Cordyline “Kiwi” – Keulenlilie-Retten

02. Januar 2008 von Gärtnerin

Restebloggen Nr. 1: Die Keulenlilie (Cordyline “Kiwi”), übrigens meine erste Keulenlilie ever, habe ich im Januar für 1 Euro von einem Baumarkt-Resteregal gerettet. Im Oktober 2007 hab ich Bilder gemacht und wollte dazu schreiben….

Beim Kaufen hatte sie fünf Blätter und die meisten davon sahen sehr kränkelnd (überwiegend gelbe-weißliche Blattflecken) aus. Bisher hatte mich die Keulenlilie aus Pflanze nie interessiert, denn die meisten davon, speziell diese mit Laub in Rot, finde ich nicht besonders attraktiv, obwohl sie doch dem Drachenbaum irgendwie ähnlich sehen und sogar mit ihm verwandt sind. Nun gut, an dieser buntlaubigen Sorte konnte ich nicht vorbei.

Cordyline Kiwi hat im wesentlichen hellgrün-gelb panaschierte Blätter mit rot-rosa Streifen-Einschlüssen und/oder Blatträndern. Oder so. Wie man das korrekt panaschierungs-technisch ausdrückt, ist mir nicht klar. ;-)

Nachtrag: Hab auch noch Bilder aus März 07 gefunden. Diese zuerst:

keulenlilie cordyline 3

keulenlilie cordyline 2

keulenlilie cordyline kiwi

Ich habe an der gesunden Pflanze nicht viel gemacht. Die kaputten Blatt-Teile und Blätter entfernt, in frische Standard-Blumenerde getopft und zusammen mit meinen Drachenbäumen dementsprechend gegossen und gepflegt. Das hat sie auch mit recht zügigem Wuchs gedankt. Dann hab ich im Spätsommer einen Fehler gemacht, sie nämlich an ein Fenster mit direkter (Morgen-)Sonne gestellt. Ich glaube, deswegen sind die Blätter sehr unschön ausgebleicht bzw. ausgerötet. Sieht man auf den Oktober-Fotos an den älteren Blättern:

cordyline keulenlilie 2

cordyline kiwi keulenlilie

cordyline kiwi keulenlilie 2

Das gefällt mir so gar nicht. Nachdem die Pflanze wieder ohne direkte Sonne ein Stück weg vom Fenster steht, sind die Blätter wieder eher grün mit wenig rosa Rand, was mir besser gefällt. Zur Prognose: Wenn sie älter wird und weiter so wächst, wird sie wohl ein extrem dünnes Pflanzen-Exemplar in ähnlicher Gestalt wie ein Drachenbaum – unten vielleicht bald kahl, oben ein Blattschopf, oder nach Köpfen vermutlich mehrere. Da der Haupttrieb echt dünn ist, fast so wie bei Dracaena surculosa, sehe ich dieser Aussicht wenig entzückt entgegen. Keulenlilie ist halt nicht so mein Ding.

Auf dem Pflanzen-Etikett (Ha! Aufgehoben bis jetzt!) stand zur Pflege der Keulenlilie:

Cordyline (Kiwi): Viel Licht, aber keine grelle Sonne. Temperatur 18-22 Grad. Gießen:Boden feucht halten. Wasser auf den Boden gießen. Sprühen: Einmal pro Monat die Pflanze absprühen. Vermeiden Sie Staub auf der Pflanze. Düngen: Einmal pro Monat, im Winter einmal in zwei Monaten.”

Abgesehen davon, dass ich solche Anleitungen furchtbar finde, weil sie in keiner Weise etwas von Pflanzen-Bedürfnissen, Standortverhältnissen oder bedarfsgerecht haben, habe ich die Abstauben-Arie nicht durchgeführt. Tja…. sie lebt noch… sie lebt noch…. ;-)

Insgesamt hat sich die Keulenlilie als robuste Zimmerpflanze herausgestellt. Nichtsdestotrotz mag ich ihre zum Erröten neigende Erscheinung nicht. Wird wohl ein Fall für die nächsten Pflanzenbörsen oder verschenkt.

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