Schachtelhalm bekämpfen?

29. Juni 2008 von Gärtnerin

Neben Quecken und Giersch ist der Schachtelhalm (Equisetum) eines der fiesesten “Unkräuter” im Garten und damit Gärtner-Schreck Nr. 1. Ihn zu bekämpfen und nicht mehr wiederzusehen, halte ich für fast unmöglich. Ich habe auch einige glücklicherweise kleine Schachtelhalm-Areale und halte ihn seit Jahren in Schach, aber wegbekommen ist nicht so einfach. JK hat mir lieberweise einige Bilder zukommen lassen, weil ich meinen vorbeugend immer so “kurz” halte, dass die Stünke für Fotos meistens nix taugen. Danke dafür!

Erstmal Schachtelhalm zur Ansicht für diejenigen, die ihn noch nicht erkennen und ihr Unkraut bestimmen wollen: Eigentlich schöne Pflanzen. Schachtelhalm-Triebe sehen ein wenig aus wie kleine Tannenbäumchen, wenn sie aus der Erde kommen:

Schachtelhalm equisetum 3

schachtelhalm2

Das Fiese ist, dass der Schachtelhalm sehr schnell und nachhaltig ganze Flächen mit seinen Zweigen dicht besiedelt und dann schwer zu verdrängen ist:

schachtelhalm

Wie ich dem Zander entnehme, gibt es x Arten von Schachtelhalm (z.B. Acker-Schachtelhalm, Teich-Schachtelhalm, Wald-Schachtelhalm etc.) und seine Hartnäckigkeit (sag ich jetzt) hat ihn danach auch offensichtlich auf so ziemlich jedem Flecken der nördnlichen Halbkugel heimisch werden lassen.

Abgesehen von hartnäckig sind sie interessante Pflanzen und ungewöhnlich alte Urzeit-Pflanzen. Wie man der Wikipedia entnehmen kann, gab es nämlich Schachtelhalm-Arten schon vor 375 Millionen Jahren!

Schachtelhalm-Vermehrung und Bekämpfung

Was den Schachtelhalm zu so einem gefürchteten Unkraut macht, ist, dass er sich ähnlich fies verhält wie andere ausläufer-bildende Wurzelunkräuter, nur schlimmer. Er schiebt nicht nur unterirdisch, und das relativ tief, Ausläufer nach allen Seiten, sondern auch abgebrochene Teilstücke wurzeln leicht und bilden dann neue Pflanzen. Im Gegensatz zu einer Quecke, deren Ausläufer-Schnüre dicht an der Oberfläche entlangwachsen (Man könnte sagen, das sei ein Flachwurzler, auch wenn man diesen Begriff eher für Bäume verwendet.), reichen Schachtelhalm-Wurzeln metertief in den Boden. Wirklich. Mir ist es noch nie gelungen, einen Schachtelhalm tatsächlich komplett auszugraben. Von sehr jungen Jungpflanzen mal abgesehen. Dafür bräuchte es eher ne tiefe Grube.

Da Schachtelhalm relativ “brüchig” ist, also beim Dran-Ziehen relativ knapp unter der Zugstelle abreißt, kriegt man ihn durch Unkraut-Rupfen schon gar nicht in den Griff. Der lacht sich eins und verzweigt sich dann anschließend erstmal gemütlich an der Stelle. Das Kritische ist also, dass man ihn so gut wie nicht komplett rauskriegt und er es sich in der Tiefe wirklich gut gehen lässt. Ich habe schon bis zu einen Meter unterhalb der Bodenoberfläche Schachtelhalm entfernt. So weit ich halt dran kam. Natürlich schwächt das die Pflanzen ganz schön (und erstarken lasse ich sie nicht mehr), aber es bringt ihn nicht um. Auch Roundup (setze ich ja nicht mehr ein), sorgt nach Absterben der behandelten Triebe zwar für deren Absterben, aber die Pflanze stirbt nicht bis in die Tiefen, sondern treibt nach einiger Zeit neu aus. Und das Schlimmste, was man machen kann, um zu seiner Vermehrung beizutragen, ist, den Boden zu fräsen (was ich natürlich anfangs im neuen Garten machen ließ. Denn damit gibts lauter handliche kleine Schachtelhalm-Stücke im Boden, die neue Pflanzen bilden können.

Der einzige Trick, den ich gefunden habe, um ihn zumindest temporär zu bekämpfen bzw. in Schach zu halten, ist denn auch, möglichst viel möglichst tief zu entfernen, und ihn so zu schwächen. Seitdem wird alles, was das Licht der Welt erblickt, sofort wieder möglichst tief entfernt. Denn je mehr Abrissstellen, desto mehr Neu-Austriebsstellen. Das ist ein bisschen wie bei der neunköpfigen Hydra. Seit drei Jahren mickert er nun. Damit kann ich leben. Aber mal ein Jahr weggucken, und schon hätte ich den Salat wieder. Es hat halt seine Gründe, warum diese äußerst fleißige, vitale und mehrjährige Pflanzen seit Jahrmillionen überlebt hat! Schachtelhalm ist älter und größer als wir Pipi-Gärtner! Wie könnte man damit rechnen, ihm in wenigen Jahren mal eben den Garaus machen zu können. ;-)

Die dritte Vermehrungsart soll hier auch nicht unerwähnt bleiben. Schachtelhalm blüht und fruchtet, sag ich mal. Die Blüten sehen im Prinzip aus wie Pilze, nicht wie Blüten, und die Vermehrung erfolgt via Sporen. Wenn Ihr so was seht: Entfernen!!!

Ansonsten seien all die bedauert, die auf feuchtem Boden gärtnern, denn da fühlt sich Schachtelhalm so richtig wohl. Ich habe ja hier trockenen Sandboden, so dass sich das Drama in Grenzen hält. Nichtsdestotrotz ist er da, was damit zusammenhängt, dass unser Grundwasserspiegel hier so dicht unterm Boden liegt, nämlich nur 2-3 Meter, was ihm natürlich gefällt.

Wer noch Erfahrungen oder Tipps zum Schachtelhalm als Problem beisteuern kann, sei herzlich eingeladen.

Schachtelhalm nützlich

Nicht unerwähnt sei, dass Schachtelhalm für Garten und Mensch auch ziemlich nützlich sein kann. Er wird in der Heilkunde eingesetzt und – für Gärtner zweifellos wichtiger – zum Ansetzen von allerlei Jauchen für den Garten verwendet, die als Pflanzenstärkungsmittel dienen und u.a. die Widerstandskraft gegen Pilzerkrankungen und Schädlinge vergrößern soll. Ist die reinste biologische Schädlingsbekämpfung für den Bio-Gärtner! Man kann selber ernten und Jauchen ansetzen oder Schachtelhalm-Extrakt dafür kaufen.

Schachtelhalm im Ziergarten / am Teichrand

Es gibt übrigens durchaus auch Zierpflanzen unter den Schachtelhalmen. Hier ein Bild von einem damals ca. 1,20 m hohen Equisetum robustum (nicht in meinem Zander), das Sus neulich im Palmengarten gekauft hat:

schachtelhalm equisetum robustum

Eine wunderschöne Pflanze! Ob die auch so wuchern bzw. ob ich mich trauen würde, die auszupflanzen, kann ich nicht sagen, aber sie hat mir sehr gefallen!

eingewurzelt unter: Unkraut im garten

Alle anzeigen mit Stichwort:

Vor einem Jahr
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32 Kommentare bisher

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Hallo,

es handelt sich auf den Bildern um Ackerschachtelhalm, der wegen seiner Heilwirkungen sehr wertvoll ist.
Die Droge wirkt blutreinigend, entzündungshemmend und harntreibend. Man kann sie als Tee, Tinktur, Umschlag oder Bäder anwenden.
Gesammelt werden die oberirdichen grünen Austriebe von Mai bis Juli.
Sebastian Kneipp machte den Acker-Schachtelhalm als Heilpflanze wieder bekannt, er setzte ihn ein zur Behandlung von Störungen bei der Wundheilung und gegen Rheuma und Gicht.
Jedoch sollte nur derjenige auch selber sammeln und anwenden, der auch den Ackerschachtelhalm von anderen Schachtelhalmen zu unterscheiden vermag.
Er sieht z.B. dem Wiesenschachtelhalm zum verwechseln ähnlich.
Jedoch enthalten die anderen Schachtelhalmsorten oft Giftstoffe, die nicht gut für Menschen sind.
Für viele Tiere ist Schachtelhalm auch giftig, z.B. für Pferde.

Liebe Grüße
jK

jey-Key, 29. Juni 2008, 17:11

Schachtelhalm hach wie ich ihn liebe, denn ihn zu hassen nutzt nix, Seit gut 30 Jahren muss ich halt damit leben, daß ich ihn immer kurz halte. Hab auch schon Schachtelhalmbrühe angesetzt und damit bei meinen Tomaten zweifellhafte Ergebnisse erreicht – PILZ – Braunfäule, mach ich schon einige Zeit nicht mehr. Hatte noch eine Restpackung VEEDEX – inzwischen nicht mehr erhältlich, damit ließ er sich eindämmen.
Ich kann dem Kommentar der lieben Gärtnerin nur zustimmen.Ich hab mal haufenweise ausgerupften Sch.. trocknen lassen, dann durch den Schredder, 3 x durchgeschreddert. Schale mit komposterde und das Pulver drauf. Jetzt könnt ihr raten , ob der Sch.. vernichtet war ?
Ich glaube nur Vulkanausbruch mit glühenden Lavaströmen kann vorrübergehend Sch .. stoppen.
Von Tschernobyl wollen wir gar nicht reden, vieleicht mutiert er ja zu tropischen regenwäldern. Es ist halt mal wieder ein Beweis für die Kraft der Natur. Wo bleiben dagegen nur alle unsere so geliebten Schwächlinge Geranien, Fuchsien,Zinnien, und so fort ?Hat jemand schon mal Sch.. erfrieren sehen ? Ich nicht.
So jetzt hab ich die Schnauze voll von diesem Sch.. Sch.. Scheißschachtelhalm, hat jemand schon mal Sch..marmelade oder Sch..Pralinen gemacht
Gruß Reischachtelhalmnhard
( Reinhard in Rage )

Reinhard, 29. Juni 2008, 18:36

Habe ausgezeichnete Erfahrung gemacht im Kampf gegen Schachtelhalm mit CELAFOR BANVEL.
Konzentration 15ml auf 5 Liter Wasser in Gartenspritze,
die Schachtelhalme besprühen. Man muss etwa 1 Woche Geduld haben, dann verfärbt er sich braun und trocknet ein, kommt auch mehrere Jahre nicht wieder, weil BANVEL in die Wurzeln zieht (deswegen dauert es auch länger bis zur Wirkung). Danebenstehende Nutzpflanzen sind wenig davon beeindruckt, mir ist keine eingegangen (man kann ja in dicht bewachsenen Gärten nicht ganz gezielt bekämpfen).

Wünsche viel Erfolg. CK

C. Korth, 20. Juli 2008, 13:59

ich habe nach mehreren versuchen festgestellt, dass der schachtelhalm keinen essig mag. das heißt , mit essigessenz(1 flasche ca.1 euro)kann man ihn zumindest einige zeit im griff behalten.an pflastersteinen oder ähnlichen materialien aber am besten ziehmlich direkt an de wurzel behandeln,essigessenz reagiert und greift die steinoberfläche an.nach der “wurzelbehandlung” wird der schachtelhalm schnell braun und trocken und kann recht einfach entfernt werden.die tieferen wurzeln zu entfernen ist so gut wie nicht möglich.

elli, 25. August 2008, 22:51

Hallo,
wir haben vor gut einem Jahr ein Haus gekauft, in dem der Garten 50 !! Jahre mehr oder weniger sich selber überlassen blieb.
Da dachte ich Giersch( Dreiblatt) sei schon eine Plage, aber was ist mir der Giersch lieb gegen den Schachtelhalm!!!
Wir haben auch schon so einiges versucht.
Essig ist mir neu, werd’s probieren.
Wo bekomme ich denn Celavor Banvel ??
Davon hatte ich auch schon mal gutes gehört.

Heike

Heike Koepke, 02. September 2008, 22:05

Hi Heike, Glückwunsch zum Kampf mit der Wildnis. *fg* Wenn Du Celaflor Banvel richtig schreibst, findest Du es sogar über Google. Unkrautvernichter ist aber nicht der Knaller im Garten. Ich bin für biologisch-manuell.

Gärtnerin, 04. September 2008, 12:48

Hallo liebe Leser,

dieses Unkraut raubt auch mir den letzten Nerv. Wir haben es in derVergangenheit mit Gallon versucht.
Die Halme werden innerhalb von 10 Tagen schwarz und sind erst einmal weg.

Leider kamen Sie wieder und Zierpflanzen werden ebenfalls bei Berührung zerstört.

J. Rössmann

Um Rasen von Pilzen und Klee,etc. zu befreien ist es ein tolles Mittel.

Nun hat mir ein Kollege erzählt, dass der Ackerschachtelhalm seinen eigenen Saft nicht verträgt. Wie sieht es mit Zierpflanzen drum herum aus?

Hat jemand Erfahrungen, außer mit Tomaten ?

J.Rössmann, 07. September 2008, 20:22

Hallo, ich hätte da auch einmal eine Frage; hier wird in den Kommentaren soviel von Celaflor-Banvel geschrieben ist dieses Mittel giftig für Fische? Wir haben an unserem Fischteich(Zierfische) über und über Schachtelhalme und würden das Mittel auch einmal ausprobieren,aber die Gefahr das unsere Goldfische das Mittel nicht vertragen wäre wohl nicht gut.Hat jemand Erfahrung ?

D. Friedrich, 25. April 2009, 14:19

hallo, soweit ich weiß, liebt schachtelhalm saueren, verdichteten Boden. Daher versuch ich mit der Grabgabel die Wurzeln möglichst tief auszugraben (lockert gleichzeitig den Boden), außerdem säe ich immer wieder mal Garten- oder Branntkalk (wirkt der Versauerung entgegen). Sobald sich neue Triebe bilden, möglichst bald wieder mit den übersehenen Wurzelresten ausgraben.
So wird der Schachtelhalm müde, denn ohne grüne Sprosse kann keine Pflanze assimilieren und somit wachsen. Hält man dieses Vorgehen im Frühjahr konsequent durch, hat man den Rest vom Sommer Ruhe, manchmal auch länger. Doch Vorsicht, auch wenn man das Unkraut ausgerottet glaubt, es kommt doch immer wieder (auch nach Jahren).

anne eichinger, 26. April 2009, 09:28

Stehe noch ganz am Anfang meines Schachtelhalm- Kreuzzuges und eure Beiträge klingen schonmal sehr entmutigend.
Was mich etwas irritiert ist die Tatsache, daß wir (hier in Niederösterreich) trockenen Lehmboden haben, mit einer 5cm Schicht Erde (ehemalige Ackererde). Und trotzdem gedeiht er, daß mir schwarz (oder besser grün) vor Augen wird.
Möchte keine chemischen keulen einsetzen, allerdings werde ich mit ausrupfen nicht fertig, wenn ich nicht eine Legion von 5000 Studenten oder Leibeigenen bekomme, die mir helfen….

Hättet Ihr noch a Patentlösung – biologisch freindlich- für mich?

lg, Wolfgang

Wolfgang, 12. Mai 2009, 09:29

hallo, habe seit ein paar jahren den kampf gegen
schachtelhalm aufgegeben, habe jetzt aber angst
das ich probleme mit den nachbarn bekomme.
hat jemand erfahrung mit einer bodenabdeckung?
ich denke da an eine folie und darauf dann
eine kies oder grostein abdeckung.
bin für jeden tip dankbar.

h. schlüter,30.06.2009

h. schlüter, 29. Juni 2009, 10:39

Ja. Sowohl eine Mulchfolie unter Kies als auch ein dickes, festes Gewebe-Unkrautvlies wurden mühelos von den leider spitzen Trieben des Schachtelhalm durchstoßen. Unter der Gewebe-Unkrautfolie sind dicke Schachtelhalm-Triebe direkt entlanggewachsen und haben sich über die höhere Bodenfeuchtigkeit unter Folie gefreut. Oberhalb Tausende Austriebe aus der Folie. Das Ergebnis war trotz dicksten Gewebes ein dichter Schachtelhalm-Garten auf Kies. Wir haben die Folie wieder runtergenommen, und alles mehr als spatentief entfernt. Seitdem werden deutlich geschwächte neu aufschießende Triebe zeitnah wieder tief ausgestochen, und der Befall ist dadurch kontrollierbar und deutlich weniger geworden. Folien kannste absolut vergessen.

Gärtnerin, 29. Juni 2009, 11:47

Hallo,

so unglaublich es klingt, aber könnten Sie mir vielleicht ein, zwei Pflanzen zukommen lassen…
ich hab da so ne ecke da kann er wachsen und endlich ackerschachtelhalm-brühe ansetzen…

gruß
Daniel

Wooty, 16. Juli 2009, 19:20

Aus Holland mag ich die jetzt nicht unbedingt schicken, Wooty. Komm abholen. ;-)

Gärtnerin, 17. Juli 2009, 15:32

Hmmm, mist….

aber vielleicht jemand anderes….

Wooty, 21. Juli 2009, 18:07

Hallo Daniel
Ich glaube du weist nicht so ganz genau was du dir da in Garten holen würdest.Diese Pflanze wird mann nie wieder los,wenn mann allen Berichten darüber im Internet glauben kann.Wir währen sehr froh ,wenn wir etwas finden würden was uns von dieser elenden Plage endlich befreit.

Gruß Mathias u. Antje

Neugärtner, 28. Juli 2009, 15:40

Kleine Anregung:
Vllt den Schachtelhalm mal aus anderer Perspektive zu betrachten und nicht immer nur als Ungeheuer… Schachtelhalm ist als 375 Millionen Jahre alte Fossilien bekannt und es könnte etwas Wunderbares sein, diesen “Urgesteinen” der Weltgeschichte, die vor oder zeitgleich mit den ersten Dinosauriern auf dieser Welt waren, Raum zu bieten, oder sie wenigstens mal als dieses wahr zu nehmen und nicht immer nur als “Unkraut” und “Monster”.

Natürlich, ich habe gut reden, ich habe keinen Garten und schon gar keinen Schachtelhalm, darum freue ich mich jedes Mal, wenn ich diesen Überlebenden der Urzeit irgendwo in der Wildnis sehe, aber es schadet ja nicht, auch mal diese Seite zu beleuchten ;-)

@ Neugärtner: Ich denke, Daniel weiß ganz genau, was er sich da holen würde… nämlich eine Heilpflanze, für die er offensichtlich Verwendung hat ^^ Und sei es nur für Sude, die im Gartenbereich eingesetzt werden.

Keisha, 28. Juli 2009, 17:51

Schachtelhalm wächst auch in der freien Natur! Und da es als Unkraut gilt, hat wohl keiner was dagegen wenn man sich welchen holt.

Betula, 28. Juli 2009, 17:55

hi,
ich war hier am nachforschen für meinen vater, der in seinem garten ein echtes schachtelhalmproblem hat. also aus allen berichten die essenz würde heißen, dass wir wohl mit einer salzlauge vorgehen werden und gegen das saure klima des bodens mit kalk etwas tun könnten. parallel könnte man ja dann noch etwas zeitversetzt mit Celaflor-Banvel nachlegen. vielleicht machts die kombination! was für mich nicht ins bild passt ist die essigessenz. sie würde das saure klima des boden doch fördern.

ein sehr wirksames mittel in unserem garten ist der betonweg :o) da wächst keiner. also alles betoniert und grün angestreichen, dann kann er sich unter der betonplatte zu den nachbarn durchkämpfen und denen geb ich dann diese internetadresse weiter.

viel spass beim schachtelhalmbad

heiko, 28. August 2009, 20:33

Ich werde meine Winden (Unkraut)welches auch nicht zum Töten gebracht werden kann mit Essigessenz besprühen ,anstelle von zeurem Windenschaum ,welcher mir nichts gebracht hat.

Kathriner Trudi, 27. September 2009, 16:14

Hallo Leute,

also ich würde immernoch gerne ein bis vier Pflanzen
haben wollen…ich will sie ja nicht in den garten stellen…sondern an eine fiese wand zum nachbarn…so etwas urzeitgestrüpp sieht dort gerade toll aus…
ich würde die mir auch nicht umsonst schicken lassen wollen

gruß daniel

Daniel, 23. Dezember 2009, 12:59

den ackerschachtelhalm ist ganz einfach loß zu werden ihr müsst direkt auf die pflanze salz streuen nach drei bis vier tagen geht er ein die pflanze wird braun

david1, 31. Mai 2010, 22:52

Schachtelhalm ist ein Bodenindikator.

Er bevorzugt verdichtete Böden und saure Böden

Also PH-Wert analysieren(ggf. analysieren lassen),
ggf. Ausgleichskalkung vornehmen.
Ursachen suchen. z. B. Koniferen oder Staunässe begünstigen Übersäuerungen

Boden möglichst tief auflockern
auf ungenutzten Flächen zb. Lupinen einsähen. Die bis zu 150 cm langen Pfahlwurzeln lockern den Boden sehr stark. Nebenbei ist die Lupine ein Stickstoffsammler, also ein super Gründünger.

und schön weiter rausrupfen. Dann ist der Schachtelhalm in zwei Jahren ex

@ elli
Essig hilft nur oberflächlich. Die Pflanze stirbt zwar ab, aber nur bis zum ersten Rhizom. Die verbleibende Wurzel wird wieder austreiben und der Boden wird zumindest vorübergehend noch saurer als er eh schon ist. Was das Wachstum von Schachtelhalm begünstigen kann.

@david1
Salz auf den Acker streuen hilft todsicher, wird aber im allgemeinen seit dem 3. Punischen Krieg 149 bis 146 v. Chr. nicht mehr praktiziert.

Rasenmähermann, 07. Juni 2010, 19:38

…suche Acker-Schachtelhalmrizome…

bitte mail an : h i – 0 2 @ w e b . d e
gruß

Daniel, 08. Juni 2010, 07:26

Hallo!

Auch wir haben unzählige dieser Pflanzen im Garten und verzweifeln gerade. Hat den jemand schon wirklich gute Erfahrung mit Kalkanreicherung gemacht? Wenn ja, wo bekommt man Kalk am besten?
Und hat jemand eventuell einen Tipp welcher Bodendecker Schachtelhalm wirklich gut zurückhalten kann?
Bodenauflockerung ist für uns keine Lösung, da unser Garten ein gutes Gefälle hat und eine Lockerung womöglich zum Rutschen des Hanges führen würde.
Die Salz-Möglichkeit habe ich hier zum ersten Mal gelesen, was hat es damit auf sich und hilft es auch für längere Zeit?
Wir haben einen Hund uns daher ist eine große Chemiekeulenverteilung nicht möglich.
Was ist denn sinnvoller ausgraben oder grün abschneiden? Schließich soll es nicht NOCH mehr werden.
Gruß

Claudia, 20. Juni 2010, 13:56

Ich persönlich würde nie in größeren Mengen Salz in meinen Garten streuen und den Boden damit anreichern. Hier in Garten 2 wächst Schachtelhalm flächig. Mulchfolie mit Kies drauf hat das Problem nur vergrößert, da die Schachtelhalm-Rhizome unter der Folie bestens gedeihen und weiterwachsen. Teil-Erfolg: Im ersten Jahr 50 cm tief entfernt. Seitdem ca. alle 2 Wochen so tief wie möglich mit dem Handschippchen entfernen, um ihn zu schwächen, s. mein Beitrag oben. Kommt zwar immer wieder, aber deutlich gemächlicher, wenn er entkräftet ist.Wie ich ja schon schrieb: DU WIRST IHN NIEMALS LOS!

Zur Zeit experimentiere ich mit schachtelhalm-zurückdrängenden Bodendeckern aller Art. Das Einzige, was sich bisher bewährt, ist das kleine Immergrün / Vinca minor, dessen dichtes Wurzelwerk ihn im eingewachsenen Zustand echt kaum/nicht durchwachsen lässt. Werde weiter berichten.

Gärtnerin, 21. Juni 2010, 09:38

Halo Leidensgenossen,
habe das Zeug vor meiner kleinen Halle auf einer Fläche mit verdichtetem Boden. Da die Fläche nicht bepflanzt wird sondern nur Naturboden bleiben soll, bekämpfe ich den S-Halm auch schon länger. Muss einigen Mitkämpfern beipflichten, habe auch mit Folie gekämpft und dieselben Misserfolge gehabt. Da die Fläche befahren wird, kann ich nicht metertief umgraben. Auf der gesamten Fläche ist Rindenmulch ausgebracht. Da der S-Halm nur auf einem Teil war, habe ich mit dem Mulch keine schlechten Erfahrungen. Die meisten “Unkräuter” wurzeln nur im Mulch (wenn er dick genug aufgebracht ist) und lassen sich meist mit Wurzeln ziehen. Das wichtigste ist jedoch dass der S-Halm seine Wurzeln auf der vorher nicht befallenen Fläche im lockeren Mulch hat und sich die Wurzeln da leichter ausmachen lassen. Ich würde gerne dicker mulchen, aber ich habe nur gemietet und demnächst neue Vermieter, die was ändern wollen. Das ist für Flächen mit Nutz- Zierpflanzen aber leider nur bedingte Hilfe, auch hier ist Rindenulch auch nützlich – unterbindet Unkräuter bzw. die die trotzdem kommen, lassen sich leichter entfernen. Zusätzlich trocknet der Boden nicht so aus und man muss weniger tränken. Ist aber nicht unbedingt günstig, da man immer wieder nachmulchen muss.
Gärtnerin hat wohl recht und ich werde weiter kämpfen und immer mal wieder hier suchen.

Wolfgang, 11. August 2010, 01:15

Hallo nochmal,
zum Beitrag von mir um 01:15,
ich muss meine Schreibfehler entschuldigen, hab da wohl welche übersehen.
Dann muss ich noch an meinen Namen zum unterscheiden was anhängen: Wolfgang 1

Wolfgang, 11. August 2010, 01:25

Hallo, liebe Leidensgenossen,
schon seit einigen Jahren bin ich auf der Suche nach dem ultimativen Erfolgsrezept zur Bekämpfung von Ackerschachtelhalm.- Fehlanzeige.
Hinter meiner Thujahecke an der Grundstücksgrenze wuchert seit ca. 6 Jahren bei meinem Nachbarn ungebremst der Ackerschachtelhalm in einer Höhe von ca 50 cm Höhe.
Auch bei mir wurde dadurch ein kleines Rasenstück zur “Schachtelhalm-Wiese”- innerhalb von zwei Jahren. Nun hatte ich Angst um mein angrenzendes Rosenbeet, denn einzelne Tannenwedel wurden dort bereits gesichtet.
Ich bedeckte das verseuchte Rasenstück mit altem Teppichboden, darauf kamen 10 cm Kieselsteine.
Es dauert 2 Jahre, bis vereinzelt Schachtelhalm-Wedel im Kies auftauchten (trotz dichter Abdeckung zum Boden hin), die werden nun sofort ausgerupft.
Auch im Rosenbeet tauchen immer noch einzelne Wedel auf, auch sie werden möglichst sofort beseitigt. Aber – es sind nur noch wenige, vielleicht 10-20 Stück pro Saison. Damit kann ich leben, wenn es so bleibt.
Meinen Nachbarn kümmert sein Unkraut nicht, der nutzt sein Grundstück kaum. Ich muß also mit dem Schachtelhalm an der Grenze leben.

Aber mein Rosenbeet möchte ich erfolgreich verteidigen. Deshalb versuche ich, den Boden dort zu verbessern. Ich kalke im Frühjahr, mische Kompost unter die Erde,lockere und verbessere den Boden mit Steinmehl und dünge mit Rosendünger. Und das mache ich lieber, als Schachtelhalm zupfen.
Meine Rosen danken mir die Bodenpflege mittlerweile sehr und die fiesen Tannenwedel halten sich in Grenzen. Meiner Erfahrung nach, sollte man versuchen, den Boden zu lockern , wo es geht. Auch Kalk bringt wohl etwas, da der Boden dann durchlässiger für Wasser wird.
Eventuell wandern die Schachtelhalm-Triebe dann in größere Tiefen ab.
Was kümmert es mich, wenn in 3m Tiefe die Triebe ihr dunkles Dasein fristen…., solange sie nicht ans Licht kommen, stören sie nicht.
Meinen Teppichboden auf dem ehemaligen Rasen, werde ich erst in etlichen Jahren mal aufnehmen, das Geflecht an Ausläufern möchte ich gar nicht sehen. Denn solange es kein Licht bekommt, wird es
auch nicht gefährlich.

Sybille, 22. August 2010, 16:16

Hallo, Ihr alle,

auch ich bin auf der Suche nach einer Ausrottungs-Methode für den verdammten S-halm !!!
Mein Problemchen ist allerdings etwas anders: wir haben einen Reitplatz, der als oberste Schicht ca. 10 cm Sand-Hackschnitzel-Gemisch hat. Darauf wuchert nun der S-Halm. Die letzten Jahre habe ich ihn ausgerissen – das hat gut funktioniert, jetzt ist es aber so, dass er flächig wächst und der ganze Reitplatz grün aussieht (wir haben im letzten Herbst geeggt). Das Problem wäre also überhaupt nicht, dass keine anderen Pflanzen in Mitleidenschaft gezogen werden sollen: da gibts keine anderen Pflanzen und soll es auch nicht geben. Andererseits sind wir Bio-Betrieb, Round-Up oder sowas kommt nicht wirklich in Frage.
Salz oder Essig oder Kalk? Was empfehlt Ihr? Ach ja, ausgraben ist nicht möglich, da unter dem Sand löchrige Platten liegen.

Vielen, vielen Dank für alle möglichen Tipps!

Biggi

Biggi, 29. August 2010, 21:55

Ich würde aus der Not eine Bio-Tugend machen: Getrockneter Ackerschachtelhalm ist sauteuer, in Apothekenqualität kostet das Kilo 17 Euro ! Wer schon mal getrocknet hat weiß, dass in einem Kilo getrocknetem locker die dreifache Menge Frischkraut stecken. Apothekenqualität bedeutet aber: für den Verzehr als Tee geeignet, und dazu muss man unter anderem professionell sicher stellen, dass der Ackerschachtelhalm-Pilz nicht dran ist. Deshalb als Laie auch lieber keinen Tee aus der eigenen Garten-Sammlung brauen!

Da Ihr die hohe Qualität also nicht hinbekommen werdet, bleibt immerhin der Verkauf als Jauchengrundlage.
Oder pflücken lassen: Eine Reitstunde gegen 500 Gramm Frisch-Kraut ist ein nettes Angebot. Man wird wohl zwei Stunden daran pflücken.

Auch mein Garten ist voll von den Halmen und ausrotten will ich ihn gar nicht. Ich nutze ihn im Frühjahr zum Ansetzen einer Jauche und das getrocknete Zinnkraut ganzjährig als wunderbaren und hübschen Silber-Mulch ohne Schneckenanziehungskraft. Ich habe eigens einen Weidenkorb dafür, mit dem ich immer wieder durch den Garten ziehe und sammle, bis er voll ist. Da drin trocknet er schnell durch und kann so auch aufbewahrt werden.

Übrigens: Der Frau mit dem aufgekalkten Garten musste ich schon aushelfen, denn kaum war das Kraut ausgerottet, kamen die Pflanzenkrankheiten, bei denen Ackerschachtelhalm angezeigt ist ;-)

Gretel im Busch, 30. August 2010, 17:34

NACHTRAG
denn ein Teil meines Postes eben fehlt noch.

Da hatte ich nämlich erwähnt, dass ich einen Garten kenne, in dem hat jahrelanges (!) “Aufkalken” das Problem gelöst. In jedem Falle aber wirst Du, arme Biggi, zusätzlich die berühmten sieben Jahre zupfen müssen.

Aus eigener Beobachtung kann ich bestätigen: Holzgehäcksel enthalten je nach Herkunft Sporen vom Ackerschachtelhalm und bieten Idealbedingungen zur Keimung.

In Eurem Fall habt Ihr unglücklicherweise mit der Egge dafür gesorgt, dass ein jedes Exemplar auch noch in unzählige Teile vermehrt wurde, deshalb die Ausweitung des Problemchens…

Gretel im Busch, 30. August 2010, 17:45

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