Stecklinge bewurzeln mit Radieschensamen?
Ilona hat mir ne Frage zur Vermehrung geschickt, die ich mangels Erfahrung nicht beantworten kann, aber, obwohl natürlich die meisten Stecklinge problemlos wurzeln, interessant finde, und zwar für solche, die nur schwer zum Bewurzeln zu kriegen sind (Auf Anhieb fallen mir für Schwer-Bewurzelbare mal Rhododendron und Magnolie ein, die man deswegen – wenn überhaupt – eher über Absenker vermehren kann.). Die Methode und die Frage:
“heute in einem Garten-Forum gelesen:
Wenn ihr ein Ästchen zum Vermehren habt, der unbedingt anwurzeln soll:
1.- Ästchen unten einschneiden (kleine Ritze)
2.- in die Ritzen 1 Radieschen Samen rein schieben
3.- Radieschen bekommt Wurzeln das unglaubliche: – das Ästchen übernimmt die Wurzeln des Samen für sich.
Kann sowas funktionieren??? “
Hat das schonmal wer gemacht und mit welchen Stecklingen, tät mich interessieren?
Mein Beileid übrigens allen von mir ansonsten glühend beneideten Magnolien-Besitzern. Die wunderschönen Blüten sind letzte Woche hier so hässlich erfroren, dass es eine Schande ist. :-(
mehr Vermehrungs-Kram
Anleitung Stecklinge bewurzeln (herkömmlich)
eingewurzelt unter: Garten allgemein
Vor einem Jahr
Aprilwetter, Engerlinge im Blumentopf, Garten-/Pflanze-Angebote für KW 16, Wildtulpen-Nachzügler, Insektensommer, oh weia!, ich mag nolien, Tulpe "Angelique"


33 Kommentare bisher
KommentierenBei uns an der Alpennordseite blühen die Mangolien jetzt wunderschön! Ich hatte auch schon Angst das sie erfrieren, aber es hat grad noch so gereicht.
Ich habe selber leider (noch) keinen Garten, freue mich aber im Frühling über jedes Blümchen das ich in den Gärten sehe.
Gruss aus Winterthur CH.
Hallo! Das wäre ja die Rettung für viele PflanzenliebhaberInnen, die bei der Bewurzelung bestimmter Pflanzen Probleme haben. Auf jeden Fall müssten ja die Saftleitungen des Ästchens mit den Wurzeln des Radieschens so verbunden sein, dass die Saftleitung von Radieschenwuzeln zum Ästchen ohne Unterbrechung funktioniert. Das kann ich mir in diesem Fall nur schwer vorstellen…. oder gibt`s eine Art, das Ästchen so einzuritzen, dass eine optimale Verbindung zustande kommt???
Wir kennen ja das Prinzip von der Veredelung her!
Wie soll`s also funktionieren???
Das macht mich neugierig! Wer weiß Rat???
LG Lisa
Freu Dich für mich mit an den Magnolien, ArcusFliegerin. Hier ist alles perdu.
Ich hoffe, dass noch jemand kommt, Lisa, der Rat hat. Ansonsten bleibt mal wieder, selbst einen Feldversuch zu starten…
Ja, liebe Gärtnerin! Womit wollen wir es versuchen?
Am besten mit verschiedenen, mit Ästchen die leichter und welchen, die schwerer zu bewurzeln sind.
Muss ja witzig aussehen, wenn aus einem Stachelbeer-Ableger ein kleines, rotes kugelrundes Radieschen wächst….hihihi!!! ….und eventuell geht das Ästchen ein??? Mal sehen!
LG Lisa
Ähm… wann im April hat Ilona das in dem Forum gelesen, zufällig am 1. …???
Das ist nicht bekannt, Adelaide. :-)
Lisa, fang doch schomma an. Ich bin grad mit den Jungpflanzen zu beschäftigt und vertage auf später, wenn ich dann mal wieder Stecklinge mache.
neee. war nicht der 01. April.
Ich würde sagen: Probieren geht über studieren.
LG
Is ja wurscht – ich versuch`s!
Wenn uns jemand verschaukelt, kommt der Beitrag halt in die Rubrik “Unterhaltung”!!!
Is eine(r) von Euch Karikaturist(in)??? Wäre ein lohnendes Thema für ein gelungenes Bild!!!!
LG Lisa
Die Frage hat durchaus einen ernsten Hintergrund. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts schlitzten Gärtner das Ende eines Stecklings ein und steckten in den Schnitt ein Weizenkorn hinein.
Das dann keimende Korn setzt wachstumsfördernde Stoffe frei.
Als um 1940 Bewurzelungshormone aufkamen, geriet die Methode zunehmend in Vergessenheit. So schreibt es jedenfalls Alan Toogood in seinem Buch “Pflanzenvermehrung”.
Sehr spannend, Stefan! Das werde ich mir mal für Schwer-Bewurzelbare merken. Danke für den Tipp.
ES FUNKTIONIERT!!!!
Fotos folgen! Ich hoffe, dass ich es heute Abend schaffe.
Kann nun natürlich ein Zufall sein. Ich habe es mit einem Steckling von meinem Zitronenbäumchen versucht, dass ich anders noch nie zum wurzeln bekommen habe.
Hallo!
Die Erklärung mit dem Weizenkorn und den wachstumsfördernden Stoffen kann ich mir gut vorstellen. Dabei produziert der Ableger ja eigene Wurzeln – nur geht das halt leichter!
Leider konnte ich es selbst noch nicht ausprobieren, weil ich dienstlich sehr beschäftigt bin – aber – ich bin ja sowas von gespannt auf die Fotos von Ilona!!!!!!
LG Lisa
Zitronen-Bewurzeln mit Radiessamen…
Ilona hat das mit der Stecklingsbewurzelung mittels Radiessamen ausprobiert und berichtet nun über Erfolge damit:
“ich hatte ja schon angedeutet, dass ich den „Radieschen-Besaumungs-Versuch“ starten würde und dass er offensichtlich …
Hallo, Ihr Lieben!
Ich hab Euch ja ganz schön vermisst! Hatte bis jetzt(!!!) keinen PC….Blitzschlag kombiniert mit unfähigem Computerfachmann!!!
Auch ich hab den Bewurzelungsversuch gemacht! Und zwar mit jeweils 5 bis 7 Stecklingen von unserem Apfelbaum, Stachelbeere, Magnolie und Rosen!
Die Radieschensamen haben schön gekeimt sind dann aber natürlich im Wasser “ertrunken” – kein einziger Steckling hat gewurzelt!!! Also: Versuch negativ beendet!
Jetzt bin ich natürlich seeehr neugierig auf andere Ergebnisse!!!
Liebe Grüße
Lisa
Lisa, Du Arme! Zwangs-offline ist doof! Mein Beileid! Schade, dass die Radiesschen-Bewurzelung bei Dir nicht geklappt hat. Ich habs immer nochnicht probiert.
Wenn das leicht funktionieren würde, bräuchte man sich ja die Mühe der Veredelung nicht machen – zumindest wäre diese Art von Vermehrung längst auch üblich, gell???
LG Lisa
Hallo erst mal,
bin durch zufall über euere seltsamen experimente gestollpert, um muß euch leider entäuschen, so was ist nicht möglich nur pflanzen der selben Familie und auch da nicht alle untereinander und miteinander können miteinander verwachsen. Radischen (botanisch genannt “Raphanus sativus”) sind aus der Familie der “Kreuzblütler” (“Brassicaceae”) und somit Kohlgewächse. euere “Stecklinge” haben damit nichts gemeinsam.
oder stellt euch einfach vor eine maus und ein fisch wachsen zusammen wenn ihr sie am rücken zusammentackert.
jedoch jeder Samen produziert bei der Keimung Hormone, manche sollen auch das Wurzelwachstum anderer beinflussen können. Sojabohnen sollen einen pesonders positiven Evekt haben. Also probiert es mal mit keimenden Sojabohnen im Substrat untergemischt.
ps. Steckling sollten sowieso in Substrat gemacht werden da in purem Wasser in der regel zu wenig Sauerstoff ist, für eine ordentliche Wurzelbildung.
Hallo!
Hab ich`s doch geahnt (…fast gewusst!!!), dass es nicht funktionieren kann.
War aber sehr unterhaltsam…!
Recht liebe Grüße!!!
Lisa
Das sehe ich anders. Die Wirkung soll wie geschrieben nicht von einem Verwachsen von Steckling und Keimling ausgehen, sondern von Phytohormonen des Keimlings.
Hallo!
Ja, ich glaube genau dasselbe, ich glaube, ich hab mich nicht so gut ausgedrückt!
Habe aber genau dasselbe gemeint, sorry!!!!
LG Lisa
Dass das nicht funktionieren soll, ist doch durch den oben in den Kommentaren verlinkten Zitronen-Steckling-Bewurzeln-Beitrag widerlegt. ;-)
Es hat bei meinen fünf Wandelröschen-Stecklingen geklappt, und zwar teils im Wasserglas, teils in einem Glas mit Blähton, das nur am Grund Wasser enthielt. Alle fünf Stecklinge waren zunächst ohne Starthilfe, da tat sich nichts; dann hab ich den obigen Artikel gelesen und einen Steckling präpariert, der prompt gewurzelt hat. Die anderen blieben schön grün, haben aber erst Wurzeln entwickelt, als sie ebenfalls mit Radieschensamen versehen wurden. Erst einer, dann die verbliebenen drei – und nur die mit Samenkorn drin haben gewurzelt. Mir kann keiner erzählen, es funktioniere nicht :o).
Eigentlich schreit die Sache nach einem wissenschaftlichen Versuch. Hab mir jedenfalls für nächste Saison einen vorgenommen, wenn auch unwissenschaftlich. :-)
Hallo!
Du hast Recht, Stefan!!! Mal sehen, ich kenn da jemanden, wenn die Zeit hat, hilft sie mir dabei, einen neuerlichen Versuch kompetent zu starten (nicht so,wie mein letzter!!!).
LG Lisa
hi!
ich wollte einen alten apfelbaum veredeln. leider hatte es nicht geklappt. ich habe dann die edelreiser von der unerlage nach ca 3-4 wochen heruntergeschnitten und diese einfach ins gewächshaus in den boden(erde) gesteckt. alle “stecklinge” treiben jetzt aus. einige der abgeschnittenen unterlagen-stecklinge haben jetzt sogar schon blätter. die edelreiser bilden gerade neue triebe. mal sehen, wie lange die noch weiterwachsen.
lg
Ich finde die Versuche mit den Samenkörnern
sehr interessant und werde es auch mal versuchen.
Hätte es nicht Menschen gegeben die die Schul-
weisheit in Frage stellen, würden wir heute noch
glauben die Erde sei eine Scheibe.
Als ich mein erstes Buch schrieb hatte ich auch
mit Vorurteilen zu kämpfen und heute ist meine
These anerkannt.
Hallo tommy ich wünsche dir viel Erfolg mit deinen
Edelreisern aber die Unterlage hat auch ihre
Berechtigung.
Hey, jetzt bin ich aber schwer neugierig geworden! Du hat ein Buch geschrieben, Klaus? Über was für ein Thema denn?
Über die Verbindung von Kaiser Barbarossa zu
unserer Stadt, die Legende um seinen Tod und die
Verbindung zur “Deutschen Einheit”.
Dabei habe ich nicht abgeschrieben, sondern habe
mir eigene Gedanken gemacht.
Für mich war die Edition langweilig da sie in
6 Wochen total vergriffen war.
Jetzt aber genug zu diesem Thema sonst steigt mir
die Gärtnerin aufs Dach.
Für mich war nur wichtig das nicht alle neuen
Ideen, die noch nicht durchgekaut wurden,
belächelt werden. Auch in meinem Garten gibt es
vieles von dem andere sagen, das geht nicht.
Besuch mich doch einfach einmal in meinem Garten.
Eines kann ich dir versprechen, es wird nicht
langweilig.
Bei mir funktionierte es mit magnolien
ich habe ein weizenkorn genommen und es ging super!
Sehr cool, das wird bei Gelegenheit ausprobiert.
Ich habe mich von der Idee anregen lassen und einen Versuch gestartet. Allerdings mit Tabaksamen, da dieser besser keimt und die Pflanze stärker im Wuchs ist. Mal sehen was wird! Ein Problem ist allerdings,daß die Samen wirklich nur winzig sind.
Der Versuch wurde gestartet und zwar mit Steckhölzern von Kiwi der Sorte Kolomicta.
Bereits 14 Tage nach Versuchsbeginn fangen die Hölzer an auszutreiben. Die Temperatur liegt zwischen 18 und 20 Grad. So schnell ging es noch nie ! Liegt es nun an der Qualität der Steckhölzer oder doch an den eingepflanzten Tabaksamen. Ich möchte auch die Hölzer nicht ausbuddeln und nachschauen. Irgendwie komme ich aber noch dahinter. Kleine Tabakpflanzen sind jedoch nicht zu sehen.
Heute habe ich mir mal beide Blogs über die Stecklingsbewurzelung durchgelesen und möchte auf einige der Fragen bzw. Probleme antworten. Ilona du bist mir sicher nicht böse wenn ich meine Erfahrungen dazu beitrage. Wenn die Anzucht in Erde erfolgen soll, dann geht es nicht damit den Steckling einfach zu spalten, wie du es bei dem Zitronensteckling gemacht hast. Wenn du den Steckling in die Erde steckst, dann würde sich dieser aufspalten und der Samen verlorengehen. In Weiterführung deiner Erfahrungen habe ich Tabaksamen genommen und die Rinde der Steckhölzer nur eingeschlitzt und die Wunde mit dem Samen geimpft. Er bleibt dann in der Wunde des Stecklings bzw. Steckholzes. Es gehen sicher auch andere Samen wie z.B. Salat u.a. schnellkeimenden. Keinesfalls darf der Steckling mit Wurzeltreibfix behandelt werden. Meine Experimente, die ich auf Grund deiner Anregung durchgeführt habe, zeigen einen deutlichen Unterschied zwischen mit und ohne.
Meine Versuche habe ich mit Kiwi und der Felsenbirne (Prince William) durchgeführt.Die nächsten Versuche mache ich mit “Echtem Tee”, der winterhart sein soll. Nochmals herzlichen Dank für die Anregung und die Alten waren auch nicht dümmer als wir heute.
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