Hessenpark Impressionen 1
Gestern war ich wie irgendwann mal angekündigt beim Pflanzenmarkt im Hessenpark in Neu-Anspach/Taunus. Ein traumhafter Frühlingstag! Schon die Anfahrt fand ich erfrischend und inspirierend. Blau und grün, so grün allüberall, durchsetzt mit gelbem Löwenzahn und Raps. Frühlingsfrisch ist die Natur!
In der Tat ist viel, viel, viel passiert, seit ich vor Jahrzehnten zuletzt im Hessenpark war. Wunderschön und mehr als einen Ausflug wert! Die Vielfalt der dargebotenen Ausstellungen, Sehenswürdigkeiten und Vorführungen kann man an einem Tag gar nicht genießen, und schon gar nicht, wenn auch noch Pflanzenmarkt die Aufmerksamkeit auf sich zieht. ;-)
Es war höllisch viel los an diesem Sonntag, aber aufgrund der Größe des Geländes verläuft sich das relativ gut (Außer im Bereich Pflanzenmarkt, der war knüppelvoll).
Die auf dem Gelände arrangierten Fachwerkhäuser sind allesamt Nachbauten historischer Fachwerkhäuser aus den verschiedensten hessischen Gemeinden. In den Häusern befinden sich dann Ausstellungen zu unterschiedlichsten Themen von Postamt über Blaufärberei bis Brauerei. Zwischen den einzelnen Häuser-Flecken ist viel, viel Platz für Weiden und Landwirtschaft, Rebhänge und Lagerflächen für noch mehr historische Fachwerkhäuser, die erst noch aufgebaut werden müssen. Beim Eintreffen betritt man, noch vor dem eigentlichen Eintrittsbereich, zunächst den nostalgisch anmutenden Marktplatz, an dem sich zahlreiche Geschäfte (Bäcker, Metzger, Blumenladen, Holz-Spielwaren,…. Lecker Sauerteigbrot!!!!) und Gasthäuser befinden.
Im Außenbereich des Restaurant “Alter Markt”, das sich im historischen Fachwerk-Rathaus aus Gießen befindet, habe ich ganz zuerst mal eine sensationell gute Kräuterbratwurst mit Stampfkartoffeln an Senfschaum-Sößchen gegessen.
Direkt auf dem Marktplatz auch gleich mal zwei Hessisch-Rätsel für Nicht-Hessen aufgeschnappt und mitgebracht. Also, liebe Auswärtige, was ist wohl ein “Schawellsche“?
Und, vielleicht etwas leichter, aber nicht minder witzig, find ich: “Woschtbud”?
In diesem schönen Komplex fand gerade eine Hochzeit statt:
Ein paar besondere Impressionen aus dem Hof der Brauerei…. Ein richtig echter Donnerbalken, wie er früher für gewöhnlich in Häusern installiert war. Gittertürchen soll wohl Besucherandrang in heutiger Zeit verhindern.
Prompt entspannen sich zwischen den älteren Besuchern Fachsimpeleien über Donnerbalken-Besuche damals zur Winterszeit, Zeitungspapier als Toipap und das Entleeren der Jauchegrube (hessisch “Puddelkaut”) denen ich natürlich gebannt lauschte. *fg*
Der Schau-Hopfen an der Brauerei treibt schon kräftig durch.
Das sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, wie hoch Hopfenstangen aus der Nähe betrachtet wirklich sind.
Weiter im nächsten Beitrag.
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