Igel gefunden? Mitnehmen?
(Leider) nicht dass ich bisher einen Igel im Garten hätte, aber die Tage habe ich im Hessen-Fernsehen den Bericht über die vielen Baby-Igel gesehen, die zu dieser Jahreszeit von Tierfreunden mitgenommen und mit nach Hause genommen oder den Tierheimen übergeben werden. In einem Tierheim im Film waren schon drei Igel-Babies angekommen, die jetzt liebevoll per Handaufzucht groß gezogen werden. Ganz gut, dass die dort so was machen, und wahrscheinlich mit mehr Sachverstand als der total unerfahrene Laie, denke ich mal. Zeitintensiv ist das außerdem auch.
Jedenfalls deswegen dachte ich, dass man mal wieder was dazu schreiben sollte, damit nicht so viele Igel “falsch” eingesammelt werden. Weil ja nicht jeder Igel über den Winter Hilfe braucht, sondern nur zu leichte (unter 500-600 Gramm), schwache und kranke Tiere, sowie verlassene Igelbabies, die dann beim Einschlafen in den Winterschlaf nicht genügend Substanz hätten, den ganzen Winterschlaf durchzustehen. Und weil man bei der Igel-Pflege viele Fehler machen kann, so dass es dem Igel am Ende schlechter geht als vorher. Igel sind geschützte Tiere, und deswegen sollte ihnen ja auch unsere besondere Sorgfalt gelten. Aber mit Igelpflege und Wissen ist das für mich jedenfalls so ähnlich wie mit nicht aufgefrischter Erste Hilfe. Da war doch mal was, aber nix Genaues weiß man nicht. Also wappnet Euch für den Enstfall, Gärtner, und informiert Euch mal wieder, wenn´s Euch genauso geht wie mir. :-)
Welche Igel eventuell unsere Hilfe brauchen, und was man tun muss, wenn man einen Igel findet, kann man bei Pro IGEL ganz schön nachlesen, find ich.
Ansonsten wünsche ich all unseren strammen, gesunden Igeln einen guten, mummeligen Winterschlaf in der Freiheit.
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10 Kommentare bisher
KommentierenWhow, 500g. So schwer wollte unsere Igelchen bestimmt auch gerne mal werden. Leider hat es gestern 160g gewogen, als wir es dann zu einer Igelstation gebracht haben.
Ups, etwas schlank, das Kerlchen. Da drück ich ja mal die Däumchen für den Kleinen. Find ich gut, dass Ihr ihn zu ner Igelstation gebracht habt.
Könnte mir übrigens vorstellen, dass das, wenn man z.B. Kinder hat, die Feuer und Flamme sind, gar nicht so leicht ist, so einen Süßen abzugeben.
Freunde von uns hatten auch Igel im Garten. Sie haben dann im Tierheim angerufen und bekamen die Angabe, dass man Tiere über 500 g im Wald aussetzten soll und Tiere unter 500 g aufgepeppelt werden müssen. Da es aber Mutter und Kind waren, haben sie es nicht übers Herz gebracht und erstmal beide behalten. Ich muß mal nachfragen, wie das weiterging.
Ich möchte übrigens auch die sogenannten Igelfreunde davor warnen, im Herbst Tellerchen voll Milch und Katzenfutter hinaus zu stellen!! Die einzigen, die davon profitieren, sind KATZEN! Zumal Milch und Katzenfutter gar nicht mal so gesund für Igel sind.
Meine Bella jedenfalls ist in den letzten drei Wochen fürchterlich fett geworden, obwohl sie daheim kaum was frißt. Und die Tage erst freute sich eine Nachbarin wie jeck, weil die “Igelchen jede Nacht zum Futter kommen”… ich hab dazu mal nichts gesagt… spare ich doch momentan eine ganze Menge an Katzenfutter *smile*
Hmm, weiß dann jemand von Euch, ob Katzen auch spezielles Igelfutter fressen?
Das habe ich letztes Jahr nach meiner Igelsichtung im Garten rausgestellt. Und zwar in einem alten Vogelhäuschen auf dem Boden, weil ja angeblich Katzen sehr ungern fressen, wenn sie ihren Kopf irgenseo reinstecken müssen. Ob das stimmt? Keine Ahnung. Aber ich dachte, das sind dann vielleicht zwei Gründe, die die Katzen davon abhalten könnten, den Igeln das Futter wegzufressen.
Liebe Grüße, Sus
Hallo Sus,
ich kann nun natürlich nicht für alle Katzen dieser Welt sprechen, aber meine Bella würde es sich holen. Die steigt für Käserollis sogar in ein Gurkenglas, wenns sein muß… auch ist sie eine jener Katzen, die ALLES frißt, wenn man sie läßt, bis hin zu Nutellabrot und *seufz* Dorswal Schildkrötenfutterpellets, die 100% pflanzlich sind.
Das Igelfutter so anzubieten ist jedenfalls der bessere Weg als Milch und Katzenfutter :-) Und wer weiß? Vielleicht kommen bei dir ja Igel ran.
Was eventuell auch noch denkbar wäre, wär ein Schälchen mit Mehlwürmern oder so?
Ich habe auch mal einen aufgesammelt, der lief mir tagsüber über den Weg,bzw. dämmerte im Rinnstein vor sich hin.
Mit vielen Informationen habe ich mich dann versorgt und den Igel im darauffolgenden Frühjahr nach erfolgreicher Überwinterung wieder ausgewildert.
Joh, war es auch. Unsere beiden Mädels wollten den am liebsten auch behalten. Aber da sie mitkommen durften um ihn abzugeben, war es etwas einfacher. Auch wenn ich mir zu Hause dann direkt “Ich vermisse den Igel” anhören durfte (aber das tue ich ja auch ;-)
Das Milch “Gift” für den Igel ist (aber prinzipiell auch der Katze nicht so gut bekommt), sollte doch bekannt sein. Aber Katzenfutter wird sogar von Pro-Igel als ein Teil einer Igel-Diät “empfohlen”.
Sehr cool, Schocan. Da hatte ich wohl neulich eine Igel-Erfahrene auf der Sofakante sitzen, und ahnte es nicht . ;-)
Ulf, ich hoffe, Ihr dürft “Euren” dann wenigstens mal besuchen.
Hallo,
schöner Artikel. Ich finde, man kann gar nicht oft genug auf dieses Thema hinweisen, weil es die meisten doch gut meinen, aber letztendlich dem Igel schaden.
Gruß
Johannes
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