pflanzt Ihr so in die Herbstschalen? Gibts was, was Ihr ganz speziell mögt oder auch solche Antipathien wie bei mir? Gibts Begeisterung für irgendwelche Pflanzen?
eingewurzelt unter: Deko,Stauden
Vor einem Jahr
Pflegekinder




















12 Kommentare bisher
KommentierenHab mir dieses Jahr eine ganze Ladung “Herbstzauber”-Pflänzchen gegönnt: Sedum in verschiedenen Ausführungen, Fette Henne und einige Sachen, deren Name ich leider nicht kenne. Dann hab ich noch vom letzten Jahr die versehentlich eingekaufte Torfmyrthe, die mich schon das ganze Jahr mit ihrem Wuchs, aber noch mehr mit ihren pieksigen Blättchen quält. Mal sehen, ob sie es noch schafft, Beeren auszutreiben. Im letzten Jahr waren sie rosa. Im Frühjahr werden die Myrthepflanzen definitiv zu meinen Eltern ziehen. Ich musste sie sehr oft zurück schneiden, weil sie so wuchern und laut Beschreibung auch eigentlich Bodendecker sind. Ich sage ja, ich habe mich vertan, wollte eigentlich Scheinbeere in rot haben. *dumdidum*
Mit Erika habe ich es auch nicht so. Wenn, dann mag ich nur das ganz buschige, mit den vielen kleinen Kügelchen (also die, wo man das kugelige auch erkennen kann) und der strahlenden Farbe. Diese langen, dürren Versionen mag ich nicht, die wild und grell gefärbten auch nicht. Insgesamt mag ich Erika nicht, weil es immer so erbärmlich viel Dreck macht. War zumindest bei mir bisher immer der Fall. Irgendwann fing es an zu rieseln.
Die Stacheldrahtpflänzchen habe ich dieses Jahr nicht, weil ich die anderen Herbstzaubersachen so schön fand. Mag sie aber, allerdings auch nur in der silbrigen Version. Habe erschreckt festgestellt, dass auch dort munter gefärbt wird – lila z.B. .
Ansonsten halt gerne diese kleinen Hebesachen, die finde ich immer doll. :o)
Ach und eine zweifarbige Aster habe ich. Da sind pinke und weiße Blüten an einer Pflanze, das fand ich spannend.
Ein Fan von Kurzzeit-Pflanzen bin in auch nicht gerade, aber wenn ich bei jeder Saisonbepflanzung zwei, drei Pflanzen übrig habe, die ich entweder in Garten unterbringen oder, bei der Sommerbepflanzung, im Haus überwintern muß, geht mir der Platz langsam aus. Meist gedeien die Pflanzen dann bei mir nicht so üppig, als daß ich sie im Folgejahr wieder in die Schale einpflanzen möchte. Und wegwerfen kann ich nur das was definitiv tot ist. Also werde ich auch diesen Herbst wieder Erika einpflanzen. Aber nur das naturfarbene. Ich war gestern in der Gärtnerei und mir ist fast übel geworden als ich die grell-bunten Pflanzen sah. Sind das eigentlich Züchtungen oder werden die umgespritzt?
Herbstliche Grüße an alle Blog-Leser
Betula
Oh ja, vielen Dank für Eure Hinweise zu den lackierten Erika´sen & Co. Die finde ich auch entsetzlich-schauderhaft, ebenso wie Kunstschnee-überzogene Weihnachtsbäumchen und Kakteen mit Augen und Strohblumen…. :-(
Äh Nachtrag: Die Grellbunten sind wirklich lackiert.
Die Torfmyrte ist wirklich super-stachelig. Ich werde soweit möglich dann auch auf Abstand gehen, Maren. Hoffentlich hast Du beim Herbstzauber nicht zu viele Sedum erwischt. Die sehen zwar mit Rauhreif drauf ganz nett aus, obwohl sie im Winter bereits braun und abgestorben sind, aber sie haben halt keine immergrünen Blätter…
Die Koniferen sind schuld, daß ich zwei Sätze Balkonkästen hab, für Sommer und Winter. In den Winterkästen stehen nämlich ehemals Minikoniferen, die über den Sommer prächtig gedeihen und mir so langsam Kopfzerbrechen bereiten, denn sie sind eigentlich schon zu groß für die Kästen, sieht albern aus. Aber im Beet ist kein Platz und ansonsten will sie auch keiner haben. Naja diesen Winter bleiben sie noch. Erika dazu gehen mir immer ein. Letztes Jahr hatte ich dann Stiefmütterchen, das hat ganz gut geklappt. Jetzt gibts ja diese Glöckchenartigen Heiden, vielleicht versuch ich es damit mal, die sind so süß!
Ich hab zwei von diesen kugeligen Sedumdingern erwischt, die Du neulich hier auch vorgestellt hattest. Was mit “Schokolade” oder so. Und die restlichen Fetthennensachen sind übrigens ganz winzig und flach bzw. ein wenig rankend, die große schneide ich irgendwann immer zurück, wenn sie gammelig wird. Hat Schwiegermami gesagt, man sollte das so machen. Stehen gelassen habe ich sie bisher noch nie.
Ansonsten hab ich – als ich neulich beim Gärtner war – doof gefragt, was denn einigermaßen über den Wintern bleiben würde und sich nicht zurück zieht. Ich wollte keine “leeren” Kästen haben auf einmal. Und was sagt der gute Mann – Chef vom Laden und wirklich Gärtner durch und durch – da ganz pragmatisch zu mir: Dann stecken Sie halt Tannengrün in die Kästen, wenn Sie was für Weihnachtsbeleuchtung als Grundlage brauchen. Oder kommen zu uns und kaufen was neues. ;o)
Etwas blöd geschaut habe ich ja schon, wollte ich doch genau so etwas nicht mehr machen. Ich habe trotzdem von den schönen Sachen gekauft. Wird schon irgendwie gehen mit meiner Lichterkette, sonst kaufe ich mir doch noch Stacheldraht, wenn es gar zu gruselig ausschaut. :o)
Ach und zur Myrthe: Ich habe mir jedes Mal vorgenommen Handschuhe anzuziehen, wenn ich dran ging. Bei mir entzünden sich die Piekser nämlich regelrecht. Wird alles rot, etwas dick und brennt dann einen Tag oder so. Beim letzten Rückschnitt am Wochenende habe ich dann endlich mal Handschuhe rausgekramt. Habe leider keinen schönen Gartenhandschuhe, daher mussten dann Putzhandschuhe reichen. Ging dann auch recht gut. :o)
Hallo Gärtnerin,
seit längerem verfolge ich mit wachsender Begeisterung Deinen Blog und nun habe ich zum Thema Herbst/Winterbepflanzung auch mal einen Kommentar:
Ich habe mich dieses Jahr bei meiner Balkonbepflanzung auf weißblühende Pflanzen konzentriert. Dabei habe ich festgestellt, daß es nicht nur eine Blütenform bei Chrysanthemen gibt – momentan besitzte ich drei Formen.
Seit dem Wochenende aber zweifle ich an meiner Sehfähigkeit und meinem Farbverständiss, denn die weißen Chrysanthemen und Astern färben sich Blüte für Blüte rosa bis lila.
Kann mir jemand dieses Wunder erklären. Da ich den Balkon eigentlich komplett weiß gestalten wollte, passt das nun überhaupt nicht ins Bild und verleitet mich eigentlich zu einer Neubepflanzung – was ich wiederum nicht will, da die Pflanzen gut angewachsen sind.
Kann mir daher irgendjemand weiterhelfen?
Also ich würd sie einzeln verbonsaiisieren (relativ klein halten halt, aber im separaten Topf, Katharina. So einen kriegt man doch immer noch irgendwo dazwischengestellt oder vor ner Tür unter …
Na das waren ja tolle Gärtner-Auskünfte, Maren. Solche Argumentationen kenn ich auch, die hauptsächlich dem Gärtner dienen. Ich fühle mich mit sonem Statement jedenfalls nicht besonders gut beraten und angesäuert. Bin ne schwierige Kundin. :-) Danke für den Handschuh-Tipp. Hatte nur einen kleinen Riss in der Haut, aber der juckt (noch) nicht.
Hallo Christiane, danke Dir, freut mich. Freut mich immer, wenn ma jemand was zu mir sagt. Man weiß ja nie, wer überhaupt alles so da ist, während man so vor sich hinbrabbelt. Eigentlich ist bloggen so gesehen echt eigenartig. Selbstgespräch unter Beobachtung. ;-)
Leider kann ich zu Deiner Frage nicht direkt helfen. Vielleicht sinds solche mehrfarbigen Astern, die im Aufblühen irgendwie ne 2. Farbe entwickeln?! Kann dazu jemand was sagen? Auf alle Fälle doof, dass Dein Konzept sabotiert ist. Aber ja eigentlich eher die Regel als die Ausnahme, dass so was passiert. Ich sag nur gelb. Bei mir ist immer alles gelb, was nicht soll. Sei nicht so hart in Deinem Farben-Rausch. Wenn die doch so gut wachsen da, sei gnädig. Bitte! :-))))))
Ich komme garade von einem großen Garten- und Pflanzenmarkt in unserer Nähe und da gab’s neonfarben lackiete Stacheldraht-Pflanzen! Brrr! Da konnte ich nur noch schnell den Blick abwenden…
@ Gärtnerin: Stimmt schon, die Gärtnereien wollen halt verkaufen. Aber ich nehme es ihm nicht krumm, er ist sonst echt nett. :o)
@ Betula: Gell, da wird man blind. Erschreckend, was es manchmal so alles gibt.
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