Keisha · 17. Februar 2008, 11:39

Pflanzen-Aufhängevorrichtung selber machen – Wir häkeln

Die Gärtnerin hat vor einiger Zeit mal nebenbei gesagt, ich könnte doch mal zeigen, wie ich das mache. Meine selbstgehäkelten Hänger sind einfachster Natur und sollten auch von Anfängern bewältigt werden können.
Grundvoraussetzung an Kenntnis: Luftmaschen, Stäbchen (gehen aber auch feste Maschen) und eventuell die Kettmasche. Die erkläre ich aber. Ist ganz einfach. Kettmaschen dienen hier dem Schließen einer Runde.
Man beachte bitte: Ich bin Linkshänder! Alle Fotos sind “auf links” gemacht, Rechtshänder machen es aber genauso wie beschrieben. Linkshänder häkeln mit dem Uhrzeigersinn, Rechtshänder gegen.

Wir brauchen: Wolle/Garn, eine Häkelnadel der entsprechenden Größe und den Topf, der in den Hänger soll. Hierbei empfiehlt sich natürlich der Übertopf zur Maßnahme, es sei denn, man will den Ton- oder Plastiktopf direkt hinein stecken und hat dann das Wasser auf dem Boden tropfen ;-)
Bild 011

 

Wir machen eine Schlaufe um die Häkelnadel
Bild 001

Dann machen wir 5 – 6 Luftmaschen und schließen das Ganze mit einer Kettmasche zu einem Ring. Eine Kettmasche ist gewissermaßen eine halbe Feste Masche. Sie funktioniert so: Man sticht mit der Nadel durch die Masche, holt Faden und zieht den Faden durch die durchstochene Masche UND die Masche auf der Nadel durch.
Bild 002
Bild 003

Jede Runde beginnt, wie beim “gradeaus häkeln” mit 3 Luftmaschen.
Bild 004

Nun häkeln wir Stäbchen in den Luftmaschenring hinein, und zwar soviele, wie wir hineinbekommen. Ist der Ring voll, schließen wir wieder mit einer Kettmasche. Man sticht sie üblicherweise in die oberste der 3, am Anfang gehäkelten Luftmaschen ein.
Bild 005
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Runde 2: Wir beginnen wieder mit 3 Luftmaschen. Nun müssen wir unsere Maschenanzahl vergrößern, damit wir einen runden, flachen Boden erhalten. Wir stechen nun, wie gewohnt oben in jede einzelne Masche ein, häkeln aber in jede zweite Masche 2 Stäbchen. Die Runde wieder mit Kettmasche schließen.
Bild 008

Das machen wir nun in der nächsten Runde auch nochmal, in jede zweite Masche 2 Stäbchen. Eventuell, je nach Größe, die wir brauchen, machen wir das auch noch in Runde 4, 5 uws. Bei diesem Modell hier soll uns die dritte Runde reichen:
Bild 009

Ist der Boden groß genug, häkeln wir ganz normal Masche für Masche einzeln mit Stäbchen. Nun wölbt sich das Häkelwerk und wenn wir weiterhäkeln, ergibt es eine Art Röhre. Maßnehmen nicht vergessen!!
Bild 010

Zu beachten, daß bei Übertöpfen der Boden gerne kleiner ist als der Rand oben. Hier paßt es, gehäkelte Wolle ist flexibel und dehnt sich ja noch ein bißchen. Ist der Hänger groß genug geworden, kann man noch eine lange Kette aus Luftmaschen dranhäkeln oder knoten, fertig. Achtung: Luftmaschen häkeln können die Kids übernehmen, falls vorhanden! Kinder LIEBEN Luftmaschen häkeln und hören damit zT gar nicht mehr auf.
Tja, isch hab da mal was vorbereitet:
Bild 012

Zuletzt sei noch gesagt, daß man bitte dran denken muß, je größer der Topf, der drin hängen soll, desto schwerer!! In diesen Fällen ist gute Baumwolle geeignet, die ist ziemlich reißfest und kann was ab. Zudem könnte man den Faden doppelt nehmen, was das Ganze noch stabiler macht.
Wer will, kann da noch Rüschen dranhäkeln, oder das Löchlein unten mit einem Bommel verzieren. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt ^^

Gestricktes Gemüse

eingewurzelt unter: Basteln im Garten,Deko

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7 Kommentare bisher

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Lisa, 17. Februar 2008, 13:30

Hallo!
Danke Keisha!! Das ist ja ne gute Idee!!! Bin ja grade auf der Suche nach mehr Platz für meine Pflanzen – da bietet sich “hängen” natürlich wunderbar an!
Vorschlag für ziemlich schwere Töpfe: Mit dünnem Spagat häkeln! Oder Kunststofffaden verwenden!
LG Lisa

Keisha, 17. Februar 2008, 14:03

Ja, eine Idee, aus der (Platz-)Not heraus geboren ^^ Ich habe inzwischen die meisten Efeututen hängen und diverse Rhipsalis und natürlich die Ceropegia woodii. Die sind noch so leicht, daß sie an einem ganz normalen Plastikgardinenhaken in der Schiene hängen können und so ihr Sonnenlicht abkriegen.
BTW Lisa, die Erwähnung deiner Platznot vorher mal, war Anlaß dafür, daß ich die Anleitung mal endlich mache *gg*

Lisa, 17. Februar 2008, 17:22

Hurraaa!
Meine kleine Kannenpflanze hab ich soeben im grad fertiggestellten Hänger an der Gardinenstange aufgehängt. Sieht wirklich gut aus!!!
Danke Keisha!

Lg Lisa

Gärtnerin, 18. Februar 2008, 15:43

Sehr cool, Keisha, und schön erklärt. Ich hab mich bislang gefragt, wie man die Topfschräge per häkeln abbildet, aber dass es auch so geht, ist natürlich prima. Demnächst ich auch Blumenampeln häkeln! Bräuchte nur noch ein paar Dutzend Deckenhaken… ;-)

Flip, 25. Februar 2010, 09:12

Oder man nimmt einfach orange Fibrechannelkabel und bohrt vier Löcher in den Übertopf und zieht die Kabel durch.
Auf der anderen Seite wird ein Knoten reingemacht damit es nicht durchschlüpft und oben kann man es wieder zusammenknoten und aufhängen

Keisha, 25. Februar 2010, 11:54

Hey Flip,

auch ne gute Idee. Leider bin ich im Umgang mit Bohrmaschine & Co recht unbegabt und hab mir zwei Plastikübertöpfe geschrottet. An Keramik hab ich mich gar nicht erst gewagt.

Ich häkele lieber ;)
Für Leute mit weniger linken Händen als ich sicherlich eine gute Option.

Jutta, 25. Februar 2010, 13:25

Eine tolle Idee, eine Blumenampel häkeln.
Ich habe viele Wollreste, die nach Anregungen schreien, hier ist sie.
Seit heute morgen haben wir Tauwetter im Norden.
Der Garten ist noch im tiefen Schnee versunken, da ist mir eine Häkelidee genau zur richtigen Zeit gekommen. Dein Muster sieht hübsch aus und auch noch recht einfach zu häkeln.
Mein nachmittag ist hiermit gerettet.

Danke Keisha, du hast es auch noch so super erklärt. Sicherlich ist es auch für totale Anfänger geeignet.
Übrigens nehme ich einfaches Topflappengarn, dann kann die Ampel auch mal gewaschen werden, wenn es überkleckert.

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