Gärtnerin · 01. Mai 2008, 12:34

Schnecken zertreten

… ist fuuuuurchtbar! :-(
Nicht, dass Schnecken im Garten ja besonders beliebt wären, aber aus Versehen drauftreten….

Näääääääääääääääääääääääääääää! Da schüttelts mich und ekelts mich und tuts mir irrationalerweise furchtbar leid. Da kommt echt das prototypische Mädchen durch.

Schneckenbekämpfung im Garten: logisch, klar, immer. Aber sobald ich auf eine Schnecke trete, versetze ich mich in ihre Lage. Man hat einfach zu viel Phantasie. Bwah! Und Gehäuseschnecken knirschen dabei auch noch so schrecklich. Vor allem, wenn man aus Versehen auch noch zum zweiten Mal drauftritt. *aaahhhhhh*

Wobei Nacktschnecken unter nackten Füßen auch kein Vergnügen sind. Vorher hatte ich nie über Fuß-Abhacken nachgedacht. Igitt! :-(

Das Foto hab ich kaum fertiggebracht (mit halbem Auge gemacht und bearbeitet). Da seht, was ich angerichtet habe, ich Meuchelmädchen:

Schnecken zertreten

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46 Kommentare bisher

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Sus, 01. Mai 2008, 12:45

Oh je, Du Arme! (und die arme Schnecke!) Aber das kenne ich auch und finde es genauso eklig.

Aber: die letzten Tage habe ich eine Schnecke im Garten gesehen, auf die ich letzten Sommer draufgetreten bin und ihr Haus halb eingedrückt habe. Die hat das tatsächlich wieder repariert.

Liebe Grüße, Sus

Keisha, 01. Mai 2008, 13:05

Liebe Steffi,

als kleines Kind von 5 oder 6 Jahren hatte ich auf der Terrasse ein kleines Aquarium stehen mit vielen bunten Gehäuseschnecken. Die rosanen, wie kann es als Mädchen anders sein, hatte ich besonder innig geliebt.
Ein Nachbarsjunge, Alexander hieß er, hat eines Tages auf den Wiesen Schnecken gesammelt, auf die Straße gelegt und ist absichtlich und mit großem Vergnügen draufgetreten. Ich schwöre, das war das absolut einzige Mal, daß ich mich mit jemandem geprügelt habe, aber ich habe Alexander dermaßen den Frack versohlt… wegen einer Handvoll Schnecken. Und würde ich ihn heute sehen, als erwachsenen Mann, ich würde ihm noch einmal eine zentrieren.
Unfälle, liebe Steffi, liebe Sus, passieren im Garten. Aus Versehen eine Schnecke zu zertreten tut uns weh. Denn das war keine Absicht. Schneckenkorn streuen ist was anderes. Das ist Krieg im Beet ;-)
Eine Gehäuseschnecke kann man bedenkenlos und ohne schleimige Finger anfassen und beiseite setzen.
Übrigens: Wohl dem, der Glühwürmchen im Garten hat!! Die Larven und die Weibchen, habe ich neulich gelernt, ernähren sich von Schnecken!

BTW: Alex, wenn du das hier liest…. Ich hasse dich immer noch dafür!! Nach 27 Jahren! ;-)

Katharina, 01. Mai 2008, 14:02

Wir sind schon verrückt, oder? Mir gehts genauso, zertretene Schnecken tun mir leid, die Schneckenkornopfer nicht ganz so sehr. Aber behäuselte sind auch selten Schneckenkornopfer…
Kann man Glühwürmchen eigentlich ansiedeln?? Ich liebe die Dinger, aber habe seit bestimmt 20 Jahren keine mehr gesehen.

Distel, 01. Mai 2008, 14:38

Glaub mir, Keisha, ich hätte Alexander auch verprügelt dafür! Ich fand (Gehäuse-) Schnecken schon immer toll und putzig. Hab die früher auch immer gesammelt und gehalten und sie „rennen“ lassen. Aber nur für kurz, denn im Endeffekt, wie glücklich kann eine Schnecke in einer etwas größeren Tupperbox schon sein…

LG, Distel

Ach ja, immer, wenn ich mal aus versehen auf eine drauf trete tuts mir soooo furchtbar leid! Würd sie am liebsten mit heimnehmen und gesundpflegen. Aber das hat wohl in den seltensten Fällen Hoffnung. Also wende ich mich immer kummervoll ab und hoffe, dass sie wenigstens noch vielleicht ein leckere Mal für ein Amsel darstellt.

Gärtnerin, 01. Mai 2008, 14:38

Eine Versehrten-Schnecke? Cool, Sus! Meine bewegt sich leider gar nicht mehr und mittlerweile sitzen auch noch zig grüne schillernde Fliegen drauf.

Keisha, ich kann das absolut nachvollziehen. Solche Regungen sind mir sehr bekannt, zumal ich mich an das A… erinnere, das den Kaulquappen bzw. Jungfröschen beim Schulausflug die Beinchen ausriss. Ich hatte Schnecken und auch so was in einer Schüssel auf der Terrasse als Kind. :-) Wenn wir diesen oder Deinen Typen zusammen treffen würden, würde ich denen auch glatt die F… polieren. *fg*

Sus, 02. Mai 2008, 12:59

Ich habe aus dem Kindergarten auch immer Schnecken und Regenwürmer mit nach Hause gebracht und auf dem Balkon im ersten Stock im Blumentopf ausgesetzt. Komischerweise waren die am nächsten Tag immer weg, obwohl ich der Meinung war, daß sie es so gut bei uns hätten.

Tranportiert habe ich sie natürlich im Kindergarten-Täschchen. Fand meine Mutter nicht sonderlich witzig, besonders wenn ich mal welche dadrin vergessen hatte.
Später hat sie mir erzählt, daß sie sich jedesmal überwinden mußte, mir nicht zu sagen, wie eklig das ist, damit ich ihre Abneigung nicht auch übernehme. Finde ich immer noch richtig toll von ihr.

Gärtnerin, 03. Mai 2008, 22:01

Klasse Mom! Ich habe die eine oder andere Abneigung nämlich übernommen. ;-)

Karin, 18. Mai 2008, 10:31

Also ich habe da weniger Hemmungen. Die Schnecken richten so viel Schaden in meinem Garten an – die schone ich nicht. Wenn ich zufällig eine sehe, dann trete ich sie tot !

Ursula, 25. Juni 2008, 13:20

Komisch, Schnecken die vergiftet werden und langsam eingehen erregen kein Mitleid, zertretene dagegen schon. Ich verstehe das ehrlich gesagt nicht. Wir haben entlang der Hecken leider viele dicke Nacktschnecken, die ich dort schon zertrete. Das geht schnell und tötet die Schnecken (die mit Haus sowieso) verlässlich und zwei Tage später sind keine Kadaver mehr zu sehen. Und abstossender als Zerschneiden ist es bestimmt auch nicht.

Uta, 25. Juni 2008, 17:11

Karin, Ursula, danke für die unromantische Betrachtung. Ich dachte schon, ich wäre hier die einzige verkappte Sadistin und sollte mich besser in verschämtes Schweigen flüchten.
Jetzt wage ich doch das Coming-Out: Ich mache auch ALLES!!!
Aaah, tut das gut!
(Damit meine ich jetzt aber nur das Coming-out)

Betula, 25. Juni 2008, 17:43

Die Schnecken mit Häuschen sind keine Schädlinge.
Weinbergschnecken ernähren sich vor allem von welken Pflanzenteilen, Garten-Bänderschnecken sogar hauptsächlich von Algen. Kann man bei Wikipedia nachlesen!

Dorothea, 25. Juni 2008, 20:00

Heute nach dem Regen sind diese Untiere aus allen Löchern gekommen. Mein großes Gartenmesser war schon gewetzt und kam 15 mal zum Einsatz, ich glaube das ist doch besser als zertreten. Wir wohnen neben einer Wiese und ich benutze keine Schneckenkorn, das finde ich unschnecklich und grausam. Ein Messerschnitt und es hat sich erledigt (ohne hinsehen, tut mir auch leid) aber mein Gemüse und meine Salate möchte ich doch selbst essen. Die Häuserschnecken kommen zurück auf die Wiese. Damit kann ich gut leben. Jetzt mache ich mich noch mal auf Jagd.

Gärtnerin, 27. Juni 2008, 14:45

Ja mei. Mich packt da halt der Ekel. Andere haben Höhenangst oder kriegen die Krise bei heißer Milch mit Haut. ;-)

Sven, 05. Oktober 2008, 22:04

Was würdest du jetzt in zukunft mit schnecken tun?
Was wäre wenn ich eine wäre?

Gärtnerin, 07. Oktober 2008, 10:40

Wie hättest Du es denn gerne? Zertreten werden, oder ein Körnchen Schneckenkorn? Oder wäre Dir Durchsägen lieber? :-))))

Imot, 18. Dezember 2008, 20:24

Jedes Lebewesen hat ein Recht auf Leben .
Die Natur regelt alles selber .
Woher also nehmen wir uns das Recht heraus Lebe-
wesen zu zertreten ?
Wenn es wirklich ein Leben nach den Tod gibt, dann
Gnade uns Gott !

Gärtnerin, 21. Dezember 2008, 16:57

Wie oben gesagt, stehe ich da auch nicht drauf, Imot. Die Natur regelt alles selbst ist allerdings m.E. auch etwas kurz gesprungen. Wie hier auf dem Blog vielfach zu lesen ist, bin ich auch bemüht, biologisch zu gärtnern und so weiter, also kein Gift- und Zerstörungsfreak. Wenn wir die Natur aber insgesamt alles selbst regeln ließen, könnte man halt nicht „egoistisch“ drauf bauen, wenigstens gelegentlich auch mal etwas im eigenen Garten zu ernten und – globaler betrachtet – befänden wir uns im nahrungssicheren Europa, die wir bei sattem Bauch höhere Werte voranstellen können, auch wieder in einer Gegend, in der Hungersnöte an der Tagesordnung sind, weil die Natur gelegentlich eben grad mal die Ernte gefährdet.

Kai, 12. Oktober 2009, 15:29

sehr interessant hier zu lesen! gehts euch eigentlich noch ganz gut? an schnecken ist überhaupt nichts süßes, sie fressen vieles weg und sind nur eine plage. wer eine Schnecke sieht hat draufzutreten und nicht noch geld für gift auszugeben! also echt, sowas hab ich ja noch nie gehört.

Sus, 12. Oktober 2009, 15:44

Also echt, ich kratze mir den Siff nicht von den Schuhen …

Barbara, 06. Juli 2011, 23:38

Also

Barbara, 24. Juli 2011, 23:51

Also bei mir im Garten wird jede Schnecke totgetreten, da sie quasi eine Schneise der Verwüstung im Beet hinterlassen haben. Viel Arbeit umsonst gewesen, deshalb hasse ich die Viecher! Chemie oder Bierfallen sind zu grausam, unter meinen Holz-Gartenclogs mache ich den Schnecken sicher und schnell den Gar aus!
Barbara

Birgit, 24. Juni 2012, 17:11

Die Schnecken sind wirklich eine Plage! Bei uns fressen sie sich durch die Beete und den Kompost und werden richtig groß, eklig! Gift verwende ich keines. Mit dem Zertreten ist es so eine Sache. Wenn der Untergrund nicht fest ist, ist es recht schwierig. Ich sammle sie dann alle in einen Kübel. Am Komposthaufen schneide ich sie dann mit der Schneckenschere durch. Nach einer Stunde lohnt es noch einmal dort vorbei zu schauen. Birgit

Dieter, 24. Juni 2012, 22:05

Ich habe letzte Woche Gehäuseschnecken von Fahrradweg gerettet. Ihre Gehäuse sind wunderschön. Ich suche gerade nach einer mathematischen Formel für die Spirale des Gehäuses, eine archimedische Spirale ist es nicht.
Nacktschnecken sammele ich ab und bringe sie auf eine Wiese. Eine Schneckenfalle in der sie nach oben kriechen sollen ist nicht unbedingt eine Lösung weil nicht alle Schnecken hineingehen.
Bei Erdbeerpfanzen sind sie eine Plage und zudem noch nachtaktiv. Nur große Pflanzen haben eine Chance. Trockener Sand hilft nur bedingt bis zum nächsten Regen. Vorübergehend mietbare Laufenten wären ein Ansatz.

Keisha, 25. Juni 2012, 12:30

Hallo Dieter, google mal nach Fibunacci, nach seinem Modell sollen sogar die Spiralen der Galaxien zu berechnen sein und ich habe mal nach seinem Modell einen Ammoniten gehäkelt (die ja auch gerne als „Schnecken“ betitelt werden)

Keisha, 25. Juni 2012, 12:33

Pardon, es muß Fibonacci heißen und bevor ich Haue von der Urtümerin kriege: Die Häkelanleitung habe ich aus dem Internet und sie basiert auf den Fibonacci-Zahlen.

So. Nicht, daß noch einer denkt, ich hätt studiert *gg*

Dieter, 26. Juni 2012, 01:02

Hallo Keisha,

danke für den Tipp. Wenn einer studiert hat ist er ja nicht mehr wert oder weniger wenn nicht. Wichtig finde ich wie man zu einer Sache steht und Du hast schießlich die Häkelanleitung studiert.

Keisha, 26. Juni 2012, 11:13

Ja, und die Anleitung hat Anfangs echt Nerven gekostet *gg*

Ich wollte mich auch nur einfach nicht mit fremden Federn schmücken, denn die Fibonacci-Zahlen blicke ich nicht wirklich ;)

Dieter, 26. Juni 2012, 22:00

Gegen Nacktschnecken hilft auch Rindenmulch, ggf. Stroh bei Erdbeeren.

@ Keisha,

bei Wikipedia ist es gut erklärt. Manchmal braucht man nur einen kleinen Schups und alles wird klar.

Irmgard, 27. Juni 2012, 00:30

Menschen können ganz schön grausam sein.
Wie bringt man es fertig ein lebendiges Tier – egal ob Nacktschnecke oder nicht – zu zertreten oder zu zerschneiden? Ich kann mich nur darüber wundern.
Dieter macht für mich das einzig richtige, denn auch ich sammle die Nacktschnecken ab und bringe sie an einen anderen sicheren Ort, wo sie weiterleben dürfen.

Irmi

Vogelweide, 27. Juni 2012, 06:30

Ich trenne säuberlich zwischen Nacktschecken und denen mit Häuschen.

Wenn ich beim Herumlaufen einen trockenen Knacks höre, dann hoffe ich immer, dass es eine alte Haselnuss war^^

Nacktschnecken könnte ich zwar weder zerschneiden noch zertreten – aber ich habe wie ihr eine heftige Aversion gegen die.

Ich bin sozusagen genau so ein Tier wie die anderen im Garten und darf mein gehegtes Futter auch verteidigen, basta!
Also gibts hier Neudorffs Schneckentod.

Wiedergeburt ist ein interessantes Thema – und sollte es mich dereinst als Schnecke treffen, dann habe ich eben Pech gehabt.

Wir sind doch wirklich der Natur sehr entfremdet, hab ich den Eindruck.

Sandra, 03. Dezember 2014, 23:51

Also ich trete da auch immer drauf und freue mich immer, wenn es unter der Schuhsohle knackt…lach

Klaus, 05. Dezember 2014, 09:59

Töten zum Vergnügen, wie von Sandra dargestellt, finde ich verachtenswert! Auch ich bekämpfe die braunen Schnecken, da sie einfach nicht in unsere Natur gehören und viel Schaden anrichten. Inzwischen hat sich die heimische Tierwelt darauf eingestellt und hält ihre Anzahl in erträglichen Grenzen. Igel,Krähen u.a. Getier haben ihre Fressgewohnheiten auf die Invasoren eingestellt. Übrigens stehen die Weinbergschnecken unter Naturschutz.

Betula, 06. Dezember 2014, 14:48

Ich schließe mich da voll und ganz Klaus an.

Rieda, 11. Dezember 2014, 22:19

Offenbar eine moralische Grundfrage: „und wie hältst du es mit den Schnecken?“ Puh, ich habe nur Balkon und keinen Garten, aber meine Omi hat auch immer viel Schwund zu beklagen. Sie schneidet die Schnecken mit dem Messer durch, also die Nacktschnecken. Mein Papa wirft sie einfach über den Zaun auf ein brachliegendes Grundstück. Tja, er sowas hat nebenan .. Zum Glück hat das Thema im Winter Pause!

Einen Ammoniten häkeln, das ist ja eine ganz besondere Idee!! Ja wofür wird der denn gehäkelt? Ein Tischdeckchen? Ich bin ganz erhlich interessiert…

Schöne Grüße!

Michael, 08. Juli 2015, 01:46

Also, ich laufe schon seit vielen Jahren soviel barfuß, wie es nur geht (nur auf der Arbeit leider nicht), daher habe ich gesunde Füße mit fitten Sohlen.

Nach früherer, längerer Zurückhaltung ;-) ist es für mich als Barfußläufer ganz normal geworden, v.a. auf die vielen Nacktschnecken nicht nur aus Versehen zu treten.
Der dabei entstehende, zusätzliche Dreck unter den Sohlen macht mir inzwischen nichts mehr aus, da sich das Allermeiste sowieso wieder abläuft (wenn man nicht nur auf Asphalt geht).

Schneckenkorn, Bierfallen etc. finde ich fies, und das Hantieren mit Schere oder Messer überflüssig.
Einfach Drauftreten – das ist das natürlichste Mittel.

Noah, 06. Januar 2016, 11:20

Ich mag keine Nacktschnecken lasse sie aber am leben!! Ich finde die Häuschen Schnecken eigentlich nicht so schlimm ich bringe sie einfach raus aufs Feld können sie ja das Gemüse dort auffressen. Nacktschnecken werfe ich meistens zum Nachbar (den ich total hasse). Aber mal wirklich was wäre wenn ich eine Nacktschnecke wäre? Würdet ihr mich dann auch zertreten? Warte auf Antwort.

Noah, 06. Januar 2016, 11:30

Aber mit der Wiedergeburt ist das echt so ne Sache naja hoffentlich keine Schecke! Aber selbst wenn dann würde man doch auch Hunger haben und sich freuen über etwas essen oder nicht? Das ist ja eigentlich nicht so schlimm aber die Schnecken sollten sich lieber sich am Feld bedienen!

Ioana, 10. Juni 2017, 03:30

Also ich finde auch wie viele andere hier, dass alles was lebt, ein Recht hat, weiterleben zu dürfen. Mein Mann tritt lieber alles sofort tot. Wenn sich was bewegt, wird es plattgemacht.

Einmal habe ich so viele Schnecken wie möglich in einem Eimer mit Deckel gesammelt mit der Absicht sie später in den naheliegenden Wald zu bringen, wo sie fern von meinen Pflanzen weiterleben könnten. Wir haben hier hauptsächlich Gehäuseschnecken, was alles leichter macht und ich hatte bestimmt mehr als hundert davon gesammelt, als ich ins Haus musste, um mich um etwas Privates zu kümmern. Genau zu der Zeit kommt mein Mann nach Hause. Aus ich wieder rauskomme, sehe ich, wie mein trampeliger Hüne von einem Mann all die Schnecken aus dem Eimer auf den Betonboden ausgeschüttelt hat und sie alle mit seinen schweren Arbeitsstiefeln zu Brei stampft. Dabei guckt er hoch, winkt mir zu und sagt ganz lässig „Hi Schatz!“ Ich hätte wirklich weinen können.

Er meint, das wäre doch nicht so grausam, dass sie sowieso alle verhungern, wenn ich sie in den Wald bringe, wo es schon genügend viele Schnecken geben muss, und dass es humaner ist, ihnen einen schnellen Tod zu schenken. Ich konnte irgendwie nichts logisches dagegen sagen, nur dass ich sowas nicht sehen möchte. Ich bin schließlich auch nicht vegan, obwohl ich es versucht habe. Er sagte, er hält für mich den Garten schädlingfrei und sagte ihm nur und zieht oft frühmorgens seine Stiefeln an, um „auf Jagd“ zu gehen, bevor er frühstückt und zur Arbeit geht. Seitdem sehe ich kaum noch Schnecken oder Kohlraupen im Garten. Er scheint, es aber wirklich zu genießen, kleine Viecher plattzumachen. Er hat gesagt, wenn Mäuseneste auf den Baustellen gefunden werden, wo er Arbeitet, werden die Mäusebabys einfach totgetreten. :-( Ich habe ihm auch gesagt, dass er die Feuerwanzen nicht töten muss, denn sie richten ja keinen Schaden im Garten an, doch er sagt, er findet sie nervig. Oh je!

Daniela, 10. Juni 2017, 21:47

Was ich da von Ioana lese hat mich echt erschüttert!
Ich liebe Nacktschnecken nicht gerade, aber sie auf irgendeine merkwürdige Art zu töten könnte ich auch nicht. Meine Gartennachbarin schmeißt die in Salzwasser und die sterben darin. Andere schneiden die durch…argh!
Ich sammel sie mit einer alten Grillzange in einem kleinen Eimerchen mit Deckel. Dann gebe ich sie den Hühnern und Enten eines anderen Gartenbesitzers. Die fressen die sehr gerne.
Das ist wie die Natur es sich gedacht hat!

Mia, 05. August 2017, 02:06

Womit kann man denn Schnecken am besten zertreten? Sind normale Gummistiefel dafür nicht am praktischsten?

Ben, 31. Oktober 2017, 00:40

Aslo ich bin zwar ein Naturmensch.
Aber Schnecken ist ein grosses Übel.
Eine ehemalige Nachbarin hat Bierdeckel aufgestellt
Und ihre kleine Tochter ist , wohlbemert, freiwillig, mit
Turnschuhen in ihren Garten gegangen und hat
Alle Schnecken zertreten.
Der Tochter hats sogar Spass gemacht die Schnecken
Langsam unter ihren Turnschuh zu zerquetschen.
Sie wollte schauen wie viel Gewicht die Biester aushalten.
Als sie dann ihre vollem Gewicht drauf stand , wars dann
Vorbei!

Anne, 27. November 2017, 21:17

Das hört sich ja heftig an, Ben. Solange es ihr Spaß macht ist es ja an sich nicht schlecht, aber mit einfachen Turnschuhen würde ich das nicht machen.
Ich persönlich würde auch lieber nichts töten müssen aber dieses Jahr war die Schneckenpopulation so stark dass ich mir ein Paar Gummistiefel gekauft habe nur um die Biester zu bekämpfen. Das geht schnell, sicher und mit den Gummistiefeln muss man sich um die Sauerei keine Gedanken machen :)
Gibt es hier noch andere die das so ähnlich angehen?

Michael, 05. Dezember 2017, 01:08

Ich verstehe nicht, was ihr alle habt.
Wozu das Theater mit heißem Wasser oder allen möglichen Gerätschaften?

Einfach drauftreten – und fertig! Das ist human und schnell.

Das kriege ich schon als jemand hin, der fast nur barfuß unterwegs ist. Schotterwege sind für mich kein Problem, Schnecken erst recht nicht.

Die Methoden mit Schneckenkorn und Salz finde ich grausam. Schneckenkorn ist dazu giftig und Salz verbessert den Boden nicht gerade.

Also lasst das alles und wählt die humanste und schnellste Methode.

Klaus, 05. Dezember 2017, 18:33

Auch wenn es sich bei den braunen spanischen Nacktschnecken um invasive Neophythen handelt gibt uns dies nicht das Recht zur Tötung zum puren Vergnügen.Inzwischen haben Krähen, Ringelnattern, Igel und andere Tiere diese Schnecken als Nahrungsquelle entdeckt. Das erforderliche Wasser zur Entschleimung der Speiseröhre stelle ich an mehreren Stellen in ausreichender Menge zur Verfügung.

Michael, 06. Dezember 2017, 23:08

Ein sehr guter Hinweis von Klaus, im Garten genügend kleine Wasserstellen für die natürlichen Feinde der spanischen Nacktschnecken bereitzustellen.
Und diese auch sonst fördern.
Oder die Schnecken mit Schneckenzäunen abzuhalten.

Wenn diese Feinde trotzdem nicht mit ihnen fertig werden oder der Schneckenzaum noch nicht hilft, sei darauf hingewiesen:

Lasst alles mit Gift und Salz, heißem Wasser oder Einfrieren (letztere Energieverschwendung, alles unnötiges Leid)!
Gerätschaften wie Schere eher nicht, denn Zertreten geht am gründlichsten, vollständigsten und schnellsten und daher mit am wenigsten Leid.
Bei Schuhen kein grobes Profil, um das nicht zu gefährden. Wer ans barfußlaufen gewöhnt ist so wie ich, damit geht es sehr gut, schnell und vollständig.

Damit bereitet man vielen Kleinlebewesen (Insekten uws.) einen reich gedeckten Tisch!
Auf einem fruchtbaren Boden, Erdweg oder auch Asphaltweg neben fruchtbarem Boden ist am nächsten Morgen alles weggeputzt durch sie, deren Kot fällt in der unmittelbaren Umgebung an und düngt den Boden! Dieser feine Kot wird von den im Boden lebenden Springschwänzen gerne weiterverwertet: wertvolle Nährstoffe stehen den Pflanzen schnell wieder zur Verfügung und werden nicht aus dem Garten entnommen.

Also – lasst bitte den vielen Schwachsinn, der weiter oben zu lesen ist! Bitte!

Dieter, 08. Dezember 2017, 19:43

Schnecken sind nachtaktiv, sie kommen aus ihren Verstecken und finden Salat, Gemüse, Erdbeeren und viele Blumen prima und weiden sie bei Dunkelheit ab. Der Schneckenzertreter liegt in sanftem Schlummer.
Problem gelöst?

PS:
Wer Schnecken zertreten will oder glaubt es zu müssen soll es tun und für sich behalten.

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