Gärtnerin · 12. März 2009, 09:16

Bechermalve – Lavatera trimestris-Samen

Weil Malven einfach prächtige Blumen sind, wollte ich schon länger mal meine Malvensamen-Sammlung ergänzen. Mangels Übersicht und Merkfähigkeit habe ich versehentlich zwei verschiedene Bechermalven (Lavatera trimestris, Garten-Strauchpappel)-Samentüten erstanden. Eine (Bechermalve-Mischung, 50 cm hoch) wird daher für nächstes Jahr aufgehoben, die andere (Bechermalve “Silver Cup”, rosa-blühend, 60-80 cm hoch) ist gestern der Aussaat anheimgefallen.

Bechermalve-Samen sehen natürlich typisch nach Malvensamen aus: Dunkel und so leicht schneckenförmig gedreht sind die reifen Samen aller möglicher Sorten von Malven:

bechermalve lavatera trimestris

Selbst gesammelte Samen meiner staudig wachsenden Malva alcea im Vergleich:

stauden malve

Die ist auch gestern gesät worden.

Zurück zur Bechermalve: Tolle Pflanzen sind das, die auch recht groß werden, wenn auch nur einjährig! Die Blüten sind ungeheuer dekorativ. Bei Lavatera trimestris “Silver Cup” sollen sie bis 10 cm Durchmesser haben, worauf ich mich ja jetzt schon freue. Standort: Malven-üblich am liebsten voll in der Sonne, auf durchlässigem Boden ohne Staunässe. Keine besonderen Ansprüche an den Nährstoffgehalt des Bodens.

Bechermalve-Aussaat

Gem. Samentüte März bis Mitte April Aussaat mit Vorkultur drinnen oder bis Ende Mai im Freiland. Keimtemperatur 15-20 Grad, Keimdauer 10-15 Tage. Pflanzabstand beim Auspflanzen 40×20 cm. Blütezeit Juni bis zum Frost (wenn man den Samen-Ansatz durch Ausputzen verhindert, selbstverständlich), wenn sie mit Vorkultur drinnen gezogen wurden, sonst etwas später. Schnittblumen-geeignet.

Zander sagt, die Garten-Strauchpappel sei in Süd+Osteuropa sowie rund ums Mittelmeer beheimatet.

Lavatera trimestris-Blüte

Update: Diese Lavatera blühend
mehr über Samen
mein Aussaatkalender

eingewurzelt unter: Einjährige Sommerblumen

Vor einem Jahr
Pitahaya-Update: Sie wachsen, Gänseblümchen, Regenwurm-Häufchen auf dem Rasen / im Beet



7 Kommentare bisher

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Susanne B, 13. März 2009, 18:55

Ich gebe Dir unbedingt recht, Bechermalven sind so schööön *seufz*… ich habe letztes Jahr kiloweise Samen gesammelt und verschenkt, weil ich mit dem Ausputzen am Ende nicht mehr nachkam… hast Du schon mal etwas davon gehört, dass man das Saatgut vor der Aussaat 20 bis 30 Minuten in 50 Grad warmes Wasser tauchen soll, um die Brennfleckenkrankheit zu vermeiden?

Gärtnerin, 15. März 2009, 18:15

Und sie sind schon gar mannigfaltig aufgegangen! Die ganze Saatkiste ist voll. Nein, leider hatte ich von dem Tipp noch nix gehört, sonst hätte ich ihn gleich mal ausprobiert. Machst Du das so, Susanne? Und?

Susanne B, 15. März 2009, 23:04

Ich hab den Tipp auch erst vor kurzem bekommen und werde es demnächst ausprobieren, obwohl 50°C ganz schön heiss klingt für so kleine Sämchen. Allerdings erst im April, da Direktsaat – ich werde berichten, wie gesund sie dann tatsächlich geworden sind (falls ich sie nicht versehentlich totgekocht habe).

Gärtnerin, 16. März 2009, 11:44

Ich bin gespannt!!!!

Susanne B, 02. April 2009, 22:50

Seit heute sind die Samen unter der Erde… 50°C sind nicht so heiss wie ich dachte, aber ich bevorzuge für mein eigenes Badewasser trotzdem weniger. Die Samen quellen dadurch jedenfalls schön auf. Fortsetzung folgt…

Gärtnerin, 03. April 2009, 19:19

Ich bin echt neugierig. Meine sind drinnen etwas ins Kraut geschossen, aber tief pikiert worden und seit zwei Tagen draußen im Anzucht-Gewächshaus. Bilden gerade gescheite Blätter. :-)

Susanne B, 09. April 2009, 23:36

Zu heiss gebadet wurden die Samen jedenfalls nicht – es hat alles schön gekeimt. Der konsequente Wechsel zwischen langen Sonnenstunden und kräftigen Regenschauern hat allen Balkongesellen gut getan. Ich werde wohl zupfenderweise ausdünnen müssen, weil ich direkt in den Kübel gesät habe *ene-mene-mu – raus bist Du*. Vielleicht finde ich jemanden, der die Keimlinge adoptiert.

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