Hydrokultur-Behälter, Blähton, Wasserstandsanzeiger
Teil 2 von Anjas Hydrokultur-Serie:
Hydrokultur-Töpfe – Der Behälter
Das gängigste Prinzip für Zimmerpflanzen umfasst ein Gefäß mit 2-3 Bestandteilen:
Mehrzweck-Hydrokultur-Topf aus Kunststoff, gefüllt mit Blähton, der …
in einen passenden, wasserdichten Übertopf gesteckt wird, außerdem …
evtl. (erst ab einer Gefäßhöhe von 11 cm halbwegs sinnvoll) einen Wasserstandsanzeiger, der den Überblick über die Höhe der Nährlösung im Gefäß erleichtert. Auch er muss die zum Gefäß passende Höhe haben!
Der Wasserstandsanzeiger
Bevor ich mir einen neuen genialen Artikel über Wasserstandsanzeiger aus den Fingern sauge, verweise ich lieber auf die beste mir bekannte Adresse.
Dort findet sich alles Wichtige, inkl. der wenig bekannten Tatsache, dass Anzeiger von weniger als 11cm Länge (passend zu Töpfen mit 11cm Randhöhe) reine Geldverschwendung sind. Hier möchte ich lediglich erwähnen, dass nach allem, was es zu lesen gibt, die Anzeiger in der Hydrokultur zwar etwas zuverlässiger funktionieren als bei “Seramis”, dass ich aber dennoch im Zweifelsfall lieber den Kulturtopf aus dem Übertopf hebe, als blind zu gießen. DAFÜR allerdings ist der Wasserstandsanzeiger echt praktisch, ich fasse bei größeren Pflanzen den Topf an ihm und dem gegenüberliegenden Gefäßrand an, um die Pflanze rauszuheben… *räusper*
Praktisch finde ich auch die an vielen Wasserstandsanzeigern vorhandene Markierung, die mich daran erinnert, wann die betreffende Pflanze zuletzt Langzeitdünger erhalten hat (im Bild im März 2008, als sie umgetopft wurde).
Was die Skala betrifft, ich gieße NIE über die „Optimum“-Marke hinaus und warte nach dem Verschwinden der letzten Wasserpfütze im Übertopf immer noch ein oder zwei Tage mit dem Nachgießen. Bislang hatte ich nach dieser Methode weder vertrocknete noch verfaulte Pflanzen.
Das Tonsubstrat
Über Blähton muss man erst etwas wissen, wenn man umtopfen will. Dabei ist das Wichtigste: Das Substrat gut durchspülen, um durch den Transport abgeriebene Partikel herauszuwaschen! Gebrauchten Ton kann man wieder verwenden, sollte ihn aber von allen Wurzelresten befreien und auch auskochen; das kann etwas aufwändig werden.
Das Wissen über Korngrößen von Blähton geht, wie ich finde, über das Grundsätzliche hinaus. Faustregel: Je größer der Topf, desto gröber der Blähton… Ausnahme: Sukkulenten sollten auch bei kleinen Topfgrößen in groben Ton getopft werden, weil darin die Durchlüftung einfach erheblich besser gewährleistet ist. Ich topfe um, sobald mir am unteren Ende des Kulturtopfes Wurzeln entgegen wachsen (sieht man spätestens bei der nächsten Düngergabe).
Weitere Hydrokultur-Beiträge von Anja:
Hydrokultur-Grundlagen (1)
Hydrokultur-Pflege, Umstellen auf Hydrokultur (3)
Hydrokultur-Vermehrung von Pflanzen (4)
Hydrokultur-Vorteile, Nachteile, Irrtümer (5)
sonst:
Zimmerpflanzen
Umtopfen allgemein
Blumentopf
Dünger
eingewurzelt unter: Zimmerpflanzen
Vor einem Jahr
"Rotklee" blüht, Gundermann/Glechoma als Ampelpflanzen






3 Kommentare bisher
KommentierenHallo,
bekomme ich bei Ihnen auch einen Wasserstandsanzeiger für große Kübeltöpfe, welche bei uns auf der Terrasse stehen? Benötige 7 Stück.
M.f.G.
U. Wettlaufer
Nö. Hier steht nirgends, dass das hier ein Onlineshop ist, oder? ;-)
Ich suche verzweifelt nach ein Geschäft das zu redlichen Preise Hydro-übertöpfe aus Kunststoff verkauft im Lippischen Raum, oder übers internet, können sie weiterhelfen ?
m.f.gr.
charles.
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