Tulpen werden mit der Zeit gelb – warum?
Darum.
Liebe Leser, ich habe heute die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und den Blumen-Holländer einfach mal gefragt. Er hatte mir vor einiger Zeit erzählt, seine Familie mache in “Planten en Blomen” in der fünften Generation. Da dachte ich mir, wenn DER das nicht weiß…
Und er wußte es. Er sagte folgendes:
Tulpen sollte man so alle 2 Jahre ausgraben, die alten Zwiebelhäute entfernen und die Zwiebeln 2 – 3 Monate trocknen lassen. Dazu die Tochterzwiebeln unbedingt entfernen, da sonst die Hauptzwiebel abstirbt und fault. Wenn man das regelmäßig macht, wird die Hauptzwiebel immer stärker und blüht länger und schöner. Und vor allem: Die Tulpen verlieren nicht ihre Farbe.
Als Grund gab er Verpilzung an, die ganz natürlich sei und eben die äußeren, trockenen Häute befiele. Die Verpilzung sei mit der Hauptgrund dafür, daß Tulpen ihre Farbe verlören.
Also gut. Ich werde daher dieses Jahr, nachdem die Tulpen vorm Haus eingezogen haben, mal buddeln und mich darum kümmern. Immerhin: Nachdem letztes Jahr nur 7 oder 8 Tulpen blühten und ich hier im Blog las, daß man sie düngen muß (Hornspäne), sind es dieses Jahr fast 30 Knospen von denen immerhin 2!! rot werden und nicht gelb *g*
Ich werde mir zudem wohl diese Wühlmauskörbe zulegen, nicht weil ich Mäuse hätte, sondern wegen des einfacheren Entnehmens. Wir haben vorm Haus schweren Lehmboden mit Steinen drin. Da braucht man eh fast nen Bagger, statt ner Schaufel…
Ich wollte euch diese Info nicht vorenthalten. Die Frage kam in diversen Kommentaren öfter mal auf.
eingewurzelt unter: Garten allgemein
Vor einem Jahr
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7 Kommentare bisher
KommentierenEcht, das stimmt? Ich habe meine Mutter ja zugegebenermaßen (innerlich, nur innerlich, alles andere wäre ungesund ;-) ) für leicht äh … sagen wir mal … bekloppt erklärt, als sie meinte, daß die strahlend gelben Tulpen in ihrem Blumenkasten letztes Jahr noch bläulich-lila gewesen sein sollen. Tja, da muß ich mich wohl bei ihr entschuldigen (innerlich, rein innerlich, natürlich).
Sus, 02. Mai 2008, 17:37Hi Sus,
hier im Blog kam diese Frage wirklich schon ein paar mal, wie das sein könne, und ich weiß genau, daß die Tulpen vor meinem Haus 2003 (als ich einzog) und 2004 rot blühten.
Keisha, 02. Mai 2008, 17:53Kannst deiner Mutter ja nun erzählen, was sie dagegen tun kann.
(Hach dieser Akzent *schmelz* Im nächsten Leben heirate ich nen Holländer…. Gatte, hör mal weg ;-) )
hallo,
ein freund hat mir erzählt das man tulpen regelmässig ausgraben soll da die sich immer tiefer in den boden “eingraben” und dann nur noch die blätter kommen aber keine blüten.
hab die artikel über tulpen nicht gelesen, weiss deshalb nicht ob da schon mal was drüber geschrieben wurde. mich würde interessieren ob das stimmt?
michael
michael, 02. Mai 2008, 19:38Läusealarm- Hilfe?
Jedes Jahr wenn meine Tulpen gerade am verblühen sind (…oder noch blühen) kommt die Läuseinvasion. Was zum einen blöd ist, weil ich ja noch warten will bis das Laub einzieht und zum zweiten weil die Läuse (auch nach sorgfältigem abzuppeln) es sich im Keller IN den Zwiebeln gemütlich machen. Spritzen ist recht sinnlos – weil man zwichen die Blätter und Stengel gar nicht richtg hinkommt und jetzt, neuer Versuch Kombistäbchen wahrscheinlich auch blöd, da die Tulpen ja eigentlich schon wieder schlafen gegangen sind. Was tun? Bin dankbar für jeden Tipp!
Grüße, die Marone
Marone, 03. Mai 2008, 13:56Meine Nachbarin berichtet von ihrem Vater, der Tulpen zum Verkauf züchtete, er habe sie vor Antritt der Ruhepause immer in eine Anti-Pilz-Lösung getaucht. (Nicht ewig einweichen, aber lange ordentlich tauchen) Nach dem Bad
Uta, 03. Mai 2008, 21:54dann wieder schön trocknen und einlagern.
Vielleicht würden nach einer solchen Prozedur auch Deine Läuse das Zeitliche segnen.
Ich noch nie so einen Gelb-Umschlag bei den Tulpen, bin aber sehr gespannt, ob die Holländer-Auskunft was nutzt. Das Entfernen der Tochterzwiebeln halte ich für gefährlich, weil die Mutterzwiebel ja üblicherweise abstirbt und im nächsten Jahr die jungen blühen. Also mach bitte mal und berichte! Bei dem Akzent muss ich mich auch schwer in Acht nehmen, Keisha. ;-)
Michael, es ist tatsächlich so, dass die Tulpenzwiebeln mit der Zeit etwas tiefer im Boden wandern. Das merkt man dann ganz überraschend beim Ausgraben. Dass sie deswegen nicht mehr blühen, halte ich für ein unzutreffendes Gerücht. Das ist eher ne Ernährungsfrage. Hier gibts einen Beitrag zum Thema Blumenzwiebeln düngen, auf den sich Keisha oben mit den Hornspänen auch bezieht.
Marone, ich würde sie nicht in den Keller tun, sondern draußen in irgendeiner Ecke aufheben. Ist immer so, dass erst die Schädlinge vermehrt auftreten und später die Nützlinge (vorausgesetzt, sie finden einen lebenswerten, nicht giftverpesteten Garten vor), so dass sich das mit der Zeit ganz natürlich erledigen dürfte. Im Keller kommen dagegen ja keine Nützlinge dran an die Läuse.
Wie Du siehst, halte ich von allzu viel Chemie überhaupt nix!
Gärtnerin, 03. Mai 2008, 22:12Vielen Dank Uta und Gärtnerin, das werd ich doch mal ausprobieren. Mal sehen ob ich ein paar ‘Ohris’ aus Mutters Garten dazu überreden kann auf meinen Balkon umzuziehen;-). Ohne Chemie ist mir eigentlich auch lieber (hab auch schon mal Brennessel-Kaltauszug probiert – hilft zwar nicht gegen Läuse ist aber ein super Dünger und stinkt nicht so wie Brennesseljauche (auch schon probiert – ist aber auf einem Balkon geruchstechnisch nicht zu empfehlen)
Marone, 04. Mai 2008, 14:34Kommentar hinterlassen