Gärtnerin · 29. Juni 2008, 14:35

Schachtelhalm bekämpfen?

Neben Quecken und Giersch ist der Schachtelhalm (Equisetum) eines der fiesesten „Unkräuter“ im Garten und damit Gärtner-Schreck Nr. 1. Ihn zu bekämpfen und nicht mehr wiederzusehen, halte ich für fast unmöglich. Ich habe auch einige glücklicherweise kleine Schachtelhalm-Areale und halte ihn seit Jahren in Schach, aber wegbekommen ist nicht so einfach. JK hat mir lieberweise einige Bilder zukommen lassen, weil ich meinen vorbeugend immer so „kurz“ halte, dass die Stünke für Fotos meistens nix taugen. Danke dafür!

Erstmal Schachtelhalm zur Ansicht für diejenigen, die ihn noch nicht erkennen und ihr Unkraut bestimmen wollen: Eigentlich schöne Pflanzen. Schachtelhalm-Triebe sehen ein wenig aus wie kleine Tannenbäumchen, wenn sie aus der Erde kommen:

Schachtelhalm bekämpfen

Schachtelhalm-Tipps

Das Fiese ist, dass der Schachtelhalm sehr schnell und nachhaltig ganze Flächen mit seinen Zweigen dicht besiedelt und dann schwer zu verdrängen ist:

Schachtelhalm-Problem

Wie ich dem Zander entnehme, gibt es x Arten von Schachtelhalm (z.B. Acker-Schachtelhalm, Teich-Schachtelhalm, Wald-Schachtelhalm etc.) und seine Hartnäckigkeit hat ihn offensichtlich auf so ziemlich jedem Flecken der nördnlichen Halbkugel heimisch werden lassen.

Abgesehen von hartnäckig sind sie interessante, alte Urzeit-Pflanzen. Wie man der Wikipedia entnehmen kann, gab es nämlich Schachtelhalm-Arten schon vor 375 Millionen Jahren!

Schachtelhalm-Vermehrung und Bekämpfung

Was den Schachtelhalm zu so einem gefürchteten Unkraut macht, ist, dass er sich ähnlich fies verhält wie andere ausläufer-bildende Wurzelunkräuter, nur schlimmer. Er schiebt nicht nur unterirdisch, und das relativ tief, Ausläufer nach allen Seiten, sondern auch abgebrochene Teilstücke wurzeln leicht und bilden dann neue Pflanzen. Im Gegensatz zu einer Quecke, deren Ausläufer-Schnüre dicht an der Oberfläche entlangwachsen (Man könnte sagen, das sei ein Flachwurzler, auch wenn man diesen Begriff eher für Bäume verwendet.), reichen Schachtelhalm-Wurzeln metertief in den Boden. Wirklich. Mir ist es noch nie gelungen, einen Schachtelhalm tatsächlich komplett auszugraben. Von sehr jungen Jungpflanzen mal abgesehen. Dafür bräuchte es eine tiefe Grube.

Da Schachtelhalm „brüchig“ ist, also beim Daran-Ziehen knapp unter der Zugstelle abreißt, kriegt man ihn durch Unkraut-Rupfen nicht in den Griff. Der lacht sich eins und verzweigt sich dann anschließend erstmal gemütlich an der Stelle. Das Kritische ist also, dass man ihn so gut wie nicht komplett rauskriegt und er es sich in der Tiefe wirklich gut gehen lässt. Ich habe schon bis zu einen Meter unterhalb der Bodenoberfläche Schachtelhalm entfernt. So weit ich halt dran kam. Natürlich schwächt das die Pflanzen ganz schön (und erstarken lasse ich sie nicht mehr), aber es bringt ihn nicht um. Auch Roundup (setze ich ja nicht mehr ein), sorgt nach Absterben der behandelten Triebe zwar für deren Absterben, aber die Pflanze stirbt nicht bis in die Tiefen, sondern treibt nach einiger Zeit neu aus. Und das Schlimmste, was man machen kann, um zu seiner Vermehrung beizutragen, ist, den Boden zu fräsen (was ich natürlich anfangs im neuen Garten machen ließ. Denn damit gibts lauter handliche kleine Schachtelhalm-Stücke im Boden, die neue Pflanzen bilden können.

Der einzige Trick, den ich gefunden habe, um ihn zumindest temporär zu bekämpfen bzw. in Schach zu halten, ist denn auch, möglichst viel möglichst tief zu entfernen, und ihn so zu schwächen. Seitdem wird alles, was das Licht der Welt erblickt, sofort wieder möglichst tief entfernt. Denn je mehr Abrissstellen, desto mehr Neu-Austriebsstellen. Das ist ein bisschen wie bei der neunköpfigen Hydra. Seit drei Jahren mickert er nun. Damit kann ich leben. Aber mal ein Jahr weggucken, und schon hätte ich den Salat wieder. Es hat halt seine Gründe, warum diese äußerst fleißige, vitale und mehrjährige Pflanzen seit Jahrmillionen überlebt hat! Schachtelhalm ist älter und größer als wir Pipi-Gärtner! Wie könnte man damit rechnen, ihm in wenigen Jahren mal eben den Garaus machen zu können. ;-)

Die dritte Vermehrungsart soll hier auch nicht unerwähnt bleiben. Schachtelhalm blüht und fruchtet, sag ich mal. Schachtelhalm-Blüten sehen aus wie Pilze, nicht wie Blüten, und die Vermehrung erfolgt via Sporen. Wenn Ihr so was seht: Entfernen!!!

Ansonsten seien all die bedauert, die auf feuchtem Boden gärtnern, denn da fühlt sich Schachtelhalm so richtig wohl. Ich habe ja hier trockenen Sandboden, so dass sich das Drama in Grenzen hält. Nichtsdestotrotz ist er da, was damit zusammenhängt, dass unser Grundwasserspiegel hier so dicht unterm Boden liegt, nämlich nur 2-3 Meter, was ihm natürlich gefällt.

Wer noch Erfahrungen oder Tipps zum Schachtelhalm als Problem beisteuern kann, sei herzlich eingeladen.

Schachtelhalm nützlich

Nicht unerwähnt sei, dass Schachtelhalm für Garten und Mensch auch ziemlich nützlich sein kann. Er wird in der Heilkunde eingesetzt und – für Gärtner zweifellos wichtiger – zum Ansetzen von allerlei Jauchen für den Garten verwendet, die als Pflanzenstärkungsmittel dienen und u.a. die Widerstandskraft gegen Pilzerkrankungen und Schädlinge vergrößern soll. Ist die reinste biologische Schädlingsbekämpfung für den Bio-Gärtner! Man kann selber ernten und Jauchen ansetzen oder Schachtelhalm-Extrakt dafür kaufen.

Schachtelhalm im Ziergarten / am Teichrand

Es gibt übrigens durchaus auch Zierpflanzen unter den Schachtelhalmen. Hier ein Bild von einem damals ca. 1,20 m hohen Equisetum robustum (nicht in meinem Zander), das Sus neulich im Palmengarten gekauft hat:

Zier-Schachtelhalm, Equisetum robustum

Ob die auch so wuchern bzw. ob ich mich trauen würde, die auszupflanzen, kann ich nicht sagen, aber sie hat mir sehr gefallen!

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eingewurzelt unter: Unkraut im garten

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88 Kommentare bisher

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jey-Key, 29. Juni 2008, 17:11

Hallo,

es handelt sich auf den Bildern um Ackerschachtelhalm, der wegen seiner Heilwirkungen sehr wertvoll ist.
Die Droge wirkt blutreinigend, entzündungshemmend und harntreibend. Man kann sie als Tee, Tinktur, Umschlag oder Bäder anwenden.
Gesammelt werden die oberirdichen grünen Austriebe von Mai bis Juli.
Sebastian Kneipp machte den Acker-Schachtelhalm als Heilpflanze wieder bekannt, er setzte ihn ein zur Behandlung von Störungen bei der Wundheilung und gegen Rheuma und Gicht.
Jedoch sollte nur derjenige auch selber sammeln und anwenden, der auch den Ackerschachtelhalm von anderen Schachtelhalmen zu unterscheiden vermag.
Er sieht z.B. dem Wiesenschachtelhalm zum verwechseln ähnlich.
Jedoch enthalten die anderen Schachtelhalmsorten oft Giftstoffe, die nicht gut für Menschen sind.
Für viele Tiere ist Schachtelhalm auch giftig, z.B. für Pferde.

Liebe Grüße
jK

Reinhard, 29. Juni 2008, 18:36

Schachtelhalm hach wie ich ihn liebe, denn ihn zu hassen nutzt nix, Seit gut 30 Jahren muss ich halt damit leben, daß ich ihn immer kurz halte. Hab auch schon Schachtelhalmbrühe angesetzt und damit bei meinen Tomaten zweifellhafte Ergebnisse erreicht – PILZ – Braunfäule, mach ich schon einige Zeit nicht mehr. Hatte noch eine Restpackung VEEDEX – inzwischen nicht mehr erhältlich, damit ließ er sich eindämmen.
Ich kann dem Kommentar der lieben Gärtnerin nur zustimmen.Ich hab mal haufenweise ausgerupften Sch.. trocknen lassen, dann durch den Schredder, 3 x durchgeschreddert. Schale mit komposterde und das Pulver drauf. Jetzt könnt ihr raten , ob der Sch.. vernichtet war ?
Ich glaube nur Vulkanausbruch mit glühenden Lavaströmen kann vorrübergehend Sch .. stoppen.
Von Tschernobyl wollen wir gar nicht reden, vieleicht mutiert er ja zu tropischen regenwäldern. Es ist halt mal wieder ein Beweis für die Kraft der Natur. Wo bleiben dagegen nur alle unsere so geliebten Schwächlinge Geranien, Fuchsien,Zinnien, und so fort ?Hat jemand schon mal Sch.. erfrieren sehen ? Ich nicht.
So jetzt hab ich die Schnauze voll von diesem Sch.. Sch.. Scheißschachtelhalm, hat jemand schon mal Sch..marmelade oder Sch..Pralinen gemacht
Gruß Reischachtelhalmnhard
( Reinhard in Rage )

C. Korth, 20. Juli 2008, 13:59

Habe ausgezeichnete Erfahrung gemacht im Kampf gegen Schachtelhalm mit CELAFOR BANVEL.
Konzentration 15ml auf 5 Liter Wasser in Gartenspritze,
die Schachtelhalme besprühen. Man muss etwa 1 Woche Geduld haben, dann verfärbt er sich braun und trocknet ein, kommt auch mehrere Jahre nicht wieder, weil BANVEL in die Wurzeln zieht (deswegen dauert es auch länger bis zur Wirkung). Danebenstehende Nutzpflanzen sind wenig davon beeindruckt, mir ist keine eingegangen (man kann ja in dicht bewachsenen Gärten nicht ganz gezielt bekämpfen).

Wünsche viel Erfolg. CK

elli, 25. August 2008, 22:51

ich habe nach mehreren versuchen festgestellt, dass der schachtelhalm keinen essig mag. das heißt , mit essigessenz(1 flasche ca.1 euro)kann man ihn zumindest einige zeit im griff behalten.an pflastersteinen oder ähnlichen materialien aber am besten ziehmlich direkt an de wurzel behandeln,essigessenz reagiert und greift die steinoberfläche an.nach der „wurzelbehandlung“ wird der schachtelhalm schnell braun und trocken und kann recht einfach entfernt werden.die tieferen wurzeln zu entfernen ist so gut wie nicht möglich.

Heike Koepke, 02. September 2008, 22:05

Hallo,
wir haben vor gut einem Jahr ein Haus gekauft, in dem der Garten 50 !! Jahre mehr oder weniger sich selber überlassen blieb.
Da dachte ich Giersch( Dreiblatt) sei schon eine Plage, aber was ist mir der Giersch lieb gegen den Schachtelhalm!!!
Wir haben auch schon so einiges versucht.
Essig ist mir neu, werd’s probieren.
Wo bekomme ich denn Celavor Banvel ??
Davon hatte ich auch schon mal gutes gehört.

Heike

Gärtnerin, 04. September 2008, 12:48

Hi Heike, Glückwunsch zum Kampf mit der Wildnis. *fg* Wenn Du Celaflor Banvel richtig schreibst, findest Du es sogar über Google. Unkrautvernichter ist aber nicht der Knaller im Garten. Ich bin für biologisch-manuell.

J.Rössmann, 07. September 2008, 20:22

Hallo liebe Leser,

dieses Unkraut raubt auch mir den letzten Nerv. Wir haben es in derVergangenheit mit Gallon versucht.
Die Halme werden innerhalb von 10 Tagen schwarz und sind erst einmal weg.

Leider kamen Sie wieder und Zierpflanzen werden ebenfalls bei Berührung zerstört.

J. Rössmann

Um Rasen von Pilzen und Klee,etc. zu befreien ist es ein tolles Mittel.

Nun hat mir ein Kollege erzählt, dass der Ackerschachtelhalm seinen eigenen Saft nicht verträgt. Wie sieht es mit Zierpflanzen drum herum aus?

Hat jemand Erfahrungen, außer mit Tomaten ?

D. Friedrich, 25. April 2009, 14:19

Hallo, ich hätte da auch einmal eine Frage; hier wird in den Kommentaren soviel von Celaflor-Banvel geschrieben ist dieses Mittel giftig für Fische? Wir haben an unserem Fischteich(Zierfische) über und über Schachtelhalme und würden das Mittel auch einmal ausprobieren,aber die Gefahr das unsere Goldfische das Mittel nicht vertragen wäre wohl nicht gut.Hat jemand Erfahrung ?

anne eichinger, 26. April 2009, 09:28

hallo, soweit ich weiß, liebt schachtelhalm saueren, verdichteten Boden. Daher versuch ich mit der Grabgabel die Wurzeln möglichst tief auszugraben (lockert gleichzeitig den Boden), außerdem säe ich immer wieder mal Garten- oder Branntkalk (wirkt der Versauerung entgegen). Sobald sich neue Triebe bilden, möglichst bald wieder mit den übersehenen Wurzelresten ausgraben.
So wird der Schachtelhalm müde, denn ohne grüne Sprosse kann keine Pflanze assimilieren und somit wachsen. Hält man dieses Vorgehen im Frühjahr konsequent durch, hat man den Rest vom Sommer Ruhe, manchmal auch länger. Doch Vorsicht, auch wenn man das Unkraut ausgerottet glaubt, es kommt doch immer wieder (auch nach Jahren).

Wolfgang, 12. Mai 2009, 09:29

Stehe noch ganz am Anfang meines Schachtelhalm- Kreuzzuges und eure Beiträge klingen schonmal sehr entmutigend.
Was mich etwas irritiert ist die Tatsache, daß wir (hier in Niederösterreich) trockenen Lehmboden haben, mit einer 5cm Schicht Erde (ehemalige Ackererde). Und trotzdem gedeiht er, daß mir schwarz (oder besser grün) vor Augen wird.
Möchte keine chemischen keulen einsetzen, allerdings werde ich mit ausrupfen nicht fertig, wenn ich nicht eine Legion von 5000 Studenten oder Leibeigenen bekomme, die mir helfen….

Hättet Ihr noch a Patentlösung – biologisch freindlich- für mich?

lg, Wolfgang

h. schlüter, 29. Juni 2009, 10:39

hallo, habe seit ein paar jahren den kampf gegen
schachtelhalm aufgegeben, habe jetzt aber angst
das ich probleme mit den nachbarn bekomme.
hat jemand erfahrung mit einer bodenabdeckung?
ich denke da an eine folie und darauf dann
eine kies oder grostein abdeckung.
bin für jeden tip dankbar.

h. schlüter,30.06.2009

Gärtnerin, 29. Juni 2009, 11:47

Ja. Sowohl eine Mulchfolie unter Kies als auch ein dickes, festes Gewebe-Unkrautvlies wurden mühelos von den leider spitzen Trieben des Schachtelhalm durchstoßen. Unter der Gewebe-Unkrautfolie sind dicke Schachtelhalm-Triebe direkt entlanggewachsen und haben sich über die höhere Bodenfeuchtigkeit unter Folie gefreut. Oberhalb Tausende Austriebe aus der Folie. Das Ergebnis war trotz dicksten Gewebes ein dichter Schachtelhalm-Garten auf Kies. Wir haben die Folie wieder runtergenommen, und alles mehr als spatentief entfernt. Seitdem werden deutlich geschwächte neu aufschießende Triebe zeitnah wieder tief ausgestochen, und der Befall ist dadurch kontrollierbar und deutlich weniger geworden. Folien kannste absolut vergessen.

Wooty, 16. Juli 2009, 19:20

Hallo,

so unglaublich es klingt, aber könnten Sie mir vielleicht ein, zwei Pflanzen zukommen lassen…
ich hab da so ne ecke da kann er wachsen und endlich ackerschachtelhalm-brühe ansetzen…

gruß
Daniel

Gärtnerin, 17. Juli 2009, 15:32

Aus Holland mag ich die jetzt nicht unbedingt schicken, Wooty. Komm abholen. ;-)

Wooty, 21. Juli 2009, 18:07

Hmmm, mist….

aber vielleicht jemand anderes….

Neugärtner, 28. Juli 2009, 15:40

Hallo Daniel
Ich glaube du weist nicht so ganz genau was du dir da in Garten holen würdest.Diese Pflanze wird mann nie wieder los,wenn mann allen Berichten darüber im Internet glauben kann.Wir währen sehr froh ,wenn wir etwas finden würden was uns von dieser elenden Plage endlich befreit.

Gruß Mathias u. Antje

Keisha, 28. Juli 2009, 17:51

Kleine Anregung:
Vllt den Schachtelhalm mal aus anderer Perspektive zu betrachten und nicht immer nur als Ungeheuer… Schachtelhalm ist als 375 Millionen Jahre alte Fossilien bekannt und es könnte etwas Wunderbares sein, diesen „Urgesteinen“ der Weltgeschichte, die vor oder zeitgleich mit den ersten Dinosauriern auf dieser Welt waren, Raum zu bieten, oder sie wenigstens mal als dieses wahr zu nehmen und nicht immer nur als „Unkraut“ und „Monster“.

Natürlich, ich habe gut reden, ich habe keinen Garten und schon gar keinen Schachtelhalm, darum freue ich mich jedes Mal, wenn ich diesen Überlebenden der Urzeit irgendwo in der Wildnis sehe, aber es schadet ja nicht, auch mal diese Seite zu beleuchten ;-)

@ Neugärtner: Ich denke, Daniel weiß ganz genau, was er sich da holen würde… nämlich eine Heilpflanze, für die er offensichtlich Verwendung hat ^^ Und sei es nur für Sude, die im Gartenbereich eingesetzt werden.

Betula, 28. Juli 2009, 17:55

Schachtelhalm wächst auch in der freien Natur! Und da es als Unkraut gilt, hat wohl keiner was dagegen wenn man sich welchen holt.

heiko, 28. August 2009, 20:33

hi,
ich war hier am nachforschen für meinen vater, der in seinem garten ein echtes schachtelhalmproblem hat. also aus allen berichten die essenz würde heißen, dass wir wohl mit einer salzlauge vorgehen werden und gegen das saure klima des bodens mit kalk etwas tun könnten. parallel könnte man ja dann noch etwas zeitversetzt mit Celaflor-Banvel nachlegen. vielleicht machts die kombination! was für mich nicht ins bild passt ist die essigessenz. sie würde das saure klima des boden doch fördern.

ein sehr wirksames mittel in unserem garten ist der betonweg :o) da wächst keiner. also alles betoniert und grün angestreichen, dann kann er sich unter der betonplatte zu den nachbarn durchkämpfen und denen geb ich dann diese internetadresse weiter.

viel spass beim schachtelhalmbad

Kathriner Trudi, 27. September 2009, 16:14

Ich werde meine Winden (Unkraut)welches auch nicht zum Töten gebracht werden kann mit Essigessenz besprühen ,anstelle von zeurem Windenschaum ,welcher mir nichts gebracht hat.

Daniel, 23. Dezember 2009, 12:59

Hallo Leute,

also ich würde immernoch gerne ein bis vier Pflanzen
haben wollen…ich will sie ja nicht in den garten stellen…sondern an eine fiese wand zum nachbarn…so etwas urzeitgestrüpp sieht dort gerade toll aus…
ich würde die mir auch nicht umsonst schicken lassen wollen

gruß daniel

david1, 31. Mai 2010, 22:52

den ackerschachtelhalm ist ganz einfach loß zu werden ihr müsst direkt auf die pflanze salz streuen nach drei bis vier tagen geht er ein die pflanze wird braun

Rasenmähermann, 07. Juni 2010, 19:38

Schachtelhalm ist ein Bodenindikator.

Er bevorzugt verdichtete Böden und saure Böden

Also PH-Wert analysieren(ggf. analysieren lassen),
ggf. Ausgleichskalkung vornehmen.
Ursachen suchen. z. B. Koniferen oder Staunässe begünstigen Übersäuerungen

Boden möglichst tief auflockern
auf ungenutzten Flächen zb. Lupinen einsähen. Die bis zu 150 cm langen Pfahlwurzeln lockern den Boden sehr stark. Nebenbei ist die Lupine ein Stickstoffsammler, also ein super Gründünger.

und schön weiter rausrupfen. Dann ist der Schachtelhalm in zwei Jahren ex

@ elli
Essig hilft nur oberflächlich. Die Pflanze stirbt zwar ab, aber nur bis zum ersten Rhizom. Die verbleibende Wurzel wird wieder austreiben und der Boden wird zumindest vorübergehend noch saurer als er eh schon ist. Was das Wachstum von Schachtelhalm begünstigen kann.

@david1
Salz auf den Acker streuen hilft todsicher, wird aber im allgemeinen seit dem 3. Punischen Krieg 149 bis 146 v. Chr. nicht mehr praktiziert.

Daniel, 08. Juni 2010, 07:26

…suche Acker-Schachtelhalmrizome…

bitte mail an : h i – 0 2 @ w e b . d e
gruß

Claudia, 20. Juni 2010, 13:56

Hallo!

Auch wir haben unzählige dieser Pflanzen im Garten und verzweifeln gerade. Hat den jemand schon wirklich gute Erfahrung mit Kalkanreicherung gemacht? Wenn ja, wo bekommt man Kalk am besten?
Und hat jemand eventuell einen Tipp welcher Bodendecker Schachtelhalm wirklich gut zurückhalten kann?
Bodenauflockerung ist für uns keine Lösung, da unser Garten ein gutes Gefälle hat und eine Lockerung womöglich zum Rutschen des Hanges führen würde.
Die Salz-Möglichkeit habe ich hier zum ersten Mal gelesen, was hat es damit auf sich und hilft es auch für längere Zeit?
Wir haben einen Hund uns daher ist eine große Chemiekeulenverteilung nicht möglich.
Was ist denn sinnvoller ausgraben oder grün abschneiden? Schließich soll es nicht NOCH mehr werden.
Gruß

Gärtnerin, 21. Juni 2010, 09:38

Ich persönlich würde nie in größeren Mengen Salz in meinen Garten streuen und den Boden damit anreichern. Hier in Garten 2 wächst Schachtelhalm flächig. Mulchfolie mit Kies drauf hat das Problem nur vergrößert, da die Schachtelhalm-Rhizome unter der Folie bestens gedeihen und weiterwachsen. Teil-Erfolg: Im ersten Jahr 50 cm tief entfernt. Seitdem ca. alle 2 Wochen so tief wie möglich mit dem Handschippchen entfernen, um ihn zu schwächen, s. mein Beitrag oben. Kommt zwar immer wieder, aber deutlich gemächlicher, wenn er entkräftet ist.Wie ich ja schon schrieb: DU WIRST IHN NIEMALS LOS!

Zur Zeit experimentiere ich mit schachtelhalm-zurückdrängenden Bodendeckern aller Art. Das Einzige, was sich bisher bewährt, ist das kleine Immergrün / Vinca minor, dessen dichtes Wurzelwerk ihn im eingewachsenen Zustand echt kaum/nicht durchwachsen lässt. Werde weiter berichten.

Wolfgang, 11. August 2010, 01:15

Halo Leidensgenossen,
habe das Zeug vor meiner kleinen Halle auf einer Fläche mit verdichtetem Boden. Da die Fläche nicht bepflanzt wird sondern nur Naturboden bleiben soll, bekämpfe ich den S-Halm auch schon länger. Muss einigen Mitkämpfern beipflichten, habe auch mit Folie gekämpft und dieselben Misserfolge gehabt. Da die Fläche befahren wird, kann ich nicht metertief umgraben. Auf der gesamten Fläche ist Rindenmulch ausgebracht. Da der S-Halm nur auf einem Teil war, habe ich mit dem Mulch keine schlechten Erfahrungen. Die meisten „Unkräuter“ wurzeln nur im Mulch (wenn er dick genug aufgebracht ist) und lassen sich meist mit Wurzeln ziehen. Das wichtigste ist jedoch dass der S-Halm seine Wurzeln auf der vorher nicht befallenen Fläche im lockeren Mulch hat und sich die Wurzeln da leichter ausmachen lassen. Ich würde gerne dicker mulchen, aber ich habe nur gemietet und demnächst neue Vermieter, die was ändern wollen. Das ist für Flächen mit Nutz- Zierpflanzen aber leider nur bedingte Hilfe, auch hier ist Rindenulch auch nützlich – unterbindet Unkräuter bzw. die die trotzdem kommen, lassen sich leichter entfernen. Zusätzlich trocknet der Boden nicht so aus und man muss weniger tränken. Ist aber nicht unbedingt günstig, da man immer wieder nachmulchen muss.
Gärtnerin hat wohl recht und ich werde weiter kämpfen und immer mal wieder hier suchen.

Wolfgang, 11. August 2010, 01:25

Hallo nochmal,
zum Beitrag von mir um 01:15,
ich muss meine Schreibfehler entschuldigen, hab da wohl welche übersehen.
Dann muss ich noch an meinen Namen zum unterscheiden was anhängen: Wolfgang 1

Sybille, 22. August 2010, 16:16

Hallo, liebe Leidensgenossen,
schon seit einigen Jahren bin ich auf der Suche nach dem ultimativen Erfolgsrezept zur Bekämpfung von Ackerschachtelhalm.- Fehlanzeige.
Hinter meiner Thujahecke an der Grundstücksgrenze wuchert seit ca. 6 Jahren bei meinem Nachbarn ungebremst der Ackerschachtelhalm in einer Höhe von ca 50 cm Höhe.
Auch bei mir wurde dadurch ein kleines Rasenstück zur „Schachtelhalm-Wiese“- innerhalb von zwei Jahren. Nun hatte ich Angst um mein angrenzendes Rosenbeet, denn einzelne Tannenwedel wurden dort bereits gesichtet.
Ich bedeckte das verseuchte Rasenstück mit altem Teppichboden, darauf kamen 10 cm Kieselsteine.
Es dauert 2 Jahre, bis vereinzelt Schachtelhalm-Wedel im Kies auftauchten (trotz dichter Abdeckung zum Boden hin), die werden nun sofort ausgerupft.
Auch im Rosenbeet tauchen immer noch einzelne Wedel auf, auch sie werden möglichst sofort beseitigt. Aber – es sind nur noch wenige, vielleicht 10-20 Stück pro Saison. Damit kann ich leben, wenn es so bleibt.
Meinen Nachbarn kümmert sein Unkraut nicht, der nutzt sein Grundstück kaum. Ich muß also mit dem Schachtelhalm an der Grenze leben.

Aber mein Rosenbeet möchte ich erfolgreich verteidigen. Deshalb versuche ich, den Boden dort zu verbessern. Ich kalke im Frühjahr, mische Kompost unter die Erde,lockere und verbessere den Boden mit Steinmehl und dünge mit Rosendünger. Und das mache ich lieber, als Schachtelhalm zupfen.
Meine Rosen danken mir die Bodenpflege mittlerweile sehr und die fiesen Tannenwedel halten sich in Grenzen. Meiner Erfahrung nach, sollte man versuchen, den Boden zu lockern , wo es geht. Auch Kalk bringt wohl etwas, da der Boden dann durchlässiger für Wasser wird.
Eventuell wandern die Schachtelhalm-Triebe dann in größere Tiefen ab.
Was kümmert es mich, wenn in 3m Tiefe die Triebe ihr dunkles Dasein fristen…., solange sie nicht ans Licht kommen, stören sie nicht.
Meinen Teppichboden auf dem ehemaligen Rasen, werde ich erst in etlichen Jahren mal aufnehmen, das Geflecht an Ausläufern möchte ich gar nicht sehen. Denn solange es kein Licht bekommt, wird es
auch nicht gefährlich.

Biggi, 29. August 2010, 21:55

Hallo, Ihr alle,

auch ich bin auf der Suche nach einer Ausrottungs-Methode für den verdammten S-halm !!!
Mein Problemchen ist allerdings etwas anders: wir haben einen Reitplatz, der als oberste Schicht ca. 10 cm Sand-Hackschnitzel-Gemisch hat. Darauf wuchert nun der S-Halm. Die letzten Jahre habe ich ihn ausgerissen – das hat gut funktioniert, jetzt ist es aber so, dass er flächig wächst und der ganze Reitplatz grün aussieht (wir haben im letzten Herbst geeggt). Das Problem wäre also überhaupt nicht, dass keine anderen Pflanzen in Mitleidenschaft gezogen werden sollen: da gibts keine anderen Pflanzen und soll es auch nicht geben. Andererseits sind wir Bio-Betrieb, Round-Up oder sowas kommt nicht wirklich in Frage.
Salz oder Essig oder Kalk? Was empfehlt Ihr? Ach ja, ausgraben ist nicht möglich, da unter dem Sand löchrige Platten liegen.

Vielen, vielen Dank für alle möglichen Tipps!

Biggi

Gretel im Busch, 30. August 2010, 17:34

Ich würde aus der Not eine Bio-Tugend machen: Getrockneter Ackerschachtelhalm ist sauteuer, in Apothekenqualität kostet das Kilo 17 Euro ! Wer schon mal getrocknet hat weiß, dass in einem Kilo getrocknetem locker die dreifache Menge Frischkraut stecken. Apothekenqualität bedeutet aber: für den Verzehr als Tee geeignet, und dazu muss man unter anderem professionell sicher stellen, dass der Ackerschachtelhalm-Pilz nicht dran ist. Deshalb als Laie auch lieber keinen Tee aus der eigenen Garten-Sammlung brauen!

Da Ihr die hohe Qualität also nicht hinbekommen werdet, bleibt immerhin der Verkauf als Jauchengrundlage.
Oder pflücken lassen: Eine Reitstunde gegen 500 Gramm Frisch-Kraut ist ein nettes Angebot. Man wird wohl zwei Stunden daran pflücken.

Auch mein Garten ist voll von den Halmen und ausrotten will ich ihn gar nicht. Ich nutze ihn im Frühjahr zum Ansetzen einer Jauche und das getrocknete Zinnkraut ganzjährig als wunderbaren und hübschen Silber-Mulch ohne Schneckenanziehungskraft. Ich habe eigens einen Weidenkorb dafür, mit dem ich immer wieder durch den Garten ziehe und sammle, bis er voll ist. Da drin trocknet er schnell durch und kann so auch aufbewahrt werden.

Übrigens: Der Frau mit dem aufgekalkten Garten musste ich schon aushelfen, denn kaum war das Kraut ausgerottet, kamen die Pflanzenkrankheiten, bei denen Ackerschachtelhalm angezeigt ist ;-)

Gretel im Busch, 30. August 2010, 17:45

NACHTRAG
denn ein Teil meines Postes eben fehlt noch.

Da hatte ich nämlich erwähnt, dass ich einen Garten kenne, in dem hat jahrelanges (!) „Aufkalken“ das Problem gelöst. In jedem Falle aber wirst Du, arme Biggi, zusätzlich die berühmten sieben Jahre zupfen müssen.

Aus eigener Beobachtung kann ich bestätigen: Holzgehäcksel enthalten je nach Herkunft Sporen vom Ackerschachtelhalm und bieten Idealbedingungen zur Keimung.

In Eurem Fall habt Ihr unglücklicherweise mit der Egge dafür gesorgt, dass ein jedes Exemplar auch noch in unzählige Teile vermehrt wurde, deshalb die Ausweitung des Problemchens…

Aurie, 09. September 2010, 19:55

Mit Schrecken musste ich feststellen, dass das schöne Grüne, was zwischen meinem Bodenbedecker-Efeu wächst, SCHACHTELHALM ist. Da ich nicht graben kann und auch gar nicht die jungen Zweige sehe, dacht ich mir, dass ich den S-Halm einfach abschneide. Jetzt lese ich, dass das gar nicht gut ist, sogar noch zu stärkerem Wachstum antreibt. WAS SOLL ICH MACHEN? Könnt Ihr mir einen Rat geben?

Gärtnerin, 13. September 2010, 11:27

Siehe oben, Aurie. Ich kann Dich, glaub ich, beruhigen. Wenn der Efeu gut eingewachsen/ mehrlagig gewachsen ist, kommt mit der Zeit nichts mehr durch. Der Garten-Nachbar hier hat auch eine dicke Efeu-Fläche, und darin hat Schachtelhalm beobachtetermaßen keinen einzigen Halm mehr.

Sybille, 13. September 2010, 15:58

GENAU,
liebe AS-Geplagten ….. hier gibt es mal vernünftige und machbare Vorschläge. Ich habe schon unzählige Foren besucht, um Lösungen zu finden. Leider war nicht wirklich brauchbares dabei.
Ein dickes Lob an dies BLOG, kurz und schmerzlos „werden Sie hier geholfen“…..
Man muss dem Schachtelhalm seine Lebensgrundlage entziehen : Licht und verdichteten Boden, dann kann man ihn auch in Grenzen halten.- Mehr wollen wir ja nicht.

Sybille, 13. September 2010, 16:14

Vergessen habe ich noch, dass ich auch Probleme bei der Bekämpfung der Zaunwinde habe. (dazu gibt`s noch kein BLOG) Zaunwinde = Calystegia sepium)
Vielleicht hat jemand hier Erfahrungen damit ?
Wäre Euch sehr dankbar !

Liebe Grüße
Sybille

Gärtnerin, 14. September 2010, 09:16

Oh ja, ebenfalls fies, Sybille. Hatte ich im alten Garten am Maschendrahtzaun. Da hilft nur dauernd hinterher sein, abwickeln, bevor sie blüht oder jedenfalls die Samen fallen lässt und Wurzeln sorgfältig tiefgründig entfernen. Nach ein paar Jahren, wenn vorhandene Samen langsam weniger werden, sollte es dann ruhiger werden (bei mir 3, nach der Erst-Wurzelentfernung damals).

Klaus, 14. September 2010, 15:55

Hallo Sybille !
Mit der Zaunwinde kann ich dir zwar keinen guten
Rat erteilen aber ich leide mit dir.
Meine Randbeete habe ich zwar sauber, aber der
Nachbar züchtet vermutlich diese Pflanze und für
mich ist das Absieben mit dem Rotationssieb eine
wahre Sysiphusarbeit.
Dafür brauche ich kein Fitnesscenter um fit zu
bleiben !

Susanne B, 15. September 2010, 07:48

Hallo Sybille,

das kann ich bestätigen: Meine Ma hat eine Ecke, wo die Ackerwinde versucht, sich breit zu machen. Sie schaut regelmäßig, dass sie die Jungpflanzen erwischt, und so langsam lässt die Population nach. Aber das erfordert Ausdauer und Regelmäßigkeit.

Armer Klaus… gegen nachbarliche Wildkrautgärtner ist kein Kraut gewachsen…

Klaus, 15. September 2010, 11:20

Hallo Susanne !
Aber seltsam, bei meinem Nachbarn wächst alles
viel besser. Wahrscheinlich wegen dem Unkraut.

Sybille, 15. September 2010, 15:44

Vielen lieben Dank,
dass Ihr mir bezgl. Ackerwinde Mut gemacht und Vorschläge vorgebracht habt.
Packen wir`s also an und gehen der „Würgerin“ an`s Leben. Ich werde zupfen, bis mir die Arme abfallen…. und versuchen, alle Jungpflanzen immer wieder schnellstens zu erwischen.

Im Gegensatz zum Schachtelhalm finde ich Ackerwinde nicht so schlimm – da sie bei mir am derzeitigen Standort keinen großen Schaden anrichtet- ein paar größere Büsche zu erwürgen wir ihr mit Sicherheit nicht gelingen.
Herzlichst, liebe Gartenfreunde
Eure Sybille

Andrea, 25. September 2010, 01:13

Hallo Schachtelhalm-Geplagte, leider habe ich dieses Problem auch, da meine Garten-Vorgängerin laut Nachbarn den Schachtelhalm für Fußbäder sogar extra gepflanzt hat! Und leider weiß ich bisher auch nur, was n i c h t funktioniert.
Wo er bei mir am dichtesten wächst, hatte ich mal ein Beet, das irgendwann nur noch aussah wie mit 70 cm hohem, grünem Schaum bedeckt. Man sah fast nicht mehr, dass da auch noch was Anderes wuchs. Nachdem ich ihn dort dann kiloweise ausriss, kippten die eigentlichen Stauden alle um, da sie bei so viel Schachtelhalm-Gerüst gar keine eigene Standfestigkeit entwickelt hatten.
Aussage eines Gärtners: Ackerschachtelhalm geht bis zu 6 m tief in den Boden!! Damit ist ja eigentlich schon alles gesagt. Mir kommt er vor wie ein einziger Organismus, der den ganzen Garten unterirdisch beherrscht, und dem es daher auch nicht schadet, dass er auf einer ziemlich großen Fläche, nämlich im Rasen, dauernd kurz gehalten wird; er kann sich ja an anderen Stellen erholen, z. B. unter lichteren Sträuchern, wo er noch genug Licht hat, ich aber zum Jäten praktisch nicht hinkomme.
Mit Kalken habe ich vorsichtig begonnen, habe aber meistens die dafür vorgesehene Zeit im frühen Frühjahr verpasst. Außerdem möchte ich nicht, dass in meinem Garten der Boden verkalkt und nur noch die paar Pflanzen überleben, die den meisten Kalk vertragen.
Dass Schachtelhalm verdichteten Boden liebt, weiß ich natürlich auch schon lange, weshalb ich schon seit 15 Jahren Sand in den Boden einarbeite, den ich immer im nahegelegenen Kieswerk hole. Bisher allerdings ohne Auswirkung auf den Schachtelhalm.
Auch die Erfahrungen mit der Unkrautfolie habe ich schon hinter mir: Ich verlegte Pflaster auf einer wasserdurchlässigen Unkrautfolie. Sie hielt alles zurück außer Schachtelhalm: Schon nach 2 oder 3 Wochen wuchs er trotz Folie zwischen den Pflastersteinen hoch. Da ich den Pflasterweg an der betr. Hauswand aber nicht betonieren wollte, habe ich das Pflaster – Riesenaufwand! – ein zweites Mal auf Teichfolie verlegt. Da kommt er nicht durch. In dem einen Zentimeter zwischen Folienrand und Mauer wächst er natürlich üppig!

Ich denke auch, dass ich ihn nie loswerde. Das einzige, was ihn hemmt, ist meiner Erfahrung nach tiefer Gehölzschatten: In meine breite, dichte und hohe Hecke mit u. A. riesigen Kirschlorbeersträuchern wächst er nicht hinein. Besonders diese immergrünen Sträucher beschatten den Boden ja ganzjährig. Wenn man seinen Garten also in Wald verwandeln würde, wäre das Schachtelhalm-Problem wahrscheinlich gelöst. Aber wer will so einen Garten??
Ansonsten hält er sich auch im dichten Staudenbewuchs, wo sonst kein anderes Unkraut mehr hochkommt. Bei höheren Stauden macht er dann einfach auch selbst höhere Triebe, bis er ebenfalls im Licht angekommen ist.

Ich habe mir angewöhnt, wann immer ich durch mein Staudenbeet gehe, ständig die neuen Triebe auszureißen. (Und die dann natürlich nie direkt auf den Kompost!!) Das ist chemiefrei, geht aber auf den Rücken, so dass ich das auch nur sehr dosiert mache, abgesehen davon, dass ich nicht immer Zeit und Lust dazu habe.
Ich warte also auch noch auf eine wirkliche Lösung!
Andrea

Markus, 25. September 2010, 23:26

Hallo,
ich hab auch einen ganzen Haufen dieser Dreckspflanzen in meinem Garten.
Da ich nur Rasen, Büsche und Bäume gepflanzt habe war es mir auch egal mit was ich da dran gehe! also hab ich es zuerst mit Roundup versucht. hab zuerstmal die angegebene Menge ins Wasser gelert, der Erfolg war mäßig. Hat zwar reagiert, wurde nach einer Woche braun, hat aber dann wieder ausgetrieben. dann hab ich die Dosis erhöht und es war etwas besser – aberhalt nicht weg!

—bei Roundup steht übrigens dirn das es garnicht gegen Schachtelhalm hilft!!!—

Dann hab ich weitergesucht und Finalsan entdeckt, da steht auch explizit drin/drauf das es gegen Schachtelhalm eingesetzt werden kann! Hilft auch, zumindest kurzzeitig! Und die Wirkung setzt nach ca 1-2 Std ein! Auch hier hab ich wieder Dosis erhöht aber irgendwann war er wieder da…!
Jetzt hab ich mal versucht Roundup und Finalsan zu mischen und das in einer sehr hohen Dosis und siehe da, bisher ist fast nix mehr nachgekommen! Gut vereinzelt schon aber nicht mehr die Masse!!! Die sehen auch viel kaputter aus als vorher!

Hab mir halt gesagt das das Finalsan ja sofort wirkt (also nach ein paar stunden) und das Roundup dann ne Woche später nochmal nachlegt! jetzt bin ich mal gespannt wie lange es so bleibt!

Hat von euch auch jemand so etwas in der Art schon versucht, evtl auch mit diesem Banvel???

Spricht eigenlich irgendetwas gegen diese Art der Bekämpfung???

Markus, 25. September 2010, 23:51

KLEINER CHEMIEKEULEN-NACHTRAG:

Hab in irgendeiner Landwirtschaftsseite gesehen das es noch 2 andere Mittel gibt!

Garlon 4

U 46 M Fluid

Kennt jemand die Mittel (Erfahrungen)???

Link zu der Seite:
http://www.landtreff.de/grosze-probleme-mit-schachtelhalm-auf-pferdekoppel-t6559-30.html

Gärtnerin, 27. September 2010, 11:16

Aus meiner Sicht spricht dagegen, dass a) großflächiger Pestizideinsatz im Garten m.E. überhaupt nicht geht und b) Schachtelhalm auch so nicht dauerhaft zu bekämpfen ist. Ansonsten zum Thema Roundup

Mir ist unverständlich, wie man lieber seine gesamte Umgebung verseucht, als sich mit einem Unkraut zu arrangieren.

Markus, 10. Oktober 2010, 20:19

Ich hab mir einen total schönen japanischen ziergarten angelegt! und wenn da dann ca 200 schachtelhalme aus der erde kommen hab ich da einfach was dagegen!!! ich hab einfach die schnauze voll von dem dreckszeug!!! und arrangieren werd ich mich damit niemals!!!
habs ja am anfang auch mit ausgraben und so versucht, aber wenn der garten mal schön angelegt ist grab ich da nichtmehr rum!
salz und angesetzter schachtelhalmsud hat übrigens auch nichts gebracht! Hab also schon einiges versucht bevor ich an die chemische keule bin…!
und ausrupfen macht es ja eher schlimmer…!

Gretel im Busch, 11. Oktober 2010, 19:14

Hat dieser japanische Garten eine japanische Seele? Laotse sagt:

Das Weiche besiegt das Harte, das Schwache triumphiert über das Starke.

Gewalt zerbricht an sich selbst.

Selbst Himmel und Erde können nichts Dauerndes schaffen, um wie viel weniger der Mensch.

Aus dem Tao Te King, 550 v. Chr.

Ich folgere: wenn man glücklich sein will im Garten, dann darf man ihm nichts aufzwingen. Wie das gehen kann, das freilich muss jedeR für sich lernen. Ich wünsche uns allen, dass wir am schönsten Ort auf diesem Planeten glücklich sein können.

Ostfriese, 08. Juni 2011, 13:32

Also ich hatte massive Porbleme mit Schachtelhalm da mein Grundstück an eine Ausgleichsfläche grenzt, wo die Pflanze gedeiht.

Beim Anlegen meines Grundstückes habe ich erstmal alle wilden Pflanzen mit Round up vernichtet, um dann später die Fläche zu fräsen und Rasen anzusähen. Dabei mußte ich feststellen, daß Round up alles tötet, aber den Schachtelhalm weiter gedeihen läßt. Der ganze Rasen stand voller Tannenbäume und in den Ritzen der Terasse kamen die ersten Pflanzen auch schon hoch.

Ich habe dann auf Empfehlung „Banvel M“ besorgt und das komplette Grundstück und große Teile der umgebenen Landschaftsflächen gründlich eingenebelt. Ein voller Erfolg. Die Tannenbäumchen wurden alle Schwarz, aber der Rasen blieb!

Nach einigen Wochen kamen allerdings die nächsten Bäumchen, woraufhin ich die Prozedur wiederholt habe.

Danach gab es auch erstmal keine „Bäumchen“ mehr. Übrigens auch keinen Löwenzahn und auch keine Brennesseln in den angrenzenden Ausgleichsflächen.

In der folgenden Saison gab es dann im Frühjahr wieder „Bäumchen“ Aber nur noch wenige.

Für die Terasse habe ich jetzt eine kleine Handsprühflasche mit der ich bei Bedarf einzelne „Bäumchen“ besprühe. Die 500ml Inhalt der Flasche reicht schon seit Jahren. Dieses Jahr hat sich überhaupt nur ein Bäumchen herausgewagt.

Den Rasen nebele ich allerdings immer noch profilaktisch zweimal jährlich mit Banvel M ein. Ich habe mir dazu gleich eine Literflasche von dem Zeugs besorgt (ca. 25€), das reicht für 20 Spritzenladungen a 5l, reicht also ungefähr für 8 – 10 Jahre.

Schachtelhalm ist seit dem kein Problem mehr, es tauchen hin und wieder einzelne Bäumchen unter der Hecke bzw. in den Beeten auf.

Dort verwende ich aber auch ein Pflanzengift, diesmal Basta. Das tötet alles außer Bodendecker und Gehölze.

Generell ist das Vorgehen, daß ich die Aprilsonne nutze, um die Beete mit Basta von den ersten Unkräutern zu befreien, bevor der Garten im Mai mit Blumen auf schick getrimmt wird.

Übrigens sind beide Gifte im wesentlichen Salze, die die Fotosynthese der Pflanzen unmöglich machen. Deshalb ist die Wirkung am massivsten, wenn es warm ist und auch schön die Sonne scheint.

Grundsätzlich habe ich festgestellt, daß es Austriebversuche des Schachtelhalms immer nur in der ersten Jahreshälfte gibt. In der Aprilsonne und im Mai, danach gibts auch ohne mein zutun (fast) keine Schachtelhalmaustriebe mehr.

Gärtnerin, 14. Juni 2011, 09:52

In meinem Garten käme diese Giftspritzerei nicht in Betracht. Immerhin will ich Obst und Gemüse aus dem Garten essen. Klingt nach einer ökologischen Katastrophe, was Du da machst.

Sybille, 14. Juni 2011, 22:05

Hallo Ostfriese,
für Deinen Beitrag im Kampf gegen den Schachtelhalm erst einmal vielen Dank!
Gut finde ich, dass Du Deine Vorgehensweise genau beschrieben und die Mittel mit Namen genannt hast.
So weiss man wenigstens auch, was keine Aussicht auf Erfolg bringt.
„Basta“ klingt radikal und ist es wohl auch- aber scheint sehr effektiv zu sein.

Natürlich würden manche Leute zu solchen Mitteln nicht greifen, aber Andere wiederum sind froh, dass es Hoffnung gibt, diese „niedlichen kleinen Tannenbäumchen “ doch noch in den Griff zu bekommen. Denn am schlimmsten finde ich die absolute Sinnlosigkeit jeglicher Eindämmungsversuche des Schachtelhalms.

Jeder trifft eben seine eigene Entscheidung…
Und :
So harmlos ist der Schachtelhalm ja auch nicht- je nach Sorte ist er hochgiftig. Fressen Pferde einige Hände vom Sumpfschachtelhalm, so sterben sie bereits.
Da ich nicht weiß, welche Sorte ich im Garten habe,ist es auch nicht ratsam, Kinder in die Nähe zu lassen oder Tee davon zuzubereiten.
Danke Ostfriese für Deine Infos und einen schönen Sommer .

Ostfriese, 16. Juni 2011, 16:17

@Gärtnerin.
Beide Gifte kaufe ich übrigens bei der Genossenschaft, wo auch die Landwirte ihren Bedarf decken.
Wenn ich die Literflasche kaufe, kaufen die Bauern mehrere Kartons a 12 Flaschen. Diese stellen sich die Bauern sicherlich nicht ins Regal, sondern wandern auf die Felder, woraus auch Sie ihr Gemüse beziehen, bzw. die Kühe ihr Gras, die wiederum für Ihre Milch sorgen.

Ich bin da zugegeben hemmungsfrei, erreiche aber damit gegenüber den Unkräutern einen Vorsprung, den diese den ganzen Sommer nicht mehr aufholen.

Die Pflege der Beete und des Rasens nimmt nur wenig Zeit in Anspruch, es bleibt mehr Zeit für die Freude über den schicken Garten ;-)

Ebenfalls einen schönen Sommer an alle!

Ostfriese, 16. Juni 2011, 16:49

Eines noch zum Abschluß:

Unkräuter wird es immer geben, ich kenne keine Aktion, die einmalig ausgeführt zum Erfolg führt.

Jede Aktion gegen Unkräuter sollte ritualisiert werden, permanent, jedes Jahr wieder, wie Rasenmähen oder Büsche schneiden.

Mit der „chemischen Jäthilfe“ reduziere ich die jährliche notwendige Zeit des Unkrautjätens von vielleicht 30 Stunden auf 2 Stunden oder so. Aber nur solange, wie ich am Ball bleibe. Würde ich damit aufhören, würde das Unkraut langsam wieder mächtiger werden, da mache ich mir keine Illusion.

Deshalb würde ich in Sachen Gift auch niemals eine einmalige Aktion mit einer Baumarktpackung für 20 € starten. Das ist rausgeworfenes Geld, für eine einmalige kurzzeitige Reduzierung des Unkrauts. Schon wenige Wochen danach ist alles beim Alten.

Hier muß man am Ball bleiben, und die geschwächte Pflanze beim Versuch zu erstarken erneut bekämpfen, bis sie auf niedrigstem Niveau verharrt.

So erreicht und erhält man seinen Garten nahezu unkrautfrei. Dann kann man mit sehr wenig Aufwand (und Gift) den Vorsprung erhalten. Läßt man nach, steigt der Aufwand um wieder unkrautfrei zu werden.

Schönen Sommer!

Gärtnerin, 16. Juni 2011, 17:57

Ich wünschte, Du – andere, die ähnlich denken natürlich auch, nimms nicht persönlich :-) – würdest darüber nachdenken, ob das vertretbar ist, was Du da machst. Du sprichst sehr technisch darüber und argumentierst mit Zeitersparnis und Vorsprung? Vorsprung gegenüber Natur? Kann Effizienz im GARTEN der Maßstab sein? Wäre nicht kritisch abzuwägen, ob Zeitersparnis und Bequemlichkeit eines Einzelnen externe Effekte und Schädigung des Ökosystems in diesem Ausmaß rechtfertigen? Und nur, weil einem Unkraut nicht so gefällt? Dicht pflanzen hätte einen ähnlichen Effekt, ganz ohne Gift. Denkst Du dabei an Nachbarn, Kinder, Tiere, das Ökosystem auf benachbarten Ausgleichsflächen, Gewässerschutz, dass manche Pflanzenschutzmittel im Verdacht stehen, krebserregend zu sein? Wenn in der umliegenden Landschaft bereits Brennesseln und Löwenzahn absterben, rottest Du z.B. damit Schmetterlinge aus und beeinträchtigst die Nahrungsversorgung der Bienen. Nicht-Garten- und Nicht-Kulturflächen dürfen überhaupt nicht einfach so mit Pflanzenschutzmitteln behandelt werden, das ist ein Verstoß gegen das Pflanzenschutzgesetz. Basta ist überhaupt nicht für die Anwendung im Garten zugelassen, und für die Anwendung benötigt man einen Sachkundenachweis. Das wäre dann der nächste Verstoß. Was die Bauern tun, muss nicht genauso im Hausgarten erlaubt und gut sein.

Ostfriese, 17. Juni 2011, 11:16

Liebe Gärtnerin,
ich respektiere Ihre Einstellung, und finde es gut, daß Sie bereit sind auf Herbizide zu verzichten.

Grundsätzlich verstehe ich auch Gesetze, die den Einsatz von Herbiziden einschränken. Der Einsatz ist kontrollierbarer, wenn nur ca. 100 Bauern darauf Zugriff haben, anstatt 20.000 Hobbygärtner der Region.

Ja, ich denke dabei an Nachbarn, meinen Kindern und unsere Katze. Diese Herbizide werden von Bauern an Erdbeeren, Mais, Roggen, Weizen, an Weinstöcken und auf Wiesen in großen Mengen verteilt, um die Erträge zu maximieren. Produkte, die wir alle essen. Gesundheitsschädigung halte ich deshalb für ausgeschlossen.

Wenn Landwirte hektarweise ihre Plantagen einnebeln kommt bei mir kein schlechtes Gewissen auf, wenn ich auf die gleiche Weise meine 1.400 qm pflege.

Ja, es geht ausschließlich um Arbeitserleichterung; jedes Wochenende stundenlang Unkraut zupfen ist nicht mein Ding, irgendwelche „Haushaltsmittel“ in großen Mengen mit fragwürdigem Erfolg in den Garten kippen auch nicht.

Nun denn, so hat jeder seine Einstellung; mein Nachbar gegenüber und ein Nachbar nebenan haben auf jeden Fall meine Einstellung dazu mittlerweile kopiert. ;-)

Schönes Wochenende.

Ostfriese, 18. Juni 2011, 15:04

Übrigens reden wir hier von Herbiziden und nicht von Pestiziden mit denen Insekten der Garaus gemacht wird.

Im Fall Banvel M handelt es sich um eine Form der Essigsäure, die das Wachstum der Pflanzen so beschleunigt, daß die Versorgung mit Nährstoffen nicht nachkommt. Daraus resultierend geht die Pflanze ein, und zwar systemisch bis zur Wurzel.

Die beiden Herren, die nach dem Krieg diese Wirkstoffe entwickelt und MCPA bzw Dicamba genannt hatten, hatten außerdem beobachtet, das diese Wachstumsbeschleunigung nur bei zweikeimblättrigen Pflanzen (zB. Schachtelhalm, Brennesseln, Klee,etc.) funtioniert, nicht aber bei Einkeimblättrigen (Gras). Das selektive Herbizid war erfunden!

Mit 100ml im Jahr halte ich problemlos 1400 qm in Schach, mit einem jährlichen Zeitaufwand der noch unterhalb des bodentiefen Ausgrabens eines einzigen Schachtelhalms liegt.

Haushaltsreiniger und sonstiges Zeugs das einige Hobbygärtner auf anraten Anderer in den Garten kippen ist sicherlich deutlich problematischer.

Garten grundsätzlich: Das was einen Garten von der freien Natur unterscheidet ist, daß hier der Mensch die Natur bestimmt. Und zwar was wächst, wo es wächst und wie es wächst. Das ist per Definition „Garten“. Ob das immer sinnvoll ist, speziell wenn man sich in Norddeutschland eine japanischen Ziergarten mit völlig untypischen Pflanzen anlegt, wage ist stark zu bezweifeln.

Ökologisch sehe ich deshalb auch das mittlerweile sehr exotische Pflanzenangebot der Baumärkte kritisch, wogegen ich den Einsatz von pfiffigen Herbiziden als unterstützend bei der Gartenpflege sehe. Ich mähe ja auch nicht den Rasen mit der Schere, sondern kippe jedes Jahr 15 Liter Benzin in den Rasenmäher der dieses mehr oder weniger sauber in meinem Garten verbrennt.

Viele Grüße

Gärtnerin, 19. Juni 2011, 15:26

Du kannst Deine Schachtelhalm-Bekämpfungsmethoden gern so lange verharmlosen und rationalisieren wie Du möchtest, das macht sie nicht richtiger oder erlaubter. Du verwendest im Hausgarten und darum herum nicht-zugelassenes Gift, das schädlich für Mensch, Tier und Pflanzenwelt sein kann. Völlig zurecht ist der Umgang mit potenziell gesundheitsschädlichen Herbiziden gesetzlich geregelt, um die Allgemeinheit, Tiere, Natur und das Grundwasser zu schützen. Was Du hier als Lösung beschreibst, kann Dir ein Bußgeld von bis zu 50000 Euro einbringen. Das gilt gleichfalls für Deinen Händler, der Dir das Zeug zu dem Zweck gar nicht verkaufen darf. Gerne schick ich Euch den Pflanzenschutzdienst vorbei. Kann ich Deine Adresse haben. :-)

Andrea, 05. Juli 2011, 11:23

Also….. Da ich wohl auch zu der Leidensgemeinschaft der Schachtelhalm-Geplagten gehöre, poste ich auch mal ;-)
Wir haben vor zwei Jahren ein Haus aus den 80er Jahren gekauft. Das heisst, der gesamte Garten wurde nach Bauende mit Bauschutt aufgefüllt und dann ca. 10cm Mutterboden drüber… Das macht das gärtnern nicht immer leicht ;-)
Im Vorgarten (ca. 40qm) liegt ein Vlies mit Kies drauf. Als wir das Haus zum 1. Mal gesehen haben, war dort alles kniehoch grün mit Ackerschachtelhalm-Tannenbäumchen bewachsen…
Als total Unwissende habe ich in mehreren Tagen alles ausgerupft und dachte – naiv, wie ich war- damit wär das erstmal erledigt! Welch Irrtum!!!
Jetzt wollen wir den gesamten Vorgarten neugestalten. Vlies raus, Kies weg – Bärenfellgras, Lavendel und zwei Kugelbäume rein.
Da der Schachtelhalm ja eine Zeigerpflanze für Kalkmangel und Staunässe ist, will ich erstmal eine Bodenprobe machen. Und dann den Boden so verbessern, dass der A. nicht mehr sooooo sehr wächst und evtl. sogar „verstummt“. Also dachte ich, den Boden erstmal komplett erneuern, neuen Mutterboden mit Sandgemisch auffüllen und dezent kalken.
Meine Frage: Hat sich jemand mal die Mühe gemacht, den Boden zu analysieren, wo der A. sein Unwesen treibt???
Ich bekämpfe den A. übrigens auch derzeit mit BASTA und das ziemlich erfolgreich!! Er wird immer weniger… Aber eine Dauerlösung ist das für mich halt nicht. Zum einen der Umwelt und zum anderen der Kosten wegen. Ich würde gerne die Ursachen bekämpfen… Wenn ich nur wüsste, was diese denn sind. Der restliche Garten bleibt nämlich weitestgehend vom A. verschont ;-) Und ein „paar“ Hälmchen dürfen ja wachsen…

Gärtnerin, 05. Juli 2011, 12:25

M.E. bringt Boden austauschen als vergleichsweise „oberflächliche“ Maßnahme überhaupt nichts, denn wie oben zu lesen kommt der Schachtelhalm aus Untiefen, die man durch so eine Aktion niemals erreicht. Ich habe gestern auch wieder mal 4 Eimer Schachtelhalm rausgeholt, weil wir einige Flächen zu früh geöffnet haben, bevor ich ausreichend Pflanzen dafür gezogen hatte. Beginne jetzt mit relativ nachhaltigem Zupflanzen. Immergrün/Vinca als geschlossener Bodendecker hilft ebenso wie z.B. dicht gepflanzte Staudenbeet, relativ wenig von ihm zu sehen. Die paar Schachthälmchen dazwischen kann man dann ganz gelegentlich auspflücken.

Marianne, 05. Juli 2011, 14:07

…ich habe mir aus meiner Gärtnerei unverdünntes Roundup in ein Gefäß (1 Liter = 16.00 €uro) geholt, es unverdünnt mit einem Pinsel auf jede einzelne Schachtelhalmpflanze gebracht und zwar so, das ich am Halmende ansetzte und es am Mittelhalm entlang herunterlief. Diese zeitraubende Arbeit wurde mit Erfolg belohnt,…seit 4Jahren wächst da kein einziges – wirklich – nicht ein einziges Schachtelhälmchen mehr. Alle Vorteil liegen auf der Hand, keine Zerstäubung (zerstörung anderer nützlicher Pflanzen), langanhaltiger Erfolg.
Zuvor habe ich es mit ewigem Entfernen, dann mit Gartenkalk versucht, er sollte die Säure aus dem Boden nehmen, jedoch hatte ich das Gefühl der Schachtelhalm genoss diese Anwendung.
Allen eisernen Kämpfern -DURCHHALTEN BEI DER PINSELEI- es lohnt sich !!!
Mein Motto … soviel wie nötig, so wenig wie möglich …

Marianne, 05.Juli2011

Andrea, 07. Juli 2011, 09:19

@Gärtnerin: Bei uns wächst der A. mehr oder weniger nur „auf“ dem alten Vlies. Man sieht, wenn man den Kies wegnimmt, wie sich ein „Netz“ von Wurzeln über das Vlies spannt. Deshalb denke ich schon, dass sich ein Bodenaustausch (wegen der Verdichtung… Nicht wg. des A.) lohnen könnte. Wir haben sehr, sehr lehmigen Boden…
@Marianne: Schön, dass das bei euch so gut geklappt hat ;-) Aber bei 40qm kommt das wirklich nicht in Frage… Da wär ich wochenlang beschäftigt und leider arbeite ich ja auch noch und habe Haus und Kind zu versorgen :-)
Ich mach jetzt erstmal die Bodenanalyse. Und dann schaun mer mal…

Gärtnerin, 07. Juli 2011, 09:49

Nachdem ich die ebenfalls über- und unterwachsene Mulchfolie hier im Garten entfernt habe, glaube ich nicht an Bodenaustausch. Auch hier kommt Schachtelhalm aus großen Tiefen und hat sich nur in Foliennähe durchgebohrt und auffällig verbreitet. Mir persönlich wär das auch zu aufwändig, aber wenn Ihr es macht, würden mich Deine Erfahrungen interessieren!

Ostfriese, 08. Juli 2011, 09:47

Gartenpflege:

Ich habe da eine neues chemisches Helferlein entdeckt. Clean 360. Der Name ist Programm. Der Wirkstoff Gklykolsulfat ist der Gleiche wie bei Round up, nur höher dosiert. Pro 5l Sprizenfüllung reichen 30ml Clean360. Ich habe eine Literflasche für 20€ erstanden. Nur zu empfehlen.

Allerdings gegen Schatelhalm hift es nicht. Dazu braucht man die Wirkstoffe MPCA oder Dicamba als selektives Herbizid oder Glufosinat Ammonium als Totalhebizid. Ist aber in verschiedenen Produkten (sogar in einigen Sorten Rasendünger!) zu völlig unterschiedlichen (aber auch überhöhten) Preisen erhältlich.

Jede Form von Bodenbearbeitung führt bei Quecke und Schachtelhalm zu deren unkontrollierten Verbreitung, da aus fast jedem Wurzelreststück eine neuen Pflanze gedeiht…

Eine herbizidfreie Verbannung dieser Pflanzen ist m.E. nicht umsetzbar.

Schöne Grüße

Gärtnerin, 08. Juli 2011, 11:09

Eine Verbannung dieser Pflanzen ist m.E. überhaupt nicht umsetzbar.

Sus, 08. Juli 2011, 11:12

Doch. Deine Nachbarn haben es vorgemacht.

Liebe Grüße, Sus

Gärtnerin, 08. Juli 2011, 11:16

Nö. Da kommt er durch die Ritzen.

Sus, 08. Juli 2011, 11:46

Upps! Dann hilft wohl nur noch Beton und grüne Farbe…

Ostfriese, 09. Juli 2011, 08:39

Wir waren nun im Urlaub und der Garten zweieinhalb Wochen ohne Pflege. (Außer mein Neffe hat einmal den Rasen gemäht) Insgesamt habe ich in allen Beeten vielleicht 15 Schachtelhalmtriebe gesehen und dazu einen in der Terasse. 2005, als wir den Garten angelegt hatten, war alles voll mit Schachtelhalm. So gesehen haben wir das Problem schon gelöst. Gestern habe ich mein kleines Handsprizfläschen genommen und sie alle schön mit Basta geduscht. Die gehen jetzt schön in den Kompostmodus über…

Nächsten Samstag einmal mit dem Kultivator durch alle Beete, ich werde nichtmal einen Eimer mit Unkraut zusammenkriegen und alles sieht wieder super gepflegt aus.

Es sei denn, meine Frau hat wieder Gestalungsbedarf…

Sybille, 14. Juli 2011, 13:41

Hallo liebe Foris,
was haben wir doch für ein Glück !Es hätte auch schlimmer kommen können!
Gerade habe ich gelesen, dass es noch viel heimtückischere Gewächse gibt, als den Schachtelhalm. (für uns kaum vorstellbar)

Gegen den Japanischen Staudenknöterich
sind unsere Probleme ein Klacks.
Gott sei Dank, dass ich damit nicht „gesegnet“ wurde, aber der Staudenknöterich soll die P E S T
schlechthin sein…..
Also seid froh darüber und achtet darauf, dass
sich diese Pest nicht in Eure Gärten verirrt.

LG
Sybille

Rolf Schepers, 02. Juli 2012, 11:06

Ich habe einen sehr guten Tipp zur Bekämpfung des Ackerschachtelhalms gefunden. Ganz simpel. Salz, ganz einfaches Kochsalz. Um den Schachtelhalm im Freibeet eine kleine Mulde mit den Fingern formen, Salz zufügen. Die Planze trocknet komplett aus. Bei Pflasterung direkt auf die Plfanze streuen.

Sybille, 27. Juli 2012, 21:53

Hallo Rolf !
Ich habe mal wieder hier hereingeschaut und entdeckte Deinen Beitrag. Vielen Dank ! Durch den reichlichen Niederschlag der vergangenen Wochen wuchs der Schachtelhalm dieses Jahr auch wieder an Orten, wo ich ihn eingedämmt glaubte.
Ich werde Deinen Tipp ausprobieren und ihm seine Wiederkehr gehörig „versalzen“.
Ich hoffe sehr, dass dieser recht einfache Rat Wirkung zeigt.
Dadurch würde nämlich vielen verzweifelten Gartenfreunden geholfen. Dies zeigte sich bei einem Besuch im Gartencenter, als sich beim Stichwort „Ackerschachtelhalm“ ganz schnell einige zufällig Anwesende als ebenfalls „Betroffene“ outeten.

Danke für Deinen Beitrag!
LG
Sybille

Sybille, 30. August 2012, 19:25

Die Bekämpfung mittels S A L Z hat nix gebracht- absolut nix. DAs Salz ist im Boden verschwunden, die kleinen Tannenbäumchen aber sind saftig grün geblieben und sogar gewachsen.
Selbst Löwenzahn verdorrt durch Salzbestreuung, aber nicht der Schachtelhalm ! Immerhin war es einen Versuch wert .
LG
Sybille

Frankie, 29. Mai 2013, 22:59

Hallo,
Ihr Gärtnerfreaks seid vielleicht komische Leute. Ihr wisst doch selbst, dass Ihr diese Pflanze nicht ausrotten könnt. Macht es einfach so, wie Ihr es mit Eurem Rasen macht: regelmäßig kürzen. Seid mal gute Verlierer und gebt Euch geschlagen denn das „Erfolgsmodell“ Schachtelhalm könnt Ihr nicht besiegen. Oder doch? Es gibt eine Möglichkeit die Pflanze von Eurem Grundstück zu vertreiben, und zwar mit einem Bagger. Den Garten X Meter tief ausbaggern und wieder neu verfüllen, dann habt Ihr Ruhe.

peter, 15. Juni 2013, 18:08

Hallo,

bei mir ist auch der Schachtelhalm im Garten. Habe wie alle unzählige Sachen erfolglos ausprobiert, der Ackerschachtelhalm hat immer überlebt.
Nach meiner Meinung, ist der Schachtelhalm nur dann einzudämmen, wenn man die Bodenverhältnisse so verändert, dass er nicht mehr wachsen kann. Alles andere funktioniert nicht.
Laut Wikipedia liebt er saueren, nassen und verdichteten Boden.
Deshalb habe ich Pfahlwurzler gepflanzt, die das Wasser aus der Tiefe aufsaugen und mit ihrem Wurzelwerk den Boden lockern. In den oberen Bodenschichten habe ich Sand eingearbeitet und habe vor allem zweimal jährlich die betroffene Fläche gekalkt.

Ergebnis: Der Ackerschachtelhalm ist zwar noch nicht verschwunden, sein Bestand hat sich in den letzten beiden Jahren aber deutlich reduziert.

Probiert es mal aus!

Rudolf Emberger, 15. Juni 2013, 19:08

Hallo allerseits,
bin ganz neues „Ackerschachtelhalm-Opfer“:
Habe mir diese kleinen Plagegeister mit Rindenmulch eingeschleppt:
Auf der Böschung, unterhalb des Wintergartens – existiert seit ca. 25 Jahren – bis letztes Jahr KEIN einziger dieser „Tannenbäume“.
Ich werfe etwa alle 2 – 3 Jahre eine neue Lage feinen Rindenmulch auf die Gartenflächen. Im letzten Jahr waren sie dann schlagartig da – auf ca. 50 % der Böschungsfläche – und deshalb gehöre ich jetzt auch zu EUCH…
Schönen Gruß
Rudi

Alfred Hofmann, 13. August 2013, 15:14

Hallo!!!

Ein typ für betroffene!

Ich hatte auch ein Problem mit Sachtelhalm.
Ein Freund gab mir ein ca. 1/4Fläschchen
Garlon 4.
Ich sollte mit Gummihandschuh die Pflanze
halten und mit einen kleinen Pinzel leicht mit Garlon 4 pur bepinzeln.

Abents bepinzelt, am anderen Tag ist
der Schachtelhalm tot.

Jede Pflanze benötigt einen kleinen
Tropfen!

Binn seit 4 Jahren Schachtelhalmfrei.

Ich danke meinen Freund.

Sylvia aus Brake, 20. August 2013, 19:06

Hallo zusammen,
ich gehöre seit 6 Wochen nun auch dazu. Hatte bis vor 2 Monaten mich nur mit Giersch und Quecke beschäftigen dürfen, der von Nachbars Kompost unter und in unsere Hecke Konifere (15 Jahre alt und 1,5m Breit) wächst. Ich musste handeln, da er drohte ins Beet einzuwandern. Als Sperre können wir es nur mit Blechen versuchen, die in die Erde vor die Hecke kommen, doch er kann immer noch unter der Hecke weiter wandern und sich so ins Grundstück wuseln. Meine Idee die Pflanzen gegen neue (2m Länge ca.) zu ersetzen, und die Bleche so „näher“ an der Quelle des Übels zu platzieren, fand GG natürlich nicht gut, Arbeit und frei Sicht… Ich habe jetzt erstmal die unteren Zweige abgeschnitten, das Licht hin kommt. Den Bereich davor ca.0,80 mal 2 m ausgeschachtet ca. 50 cm tief. Dann wie eine Irre gekalkt und Bodenverbesserer drauf. Jedes neue Blättlein sofort entfernt. Momentan sieht man nur mal hin und wieder ein Blatt, sonst scheint er erst mal nicht zu wollen, was nur eine Frage der Zeit ist, bis dort wohl die Hecke wieder beschattet.
Meine Schwester hat Giersch überall… ich leide mit ihr. Sie meint, dass sie sich den wohl mit fremden geschenkten Gaben eingeschleppt hat.
Aber als ich mich nun auch noch mit Schachtelhalm beschäftigen darf, finde ich Giersch nicht mehr soooo schlimm.
Wir haben hier Wesermarsch-Boden, sauer, dicht, feucht, Wasser läuft nicht ab, im Sommer reißt er auf.
Meine erste Begegnung machte ich mit ihm im Vorgarten eines (des unseren der auch den Giersch hat) Nachbarn. Im Rasen, in der Hecke selbst auf der Auffahrt unter den Steinen. Mit Entsetzen habe ich bisher das Grauen betrachtet. Mein Mitleid hielt sich aber in Grenzen, da diese wenig Interesse an Garten zeigen und alles entsprechend ungepflegt ist.
Es war Sonntag vor 4 Wochen, ich dachte ich kriege einen Anfall, der erste Schachtelhalm im Garten. An einer Seite zu einem anderen Nachbarn ( der ebenso wenig pflegt und ich von allen nur müde belächelt werde, wenn ich was mache) Dann habe ich durch den Zaun gelugt und das Desaster gesehen, er ist im Anmarsch. Seit dem habe ich nun aller 2-3 Tage neue Stängel entdeckt und gleich entfernt. Ich habe so ein Gefühl der Hilflosigkeit. Seit ich hier die vielen Berichte entdeckt habe, habe ich wieder etwas Mut, aber nur bischen. Die Bepflanzung dort sieht so aus: Hintergrundbüsche, höhere Stauden, niedrigere Stauden, ca. 1,5 m, dann der Rasen. Also in meiner Aronia (am Fuße der Büsche stehen Storchschnabel) ist er schon. Da macht und tut man, kauft, pflegt, ackert sich ab, dass es schön wird und dann das. Ich werde alles was nur geht anwenden, danke für die vielen Tipps. Ich bin erst am Anfang. Habe schon gekalkt, Oscona, Sand, mit Grabegabel Löcher in die Erde, zwischen den Stauden mit Grasschnitt gedüngt.
Storchschnabel scheint ihn nicht zu hindern, auch der Schatten unter den Büschen. Alles sehr beschwerlich und ich mache einiges kaputt, was Mist ist. Die Bepflanzung ist eigentlich so, dass ich kein Unkraut dazwischen habe und sich alles schön selber beschattet und ich so weniger Arbeit habe.
Mal sehen wie es weiter geht. Viele Grüße an Alle!

Krause Rudolf, 21. August 2013, 14:12

Interessanterweise ist im Gegenteil zu den aufgelockerten und total versauten Flächen, bei mir auch auf den gemähten Rasenflächen kein einziges Bäumchen zu finden.??

Sylvia aus Brake, 22. August 2013, 15:19

Hallo, was 2 Berichte vor mir steht, mit dem Rindenmulch ist möglich, meine Ackerschachtelhalm Attacke vom Nachbarn hat auch seine Basis im ach so schönen Rindenmulch – Unkraut – Beet wenn ich durch den Zaun schaue.
Kleinen Rat!! nie „Muttererde“ von der Deponie holen!!! gerade die die den Garten neu anlegen und auffüllen wollen. Wir hatten damals unsere schöne Giersch-Erde dorthin gebracht, Tage später sah ich wie an der gleichen Stelle einer schön einschaufelte…

Andrea aus Mainz, 09. Oktober 2013, 22:23

Zu wenig Schachtelhalm!!!
Den Schachtelhalm kenne ich aus dem Garten meiner Eltern aus der Stuttgarter Gegend – als Unkraut. Nun wohne ich in Mainz und habe einen Schrebergarten (Nutz- und Zierpflanzen).Ich versuche mich mit Mischkultur, Nachhaltigkeit, Kompost, Insektenhotels, Jauchen, denn Umweltschmutz gibt’s schon genug. Zur Stärkung der Pflänzchen ist Schachtelhalmjauche das Beste, nur: ES GIBT HIER KEINEN SCHACHTELHALM !!!!! Nirgends, nicht in Wiesen, Wäldern, Feldern, Gärten!!! Nun muss ich das getrocknete Kraut teuer kaufen, um mir die Jauchen herzustellen.

Also seid dankbar, dass Ihr Schachtelhalm im Garten habt, NUTZT IHN (essen/trinken/ nutzen = Angriff ist wohl die beste Verteidigung) und freut Euch. Cellutlitecremes sind teuer – Schachtelhalmtee ist umsonst!!!

Und eines weiß ich inzwischen auch: Pilzkrankheiten an den Nutzpflanzen (gegen die die Jauche vorbeugend und stärkend wirkt) sind viel lästiger als das „Unkraut“ Schachtelhalm.

Übrigens: wer mir gerne seinen Schachtelhalm schicken will: gerne her damit!

Gärtnerin, 10. Oktober 2013, 09:40

Super Kommentar, Andrea. Wenn Du warten kannst, bis ich mal wieder in D bin und Dir gelegentlich in Rüsselsheim eine Tüte abholen willst, trockne ich Dir welchen.

Bademeister, 30. Dezember 2013, 04:02

Haha süüß

Grundwasserspiegel von nur ca. 2-3 Metern…

Bei mir sind 0.5-1 Meter! Tja das ist ein Problem :/

Wie bekämpft man denn den Schachtelhalm wenn er wirklich ÜBERALL ist :)Ist leider kein Kleingarten sondern recht groß… Mit Wallanlage rundherum…. Und das Efeu ist schon so schön dicht gewachsen an vielen Stellen… Kann doch nicht rings ums Haus 2-3 Meter tief Erde und Wasser schaufeln… Zumal auf den Gemeindegrundstücken nebenan der Scheiss auch wächst und in spätesten 3 Jahren der kram wieder bei mir ist….

Aaarrgh! Man kann hier nichts mehr anbauen, und der Rasen sieht aus!

Bademeister, 30. Dezember 2013, 04:05

Achso Sylvia aus Brake,

ich wohne gar nicht so weit von dir im schönen Hude, auch wir haben ein Beet meiner Eltern mit „Muttererde“ der Deponi nachträglich aufgefüllt, seitdem haben wir das Zeug! Unsere Nachbarn haben sich auch bedankt :D

Nun wirds keiner mehr los ;)

Pingback Essbare Bei- & LeitkräuterFiefhusen, 29. November 2014, 13:10

[…] zu Mitteln zur Ackerschachtelhalm- bekämpfung bzw. Verwertung (lecker Tee und Pflanzenbrühe) im Gaertnerblog. Gelandet bin ich zwischen den sehr gespaltenen Meinungen zu Wild- Bei- Leit- oder Leid- Kräutern, […]

Berggarten, 29. März 2015, 00:55

Bei uns wächst Schachtelhalm reichlich und viel oberhalb einer Steinmauer, die den Hang befestigt. Vernichten (wenn es denn möglich wäre) würde wahrscheinlich zu einem Hangrutsch führen.
Unangenehmer finde ich die stacheligen Brombeeren und Disteln (nicht die hübschen, sondern die ohne Blüten) oder die Brennnessel die sich so gemein zwischen anderem versteckt, so dass ich mittlerweile im Garten nur mit dicker Jeans und robuster (mittlerweile auch mit Rissen) Jacke und dicken Rosenhandschuhen arbeite. Was für ein angenehmer sanfter Schachtelhalm…

Gärtner1632, 10. Mai 2015, 18:18

Hatte mir auch zusätzliche Erde geholt, um einen Steingarten anzulegen. Das hat auch alles gut geklappt und sieht toll aus bis zum Anfang Mai. Da kommt er.
Er schiebt sich nun mit allen Trieben gleichzeitig zwischen den Kalksteinen durch. Er kriecht durch die niedrigen Pflanzen, die sich schön teppichartig zwischen und auf den Steinen entfaltet haben. Er hat sich bereits im gesamten Steingarten (ca. 3x3m) gleichmäßig ausgebreitet. Eins ist sicher. Das kann ich alles neu machen. Steine raus, Steingartenpflanzen raus, Erde bis tief in den Grund austauschen. Dieses Zeug ist einfach nur Sch…Schachtelhalm.

gärtner1632, 19. August 2015, 00:40

Ackerschachtelhalm vernichten oder Ackerschachtelhalm entfernen.

Es ist sehr einfach, wenn man Compo Rasenunkrautvernichter Bavel M nimmt.

Auf 2Liter einfach 40ml, einsprüen, 4Tage warten und die Sache hat sich erledigt. (wird langsam braun)

Der Preis ist nur doof. 21,50 für 400ml. Ok, schließlich kann man alles was im Rasen sonst so wächst weg bekommen.

Übrigens, mein Steingarten sieht jetzt fantastisch aus, ohne Ackerschachtelhalm. :) Hätte ich das früher gewusst, dann hätte ich nicht die ganze Erde ausgetauscht.

BAVEL M schön, dass es dich gibt! :)

Sylvia aus Brake, 18. Mai 2017, 18:14

4 Jahre Schachtelhalm im Staudenbeet:

Wesermarsch, Lehm/Kleiboden, schwer
Drainage in 2m Entfernung
im Winter matschig
im Sommer ausgetrocknet
teils beschattet von Hintergrundbüschen

Jahre 1-3:
„Einzelbehandlung“ mit Garlon 4

Jahr 4:
Neudorff Finalsan GirschFrei etwas konzentrierter

Ergo: nach einem Jahr Neudorff explodiert gerade der Schachtelhalm wieder!!!

Vorher hatte ich wenigstens das Gefühl ich halte ihn einigermaßen in Schach. Hatte Garlon gespüht. Eine Plasteflasche ohne Boden drüber gestülpt und von oben ihn ordentlich benetzt, damit wenn er nass umkippt nicht auf die Stauden kippt. Deckel der Plasteflasche drauf und ihn so schmoren lassen. Auch gut falls es regnet so kann es langsam einwirken. Irgendwann stand das ganze Beet voller Flaschen…

Fazit aller Maßnahmen:
-Rinderdung
-viel Kalk
-Oscorna Dünger für Stauden und Sträucher
-Brennesseljauche
-eigener Kompost
-über Nachbarn ärgern die nichts machen

Meiner Meinung nach unerheblich für (gegen) Ackerschachtelhalm. …und ich hab echt extrem gekalkt. Auch hab ich den Sporentrieb noch nicht entdeckt um darüber die Verbreitung zu verhindern.

Er war auch schon einzeln bis zum Rasen vorgedrungen. Doch da ist er nicht mehr. Vielleicht mäht man ja die Triebspitzen weg ohne es zu merken. ODER: er ist da wirklich nicht mehr weil wir seit 2 Jahren den Rasen immer schön mit Oscorna düngen?

Durch Umpflanzmaßnahmen wird es auch schlimmer. Wahrscheinlich müsste ich 1 To Sand einarbeiten um den Boden aufzulockern. Ist doch eigentlich unlogisch. Wie sollen bitte der Sand und Kompost zum Auflockern in 2m Tiefe gelangen? Ich glaub nicht an seine Zeigerqualitäten wo er verdichteten Boden anzeigt, Staunässe und Humusmangel. Ihm gefällt es einfach dort wo er sich ausbreitet….ansiedelt. Die Quecke in unserer Koniferenhecke bekomme ich auch nicht mehr los. Ist halt übel wenn es außerhalb unserer Reichweite wurzelt. Kaukasusvergißmeinicht und Farn kann sich auch verbreiten wie ne Pest, doch da kommt man wenigstens noch bei.

Werde dieses Jahr wieder mit „Mittel aus Jahr 1-3“ vorgehen müssen.

Daniela, 18. Mai 2017, 20:38

Hör bloß auf den Garten weiter mit so nem Zeug zu verpesten! Leb doch einfach mit dem Schachtelhalm- muss ich auch! Ich entferne ihn alle 1-2 Wochen per Hand und dadurch- und die Verbesserung des Bodens mit Kompost, Sand und Lockerung- ist es schon deutlich besser geworden!

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