Keisha · 19. Mai 2008, 17:24

Japanische Wollmispel – Eriobotrya japonica

Aus aktuellem Anlaß schreib ich heute mal über meine Japanische Wollmispel. Im Gartenhandel sieht man sie wohl eher selten. Meine Pflanze ist wohl um die 5 Jahre alt, wurde von meiner Mutter aus einem Kern gezogen, und aus Unwissenheit nicht richtig gepflegt. Über die Pflanze später mehr….

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Der Grund dieses Beitrages ist, daß ich heute bei Famila zufällig die Früchte in der Exotenabteilung gefunden habe. Nach 5 Jahren endlich mal wieder! Im Handel heißen sie unter anderem Nespoles, Loquat oder ganz banal „Mispel“. Die Früchte sind in der Regel gelblich bis orange, oval oder rund und können bis zu 9 Kerne enthalten. Die hier angeschnittene (zum Größenvergleich: Sie liegt auf einem Tassenuntertellerchen) enthielt zB nur einen einzigen, aber echt großen Kern. Die angeschnittene bzw halbierte ist zudem geschält. Die Schale schmeckt nicht so toll. Die braunen Flecken auf der Schale sind kein Qaulitätsmakel sondern Zeichen dafür, daß die Loquat reif sind! Haben sie diese Flecken nicht, sind sie meist quietschesauer.

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Schwer zu erklären, wie eine Mispel in etwa schmeckt. Süß, säuerlich, mit einem ganz leichten Touch von Apfel. Und da ist auch schon das Stichwort zur Wollmispel, denn sie ist ein Rosengewächs. Und somit verwandt mit den heimischen Mispeln, Äpfeln etc.

Die Wollmispel mag Gartenerde, humos, ein bißchen sandhaltig oder auch normale Blumenerde, mit ein bißchen Lehm und Basaltmehl versetzt. (Macht euch keinen Streß wegen solchen Sachen wie Basaltmehl… hat ja nich jeder im Keller liegen. Ein bißchen Sand in die Blumenerde tuts völlig.) Sie braucht anscheinend viel Dünger und Wasser, der Dünger sollte stickstofflastig sein (oder einfach mit Hornspänen nachhelfen).
Sie kann im Sommer draußen stehen, sonnig oder halbschattig. Sie soll regen- und windgeschützt stehen. Sie kann im Kübel draußen überwintert werden (mit Winterschutz) und soll frostfest sein bis ca -10 Grad, allerdings erfrieren dann Blüten und Früchte.
Im Spätherbst/Winter blüht sie, die Früchte kommen im Frühjahr. Darum empfiehlt sich eine Überwinterung drinnen, oder man hält sie ganzjährig im Wintergarten.
Im Winter muß gegossen werden, wenngleich nicht so üppig, damit sich Früchte bilden können. Gedüngt wird in dieser Zeit nicht.

Um die Verzweigung anzuregen, sollte man im Sommer die ersten 5 – 8 Jahre die Pflanze zurückschneiden (was bei meiner bislang nicht passiert ist), ebenso sollte man lange Triebe kappen und eventuell entspitzen. Man sollte spätestens alle 2 Jahre umtopfen in einen leicht größeren Topf (auch das passierte die ersten 5 Jahre kaum…)
Ich weiß noch nicht, ob ich bei meiner schon da seienden die Schere ansetzen soll…. an ihr ist doch eh so wenig dran… oder ich laß sie, wie sie ist und ziehe mir neue von Anfang an richtig.

Meine Erfahrungen mit ihr seit letztem Sommer:
Bei der Wollmispel sind die alten Blätter (die bei meiner Trockenheitsflecken haben) sehr hart, die neuen Blätter dagegen weich und sehr zart. Man reißt sie schnell im Vorbei gehen mal kaputt :-( Die Blätter sind mit einem Flaum besetzt.
Die Mispel ist draußen leider ziemlich Blattlausanfällig, die fressen dann mal gerne große Löcher in die Blätter. Siehe oben.
Daß sie keinen Regen und keinen Wind mag, kann ich nicht unterschreiben. Sie steht zwar auf dem Balkon, aber vorne an der Brüstung und da trifft sie schon mal der Regen und Windig ist es hier eh fast immer.
Achtung: Im Winterquartier braucht sie unbedingt Luftfeuchtigkeit, habe ich das Gefühl, sonst kriegt sie diese braunen Flecken auf den Blättern. Sie muß auch hell stehen, sonst wirft sie mal eben die Blätter ab. Angeblich soll sie auch kalt stehen, bei 5 – 10 Grad, aber meine kam im Kinderzimmer bei ca 18 Grad, weit weg von der Heizung, gut klar. Ab Februar ca hat sie sogar neue Blätter bekommen. Geblüht hat sie allerdings noch nicht, aber das ist mir gelinde gesagt wurscht.

Wer mehr über sie erfahren will, kann mal hier schauen.

eingewurzelt unter: Garten allgemein,Kübelpflanzen Balkonblumen,Obst im Garten,Zimmerpflanzen

Alle anzeigen mit Stichwort:

Vor einem Jahr
Merkwürdige Gesellen ..., Miniermotte-Kunst, Kängurudorn (Acacia armata), Euphorbia leuconeura, Lupinus cruickshanksii "Sunrise"



42 Kommentare bisher

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Mari, 19. Mai 2008, 21:11

Hallo!
Ich habe vor vielen Jahren mal in einer Eisdiele gejobbt und dort einige Kerne der Wollmispel ergattert.
Vier Bäumchen sind daraus entstanden, und einer hat bis heute überlebt. Und ziert jetzt meine Terrasse. Ich liebe meinen inzwischen 20 Jahre alten Baum, mein Mann mag ihn allerdings weniger. Er muss das Ding zweimal im Jahr in bzw. aus unsrem Speicher schleppen ;-)
Mein Baum trägt auch inzwischen essbare Früchte. Ungezieferbefall hatte ich noch nie an dem Baum und geschnitten habe ich ihn auch nicht, und er ist trotzdem recht hübsch geworden.
Letztes Jahr war ich im Juni in Griechenland, und habe ganz viele Wollmispeln mit Früchten gesehen.

Keisha, 19. Mai 2008, 21:27

Hallo Mari, danke für deinen Erfahrungsbericht. Schön, daß sich so schnell jemand meldet, der diese Pflanze auch kennt und hält.
Wollmispeln kommen inzwischen tatsächlich im mediterranen Raum sehr häufig vor, weil sie da exzellente Bedingungen vorfinden. Spanien ist eines der Länder, aus denen die hier käuflichen Mispeln am häufigsten zu kommen scheinen, aber auch in diversen subtropischen Gegenden werden sie inzwischen angebaut.
Wenn du magst, Mari, dann schick doch mal ein Bildchen deines Lieblingsbaumes. Meine E-Mail Adresse findest du oben unter Gartenblog-Autoren.

Véronique, 22. Mai 2008, 10:08

Gut! Jetzt weiß ich endlich, wie „Biwa“ in deutsch heißt, und dass sie durchaus hier wachsen können. In Japan habe ich welche gegessen, roh, oder entkernt und vermutlich eingemacht, einzeln verpackt in kleinen verzierten, dichten Papiertüten, mit Gelee umhüllt: Der Inhalt wird direkt in den Mund ausgedrückt. Bestimmt eine gute Idee, um mit der kleinsten Produktion viel Effekt zu erreichen.

Jutta, 18. September 2008, 22:42

Hallo,
ich war dieses Jahr in der Türkei im Urlaub und habe dort zum ersten Mal überhaupt den Namen „Mispel“ gehört und die Früchte gegessen. Von den Kernen, die ich mitgenommen habe, sind tatsächlich 2 Stück aufgegangen.
Nun habe ich -dank dieser Seite- viele Tipps erhalten, um die kleinen Pflänzchen groß zu kriegen!!! – Mal sehn, ob ich mal so super schmeckende Früchte davon ernten kann, wie ich sie dieses Jahr in der Türkei kennengelernt habe.

ralf, 20. September 2008, 18:20

Hallo
ich habe seit ca 3 Jahren eine Wollmispel im Garten gepflanzt, der Pflanze geht es gut und Sie blüht dieses Jahr das erste mal. Frost /Regen übersteht sie sehr gut

Nate, 04. Oktober 2008, 23:37

Hallöchen,
ich habe vor zwei Jahren in Spanien einen Mispelsamen geschenkt bekommen und er ist hier in Deutschland gut angegangen. Seit dem steht das kleine Bäumchen in einem bestimmt inzwischen viel zu kleinen Blumentopf am Fenster meiner Küche.
Ich werde in bald umtopfen und ihm mehr Platz gönnen. Ein Platz auf unserem überdachten Balkon wir unserer Mispel bestimmt auch gut tun.

Michael, 17. Oktober 2008, 10:37

Hallo,
habe 1998 aus Kroatien einen Kern mitgebracht und damals eingepflanzt. Die Pflanze stand im Sommer immer draußen und im Winter im Treppenhaus, der Topf wurde etwa alle zwei Jahre durch einen größeren ersetzt. 2005 habe ich den Baum (damals etwa 1m breit und etwa 80cm hoch) vor meinem Haus eingepflanzt, er ist durch zwei Hauswände und eine Gartenmauer gut geschützt, bekommt aber trotzdem viel Sonne. Inzwischen ist die Pflanze regelrecht explodiert, etwa 2,80m hoch und hat fast 4m im Durchmesser, sie bekommt gerade zum ersten Mal Blüten, die etwas nach Flieder duften. Zurückgeschnitten habe ich bisher nur ein paar Zweige, die ziemlich chaotisch Richtung Boden gewachsen sind. (das chaotische Wachstum ist wohl normal) Sie mag viel Wasser, und etwas Natürdünger für Obstbäume hat ihr auch nicht geschadet. Die Anfälligkeit für Blattläuse kann ich bestätigen, dieses Frühjahr gab es reichlich davon…
Ansonsten ist das Bäumchen wohl sehr robust, und hat bisher sämtlichen Wettereinflüssen erfolgreich widerstanden ( Standort Nähe Speyer )
Das dichte, grüne Blattwerk erneuert sich ununterbrochen fast über das ganze Jahr, einzelne Blätter werden gelb und fallen ab, jetzt im Herbst vermehrt.
Viel Erfolg mit der japanischen Wollmispel, der (geringe) Pflegeaufwand lohnt sich ! :-)

Elke, 20. November 2008, 22:39

Vielen Dank für Beschreibung und Kommentare!
Hab heute gerade meine 1,50 m hohe Mispel wieder ausgegraben, um sie drinnen überwintern zu lassen. Im Frühjahr pflanze ich sie immer hinaus. Ich habe Angst, daß sie mir bei zu viel Frost eingeht. Es gibt die Früchte auch in Dosen zu kaufen, aber frisch sind sie einfach oberlecker und frisch gepflückt im Süden noch viel besser.
Euch allen viel Spaß weiterhin mit den Bäumen!

Tim, 23. März 2009, 17:13

Wollte nur mal sagen das es die früchte für kurze zeit im Sommer beim Türkischen Händler gibt. Im Türkischen werden die „Yeni Dünya“ genannt übersetzt heißt das „Neue Welt“. Ausserdem ist das mein Lieblings Obst.

Horst F., 03. Mai 2009, 15:00

Ich bin am Wochenende aus Kusadasi/ Türkei zurück gekommen und habe mit Interesse die Kommentare über auch mein Lieblingsobst gelesen, das ich vor 5 Jahren in Kusadasi kennengelernt habe. Mein Versuch, zwei kleine etwa 35 cm hohe Bäumchen mitzubringen ist leider am Hamburger Zoll gescheitert, da – so die Aussage – die Einfuhr von Pflanzen mit Erdballen aus Nicht-EU-Ländern verboten sei.
Ich werde es also auch mit Kernen versuchen. Die Früchte gibt es in Hamburg in jedem türkischen Markt zu kaufen.
Viel Spaß weiterhin mit Yeni Dünya.
Horst F. 3.Mai 2009

Platte KLaus, 15. Juni 2009, 15:02

Hallo,
Vielen Dank für die sehr interessanten Beiträge!
Habe seit Jahren eine Wollmispel, die schön wächst,allerdings des öfteren „gekreuselte“ Blätter bekommt: an den Blattunterseiten bildet sich auch so was wie weisse „Spinnweben“ Wer hat mit solchen Problemen Erfahrung und hat einen Rat ? ?

viele Grüße
Klaus Platte

Keisha, 15. Juni 2009, 16:56

Die Wollmispel ist leider sehr anfällig für Blattläuse (Rosengewächs halt *gg*) und eventuell auch Spinnmilben. Meine 3 Babies letztes Jahr sind ab Herbst/Winter von Wollläusen gradezu überrollt und nieder gemacht worden. Keine war zu retten.
Du solltest deine Mispel eventuell mal auf Spinnmilben hin untersuchen, Klaus. Klingt ganz danach. Meine reagierte auf Schädlingsbefall auch mit gekräuselten Blättern. Im Moment gehts ihr noch gut, sie steht auf dem Balkon im Brüstungsschatten. Bin gespannt, wann die ersten Blattläuse einwandern….

Flavia, 19. Juni 2009, 11:42

Ich habe vor 3 Jahren eine Wollmispel (1,5m) geschenkt bekommen u. sie windgeshützt, an eher trockener Stelle in meinen Garten gepflanzt. Allerdings wohne ich im Südwesten Deutschlands u. die Winter sind nicht ganz so streng. Anfangs wollte ich sie noch mit Reißig schützen, habe es aber dann doch vergessen u. sie hat diesen Winter, welcher eine lange Frostperiode hatte wunderbar überstanden. Bis jetzt hatte sie noch keine Schädlinge. Im Frühjahr habe ich zum Test einen Zweig zurückgeschnitten, da er ziemlich gagelig ohne Seitentriebe wuchs u. Stecklinge gemacht. Sie hat unterhalb gut ausgetrieben. Die anderen langen Triebe schneide ich somit auch noch zurück. Die Stecklinge habe ich ins Schattenbeet gesteckt u. treiben ebenfalls. Im Herbst kann ich sie dann wohl umpflanzen. Nun warte ich nur noch, ob sie vielleicht doch mal blüht, glaube ich allerdings nicht……Übrigens, habe ich seit Herbst auch ein Granatapfelbäumchen im Garten. Im Winterquartier hatte ich nicht mehr genügend Platz u. habe es auf gut Glück in den Garten gepflanzt. Aber da es aus einem Kern gezogen ist, wird es wohl nicht zum Blühen kommen…

Susanna, 24. Juli 2009, 22:21

hallo,
ich habe einen ganz besonderen Baum enteckt und zwar einen Mispelbaum. Da dieser Baum sehr selten vorkommt habe ich mir erlaubt einige kleine Zweige mitzunehmen. Nun möchte ich selber einen Steckling ziehen. Und habe einen Steckling in ein Wasserglas gestellt und ans Ostfenster gestellt, damit viel Licht eninfällt. Nun bilden sich kleine weisse Ansätze, sieht aus wie Wurzelbildung. Was muss ich nun tun, damit der Steckling auch mal ein kleiner Baum wird.Wer hat da Erfahrungen?
Danke schon mal im vorraus

Judith, 25. August 2009, 11:47

Hallo,
mein Mispelbaum ist jetzt ungefähr ein Jahr alt und steht schon in seinem dritten Topf, so schnell wächst der bei mir. :)
Bei zuviel Regen oder Wind kommt er immer an eine geschützte Stelle und im Winter steht er in der Wohnung unter der Terassentür, damit er genügend Licht hat.
Ein paar braune Blätter bekommt er zwar dann auch, wahrscheinlich wegen der trockenen Luft…

Ansonsten hoffe ich, dass er den Umzug nächstes Jahr gut übersteht und ich dann irgendwann die ersten Früchte ernten kann.

@Susanna: Einfach warten, bis die Wurzeln etwas länger als ein Finger sind, dann einpflanzen.
Ach ja, und das Wasser wechseln beim Keimen nicht vergessen ;)

LG, Judith

manuela, 05. November 2009, 14:25

hallo hatte einen mispelbaum vor 6 jahren aus einem kern gezogen,er stand dann drausen im beet im halbschatten wuchs nur ganz langsam,vor 2 jahren setzte ich ihn um mitten ins beet ungeschützt.der letzte winter war wohl härter als sonst das kompl.laub wurde braun.mein mann(türke) meinte raus damit der ist hinüber,nahm die axt und weg war meine mispel,schnief.und siehe da sie trieb neu aus .sie ist im letzten sommer 95 cm gewachsen.dann werde ich auf die früchte eben nochmals 2 jahr warten.hier in duisburg tragen die mispeln früchte,sind zwar etwas kleiner als die türkischen aber genauso lecker.lg manuela

christian, 08. Mai 2010, 03:18

bisher habe ich noch nicht so Glück gehabt.Meine erste Serie selbstgezogener aus Madeira ist erforennach 3 Jahren (60cm).Mit der letztes Jahr begonnen aus Kernen in D gekaufter Früchte gezogener habe ich mittlerweile wieder das gleiche Problem wie mit den ersten nämlich bräunlich vom Blattrand zunehmende trockene Flecken (Viren-Bakterien?) habe mal gelesen,dass man die befallenen Blätter rasch entfernen soll, aber das scheinen die Pflanzen auf die dauer nicht zu überleben- es bleiben immer weniger Blätter übrig.hat jemand einen Tip. Vielen Dank im voraus.Viele Grüße Christian

Britta, 26. Mai 2010, 12:01

Heute lagen sie wieder zum ersten Mal in diesem Frühjahr in der Auslage des türkischen Lädchens. Mispeln – die ich auf Zypern kennen- und lieben gelernt habe. Seitdem freue ich mich jedes Jahr auf die neue Ernte und schwelge mit jedem Bissen in Erinnerungen (und Fernweh!).
Jedes Mal nehme ich mir vor, einen Kern einzupflanzen – und vergesse es dann doch immer wieder… Dank Deiner Beschreibung werde ich es nun doch mal versuchen. Und hoffen, dass ich auch „bald“ eigenen Früchte genießen kann. ;)

Viele Grüße
Britta

Klaus, 31. August 2010, 15:13

Der Gärtnerblog ist für mich immer eine neue
Erfahrung.
Am Sonntag kaufte ich mir auf der Ega in Erfurt
eine Wollmispel.
Die Kommentare auf dieser Seite machen mir Mut
zur Freilandhaltung.
Aber zur Sicherheit, ich habe nur ein kaltes
Gewächshaus, werde ich wie üblich Stecklinge
schneiden und den Baum vermehren.
Sollte der Baum die braunen Blätter bekommen
dann werde ich ihn,wie gegen Birnengitterrost,
behandeln.
Auf der Beschreibung steht eine Frosthärte
von – 20 Grad, allerdings mit Winterschutz.
Vielleicht hilft das T-Shirt mit dem Aufdruck
„Gartenflüsterer“ das mir meine Tochter schenkte.

Gärtnerin, 01. September 2010, 12:07

Meine Mom hat mir eine kleine selbst gezogene Wollmispel verehrt. Auch für mich ist dieser Beitrag und die Kommentare jetzt wichtig. Danke, Keisha und alle anderen! ;-)

Klaus, 01. September 2010, 14:41

Hallo Gärtnerin !
Wir werden uns größte Mühe geben das Geheimnis
um die Wollmispel zu lüften.
Wenn ich mich recht erinnere dann hatte unser
Nachbar, in meiner Kindheit, eine winterfeste
Mispel in seinem Garten.
Aber leider gibt es diesen Baum und den Nachbarn
nicht mehr.
Also ist der Anbau erfolgversprechend.

Martina, 06. Oktober 2010, 08:06

Hallo,

bei uns in Kapstadt sthet ein 3m hoher Wollmispelbaum auuch Loquat genannt.
Der Baum wächst auch in Namibia.
Das Klima hier ist natürlich komplett anders als in Deutschland, was ich sagen will ist dass wir hier sehr starken Wind haben, Temperaturschwankungen im Sommer pralle Sonne 35 Grad, im Winter an der Stelle auch schon runter bis 7 Grad.
Es regnet im Winter auch viel.
Was der Baum wohl nicht mag ist stehendes Wasser.
ICh liebe den Geruch der Blüten und die Früchte schmecken einfach superlecker und eigenen sich zum roh essen, wenn mandie e Schale ein bisschen reibt, geht der Flaum runter und die Schale ist glatt wie eine Pflaume.
Man kann ihn für Kuchen verwenden und auch für Marmelade.
Ansonsten wohl auch gegen Husten sehr gut.
Viel Spass beim weiterzüchten!

[…] Ort. Wer genaueres darüber wissen will, wie man mit einer Loquat-Pflanze umgeht, findet beim Gärtnerblog hilfreiche […]

Pitty, 10. Mai 2011, 10:49

Hallo,
hinsichtlich der frostbeständigkeit von Mispeln rate ich davon ab, diese im Winter draußen zu lassen. Meine aus dem Kern gezogene Mispel war 12 Jahre alt und ist im Frühjahr 2009 von mir „aus dem Nest“ geworfen worden. Sprich ich habe entschieden, dass es Zeit ist ganzjährig im Garten zu leben. Die Mispel war gepflanzt ca. 2 m hoch. Das wir so einen Winter kriegen konnte ich nicht ahnen. Das ganz Jahr über waren wir und unsere Gäste begeisterte Beobachter des Wachstums im Garten. Leider hat der Winter der Mispel, trotz Schutz, den Rest gegeben. Also mein Rat: Wer sich so lange die Mühe macht, die Mispel rein- und raus zu tragen, sollte es auch weiterhin tun, wenn möglich. Ist einfach zu schade. Übrigens sind die neu gezogenen Mispeln vom letzten Jahr jetzt ca. 30 cm hoch und stehen in normaler Blumenerde, werden nicht zu oft mit normalem Dünger gedüngt. Einfachheit, die besticht!

Klaus, 10. Mai 2011, 15:11

Nachdem ich mir zur EGA einen Wollmispelbaum gekauft hatte und diesen dann ins Freiland entlassen habe musste ich nach diesem Winter feststellen, daß es nichts ist mit 20 Grad Minus.Die Mispel war fast total erfroren. Nachdem ich den verbliebenen Rest ins Treibhaus setzte, begann der Baum wieder auszutreiben. Zur Not habe ich ja noch die Pflanze die ich aus Steckholz gezogen habe. Noch einmal setze ich den Baum, im Winter, nicht ins Freiland, außer ich bekomme eine „Echte Mispel“, die tatsächlich frosthart ist. Bestätigen kann ich die außerordentliche Heilkraft bei Hustenreiz. Ich konnte die Loquat in Kalabrien, im März, geniessen. Leider hat an der Reife noch etwas gefehlt.

Barbara, 16. Mai 2011, 10:40

Habe mit großem Interesse Eure Beiträge zur Wollmispel gelesen. Mein Bäumchen ist jetzt 4 Jahre alt und am Samstag hab ich entschieden „Bäumchen“ in den Garten zu Pflanzen. Die Blätten wurden braun und welkig. Ich wußte nicht mehr was ich mit dem Kerlchen tun sollte.Ich dachte der stirbt und es ist egal ob er im Haus oder Garten stirbt. Einige von Euch haben die Erfahrung gemacht, dass die Bäumchen doch wieder durchkommen. Dachdem ich die Beiträge gelesen habe, habe ich gemischte Gefühle im Bezug aufs Überwintern. Eine Frage habe ich noch zur Wollmispel. Gibt es männliche und weibliche Pflanzen, oder kann jeder Baum Früchte tragen?? Oder wie ist es mit der Befruchtung??
Danke fur die Antwort.

Mispelfan, 23. Mai 2011, 16:27

Hallo zusammen, also ich habe keinen Mispelbaum, aber gerade beim Türken um die Ecke leckere Mispeln f. 3,99 EUR/kg gekauft – wer also gerne Mispeln isst, ab zum türkischen Supermarkt bzw. Ost-/Gemüsehändler. Die Pflanze ist natürlich auch sejr schön.

Klaus, 26. Juni 2011, 08:37

Hallo Barbara !
Die Japanische Wollmispel ist zwittrig, d.h. selbstfruchtbar. Vermehren kannst du sie über Steckhölzer und auch Samen. Da sie nur bedingt winterhart ist, ist es zweckmäßig immer Pflanzen in Reserve zu haben. Fast jeder Samen keimt !
In Kalabrien konnte ich die Früchte vom Baum kosten. Es war April !

Heino, 01. April 2012, 17:25

Hallo, ich bin begeistert, dass sich so viele Mitmenschen Gedanken rund um die Mispel machen. Ich habe vor ca. 7 Jahren aus gekauften Früchten Mispeln gezogen. Eine habe ich vor ca. 3 Jahren ausgepflanzt, ihr bekam das norddeutsche Wetter nicht. Die andere steht im Wintergarten und hat gerade (April 2012) 3 neue hellgrüne Blätter bekommen. Sie ist ca. 70 cm hoch. Bis der Platz im Wintergarten zu knapp wird, dauert es wohl noch ein paar Jahre. Dann werde ich einen neuen Freilandversuch an geschützter Stelle starten.

Klaus, 02. April 2012, 07:39

Da ich einige Pflanzen der Jap. Wollmispel aus Samen gezogen habe, konnte ich auch verschiedene Experimente machen. Die Ausgepflanzte hat den Winter scheinbar nicht überlebt. Ob es nun die extreme Kälte, unter 20Grad Minus,war oder die Trockenheit ist nicht sicher. Die im kalten Gewächshaus überwinterten Pflanzen sehen dagegen gut aus. Die niedrigste Temperatur hier war auch bei ca. 15 Grad Minus. Am besten entwickelt haben sich die zwei Pflanzen am Nordfenster des Schlafzimmers bei 10-15 Grad Plus und wenig gießen. Sie sehen wirklich sehr gut und attraktiv aus. Eine werde ich im Topf eingraben und im Spätherbst dann in das kalte Gewächshaus tun. Wie Heino schon ausführte wird der Baum nur von geringer Größe und wächst langsam. Auch wenn ich, hier in unserer Gegend, keine Früchte ernte so sieht der Baum mit seinen großen tiefgrünen Blättern sehr hübsch aus. Meine im vergangenen Jahr gezogenen Mispeln haben, die beiden Großen, eine Höhe von ca. 35 cm und die Blätter sind 25cm lang.

Lisa, 17. Juli 2012, 21:30

Hallo,
bin gerade vom Urlaub in Umbrien zurückgekommen und dort stand vor unserem Ferienhaus in dem riesigen Garten ein Japanischer Wollmispelbaum. Da ich nur vermutete was es sein könnte, fragte ich Roberto und der sagte es seien ´Nespole` und sie sind sehr gut zu essen. Also erntete ich sie und probierte Marmelade – einfach wunderbar – und alle Kerne nahm ich mit nach Hause. Nun werde ich versuchen ein kleines Mispelwäldchen anzulegen….und die Marmelade ist eine wohlschmeckende Urlaubserinnerung.

Manuela, 21. Juni 2013, 12:49

Hallo,
gerade habe ich durch Suchen im Internet festgestellt, dass ich eine solche Mispel habe. Meine ist ca. 20 Jahre alt und steht seit einigen Jahren im Wohnzimmer, wo sie aber jetzt stört, weil sie zu groß ist. Nun werde ich sie, nachdem ich die Forumbeiträge hier gelesen habe, im Sommer raus und im Winter doch in meinen „Mini“wintergarten stellen.

Klaus Müller, 30. November 2013, 12:53

Betreue seit einigen Jahren 2 Gärten in denen etwa 5m hohe Wollmispeln stehen. Sind jetzt gerade am blühen. Wenn wir einen milden Winter haben gibt es auch reichlich Früchte.

Klaus, 01. Dezember 2013, 19:14

Du machst mir wieder Mut denn ich habe eine Pflanze im Garten ausgepflanzt und ihr auch etwas Winterschutz gegeben. Sie hat bereits einen Winter im Freiland überstanden und der war auch nicht ganz ohne. Die andere Pflanze wird zuhause überwintert.
Vielleicht habe ich bei ihr Glück mit Blüte und Früchten. Wann könnte ich frühestens mit Ertrag rechnen?

Margot Daglılar, 10. April 2015, 08:22

Ich hatte vor 5 Jahren einen Nispelkern eingepflanzt wurde auch sehr groß leider ist er durch zu viel Wind eingegangen , Regen macht dem Nispelbäumchen nichts aus , ich muß dazu sagen ich lebe in der Türkei da ist das Klima etwas anders als in Deutschland

Rudolf Huber, 11. Januar 2016, 10:42

Wir haben vor 15 Jahren aus Italien Kerne der Nespola mitgebracht und eingepflanzt. 13 Bäumchen sind entstandendie wir im Sommer im Garten und im Winter im Wintergarten hatten.Wir haben inzwischen noch drei pflanzen,die anderen haben an Freunde verschenkt.ZweiPflanzen haben zum ersten mal geblüht, eines trägt Früchte.Wir haben mit keiner Erntemehr gerechnet.Gibt es eine besondere Dünger? Danke für die viele Berichte

Hedi Marinelli, 17. Juni 2016, 20:41

Habe seit 10 Jahren eine Jap. Mispel im Garten. Heuer trägt sie zum ersten Mal
wunderbare Früchte, die ich jeden Tag ernte je nach Reife. Mache daraus auch
frischen Saft, vorzüglich. Bis jetzt hatte ich mit der Pflanze keine Probleme, aber ich wohne auch in Meran wo das Klima ,mitspielt. Mein Baum ist inzwischen 5m
hoch und sehr dekorativ, besonders mit
den reifen Früchten!

Ben Sternen, 19. August 2016, 20:13

Hab auch eine große Mispel die sehr viele Blüten und Früchte jedes Jahr trägt
würde die ja gerne auspflanzen aber dann erfrieren die Blüten vielleicht kann mir ja einer sagen wie man den Blüh zeitpunkt verschieben kann .

Tina, 03. April 2017, 21:23

Hallo, ich habe schon seit einigen Jahren eine Mispel, die ich aus einem Kern einer „Yeni Dünya“ vom türkischen Gemüsehändler gezogen habe. Anfangs stand die Pflanze in der Wohnung, nun lasse ich sie schon seit mehreren Wintern draußen. Mein Problem: sie wächst nicht. Sie ist nie größer als ca. 30 Zentimeter geworden, ein Stämmchen ohne Seitentriebe. Ich habe sie schon mehrfach umgetopft, hatte sie auch schon in den Garten gepflanzt, dann wieder ausgegraben. Sie bekommt oft trockene Blätter, die abfallen, dann treiben wieder neue Blätter aus, aber sonst tut sich nichts. Hat jemand einen Tipp?

Dowi, 15. April 2017, 11:34

Unsere Mispel haben wir jetzt schon über 20 Jahre. Aus einem Kern selbst gezogen. Sie ist mittlerweile gut 3 Meter hoch und wächst im Garten in Nähe der Terrasse.
Ganzjährig die großen immergrünen Blätter. Im Frühjahr verliert sie massenweise Blätter, aber gleichzeitig kommen die neuen. Seit ein paar Jahren blüht sie auch. Und wenn die Früchte die Maifröste überstehen, ernten wir die köstlichen Früchte.

Kathi, 15. Mai 2017, 09:47

Hallo,
ich habe mich auch in die Früchte verliebt und möchte nun aus Kernen eigene Pflanzen ziehen. Ich habe kaum Erfahrung mit Pflanzen. Muss man die Kerne trocknen oder besonders behandeln, bevor man sie einpflanzen kann, oder einfach aus der Frucht in die Erde?
LG Kathi

Gisela, 15. April 2018, 14:15

Hallo,
ich habe aus Kernen Pflanzen gezogen u. diese sehen im 2. Jahr immer noch gut aus. Zum Test wurden einige ins kalte Gewächshaus gesetzt u. der Rest im Haus verteilt. Keine ist erfroren bzw. eingegangen.
Wohne im Erzgebirge u. ein Versuch auspflanzen in den Garten probiere ich einfach.Vielleicht in der Nähe des Pfirsichbaumes, denn er trägt jedes Jahr viele Früchte.
LG Gisela

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