Kiwano – Horngurke-Samen
Ich hab vor einigen Wochen auf dem Exoten-Obst-Tisch im Supermarkt meine erste “Kiwano” (Horngurke, Cucumis metuliferus) gekauft, weil ich die orangen Horngurken so ungeheuerlich dekorativ finde. Natürlich in der Absicht, daraus Samen für nen eigenen Experimental-Anzucht-Versuch zu gewinnen. ;-)
Nachdem mir Keisha dazu geraten hat, die Kiwano möglichst Gartensaison-nah zu säen, um sie dann in den Garten zu verbringen, dachte ich, ich hebe sie mal möglichst maximal lange auf, damit die Samen möglichst frisch sind. Kiwano ist wochenlang haltbar, also fast schon ewig. Jetzt nach fast 4 Wochen in der Küche hat sie aber doch braune Flecken bekommen. Bevor Schlimmeres passiert, habe ich sie heute aufgeschnitten und mal probiert: Ganz ehrlich, das ist KEINE geschmackliche Offenbarung. Horngurke sieht innendrin nicht nur aus wie Gurke, sondern schmeckt auch so. Obwohl offensichtlich vollreif bis überreif, ist der Geschmack echt langweilig und die Konsistenz naja… schwabbelig.
Die Gurkenkerne in grüner Grütze verhalten sich auf der Zunge extrem neutral bis leicht süßlich, würde ich sagen:
Da ich mir anders nicht zu helfen wusste, habe ich die Samen – Tomatensamen-alike – auf ein Küchentuch gemacht, wo sie jetzt trocken. Geht das wohl so? Oder ob die Keimfähigkeit der Gürkchen damit potenziell gefährdet ist?!
Vom Aufessen nehme ich Abstand!
Die Cucumis metuliferus kommt gem. Zander aus dem tropischen Afrika und Südafrika, und wird in Neuseeland kultiviert. Dort her kommen auch die mit dem Markennamen (also eigentlich nicht Pflanzennamen) Kiwano.
Zur Aussaat: In der Wikipedia steht, dass die Zeit zwischen Aussaat und Ernte der Kiwano 3,5 Monate betragen soll. Damit sie bei mir auch ausreichend Wärme kriegt, werde ich mit der Anzucht spät beginnen. Anfang Mai vielleicht… Die Ziergurken/Decumis, die ich ja auch schon längst mal probieren wollte, werden damit nächstes Jahr potenziell auch nix, weil ich eine Million Horngurke-Samen habe. Jedenfalls bin ich gespannt, ob das was wird. Mit Garten-Gurken jedenfalls stehe ich tendenziell auf Kriegsfuß.
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6 Kommentare bisher
KommentierenSamen auf Zewa, so hab ichs auch gemacht. Keine Sorge, die können das gut ab. Ich meine, ich habe damals sogar ein zweites Tuch obendrauf, damit sie schneller trocknen. Die kleben dann am Zewa fest und lassen sich fruchtfleischlos abknibbeln. (Funktioniert übrigens bei Pitahaya und Opuntiensamen aus Früchten auch supergut)
Der Geschmack ist wahrlich eine Offenbarung. Man ruft sofort AHA! Nämlich “aha, schmecken die bescheiden…..” Aber da die Kiwano eine Art Wildgurke sein soll, und Wildformen von Früchten i.d.R. immer recht bescheiden schmecken, wunderte mich das nicht.
Die Frucht an sich sieht toll aus, aber: Wollnwanimmer!
Schick, bei mir liegt auch so ein Teil rum, wegen exotischer Optik erstanden. Dann werd ich meine mal auch schlachten :o). Vielleicht taugt sie wenigstens für Gurkensalat? Ansonsten kann man mit den Früchten sicher toll basteln, wenn sie denn was werden. Ich werd mal SchwiegerMama drauf ansetzen, der Garten ist (noch) ihr Revier!
Genau. Wollnwanimmer!
Vielleicht sollten wir mal ein Garten-Koch-Event dazu machen, damit uns jemand lehrt, wie man die
Kiwano geschmackvoll in der Küche verwendet. *fg*
Die Rezepte, die ich so finden konnte, fand ich auch nicht so besonders attraktiv, weil ich mir dabei immer den Geschmack vorgestellt habe.
Gurkensalat hätte dann halt Brei-Form… Guten Appetit, Anja. ;-)
Aber als Pflanze fand ich sie klasse! Die wuchs von Anfang an wie bescheuert und rankte alles zu. Und relativ spät im Jahr hat sie dann bei mir auch noch geblüht. War sehr niedlich: gelbe, kleine Blüten, deren Geschlecht man sehr einfach erkennen konnte: die weibliche Blüte hing, ähnlich der Zucchini, an einer Mini-Stachelgurke mit noch ganz weichen Stacheln dran. Äußerst cool, meiner Meinung nach. Aber, wie auch viele andere Kürbisgewächse ist die ganze Pflanze zart-kratzig bestachelt, was beim Umtopfen leicht jucken kann.
LG, Janina
Ach ja, im botanischen Garten der Uni Mainz sind die Früchte sogar original-groß geworden.
Und ich hatte mal vor Jahren eine gekauft, die schmeckte sogar gut! Leicht süßlich-erfrischend, bisschen wie grünliche Bananen, nur aromatischer.
Im Zweifelsfalle bliebe da dann ja noch so was wie Kiwano-Kaltschale oder so… oder diese kalten Sommersüppchen, die man ja auch aus Gurke zubereitet. Und wenn man der Verwandtschaft nicht sagt, daß das gar keine Kürbiskerne sind…
Ich bin jedenfalls gespannt, wie das bei euch klappt im Frühjahr mit der Aufzucht :)
Stimmt, Janina… du hattest dir ja auch welche gezogen.
Ich bin auch der Meinung, daß die zu meiner Lehrzeit vor 15-16 Jahren mal besser geschmeckt hatten, aber da das schon so lange her ist, bin ich natürlich nicht sicher, ob da nicht meine Erinnerung trügt.
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