Keisha · 04. März 2008, 20:02

Rotblättriger Fächerahorn – Acer palmatum “Atropurpureum”

Gesagt getan! Im Beitrag zum Ficus microcarpa “Ginseng” hab ich heute erwähnt, daß ich mich gerne mal an diesem Bonsai versuchen würde. Ihr kennt das sicher: Man kriegt etwas in den Sinn, und dann zwickt es, und zupft es, und zuppelt… und wenn man wieder zu sich kommt, steht man bei D. vorm Samenregal und hat die Packung in der Hand.
Tja, da hab ich sie nun.

Bild1 013

Inhalt: 8 Samen, in typischer Ahorn-Nasenzwicker-Manier. 3 dieser Samen habe ich in ein Glas Wasser getan, denn man soll sie 24 Stunden lang in Wasser einweichen, bevor man sie aussät. Leider wurde nicht erwähnt, ob man den Flügel entfernen soll, aber in der Natur macht das ja auch keiner.
Ausgesät wird der Samen entweder gleich im Freiland oder in Saatschalen, heißt es. Freiland ist bei Schneefall ein klein wenig blöd, also rinn ins Töppchen. Keimung nach 90 Tagen, aber er überzieht auch mal gerne. “Längeres Überliegen möglich” wird auf der Packung erwähnt. Substrat sollte ein Torf-Sand-Gemisch sein.
Wenn sich 4 bis 6 Blätter gebildet haben, sollte der Baby-Ahorn in eine Bonsaischale umziehen. Ab jetzt humusreiche Erde verwenden. Zwischen April und August organischer Dünger.
Nach 1 bis 2 Jahren sollte man dann anfangen mit der Formung des Bonsais. Bis dahin hab ich ja noch Zeit ;-)
Ich bin jedenfalls gespannt, was das gibt ^^. Ich hab mich heut jedenfalls noch ein bissele über Bonsaischalen erkundigt und habe gelernt: Je größer und tiefer eine Schale, desto größer später auch der Bonsai.
Achtung: Dies ist KEIN Zimmerbonsai! Der Fächerahorn braucht einen Standort im Freien.

Mir eröffnen sich da noch ein paar Fragen, die ich heute bei D. ganz vergessen habe, zB: Topft man Bonsais ähnlich wie normale Pflanzen nach und nach in größere Schalen um? Kann ich also den kleinen Baum mit seinen 4-6 Blättern erst in eine kleine Schale setzen, oder brauche ich gleich die “Endgröße” die mir vorschwebt?

Ich glaube, nächste Woche geh ich keine Pflanzen, sondern Bücher kaufen….

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Citrusbockkäfer auf Ahorn
AhörnerAhorn Herbstfärbung
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Vor einem Jahr
Grünkohl-Kochen, die Preisverleihung, Schneeglöckchen = Vorfrühling, Hortensien-Schneiden, Gartenarbeit und ...., Mondfinsternis, Marienkäfer 1 + 2 , Funkien-Spitzen, Pflastermacher-Weg nach 2 Wintern, Kresse selber ziehen, Kresse-Garten-Koch-Event



13 Kommentare bisher

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Katharina, 04. März 2008, 21:31

Also eigentlich kann man die Kleinen auch wunderbar erstmal ein paar Jahre außerhalb der Bonsaischale ziehen, je mehr Platz für die Wurzeln, desto besser wächst er, manche sagen auch, es wär besser, die Kleinen erst nach ein paar Jahren in ne Schale zu pflanzen. Auch mit dem Formen kann man durchaus vor dem Umzug in eine Schale anfangen. Meine Jungbäume sind in ganz normalen Blumentöpfen und werden da wohl auch noch ne Zeit bleiben, sind aber alles im Garten versehentlich aufgegangene bzw. vom Straßenrand eingesammelte. Ich wünsch Dir jedenfalls viel Glück mit Deinen Sämlingen! Ich selbst glaub ja oft, daß ich gar nicht genügend Geduld für diese jahrelange geduldige Erziehung hab, aber wers nicht probiert, findet es nie heraus ;-)

Katharina, 04. März 2008, 21:40

Ach, hab ich ja völlig überlesen, naja wenn Du ne zu kleine Schale hast, dann entwickelt er sich nicht gut weiter, sprich kein gutes Stammwachstum/Äste, was ja später auch so gewünscht ist. Aber je nachdem, wie groß er mal werden soll, mußt Du ja nicht gleich die “Endgröße” nehmen, das kann ja je nachdem schon ganz schön groß sein für so nen 50cm hohen Baum zum Beispiel, für ein Baby sähe das aber ziemlich unproportioniert aus. Das kann man also durchaus nach und nach anpassen. Aber schon allein deshalb ist es ja schon praktisch, ihn erstmal im normalen Topf zu lassen.

Keisha, 04. März 2008, 21:41

Vielen, lieben Dank, Katharina!
Meine Beschreibung oben bezieht sich auf den rückseitigen Text der Packung. Ich hab ja auch noch 5 weitere Samen zum Experimentieren ;-) Und sooo teuer war die Packung mit 2.49 € ja auch nicht. Da kann ich ruhigen Gewissens was falsch machen *gg*
Ob ich die Geduld habe… ich werds sehen. Ich bin eigentlich für Ungeduld bekannt. Es gibt sogar Leute, die behaupten, ich hätte die Ungeduld erfunden *gg*
Für die Ungeduld hab ich ja reichlich andere Pflanzen rumstehen, da kann ich mich dann bei dieser mal ausnahmsweise in Geduld üben.
Dir auch viel Glück und Erfolg mit deinen Jungbäumchen.
Hm, ich hab auf dem Balkon in den Kästen noch zig “normale” Ahornsamen liegen… ob ich da nicht auch einen… *grübel*

Katharina, 05. März 2008, 16:33

Oh ja, und am Straßenrand findet man kleine Buchen und Eichen und und und… und wenns dann schief geht ist es nicht so schlimm… ;-)
Ich hab mal eine schon ziemlich “fertige” Bonsai-Olive geschenkt bekommen von einem Freund, der endlos viele Freilandbonsais hat und auch selbst zieht, allerdings meist aus größeren Pflanzen, nicht aus Samen. Das geht deutlich schneller und ist vielleicht auch mal einen Versuch wert! Oliven sind z.B. sehr schnittverträglich. Jedenfalls versuch ich es seither auch, nur sind die Bäumchen doch noch alle sehr klein. Und ich kenne mich- wenn sie groß genug wären, trau ich mich wieder nicht, sie zu schneiden! *seufz*

Gärtnerin, 06. März 2008, 09:43

Ich kenne jemand, der ein ganzes Feld von Bonsai-Rohlingen kultiviert. Die stehen so einige Jahre im Boden und werden gelegentlich verpflanzt, um kräftige Stämme und Wurzeln zu entwickeln, bevor sie zurechtgeschnitten und in kleine Schalen gepflanzt werden.

Hans-Dieter, 06. März 2008, 16:36

Ist es wirklich möglich eine Sorte (in diesem Fall ‘Atropurpurea’) aus Samen zu ziehen? Ich dachte bisher die würden immer vegetativ vermehrt werden. Gerade rotblättrige Pflanzen, die ja eigentlich eine genetische Mutation sind die sich eher nicht dominant vererben sollte? Wenn es stimmt dann stehen die Chancen ja nicht schlecht sich einen solchen Baum aus den Samen vom Nachbarn zu ziehen! Ich habs jedenfalls versucht!

Keisha, 18. März 2008, 15:34

Hallo an die Bonsai-Kundigen!
Habe draußen grade einen Ahorn-Keimling und etwas, das scheinbar ein Nadelgehölz werden will, erbeutet und frage mich nun:
Sollte ich die Töpfchen rausstellen oder erst einmal drinnen weiterkultivieren? Der Ahorn hat beim “alle Ahornsamen aus dem Kübel zupfen, bevor sie zur Plage werden” widerstandslos seine Samenhülle hergegeben und zwei noch eingerollte Keimblätter entblößt. Ich will ja nicht, daß er jetzt draußen hüllenlos erfrieren muß, wo es grade ziemlich kalt hier ist.

Das Nadeldingelchen wird mit 99% Wahrscheinlichkeit Tanne oder Fichte. Glaube kaum, daß ich das Glück hätte, eine Kiefer zu kriegen. Die eignen sich ja eher nicht als Bonsai, nicht wahr?

Zu Hans-Dieter: Ich werd berichten, wie die Bäumchen in ein paar Monaten und darauffolgend aussehen. Dann wissen wir ja, ob er sich wirklich aus Samen ziehen läßt ;-) Die Samen waren jedenfalls gut 3x so klein wie “stinknormale” Ahornsamen, die draußen grade zu Tausenden rumliegen….

Gärtnerin, 18. März 2008, 19:34

Lsss sie ruhig draußen, Keisha. Bei dem Nadeldingelchen würde ich auch eine Eibe in Erwägung ziehen. Die versäen sich häufig.

renate, 14. Oktober 2008, 17:46

halli hallo! habe mir heute auch so einen roten fächerahorn samen gekauft und bin schon neugierig ob das was wird??? falls wer gute tipps hat bitte ich darum!..muß ich wirklich so eine erde kaufen, genügt nicht eine normale blumenerde??…darf ich den samen in der wohnung lassen bis was kommt???

Selena, 24. April 2009, 23:46

Bonsai finde ich auch sehr schön.
Das ist mal wieder ne gute Idee. Habe ooo viele angesamte Ahornpfänzchen im Garten, die ich täglich aus der Wiese ziehe. Da kann ich ja mal eins in einen Blumentopf stecken und mal schauen, dass ich das zu nem Bonsai bekomme. Was muss man denn als erstes beachten, dass das Stämmchen dick wird, die Pflanze aber nicht zu groß wird?

Hab übrigens auch noch 3 gekeimte Kastanien im Garten liegen. Die hab ich mal einfach ausgelegt. Hatte mal gehört, man könne darauf irgendwas veredeln. Aber bis die gekeimt hatte, war bei mir schon wieder in Vergessenheit geraten, was ich darauf veredeln wollte. Mittlerweile sagte mir die Gartennachbarin, dass das sowieso nicht gänge. Kann man auch Kastanienbonsai machen?

LG Selena

Gärtnerin, 26. April 2009, 10:56

Kauf Dir am besten ein Bonsai-Buch für Einsteiger, Selena. Erstmal Dickenwachstum, ja, aber wenn Du ein richtig schön gestaltetes Bäumchen kriegen willst, musst Du mehr Schnittregeln kennen. :-)

Selena, 26. April 2009, 12:41

Also ich hab gestern mal einen solchen kleinen Ahornwurzeling geschnappt und ihn in mein Hochbeet mit eingesetzt.
Da lass ich ihn mal anwurzeln und dann mal schauen. Mal sehn, ob ich mir so ein Buch hole oder auch mal in einem Bonsaiforum nachschauen. Man kriegt ja fast alle Infos irgendwie im Internet. Ganz so euphorisch bin ich da jetzt noch nicht, dass ich gleich Geld für ein Buch ausgeben mag. Höchstens, wenn ich ein preiswertes bei Ebay mal erwische.

Gärtnerin, 26. April 2009, 13:06

Och, mit 5 Euro oder so bist Du garantiert dabei.

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