Zitronen-Bewurzeln mit Radiessamen
Ilona hat das mit der Stecklingsbewurzelung mittels Radiessamen ausprobiert und berichtet nun über Erfolge damit:
“ich hatte ja schon angedeutet, dass ich den „Radieschen-Besaumungs-Versuch“ starten würde und dass er offensichtlich funktioniert hat.
Man nehme:
Einen Zitronensteckling (die hab ich sonst nie zum wurzeln bekommen) und einen Radieschensamen.
Dann mache man laienhaft einen Schnitt und prökele den Samen dort hinein (gar nicht so einfach, der Steckling muss also genügen dick sein).
Dann abwarten…..
Ich weiß leider nicht mehr genau, wie lange es wohl gedauert hat. Ich tippe mal auf zwei Wochen oder so. Da tat sich doch tatsächlich was:
Sah mir ein bisschen so aus, als wenn die Wurzel des Radieschensamens einfach nur DURCH den Steckling hindurch gewurzelt hat.
Nun aber das:
Von zwei Versuchen (beides Zitrone) hat einer geklappt. Ich würde also sagen: einen Versuch ist es in jedem Falle wert, wenn man Stecklinge hat, die schwer zu bewurzeln sind.
;-)”
Astrein, Ilona!!!!! Ungeheuerlich, unglaublich, sensationell!!! Genial, dass das tatsächlich so gut geklappt hat. Stand das Ensemble in Wasser oder hattest Du das eingetopft? Der Wurzel-Bereich ist so sauber… Heißen Dank für die Experimentierwut und die Dokumentation!
eingewurzelt unter: Garten allgemein
Vor einem Jahr
Gefühltes Blumenloch, etwas nördlicher, Welche Pflanze?, Geranien "Pak Pink Sybil", Heilziest-Blüte, Siggy-Fee-Winde auf dem Vormarsch, Veronica spicata - Ähriger Ehrenpreis, Streptocarpus mag keinen Regen, Was sonst noch Anfang Juni blüht ...






15 Kommentare bisher
KommentierenEs sollte natürlich „Radieschen-BESAMUNGS-Versuch“ und nicht “Besaumung” heißen…. War wohl schon zu spät als ich gestern geschrieben habe…
Nun denn. Der Steckling stand die ganze Zeit über im Wasser.
Hallo, das find ich ja toll!!!!
Meinst Du, Ilona, das könnte auch mit Rosenstecklingen gehen?
Und…meint Ihr ich könnte dann in den Ferien noch so einen Versuch starten, oder ist das schon zu spät???
LG Lisa
DAs ist ja er Hammer…. genial!
Das muss ich ausprobieren!
Super!!!
Find ich auch klasse – wie bist Du darauf gekommen? Ich werd es auch mal ausprobieren, falls meine Hoya compacta-Stecklinge nicht wollen wie ich…
Boah! Wenn ichs nicht gesehen hätte, hätte ich es nicht glauben können. Eigentlich glaube ich es immer noch nicht so richtig… Wieso wirken eigentlich Radieschen diese Wunder? Ob das andere Samen auch tun?
In der Literatur wird Weizen beschrieben, Uta. Die Sämlinge sollen wohl Auxine (Bewurzelungshormone) ausscheiden.
Hey Lisa,
klar!!! Das würde ich auf jeden Fall versuchen!!! Wie gesagt, die Stecklinge sollten nicht zu dünn sein, sonst kriegste den Samen nicht da rein.
Stefan hatte ja das hier geschrieben:
Die Frage hat durchaus einen ernsten Hintergrund. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts schlitzten Gärtner das Ende eines Stecklings ein und steckten in den Schnitt ein Weizenkorn hinein.
Das dann keimende Korn setzt wachstumsfördernde Stoffe frei.
Als um 1940 Bewurzelungshormone aufkamen, geriet die Methode zunehmend in Vergessenheit. So schreibt es jedenfalls Alan Toogood in seinem Buch “Pflanzenvermehrung”.
Also scheint es ja auch mit anderen Samen zu funktionieren. Radieschensamen haben vielleicht einfach eine schöne “handliche” Größe, sodass man zumindest keine Lupe braucht.
;-)
Probiert´s mal aus. Bin gespannt, mit welchen Stecklingen es noch alles funktioniert.
Ach so, Anja, ich hatte das ZUFÄLLIG in einem Forum gefunden. Nur da hatte auch irgendwie niemand drauf geantwortet. Und so hab ich mir gedacht, ich versuche es einfach mal.
Nehme meinen Kommentar bzgl. 1. April zurück & behaupte das Gegenteil… ;-)))
Phantastisch! Ich habe gerade versuchsweise ein paar Stecklinge von einer Mirabelle (da waren alle Versuche bisher erfolglos) so präpariert und warte jetzt ungeduldig.
Erstaunlich, dass diese Vermehrungstechnik so in Vergessenheit geraten ist.
uuuuuuuund???? Mike, ist was draus geworden? *neugierigbin*
Wahnsinn… das muss ich auch gleich ausprobieren. hab mir nämlich gerade von meiner strauchmargerite einen steckling gemacht und ins wasser gesteckt… den werde ich wohl gleich nochmal rausholen und ein radieschenkörnchen rein stecken! :)
@ ilona
wo hast du denn den Zitronensteckling her???
Eine Freundin erblasste letzten Samstag angesichts 55 Eu für ein Zitronenbäumchen, das sie sich so sehr wünscht..
Inspiriert von Ilonas Experimenten habe ich mit verschiedenen Samen Keimtests gemacht. Samen zwischen zwei Lagen Küchenrolle und angefeuchtet. Bereits am dritten Tag keimten die Sonnenblumensamen. Bei den Samen die ich enthüllte ist das Keimergebnis bei 100%. Die mit Hülle sind noch nicht so weit. Auch die Weizensamen tendieren gegen 100%. Die Samen habe ich, aus Kostengründen, vom Winterstreufutter abgezweigt. Jetzt warte ich noch auf die Hirse und dann wird das Experiment fortgesetzt. Ich werde die vorgekeimten Samen in Steckhölzer einsetzen.
Somit ist praktisch die Frage nach Samensorte und Keimzeit beantwortet.
Die vorgekeimten Samen wurden, wie von Ilona beschrieben,in die Steckhölzer geimpft und dabei unterlief mir ein Fehler. Ich steckte die Samen mit dem Trieb voran in den Spalt des Holzes. Ich hätte die Wurzeln in den Spalt stecken sollen. Und so drückte der Trieb das Holz aus der Erde und ich mußte meinen Fehler korrigieren. Trotz kürzerer Keimzeit der Sonnenblumenkerne scheint mir die Bewurzelung mit Weizen zweckmäßiger. Mal sehen was daraus wird.
Wurzeln gibt es genug, aber nur an den Weizenkeimlingen. Von einer Bewurzelung der Steckhölzer kann keine Rede sein. Bisher habe ich jedoch nur die Steckhölzer vom Mammutbaum kontrolliert. Dies ist mir derzeit das Wichtigste, da ich hier bisher noch keinen Vermehrungserfolg hatte. Hier bleibt vermutlich nur noch die Vermehrung aus Samen übrig. Bei den anderen Versuchsobjekten habe ich noch keine Kontrolle gemacht. Wer hat, außer Ilona, noch Erfolge zu verzeichnen ?
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