Sterndolde – Astrantia
Noch eine rote Sterndolde
eingewurzelt unter: Stauden
Vor einem Jahr
Garten-Koch-Event: Raspberry - Himbeere die Zusammenfassung und Abstimmung
Noch eine rote Sterndolde
eingewurzelt unter: Stauden
Vor einem Jahr
Garten-Koch-Event: Raspberry - Himbeere die Zusammenfassung und Abstimmung
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KommentierenDie Große Sterndolde (Astrantia major) ist in der freien Natur sehr selten zu sehen, obwohl sie in ganz Europa durchaus heimisch ist. Mit ihren 30-90 cm und Rosatönen ist sie vielfältig kombinierbar – auch in der Vase als Schnittblume! Im naturnahen Garten bieten Akeleiblättrige Wiesenraute, Blauer Eisenhut, Buschwindröschen, Christrosen, Akeleien und Pfirsichglockenblume eine gute Nachbarschaft. Auch Farne, Frauenmantel, Gräser und Haselwurz werden als passende Umgebung genannt.
Hier im Bilde wächst sie zu Füßen einer Buchenhecke und bringt vor diesem Hintergrund ihre Sterne geschickt zum Leuchten. Den Boden mag die Staude frisch, humos – also nährstoffreich – und gerne kalkhaltig: Tendenz teils Wald, teils Bergwiese aus Hornklee mit allen Alpenkandidaten wie Alpenveilchen, Alpenküchenschelle, Alpenaster und Alpenheckenkirsche.
So wurde die Sterndolde denn auch von einem dichtenden Arzt namens Albrecht von Haller aus der Schweiz bildhaft schön besungen in seinem schrecklich langen Gedicht “Die Alpen”:
“Dort wirft ein glänzend Blatt, in Finger ausgekerbet,
Auf eine helle Bach den grünen Widerschein;
Der Blumen zarten Schnee, den matter Purpur färbet,
Schließt ein gestreifter Stern in weiße Strahlen ein;”
Dass die mehrjährige Wildstaude feuchte Lehmböden in voller Sonne schmückt, heisst aber nicht, dass Gärtnerinnen auf dem Trockenen verzichten müssten: Schatten hilft den Sternen bei ungünstigen Böden. Halbschatten wäre sogar ideal. Frau Sterndolde ist also anpassungsfähig, wenn sie nur genug Wasser bekommt. Der hier im Blog von der Gärtnerin unlängst lobend erwähnte Herr Witt nennt die Blume darum eine “Zierde für Stellen, wo sonst nichts gedeiht” und empfiehlt sie gerade für Ränder an Wegen und Gehölzen.
Womit wir bei der Bedeutung der Großen Sterndolde für den Natur- und Wildgarten wären, wo ihre Blüten nicht nur als Augenschmaus, sondern vor allem als süße Nahrungsquelle für unsere lieben Kleinen wirken. Als da wären: Wildbienen, Fliegen, Schwebfliegen und Blättkäfer. Verrät abermals Herr Witt und rät weiter dazu, beim Kauf auf die Wildform zu achten. Bei einer Keimdauer von 200 Tagen empfiehlt sich dabei wohl eher die Jungpflanze. Durch Teilung vor der sommerlichen Blüte kann die Sterndolde von April bis Juni auch selbst vermehrt werden. Im Winter bleiben die Sterne natürlich (!) stehen – als kuscheliges Heim für zahlreiche Insekten.
P.S.: Gretel im Busch hat diese Pflanze sicher in ihrer Kindheit in irgendwelchen Bergwiesen – danach aber nicht wieder gesehen. Sie hat also eigentlich überhaupt gar keine Ahnung und trägt daher nur Secondhand-Wissen zusammen, weil sie es schlichtweg nicht ertragen kann, dass es hier so still ist. Im Urlaubsbedingten Geisterblog.
Jawohl Steffi, Du fehlst. Aber anderswo wachsen auch schöne Blumen und Du mögest es gut haben da. Und dass ausgerechnet ich hier das respektvolle Schweigen im mächtigen Walde Deiner Abwesenheit breche, liegt wohl auch daran, dass Du mich zum Witt-Lesen angestiftet hast: Die dekorative Dame im Foto oben gehört halt zu den 1000 heimischen “Wildpflanzen für jeden Garten” aus seinem gleichnamigen Fundus. Den man ja in aller Ruhe lesen kann, jetzt wo es so still ist hier ;-)
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