Phönixpalme-Dattelpalme-Probleme
Wie eben schon in Sachen Palmen geschrieben: Ich habe fünf Jahre lang eine Phönixpalme/Kanarische Dattelpalme (Phoenix canariensis) mühsam renoviert, bis sie wieder ansehlich war. Darüber schreibe ich jetzt auch mal was, denn die Phönixpalme wird als eine der häufigsten und billigsten wahrscheinlich mühelos Tausende Male jedes Jahr verkauft, und scheint deswegen eine leichte und gängige Zimmerpflanze oder Kübelpflanze zu sein. Das ist sie aber ganz und gar nicht, wenn man nicht optimale Bedingungen hat, und die hat hierzulande naturgemäß kaum jemand. Und dann nimmt das Unheil seinen Lauf…
Meistens werden noch sehr kleine Phönix-Palme-Jungpflanzen – hachwieputzig – verkauft, so wie die hier auf dem Bild, die ich zwecks Errettung irgendwann auch mal mitgebracht hatte:
Das gute Stück war übrigens nicht mehr zu retten. Der Wurzelstock war schon komplett vertrocknet, und das Oberteil mit den Palmwedeln konnte man komplett abnehmen. Sie möge in Frieden ruhen. :-(
Das Problem bei der Phönixpalme besteht darin, dass sie bei falscher Pflege absolut untypisch wächst und verweichlicht, und das kaum zu korrigieren ist. An sich ist eine Dattelpalme so ein Ding mit einem dicken, dicken Stamm, an dem oben so Palmwedel sind, und da irgendwo oben hänge auch die Datteln dann dran, die die Leute pflücken, nachdem sie am Stamm hochgeklettert sind. Also Phönix = richtiger Baum, und nicht Busch, = laaaanger Stamm, und im Vergleich zum Stamm kurze Blätter oben dran! So was sieht man gelegentlich im Süden. Steht immer in der Sonne! So weit so gut.
Bei uns: Phönixpälmchen im Zimmer. Was macht die doofe Zimmerpflanze? Beschwert sich über Dunkelheit, und dass sie keine Sonne kriegt, wird wie Fiffi mit Wasser und Dünger und gleichmäßiger Wärme und Heizung im Winter verwöhnt, und schiebt aus ihrem noch nicht mal vorhandenen Stamm laaaaaaange, dürre und immer länger werdende Palmwedel mit dürren Blättern dran, die nicht halb so kräftig sind, wie sie sein sollten, dafür aber doppelt so lang. In kürzester Zeit entwickelt sie eine Gestalt wie eine Bergpalme. Unten ein Zentrum, aus dem lange Triebe nach oben stehen. Nur: Sie ist gar keine Bergpalme, sondern eine Dattelpalme! Nach einigen Jahren ist die Pflanze durch die viel zu langen Blätter bereits riesengroß und fürs Zimmer zu groß, und man will sie nicht mehr, weil sie außerdem im Unterschied zur Bergpalme beim Vorbeilaufen auch noch doof piekst! Dann landet sie aufm Müll oder z.B. bei mir, und ich fang an zu renovieren. Hier ein Bild von dem, was ich meine: Die Phönix, die mir jemand ins Auto gepackt hatte, als sie damals mal im Garten stand: Schon grün und (viel zu) ausladend, aber eben nicht Phönixpalme, sondern zu lange verwöhntes, lichtscheues Gesindel gewesen. Manche Leute halten das für ein Prachtstück von Pflanze, was eigentlich ein total entarteter Gammler ist:
Das war, bevor ich ihr die langen, unschönen Wedel dann endlich alle abgenommen habe, weil sie schöne gedrungen kurze neue Blätter bekommen hatte. ;-)
Leider habe ich von ihrem Auszug, als sie wieder ne relative Schönheit war, keine Bilder gemacht. Heute steht sie in einem Wintergarten unter optimalen Bedingungen samt Zusatzlicht im Winter, und wächst artgerecht. Den Platz musste ich aber lange, lange suchen, und in der Zwischenzeit stand sie mir 5 Winter drinnen im Weg rum.
Zur Illustration nochmal das Problem in Skizze:
So wie links entwickelt sich eine unter den typischen, ungünstigen Bedingungen, z.B. als Zimmerpflanze gehaltene, Phönixpalme. Das Bild in der Mitte war meine Zielvorstellung, und langfristig sollte eine Phönixpalme in Richtung so ner Gestalt wie rechts wachsen: Kurze Blätter, langer Stamm.
Alte lange Wedel komplett einfach abschneiden, und auf neue warten, ist übrigens keine Lösung, da die Pflanze zum Überleben halt mal Blätter braucht. Also kann man die alten sicherheitshalber, damit sie bei nem Total-Rückschnitt nicht krepiert, erst sukzessive loswerden, wenn neue Blätter gewachsen sind.
Dattelpalme Pflege richtig:
Was braucht für den richtigen Wuchs? Optimale Bedingungen sind Sonne, Licht, Wärme, Sonne, Licht, Wärme, Sonne, Licht, Wärme, nen möglichst hohen Palmentopf (Dattelpalmen mögen hohe Töpfe), nahrhafte Erde, ordentlich Palmendünger, gute Wasserversorgung… Bei uns im Sommer draußen optimal zu machen, aber im Winter nicht. Drinnen m.E. niemals so richtig, weil Fensterscheiben einfach viel Sonnenlicht filtern durch die Beschichtung. Im Wintergarten schon eher, aber auch da ist im Winter das Licht, das reinfällt, zu wenig. Und einen Wintergarten hatte ich für die Aktion auch nicht zur Verfügung.
Das Einzige, was man machen kann, um diesen Riesenwuchs zu verhindern oder wieder zu korrigieren, ist dafür zu sorgen, dass die Dattelpalme dann, wenn die Bedingungen optimal sind (also im Sommer draußen), für die optimalen Bedingungen zu sorgen (sonniger Standort und so weiter wie oben), und darauf hinzuwirken, dass das Biest dann, wenn die Bedingungen nicht optimal sind, also im Herbst/Winter, dafür zu sorgen, dass sie dann auf keinen Fall wächst.
Dattelpalme überwintern
Also Ruhephase, möglichst total. Draußen geht zu der Zeit nicht, weil die Palme nicht winterhart ist (kann aber lange, also locker bis wirklich 0 Grad, noch draußen stehen), aber drinnen darf sie kühl und möglichst hell (Palme is immergrün, also brauchen die Blätter auch Licht) stehen. No Dünger, wenig oder fast kein Wasser, fast trocken stehen, Wachstum damit unterdrücken, und sie tritt auf die Vollbremse und vergisst einfach ne Weile, dass sie eigentlich wachsen will, bis es wieder schön warm und sonnig genug für sie ist, damit sie schöne, gedrungen, kurze, kräftige Blätter kriegt. Damit ist für mich Phoenix canariensis ungleich Zimmerpflanze. Das geht dauerhaft zusammen nicht gut, weil es im Zimmer meistens zu warm ist, und wir es mit Zimmerpflanzen das ganze Jahr über gut meinen. Viele brauchen das ja auch. Dann noch bissi gegossen, den Liebling, und schon siehts ratzfatz aus wie links auf dem Bild. :-(
Am besten wäre eine Ruhepause bei maximal möglicher Helligkeit bei um 5 Grad, damit sie wirklich gut schläft. Wenns gar nicht anders geht, kann man eine Phoenixpalme natürlich aber schon notgedrungen im Zimmer überwintern. Die, die ich renoviert habe, stand auch 2 Winter im warmen Zimmer. Dafür aber wie ein Kaktus unten an den Wurzeln, mit wenigen Tropfen Wasser über den gesamten Winter, und heftig viel Besprühen von oben (Luftfeuchtigkeit ist total wichtig, weil die Dattelpalme a) sonst gern braune Blattspitzen kriegt und 2. zumindest drinnen bei Heizungsluft heftig zu Spinnmilben neigt! Lizetan hat zwei Mal geholfen, besonders, damit nicht die jungen guten Blätter gleich wieder Schaden nehmen konnten. ), damit sie eben möglichst wenig gewachsen ist. Es ist jedenfalls weniger schlimm, über Winter einen oder zwei absterbende Wedel von den alten langen Dingern untenrum dadurch zu verlieren (was übrigens wochen- bis monatelang dauern kann, bis so einer wirklich anfängt einzutrocknen), als wenn das jüngste Blatt, das wächst, wieder 2 Meter lang wird.
Es ist eine Frage der Steuerung der Wachstumsgeschwindigkeit letztlich, wie eine Phönix bei unserem Klima wächst. Für richtigen Wuchs in Anlehnung an die Natur darf sie im Sommer die ganzen guten Bedingungen haben, und braucht sie auch unbedingt, und gibt dann auch Gas im Produzieren gedrunger, kurzer Blätter, wenn sie in der Sonne steht, und gut ernährt wird, aber zu jeder anderen Zeit muss man vorsichtig damit sein, ihr Gutes oder auch nur das Nötigste tun zu wollen. Jedenfalls, um es kurz zu machen: Nach 5 Jahren “Umerziehung” hatte sie keinen der alten langen Wedel mehr, dafür aber so was wie nen Ministamm, und immerhin vier neue Wedel, die ein Drittel der Länge der ursprünglichen Wedel hatten. Die Gesamthöhe betrug ungefähr 1 Meter, als ich sie verschenkt habe, und es war immer noch wenig Stamm dran. Und sie ist immer noch ein Baby gewesen zu dieser Zeit, wenn man dran denkt, wie die Palmen im Süden so aussehen. Zu Beginn war sie (eigentlich ja nur die Wedel, die 2,5 Meter geneigt hingen) fast 2 Meter hoch gewesen, und hatte ungefähr 1,5 x1,5 m Platz gebraucht …
Phoenixpalme schnell gekauft als Zimmerpflanze? No way! Denkt an meine Worte, wenn die mal wieder zu Dutzenden im Angebot irgendwo rumstehen! Phönixpalme ist für Zimmerpflanzen-Gärtner und Menschen ohne Wintergarten höchstens ein Karitativprojekt. :-(
noch was: Palmenrüsselkäfer
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27 Kommentare bisher
KommentierenVielen Dank! Ich werde an Deine Worte denken, wenn sie mal irgendwo im Angebot sein sollten! KEINE Phönixpalme! ;-)
Ich hab da aber ein ganz anderes Problem:
Phönixpalme- okay, die krieg ich noch zugeordnet. Schwieriger finde ich den unterschied zwischen BERGpalme und GOLDFRUCHTpalme. Kann mir den einer verklickern, wo wir gerade so bei Palmen sind?
Kann ich auch nicht verklickern, tät mich aber auch interessieren. ;-)
Hallo!
@ Gärtnerin: Danke für die detailierten Fallstudie.
Ich habe auch so ein unding geschenkt bekommen. nach einer Woche wurden alle Wedel dürr und grau und ich schnitt sie ab. Gnadenhalber stellte ich den Sommer über die geköpfte “Ananas” mit ihrem Topf auf den Balkon. Tatsächlich sind rund um diesen Stamm n der mitte lauter kleine feine Triebe gewachsen. Es snd keine einzelne Wedel sondern richtige Pflänzchen. Diese wachsen hoch und schmal und knicken dann bald um. Keine Ahnung was ich nun tun soll:
So lassen? Jeden Trieb einzeln in eine Töpfchen setzen? Den Winter abwarten und: wohin damit im Winter wenns doch so schwer ist…?
So sieht es ziemlich witzig aus mit der in der Mitte platzierten dürren “Ananas” getarnt von saftig hellgrünen dünnen “Palmfäden”.
Vielleicht hat ja jemand eine Idee. Danke schon mal.
hallo Ilona,
verstehen könnt ich, wenn man goldfrucht und areca nicht unterscheiden kann, weil die offenbar oft nicht mal der fachhandel unterscheiden kann.
aber bergpalme und goldfruchtpalme!?
bergpalme steht oft in dunklen ecken und verträgt das auch, die goldfruchtpalme dagegen kaum, sie sieht auch ganz anders aus, hat lange elegant schwingende wedel im gegensatz zu den breiten kaum geschwungenen der meist auch kleinbleibenden bergpalme.
ich weiß auch nicht recht, was mit “ananas” gemeint ist..?
die goldfruchtpalme ist normalerweise keine einstämmige palme, sie verzweigt vielstämmig und das sollte man auch so belassen, da es die attraktivität dieser palmenart ausmacht.
stell sie nächstes jahr im frühjahr raus und achte auf schildläuse (hatte meine) und nicht zu viel gießen!
Hallo!
Ich denke das ANANAS war an mich gerichtet. Ich spreche übder die Phönixpalme und meine damit den Stamm, der ja (noch) keiner ist wie Gärtnerin so schön beschrieben hat. Sieht eher so aus als hätte man eine Ananas-Frucht begraben, daher meine Wortwahl. Die Wedel habe ich ja weggeschnitten, weil verdorrt. In der Mitte des Topfes tront nun dieser verdorrte Stamm, rundherum am Topfrand sprießen lauter kleine neue Triebe: dünn, lang, hellgrün und haben bislang überhaupt keine Ähnlichkeit mit den ursprünglichen Wedel die die Palme hatte.
naja. Ich weiß halt nicht, wie eine Goldfruchtpalme in jungen Jährchen aussiet. Wenn die Fiedern bei den Wedeln auch da erst weiter oben ansetzen, dann krieg ich den Unterschied schon hin. Bei der Bergpalme sind ja die Fiedern eher weit unten angesetzt.
Ach so: Der Fachhandel kann es möglicherweise deshalb nicht unterscheiden, weil Goldfruchtpalme = Areca IST!
Ilona, nochmal zur Klärung…du antwortest auf 2 Problemstellungen in einem Kommentar. Das passt nicht…
Ich bin nicht die, die 2 Arten unterscheiden will. Ich habe definitiv eine Phönixpalme, die ist mehr oder weniger tot. Nun bekommt sie lauter junge Triebe rund um den toten Stamm in der Mitte und ich will nur wissen was ich tun soll. Die Jungen einzeln eintopen (sind 8-10 neue Triebe) oder alles so lassen wie es ist?
Hi Ihrs,
also Nella, das klingt ja sehr interessant! Ich bin wie gesagt nicht DIE Palmen-Instanz und hab auch noch keine Ableger von Phönix gehabt. Könnte mir aber vorstellen, dass es nicht schaden könnte, die Jungpflanzen (unterstelle jetzt mal, dass sich da welche entwickeln, die eigene Wurzeln haben, und dann abgeteilt werden können) noch ein Weilchen an der “Ananas” (sehr treffend) zu lassen, bis sie kräftig sind. Je kräftiger, desto sicherer hinterher das Überleben, sagt mir meine ganz allgemeine Erfahrung. Da vor dem Winter und über Winter eh nicht mehr viel passiert, wenn Wachstumsstopp ist, bilden sich nach dem Teilen auch nicht grad Wurzeln, würde ich dem Topf frühestens im Frühjahr zuleibe rücken.
Nachgeschlagenerweise im Zander ist Areca nicht gleich Goldfruchtpalme, sondern es sind verschiedene Pflanzen.
Areca = Betelpalme aus der Familie der Arecaceae, Goldfruchtpalme = Chrysalidocarpus = Madagaskarpalme, auch Familie der Arecaceae.
Bergpalme = Chamaedorea, ebenfalls Arecaceae. Jetzt wissen wirs auch nicht, nur dass die Ähnlichkeit in der Familie liegt. :-(
Dann werde ich mal geduldig den Winter abwarten und schauen was passiert. Danke!
@ Nella
Nee. Sorry. Im Grunde hatte ich auf Dein Problem gar nicht geantwortet, da ich da auch nichts zu wusste. Ich hatte vielmehr auf Zimtspinnes Beitrag geantwortet.
Hm…. Also ich habe folgendes gefunden:
Die Dypsis lutescens (vormals Chrysalidocarpus lutestencs oder noch früher Areca lutescens genannt), die auch unter dem Namen Goldfruchtpalme bzw. Goldblattpalme bekannt ist, ist eine Fiederpalme, deren Heimat Madagaskar und die Komoren sind.
Quelle: http://www.palmeninfo.de
Meine steht den kompletten Winter draußen auf dem Balkon – ohne Probleme. Man muss im Winter nichts tun. Noch nichtmal gießen. Bzw maximal 1x pro Monat reicht.
Ist aber auch Rheinebene+Innenstadt+Innenhof+Südbalkon :)
Ich habe meine Phoenixpalme selbst aus Datteln die im Handel erhalltlich sind gezogen.Die Kerne sind zimlich hart,da habe ich sie mit einer Feile
rundum einen Ring eingefeilt.Das habe ich irgendwan in einem alten Buch gelesen .Die Schahle ist zu hart und brauch sehr lange zum Aufgehen,deshalb diese Maasnahme.Und es ist mir wiklich gelungen.Mehrere sind Aufgegangen.Eine habe ich immer noch.Gesaht habe ich sie so 1991-92. sie ist nie gro? geworden,wie ein Bonsai klein gebliben.Habe sie regelmasig umgetopft,allermogliche Erde ausprobiert,die ist nicht kaputgegangen aber auh nicht gewachsen.An was das hangen konnte weis ich bis heute nicht.Wer hatt da eine Idee.
Hallo,
Ich hab da ein kleines Problem mit unseren zwei Phoenixpalmen. Die haben Wurzeln ohne Ende… Die ganze Erde wird nach oben geschoben und wenn ich die Palme aus dem Topf nehme, haben die Wurzeln quasi alle Erde verdrängt. Das Problem hatte ich im Sommer letztes Jahr auch schon, hab sie dann in nen noch größeren Topf geplanzt. Jetzt kommt das gleiche Probelm wieder… Woran liegts? Hat jemand einen Tipp für mich? Kann ja nicht immer noch größere Töpfe benutzen…
Hallo Sabrina, auch ohne Palmenexperte zu sein, vermute ich mal, du benutzt ganz normale, 08/15 handelsübliche Blumentöpfe?
Soweit ich weiß brauchen Palmen tiefe Töpfe, denn sie wurzeln wohl lieber tief als breit. Schau mal im Gartencenter etc nach Palmentöpfen.
Wenn es das nicht sein kann, weil du solche Töpfe schon benutzt, kann vllt jemand anderes helfen ;-)
An gesundem Wachstum, würd ich meinen. Palmen mögen große, hohe Töpfe. Ich fürchte, Du brauchst ein Topf-Upgrade, so wie das klingt. Sind halt keine Winzlinge.
Ich habe eine Phönix ca.50cm Stamm,Wedel ca.70cm. Nach dem Umtopfen wurden sämtliche unteren Wedel von der Spitze an nach und nach braun. Ich sprühe alle 2 Tage und gieße alle 2 Tage im Wechsel reichlich.
Woran kann es liegen? Ich freue mich über jeden Rat. Brigitte
uih inetressant geschieben, genau das Problem hab ich auch mit meiner Phönix- Palme, die Wedel fangen bereits an sich tief nach unten zu neigen, habe rein vorsorglich schon mal eine neue gekauft und die hat es jetzt gut da sie noch die volle Sonne im Garten genießen darf. Mal schauen ob meine alte phönix wenn sie raus kommt noch etwas zu retten ist.
Jedenfalls sehr hilfreich Dein Bericht.
solang es nur die unteren (ältesten) Wedel betrifft, ist das nicht so tragisch, sie hat nach der Umtopferei nicht die Kraft alle Wedel zu erhalten und neue zu bilden und wirft einfach ein paar ab.
meine Erfahrung mit Plamenumtopferei ist, dass man lieber keinen sehr viel größeren Topf nehmen sollte, auch wenn das noch so verführerisch ist. vor allem nicht, wenn man erst im Sommer umtopft.
es kann gut gehen, wenn man absolut dispzipliniert beim gießen ist und das Substrat immer kontrolliert (und zwar nicht nur die oberste Schicht) – sonst passiert es sehr schnell, dass übergossen wird, weil man gar nicht weiß, was in dem großen Topf im unteren Bereich (der noch nicht durchwurzelt ist) so passiert.
seit ich mich beim umtopfen bei Tropenpflanzen zusammenreiße und nur etwas größere Töpfe nehme sowie danach eher zu wenig als zu viel gieße, hab ich auch kaum noch Pflanzen verloren.
die umgetopfte Palme würde ich auch erstmal nicht in die pralle Sonne stellen.
Danke sehr, Michaela, ich drück die Daumen für einen langen Atem bei der Renovierung. Lohnt sich sicherlich. Hinterher hat man eine ganze andere Pflanze. Also Geduld.
Ich habe auch eine dieser Pflanzen von einem schwedischen Möbelhersteller gekauft. Sie wurde eigentlich gut gewässert und auch mit Wasser besprüht. Allerdings haben sich kleine weiße Punkte gebildet, die man abkratzen kann. Weiß jemand was das ist?
Ich habe eine Frage zu meiner Palme Phoenix canariensis. Sie treibt zur Zeit jede Menge neue
Wedel aus, aber die sind unten so weich und schlapp,
dass sie total nach unten hängen und ich befürchte,
dass sie brechen könnten. Habe sie nun lose an
Bambusstäben fixiert, und die einzelnen Wedel ent-
falten sich prächtig. Was kann ich zur Stabilisie-
rung der Wedel von unten her tun?
Vielen Dank im Voraus
Brigitte
Da die Palme jetzt treibt steht sie wohl zu warm und hat nicht genug Licht um Standfestigkeit zu bekommen (siehe Bericht oben). Ich würde zu einer zusätzlichen Pflanzenlampe raten damit die Wedel genug Licht bekommen.
Hallo,
ich habe auch ein Palmenproblem. Habe vor 2-3 Monaten die Kerne von frischen Datteln in Kokohum in Glaskultur eingepflanzt. Nach ca. 6 Wochen haben sie bereits gekeimt. Die Wurzel wird immer länger und länger, bildet Ausläufer aber es kommen keine Keimblätter raus. Alle Pflanzen, die ich bisher habe keimen lassen, keimen, heben dann die alte Kernhülle mit an und die Keimblätter drücken diese dann irgendwann weg. Im Fall Dattelpalme rühren sie sich kein Stück, sitzen statt dessen durch die Wurzel fest verankert auf dem Kokohum…
Hat von euch jemand Erfahrung mit der Dattelpalmenzucht und kann mir das was zu sagen?
Vielen Dank und liebe Grüße.
Hallo Rebi, vor langer Zeit hab ich auch mal einen Dattelkern zum Keimen gebracht. Ich erinnere mich noch sehr gut an die laaaange Pfahlwurzel. Ob der Keim auch nach oben gewachsen ist, weiß ich leider nicht mehr. Wahrscheinlich schon. Der Keimling ist aber sehr früh eingegangen. Ich hoffe, du hast mehr Glück!
Ich hatte meine dattelpalme über winter im haus und seit ende april steht sie wieder draussen. Nun wachsen aus der mitte trockene blätter. im letzten jahr stand sie auch im garten und alles war gut. drinnen wuchsen 6, 7 blätter saftrig grün. und nun trotz dünger diese trockenen blätter. WER KENNT DIESES PROBLEM ??;
hmm, also so extrem entartet wie du das beschreibst sieht die abgebildete Dattelpalme für mich nicht wirklich aus. Es gibt auch eine Menge Unterarten der Phoenixpalme, von denen einige grössere Wedel haben als andere. Vielleicht hast du die arme Palme jetzt nur zu einem “Bonsai” zurückgequält… Es stimmt aber natürlich dass Pflanzen vergeilen können, dann sieht das aber mehr aus wie z.B. die neuen Wedel dieser armen Palme:
http://green-24.de/forum/files/phoenix_canariensis_140.jpg
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