Gärtnerin · 22. Juni 2008, 23:06

Zeckenbiss

“Waaaah, zur Hülf…!” schallte es bei Freundin P. durchs Gemach. Die Gärtnerin ward frisch von einer Zecke gebissen, die sich bereits herzhaft ins Bein geschraubt hatte, und wand sich mit Grausen, noch bevor das Sonnenbaden überhaupt beginnen konnte!

Die Zecke wurde leider in mehreren Teilen entfernt. Am liebsten hätte ich mir das Bein ja gleich komplett abgerissen, aber nach Not-OP (großräumiges Ausräumen, Loch verblieben) konnte es doch überwiegend dranbleiben:

Zeckenbiss Zecken

Ich bin schockiert! Nie zuvor hatte ich eine Zecke, und schon gar nicht in meinem Garten eingefangen. Den ich auch bis zu diesem Zeitpunkt heute noch gar nicht betreten hatte. Des Rätsels Lösung: An der Straße neben dem Auto ein Alleebaum mit Bewuchs untendrunter. Mag sein, dass ich das Gesträuch ganz kurz mit nacktem Bein gestreift habe. Im Auto jedenfalls war mir der schwarze Punkt schon aufgefallen….

Mein erster Zeckenbiss, und das direkt vor der Haustür!!!

Tierhalter werden jetzt vermutlich müde lächeln, weil sie an ihren Lieblingen regelmäßig nach Zeckenbiss Zecken entfernen. Für mich ist die Vorstellung von potenziellen Zecken in meinem Garten allerdings schon beunruhigend. Zum Glück habe ich mich dieses Jahr zum ersten Mal jemals gegen Zecken, vielmehr gegen die Gefahr einer FSME (Symptome) (=Frühsommer-Meningoencephalitis/Hirnhautentzündung) durch Zeckenbiss impfen lassen (Zumindest die ersten zwei Teil-Impfungen, das ist ja schonmal was). Da die Zeckenschutzimpfung gegen Borreliose leider nicht immunisiert, hoffe ich jetzt, ohne eine davonzukommen, obwohl die Zecke nicht einwandfrei rausgeholt werden konnte. Borreliose ist nämlich nicht witzig.
:-(

Ob ich morgen mal zum Hausarzt gehe? Auf jeden Fall kaufe ich mir mal so ein Zeckenschutz-Spray und eine Zecken-Zange. Hoffentlich kein nächstes Mal…

Weitere Tipps bei Zeckenbiss?

Update Montag mittag: Habe mir in der Apotheke fürs nächste Mal eine Zeckenschutz-Kombipackung mit allem drin gekauft. Vor mir eine Kundin, die die Zeckenzange gewählt hat. Das Thema scheint leider Konjunktur zu haben. Enthält Zeckenkarte, Zeckenschutztücher und Zeckenschutzspray. Die Zeckenkarte sieht gut aus.

Zeckenzange Zeckenbiss Zecken

Lupe dran und zwei verschieden große Unterschieb-Schlitze, die man unter den Zeckenkörper parkt und dann sanft nach oben zieht. Zecken herausdrehen ist übrigens veraltet, gefährlich, weil die Zecke abgerissen werden kann, und nicht nötig, sagte man mir.

Noch wichtig zu wissen: Auwaldzecke!


andere Spinnentiere

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Vor einem Jahr
Taglilien-Schwemme, Alliumpleite, Rettung in letzter Minute



31 Kommentare bisher

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Keisha, 23. Juni 2008, 01:05

Beim Entfernen von Zecken gibt es viele Meinungen, meine dazu:
KEINE ZECKENZANGE! Bloß nicht! Die quetscht das Tier, und man erreicht damit genau den Effekt: Sie gibt die Erreger in die Haut ab.
Was man nie nie nie tun darf, sind Öl oder Klebstoff auf die Zecke tun. Das Tier gerät quasi in Panik und der Effekt: Siehe oben.
Sie geben da einen Stoff ab, mit dem sich das alles verhärtet, was das Entfernen um so schwieriger macht und der Kopf stecken bleibt.

Besser:
Eine Pinzette mit langen dünnen Spitzen. Damit faßt man den Kopf des Tieres UNTER dem Körper und übt leichten Zug nach oben aus. NICHT versuchen, sie rauszuziehen. Nur sanften Zug. Die Zecke sollte nach ca 30 Sekunden von alleine loslassen. Bei meinen Mädels hat das bislang IMMER geklappt.
Den Rat habe ich von einer Schweizer Informationsseite über Zecken, die ich vor 3 Jahren mal fand, weil ich Rat bzgl Zecken suchte.

Uta, 23. Juni 2008, 01:21

Keine Panik. Wenn in den nächsten zwei Wochen das Gebiet um den Stich keinen roten bzw. leicht bläulichen Ring bekommt, wirst du weiter leben + bloggen. Falls doch, auch. Geh dann in Ruhe zum Arzt, der gibt dir Antibiotika. Nur unentdeckte und unbehandelte Borreliose macht den allseits bekannten Ärger.

Gärtnerin, 23. Juni 2008, 01:35

Danke Euch. Ich hab mich grad schonmal umgesehen. Es gibt auch eine sog. Zeckenkarte, die man verwenden könnte, und vom Prinzip her so ähnlich wie von Dir beschrieben funktionieren sollte, Keisha.

Ich will leben, ich will bloggen. Das isses, Uta!
Meinen Doc werde ich morgen trotzdem mal kontaktieren. Hepatitis, die Zweite, ist dran. Mein Impfkalender sieht Betätigung bis Ende des Jahres vor, so für alles, was zu machen ist…

Euch ists wohl auch zu warm zum Schlafengehen. :)

Mila, 23. Juni 2008, 09:07

Hallo Gärtnerin,
ich würde auch die Zeckenkarte empfehlen (gibt’s in der Apotheke). Damit hat man die Zecken besser in Griff als mit einer Pinzette, kann sie nicht quetschen, und es gibt zwei verschieden große “Greifer” in der Karte, so dass man große und winzige Zecken entfernen kann.

Gartenfreundin, 23. Juni 2008, 09:47

Mit einiger Übung lassen sich Zecken besser als mit jedem Hilfmittel mit den Fingern entfernen, erstaunlicherweise auch die kleinen Nymphchen. Nachdem meine Tochter es darin zu Meisterschaft gebracht hat, mache ich dies jetzt auch so und bin erstaunt wie gut das geht. Alternativ ist eine Pinzette trotzdem parat.
Nach Entfernung der Zecke kommt etwas Teebaumöl auf die Stelle.

Herbert, 23. Juni 2008, 09:54

Hallo. Borreliose hatte ich schon. Das äußert sich als Wanderröte. Dagegen hilft fleißig Antibiotika schlucken und dann ists gut. Ist also nichts Schlimmes. Toi Toi Toi und gute Besserung.

Agathe, 23. Juni 2008, 10:03

Ich habe auch die eigene schmerzliche Erfahrung gemacht – und das das erste Mal letztes Jahr – dass man sich Zecken leider auch im eigenen Garten holen kann. Seither sehe ich nach Gartenarbeit abends nach, ob ich eine an mir entdecke. Wirklich Angst davor muss man wohl nicht haben, wenn man FSME-geimpft ist. Eine Infektion mit Borreliose zeigt sich ja in den allermeisten Fällen rechtzeitig zu Gegenmaßnahmen durch die kreisrunde Rötung um die Bissstelle nach ca. 10 Tagen. Man muss über längere Zeit die Bißstelle beobachten, ob sie ohne solche Erscheinungen abheilt. Im Internet sind gute Zeckenseiten zum googeln, z.B. http://www.zeckeninfo.de/zecken/index.html, da ist auch die Verwendung der Zeckenkarte ausführlich erklärt. Man sieht dort deutlich, dass der Zeckenkörper nicht gequetscht wird. Aber am allerbesten, die Zecke beißt sich gar nicht erst fest und man findet sie rechtzeitig auf möglichst heller Kleidung. Sie braucht offenbar eine ganze Zeit, um eine geeignete Stelle zum Saugen zu finden, und krabbelt so lange nur auf der Kleidung und der Haut herum.

jey-Key, 23. Juni 2008, 10:42

Hallo Gärtnerin,

Och Mönsch, das ist ja total unschön und ich kann verstehen, daß Du schockiert bist.
Gut, daß Du geimpft bist.

Ich hatte schon mehrere Male Zecken an mir, das letzte Mal liegt jetzt schon einige Jahre zurück.
Bei meinen Kindern habe ich des öfteren Zecken entfernen müssen, als sie klein waren und ständig in Wald und Feld unterwegs ……… an den unmöglichsten (möglichen) Stellen.
Bei meinen Moppies hab ich dies Jahr schon im April die ersten Zecken entdeckt.

Es ist ja schon alles Wichtige und Wissenswerte dazu hier geschrieben.

Ich wünsche Dir ein komplikationsloses abheilen und rasche Genesung.

LG
jK

Reinhard, 23. Juni 2008, 11:05

Hallo und moin,moin, Reinhard kennt aus der Kind-Jugendzeit auch einiges von Zeckenbissen.Damals war es anscheinend nicht so gefährlich. Wir haben sie uns gegenseitig wie bei den Affen rausgezogen wenn sie an unzugänglichen Stellen saßen, man war da ja noch gelenkig.Ganz rabiates gegenmittel:
Lötkolben mit Spitze heißmachen – auf die Bißstelle, es riecht wie beim Grillen. Die Hitze tötet die Viren ab.Eine kleine Brandwunde ist immer noch besser als der ganze Medizinscheiß.
In einer Zivilisationsfernen Gegend ist ein übler Insektenstich bei mir mit glühender Holzkohle ausgebrannt worden. Dann wurde das zerquetschte Insekt darüber verrieben, das soll das Gegengift sein. Hat geholfen.Unbekannte Blättermatsche wurde darüber geschmiert, Bananenblätter drumgewickelt,mit Bastabgebunden-Am nächsten morgen war alles OK. Lang lang ist her.
Momentan setze ich mir noch jeden abend die Spritze Fraxiparin – wegen NachOP vorsorge. geht mir aber schon wesentlich besser, Uta – die Frösche sind doch zäh. Vor allem die Wetterfrösche. Hier temperatursturz und sehr frische Brise- andere sagen Sturm dazu.
Bedeckt 15° – Hiwer ist nix mit SONNENBADEN.
Das ists aus HH 22457 Tschüss und einen zeckenfreien Wochenbeginn, sagt Reinhard

Gärtnerin, 23. Juni 2008, 11:52

Wow, lauter Experten. Jetzt bin ich wirklich gesamthaft schlauer und fühle mich auch getröstet. :-)

Reinhard, das sind ja wirklich Buschmann-Methoden für Härtner. :-) Wünsche weiterhin gute Genesung!

Reinhard, 23. Juni 2008, 12:20

Reinhards Bauernregel für heute.
Nur die Harten kommen in den Garten.
Gärtnerin : Gurkenernte im Gewhaus hat begonnen.
An großen Geranien habe ich rotfärbungen an den großen Blättern, sieht zwar schön aus ,bin aber besorgt, daß das was gefährliches sein könnte.
Versuche ein Bild zu schicken. Grasmilben hab ich noch keine entdecken können.Mähe auch immer mit Overall keine bloßen Beine. Danke für die Genesungswünsche.
Tschüss für den Moment
Reinhard

lupe, 23. Juni 2008, 12:48

Zum Impfen im Allgemeinen und FMSE im Speziellen bitte folgende Links aufrufen:
http://www.impfschutzverband.de/
und
http://www.impfschutzverband.de/newsanzeige.php?zaehler=26

alex, 23. Juni 2008, 13:13

Hallo Gärtnerin,

bevor Du zu Reinhards Rambo-Methode greifst oder so lange wartest das sich die Viren endlich ausgebreitet haben (Stelle gerötet), würde ich empfehlen vorsorglich Antibiotika zu schlucken (es sei denn Du hast in den nächsten Tagen grössere Saufgelage geplant).

gruß,
alex (dem die entfernungsmethode grad egal ist, solange die viecher verrecken)

Andre, 23. Juni 2008, 13:35

Das ist natürlich sehr ärgerlich, wenn dies direkt vor der Haustür passiert. Generell ist es sehr wichtig, dass man kein Alkohol, Nagellack oder Öl auf die Zecke träufelt, weil dadurch die Gefahr höher ist, sich mit einer Krankheit anzustecken. Nachdem die Zecke entfernt wurde sollte man nicht vergessen die Haut bzw. die Hände mit einem Desinfektionsmittel zu reinigen.

Gärtnerin, 23. Juni 2008, 14:22

Danke für die Info, Lupe. War mir nicht bewusst, dass es da solche Impfreaktionen geben kann. Hätte ich es gewusst, hätte ich wohl genauer drüber nachgedacht, ob ich das machen lasse. Jetzt bin ich erstmal froh, dass ichs getan habe.

Hi Alex, danke, ich werde den Doc danach fragen.

Desinfiziert habe ich, Andre. Mangels Hochprozentigem mit einem hochprozentigen, hochpreisigen Duftwasser immerhin. *fg* Kann wohl nicht unbedingt empfohlen werden, war mir aber in dem Moment egal.

Reinhard, 23. Juni 2008, 15:32

Hallo Alex , hier kommt Reinhard RAMBO !
Ich weiß aus etlichen Jahren Seefahrt und Tropenaufenthalten, daß man so wenig wie möglich und nur in wirklichen Notfällen zu Antibiotika greifen sollte. Antibiotika VORSORGLICH ist das allerverkehrteste was man machen kann. Da lass bloß die Finger davon. In vielen ARMENLändern kann man die Antibiotica wie die Gutsele (Bonbons)
in der Pharmacy 100 Grammweise aus dem großen Glas kaufen. Folge: wenn die Menschen ernsthaft erkranken und im Hospital Antibiotika erhalten, wirken die nicht mehr. Bedauerliche und vermeidbare Todesfälle sind die Folge, welche oft dann die Familie ins Elend stürzt. Habe schlimme Sachen gesehen. Das ist nur meine bescheidene Meinung. Es schreibt ein echter Grufti, inzwischen 76 geworden, Tschüss dann, moin, moin und Hummel Hummel
Reinhard

Kaffeebohne, 23. Juni 2008, 14:41

Hallo Gärtnerin, wir haben die Viecher im Garten und es vergeht kein Sommer, an dem ich nicht meine Kinder ‘entzecke’. Auch nach einem Einkauf beim Bauern bei Dir überm Feld hatten wir schon Zecken oder nach einem Waldspaziergang.
Wir haben die Karte (gibt es in der Punkt-Apotheke im EKZ oder auch bei Tengelmann in Nauheim). Damit gingen sie bisher rückstandsfrei raus. Stelle merken und schauen, dass die Rötung verschwindet, sonst gehe zum Arzt.
Meine Kinder sind nicht geimpft, da bis vor einem Jahr die Impfnebenwirkungen bei Kindern nicht so toll war. Eine Zeit lang haben wir dann die Beine mit Zanzarin eingecremt, das hat auch geholfen. Der Kreis Groß-Gerau ist auch kein Risikogebiet. Es wurde nicht aufgrund von FSME-Fällen auf der Karte rot, sondern im Rahmen einer Flurbereinigung, da die Nachbargebiete wie Langen und der Odenwald FMSE-Gebiete sind – sagt mein Kinderarzt.
Also, erstmal locker bleiben.

Gärtnerin, 23. Juni 2008, 16:01

Das klingt ja beruhigend, Kaffeebohne. Gut, wenn auch jemand aus der Region Erfahrungen beisteuert. Danke!

Foto-Update oben: Meine neue Zeckenkarte. ;-)

Der Doc hat draufgeguckt und ist nicht für die vorsorgliche Verschreibung von Antibiotika. Ich auch nicht. Eine Borreliose-Rötung, die sogenannte Wanderröte, kann nach seiner Aussage bis zu 21 Tage danach auftreten. Deswegen muss ich den Zeckenbiss so lange beobachten. Sobald sich was verändert (hoffe nicht), verschreibt er dann Medikamente.

Hab ihn auch auf die Impfrisiken bzw. das Thema Impfschäden bei Zeckenschutz-Impfung angesprochen. Er meinte, es käme wohl ab und an zu Impfreaktionen wie Fieber und grippeähnlichen Erscheinungen, aber einen bleibenden Impfschaden habe er noch nie gesehen. Was ich interessant fand: In Österreich ist Zeckenschutz-Impfung staatlich verordnete Pflichtimpfung, wohl weil die Vielzahl der Hirnschäden durch Hirnhautentzündung die Gemeinschaft teuer zu stehen kommen. Damit haben die anscheinend jetzt quasi Null neue FSME-Fälle. Nur Wiedergabe von Gehörtem, nicht meine persönliche Meinung.

Ach ja: Lieber Grufti, lieber Blog-Ältester, es ist toll, dass Du da bist. :-)

Kaffeebohne, 23. Juni 2008, 18:09

Hallo Gärtnerin, ich habe im Bekanntenkreis einen Fall, der die Zecke nicht bemerkt hat und die Borreliose lange nicht diagnostiziert wurde.
Mein Schwiegervater hatte auf der Schwäbischen Alp letztes Jahr zwei Zecken und wurde vorsorglich mit Antibiotikum behandelt, was ich aber auch nicht gut finde. Man kann über einen Bluttest Borreliose nachweisen. Und jetzt hast Du ja diese tolle Karte. Ich habe sie zusammen mit Desinfektionstüchern in der Handtasche, damit ich auch auf dem Spielplatz gewappnet bin. Außerdem schaue ich immer, dass sich die Zecke noch vorbewegt und dann spülen wir sie im Klo runter.
Vor zwei/drei Jahren gab es bei Kleinkindern wohl Nierenprobleme als Impfreaktion und da hat man von der Impfung abgeraten. Der Impfstoff wurde wohl wieder verändert und ist jetzt nicht mehr so schlimm.

Gärtnerin, 24. Juni 2008, 12:16

Ich habe auch eine lange unentdeckte Borreliose (ohne dass eine Wanderröte aufgetreten wäre) im Bekanntenkreis. Deswegen war ich so beunruhigt.

Insgesamt ist das ein doofes Ding mit den Zecken. Mistviecher! Ich werde mich wohl an die Vorstellung gewöhnen müssen. Wie ich irgendwo gelesen habe, verabreichen sie einem sogar ein Betäubungsmittel, damit man sie nicht bemerkt. Von Heimtücke zu sprechen, ist wohl kaum untertrieben.

Keisha, 24. Juni 2008, 12:41

Vor gut 20 Jahren kannte kein Mensch Borreliose, nichtmal die meisten Ärzte. Meine Tante erkrankte nach einem Zeckenbiß daran, wurde todkrank und wochenlang im KH mit Chemie und sonstwas so vollgepumpt, daß ihre Leber für immer schwer geschädigt ist. Und wie zum Hohn haben sie ihr bei der Entlassung dann gesagt, mit ihrer Leberzirrhose, die natürlich NUR vom Saufen kommt, sollte sie weniger trinken… Und das meiner Tante, die allenfalls einmal im Jahr an einem Gläschen Eckes nippt…

Falsch behandelte Zeckenbisse können übrigens dauerhaft sichtbar bleiben, in Form von Beulen. Ob das mit dem Speichelzement zusammenhängt, den sie abgeben, um sich gegen das Herausziehen zu verankern, weiß ich nicht. Meine verstorbene Katze hatte jedenfalls ein paar solche Beulen von herausgekratzten Zecken und ich kenne Hunde in der Nachbarschaft, die diese Beulen auch zurück behalten haben.

Den Brüller fand ich auf einer Zeckeninfoseite übrigens den Satz (sinngemäß): “Zecken herauszudrehen, ob rechts- oder linksherum, ist sinnlos, denn ihr Stechrüssel mit Widerhaken hat kein Gewinde.” *gg*

Katharina, 24. Juni 2008, 19:07

Hatte erst vorgestern eine Patientin, bei der wir beim Nadel legen auch ne Zecke entdeckten, die Arme war völlig außer sich.

Antibiose vorbeugend ist nicht nur aufgrund der Resistenzzüchtung Quatsch, sondern auch, weil sie halt Nebenwirkungen haben können… wenn der rote Fleck wandert, ists definitiv früh genug.

FSME breitet sich immer weiter aus, und letztens hörte ich einen Bericht, daß über Rußland wohl Zecken einwandern, die eine hierzulande neue Erkrankung übertragen. Namen hab ich vergessen.

Ich hab mich als Kind mal gegen FSME impfen lassen, war ein Alptraum, ich war eine Woche lang völlig neben der Spur. Auffrischen lassen hab ichs dann nicht mehr. Aber letztlich überwiegt bei begründeter Impfung doch insgesamt der Nutzen über das Risiko.

Gärtnerin, 27. Juni 2008, 14:14

Meine rote Stelle um den Zeckenbiss eiert ein wenig, ist nicht mehr kreisrund, aber wächst bisher auch nicht. Ich bin nach wie vor einigermaßen entspannt. :-)

Yomugasuki, 02. Juli 2008, 07:41

Jetzt muss ich auch noch mal schnell dazu was sagen.
Bin vor Jaaaahren auch mal von einer Zecke gebissen worden, ohne dass ich’s bemerkt hätte. Habe mich irgendwann über eine kreisrunde Rötung gewundert, die ich per Zufall am Bein entdeckte. Von Borreliose hatten bis dahin sowohl ich als offensichtlich auch der Arzt noch nie etwas gehört. …Der Arzt diagnostizierte “Ringelröteln”!!! Aber wozu gibt’s schlaue Männer ;-) Meiner schickte mich erbarmungslos nochmals zum Arzt, er solle mich mal auf Borreliose testen. Ich war brav und bin heute froh darüber, denn … es war Borreliose. Ich habe keine bleibenden Schäden erhalten und mit dieser Erfahrung dann den Arzt gewechselt.

Reinhard, 02. Juli 2008, 09:32

Moin, moin, ganz kurz weil ich zum Training will.
Vorgestern beim Rasenmähen trotz langer Hose Jucken an den Beinen.
Können das die sagenhaften Grasmilben sein ?
Habe aber keine Stichstellen entdecken können.

An einer Canna habe ich gestern einen mir unbekannten Käfer entdeckt. Hab ihn gefangengenommen und in einer Plastikbox, Fotogemacht, versuche später zu schicken, Wie der angekündigte Citrusbockkäfer siehr er nicht aus , aber wer weiß was das für ein Wandergeselle ist.

50 Jahre zurück !!! Auf einer Reise hatten wir 500 Tonnen Bananen als Decksladung für 3 Tage von Las Palmas nach Southampton, was da alles an Mitreisenden in den Stauden war ! Schlangen Scorpione, Käfer, Stechinsekten – und dann gabs jeden Tag bis zum Erbrechen Bananen in jeder Darreichungsform,
da könntet Ihr ein Forum drüber machen – Event – heißt das ja . Aber diese Bananenart die toll geschmeckt hat, gibts nicht mehr.
Später noch mal, Tschüss sagt Reinhard

Gärtner, 22. Juli 2008, 00:32

Die neue von Zecken übertragene Krankheit ist das Krim-Kongo-Fieber, das tödlich enden kann und gegen das es keine wirksame Behandlung gibt und gegen das es auch keine Impfung gibt. Allerdings ist die bisher erst in 1 Fall in Deutschland aufgetreten.

Gärtner, 22. Juli 2008, 00:34

Übrigens vorsicht: die sog. Wanderröte tritt nur in vielleicht der Hälfte der Fälle auf. Also auch in den nächsten Wochen nach dem Zeckenbiss auf grippeähnliche Symptome achten und falls die auftreten lieber zum Doktor und Blut abnehmen lassen!

Gärtnerin, 24. Juli 2008, 13:20

Vielen Dank, Gärtner. Na wunderbar, das hat uns ja gerade noch gefehlt. Bezüglich Wanderröte konnte ich mich mittlerweile entspannen: Nix wars! Glücklicherweise!

Martin, 11. Juli 2011, 11:38

Zeckenbiss – muss ich jetzt sterben?

Hallo – ich habe einen Zeckenbiss heute festgestellt. Ich weiss nicht wo das Drecksvieh herkam. Auf jeden fall habe ich natürlich den Körper abgerissen. In einem Verzweiflungsakt habe ich mit einer Nagelschere die Wunde vergrössert und unter grössten Schmerzen den Kopf operativ entfernt – ohne Alkohol und sonstige Betäubung, ein Cowboy kennt keinen Schmerz. Ich habe zwar FSME Impfung, aber Borreliose ist ja eine schleichende Seuche. Wann merke ich das? Kann eine Zecke auch beide Erreger in sich tragen? Mein Gott – wie kann das nur mir passieren. Bin voll der Stadtmensch und meide die Natur. Ist ja alles total unhygienisch dort. Mein Hausarzt meint zwar mir würden noch ganz andere Dinge fehlen aber trotzdem. So ein Mist.

Betula, 11. Juli 2011, 12:51

Nur ruhig Blut, Martin. Damit der Borriolose-Erreger übertragen wird, muss die Zecke schon mind. 24 Stunden in der Haut sitzen. Und auch dann ist die Gefahr nicht wirklich groß. Mein Hund ist jetzt 13 Jahre und hatte in seinem Leben sicher schon über hundert Zecken, Borreliose hat er bis jetzt noch nicht. Zu deiner Beruhigung kannst du aber bis in ca. 6(?) Wochen einen Bluttest beim Arzt machen lassen. Dann kann man die Infektion gegebenenfalls frühzeitig erkennen und behandeln.

Klaus, 11. Juli 2011, 17:58

Hallo Martin !
Dein Arzt hat Recht ! Die Gefahr besteht bei dir nicht in Borriolose, sondern in Panik-Attacken und Blutvergiftung durch deine heldenhafte Tat. Das die Natur unhygienisch ist, höre ich zum ersten Mal.

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