Uta · 07. Mai 2008, 23:26

Nachbars Hecke ist krank

So sehen die Blätter aus:

lindenblatt, krank
lindenblatt, krank, 1

Voriges Jahr war das auch schon so, aber diesmal ist es noch viel schlimmer. Ansteckend ist es nicht, sieht aber sehr unappetitlich aus. Ob er was macht? Oder soll ich was unternehmen?
Die Reihe Linde, die sowieso als Hecke nicht wirklich geeignet ist, begrenzt fast eine ganze Seite meines Gartens. Irgend jemand lange vor uns hat das so angelegt.

lindenblattthecke
(links im Bild, hinten, vorn ist noch ein Stück Buche oder sowas)

Wenn diese Hecke gesund ist und emsig geschnitten wird, ist sie eingermaßen OK und bietet guten Sichtschutz. Kranke Blätter massenhaft stören mich leider sehr. Der Nachbar sieht es nicht so doll wie ich. Es ist seine “linke” Seite und die Hecke streckt sich mehr in meine Richtung aus, zur Sonne hin. Und da tragen fast alle Blätter diese roten Auswüchse. Was sagen die Kenner, was kann man tun?

eingewurzelt unter: Schadbilder

Alle anzeigen mit Stichwort:

Vor einem Jahr
Blumenkasten-Wasserabzugslöcher aufmachen ohne Bruch



5 Kommentare bisher

Kommentieren
Gärtnerin, 08. Mai 2008, 00:01

Hi Uta, ich bin mir ziemlich sicher, dass es Gallmilben sind. Recherche hat ergeben, dass die, die die Linden befallen, Eriophyes tiliae heißen. Sind auch einige ähnliche Fotos im Internet zu finden. Ob und wie Bekämpfung, da bin ich mir nicht so sicher. Manche Stellen, die ich gelesen habe, lassen sie eher harmlos bis interessant erscheinen, andere sprechen von Bekämpfung.

Ich habe nur einmal Gallmilben einer anderen Art an einer Goldulme gesehen. Die haben den Baum zum Absterben gebrachte.

Raten kann ich Dir also nicht mangels Erfahrung. Bitte selber weiterrecherchieren und jemanden fragen, der was davon versteht. :-)

Wolfgang, 08. Mai 2008, 08:36

Hatte einer meiner Lindenbäume auch letztes Jahr. Heuer wäre mir aber noch nichts aufgefallen. Sieht aber tatsächlich sehr unappetitlich aus.

Gartenfreundin, 08. Mai 2008, 10:09

Ich vermute mal, dass dies Gallmilbenbefall ist, sieht nicht hübsch aus, schadet aber dem Baum nicht. Es läßt sich wohl im Frühjahr bekämpfen, wie weiß ich nicht.

Gartenfreundin, 08. Mai 2008, 10:10

Gärtnerin, das hattest Du ja schon geschrieben, da habe ich nicht aufgepasst …

Uta, 08. Mai 2008, 12:04

Also, tödlich für die Hecke ist es nicht, sonst wäre die wohl schon weg.
Mit meinem Nachbarn habe ich gerade gesprochen, er will, wenn überhaupt, nur Sachen behandeln, die er isst und überhaupt hat er andere Sorgen.
Also, das heißt, ich kann tun und lassen, was ich will.

In diesem Frühling habe ich eine kleine jämmerlich vermilbte Eberesche gespritzt mit Celaflor “Naturen” Schädlingsfrei, einem Mittel gegen saugende Schädlinge auf Rapsölbasis. (das lt. Zettel übrigens auch gegen Grasmilben helfen soll, indem es die Eier bzw. Insekten “abkapselt”.) Die Wirkung ist grandios. Das Bäumchen steht frisch und fröhlich da und hat auch Blüten angesetzt. (Voriges Jahr blühte es gar nicht)
Da es, wie man mir sagte, auch eine Frage der Abwehrkräfte sein soll, bekam die Eberesche noch ordentlich Dünger und eine Baumscheibe voll frischer Erde. Schließlich ist sie unser Hausbaum und der darf, bilde ich mir ein, nicht krank sein, damit im Haus alles gut bleibt. (Sorry, aber im Alter kriegt wohl jede einen leichten Esoterik-Drall…)

Wenn ich die alten Fotos finde, steck ich sie oben noch dazu.

Kommentar hinterlassen

Deine Mailadresse wird nicht angezeigt.

zur Gartenblog-Startseite